Fender Amps in der Übersicht
Alles über die berühmten Klassiker

Fender Amps Klassiker

Fender Amps in der Übersicht: Alles über die berühmten Klassiker

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Fender Amps: Klassiker, die Geschichte geschrieben haben

Im Jahr 1946 als Fender Musical Instruments Corporation Inc. von Leo Fender gegründet, ist die Marke heute weitestgehend unter der Bezeichnung „Fender“ bekannt und berühmt.

Zu Beginn der Firmengründung war sie auf den Verkauf und die Reparatur von Musikinstrumenten und Beschallungsanlagen spezialisiert. Zusammen mit Doc Kaufmann entwickelte Leo Fender die ersten „Fender Amps“. Basierend auf den Namen der beiden Firmeninhaber, erhielten sie noch die Bezeichnung K&F.

1946 zog sich Doc Kaufmann aus dem Unternehmen zurück und Fender baute die ersten Fender Amps (den Deluxe, den Princeton und den Professional), die vor allem bei den Musikern der Country Musik, mit ihren Lap-Steel-Gitarren, begehrt waren.

Über die Jahre etablierte die Fender Musical Instruments Corporation Inc. viele unterschiedliche Arten von Gitarren Amps. Einige dieser Verstärker haben mittlerweile Kultstatus erlangt, was zum einen am unverwechselbaren warmen Sound liegt und zum anderen daran, dass eine Vielzahl der Gitarrenvirtuosen Fender Amps auf den großen Bühnen präsentierten.

Tweed, Blonde, Brownface, Blackface, Silverface?

Seit den 1950er Jahren entstanden verschiedene „Serien“ der Fender Amps mit unterschiedlichen Bezeichnungen. Diese beschreiben in erster Linie das Äußere der Verstärker, lassen aber auch Rückschlüsse auf ihren Herstellungszeitraum und die leicht veränderte elektronische Schaltung der Amps zu.

Tweed

Der Amp mit dem wohl charakteristischsten Vintage Stoff Cover der Fender Serien. Die frühe Serie wurde bereits in den 40er und 50er Jahren produziert.

Blonde

Der Name beschreibt die helle Außenfarbe des Amps. Die Serie mit berühmten Vertretern wie „Bass-“ oder „Showman“ entstand in der Zeit zwischen 1960 und 1964.

Brownface

„Brownface“ steht hier für die Farbe des Bedienpanels. Die äußere Farbe variierte zwischen sehr hell, ähnlich zur „Blonde“ Serie und Braun. Produziert wurden sie hauptsächlich zwischen 1959 und 1963.

Blackface

Diese Serie beherbergte einige weitere, sehr bekannte Fender Amps, wie den Twin Reverb. Erstmals wurden auch die unverwechselbaren silbernen Gitter in die Fender Serien eingebracht. Der Produktionszeitraum reichte von 1963 bis in die frühen 1968er Jahre.

Silverface

Fender „Silveface Amps“ entstanden zwischen 1967 und 1981. Ihren Namen erhielten sie durch die Frontplatte aus gebürstetem Aluminium.

Die bekanntesten Fender Amps und ihre Besonderheiten

Hier nun die bekanntesten Fender Amp Klassiker im Überblick – mit dabei sind spannende Fakten, Gitarristen, die sie gespielt haben und seit wann es sie gibt! Viel Spaß :-)

Fender 1965 Twin Reverb (Blackface)

Der Fender Twin Reverb in der Blackface Version von 1965 ist definitiv einer der kultigsten Fender Amps. Die überwältigende Klangvielfalt, in Verbindung mit dem integrierten Federhall, machen den Amp für viele Musikgenres interessant. Darunter Surf, Blues, Classic- und Psychedelic Rock um nur ein paar Wenige zu nennen. Durch die immense Lautstärke des Amps ist er auch für die großen Bühnen uneingeschränkt nutzbar.

Das ’65 Model ist heutzutage natürlich sehr rar und wenn überhaupt nur in einem Preisbereich zu bekommen, den sich die Wenigsten leisten können. Aber im Gegensatz zu Fender Gitarren, die bei der Firmenübernahme der Fender Musical Instruments Corporation Inc. durch CBS stark an Qualität einbüßten, ist auch das spätere Modell des Twin Reverbs begehrt.

Gespielt wurde und wird der Amp von Größen wie Stevie Ray Vaughn, Jack White, Gary Clark oder auch Steve Howe.

Fender Hot Rod Deluxe IV

Seit 1996 überzeugt der Hot Rod Deluxe mit seinen drei Channels, den zwei unabhängigen Inputs und einem Integrierten Reverb. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Hot Rods sind seine weitreichenden Möglichkeiten zur Einstellung der Klangform.

Der enorme Headroom im Clean und die gute Ansprache gegenüber Effektpedalen machen ihn zu einem perfekten Amp für Klassik Rock aber auch Jazz. Dennoch ist auch der Hot Rod nicht fehlerfrei.

In manchen Bereichen wünscht man sich mehr Klarheit von diesem Verstärker. Auch das Fehlen eines Master-Volume Reglers macht es für viele Gitarristen schwierig, eine natürliche Übersteuerung der Röhren bei moderater Lautstärke zu erzielen.

Der Hot Rod Deluxe wurde von Legenden wie George Benson gespielt, der ein eigenes Signatur Model auf den Markt brachte.

Fender 1968 Custom Deluxe Reverb

Auch dieser Amp ist perfekt für die Verwendung von Effekt Pedals geeignet, hat diese aber gleichzeitig absolut nicht nötig. Er ist ein überaus vielseitiger Verstärker, der auch durch sein, im Vergleich, leichtes Gewicht auffällt. Die sehr ausbalancierten Mitten und brillanten Höhen machen ihn zu einem nahezu perfekten Studio Amp.

Nachgesagt wird diesem Fender Amp, dass er mit 22 Watt etwas zu wenig Power hat. Allerdings befähigt ihn das auch zu einem satten Clean Sound, ohne Abstriche in Kauf nehmen zu müssen.

Gitarristen wie John Mayer oder Trey Anastasio gaben diesem Amps oftmals den Vorzug.

Fender 1959 Bassman

Der eigentlich für Bassisten vorgesehene Amp entwickelte sich ab 1952 zu einem Verstärker, den vor allem Gitarristen für seinen besonderen Sound schätzten. Der bekannteste Vertreter der Serie ist wohl die 4 x10 Tweed Version.

Der Sound besitzt eine sehr starke Dynamik, verbunden mit brillianten Höhen und satten Bässen, die auch schon bei einer moderaten Lautstärke zu hören sind.

Die wahre Magie kommt aber erst bei voll aufgedrehtem Volume Poti zum Vorschein. Dann gewinnt der Sound extrem an Kernigkeit und legt auch nochmal an Dynamik zu.

Die bekanntesten Musiker, die dem Bassman die Ehre erwiesen, sind unter anderem Eric Clapton, Jimmie Vaughan und John Fogerty.

Fender Amps: Legenden der Musikgeschichte

Fender hat wohl wie fast keine andere Firma – sowohl mit ihren Amps, als auch mit ihren Gitarren – die Massen erreicht.

Viele der vorgestellten Amps haben heutzutage den Legendenstatus erlangt. Ihr unverwechselbarer Sound lässt auch heute noch viele Gitarristen von ihnen schwärmen. Zusammen mit ihren prominenten Besitzern schrieben sie Geschichte in vielen unterschiedlichen Musikgenres.

Auch wenn die meisten dieser Verstärker nahezu unbezahlbar sind, gibt es qualitativ hochwertige Alternativen. Diese sind oftmals wesentlich erschwinglicher und haben kleine Änderungen im Vergleich zu den älteren Modellen erfahren, die sie flexibler und spielbarer für die heutige Zeit machen – ohne ihnen dabei den Charme der vergangenen Tage zu rauben.

Natürlich schwören Puristen auf die originalen Modelle. Dennoch sollte man die aktuellen Fender Amps nicht vernachlässigen und auch ihnen die Chance geben, sich zu beweisen.

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