Audio Interface Empfehlung: Für Singer & Songwriter

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Wer als Singer/Songwriter vorzugsweise Gitarre und Stimme aufnehmen möchte, kann eine Menge Geld beim Kauf eines Audio Interfaces sparen. In diesem Artikel erfährst Du, worauf es ankommt, was die Modelle unterscheidet und welches das Richtige für dich ist. Entdecke die idealen Einsatzgebiete und Alleinstellungsmerkmale der Modelle zwischen 100 bis 450 Euro…

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Übersicht für Singer/Songwriter

Der Fokus dieser Auflistung liegt bei Künstlern, die Gitarre und Gesang aufnehmen möchten. Wer seinen Gesang beispielsweise mit Piano untermalen möchte, kann auf virtuelle Instrumente zurückgreifen. Hierfür sollte dann eine MIDI-Schnittstelle bereitstehen.

Für Mikrofone

Ein Audio Interface für Singer/Songwriter sollte mindestens einen Mikrofoneingang mit integriertem Vorverstärker (»Preamp«) bieten, um die Stimme und/oder Akustikgitarre einzeln aufnehmen zu können. Für die Stereo-Gitarrenaufnahme brauchst Du zwei Mikrofone und genauso viele Mikrofoneingänge am Audio Interface. Fast alle Mikros für Studio & Homerecording haben einen dreipoligen XLR-Anschluss.

Kondensatormikrofone (besonders für Sprach- und Gesangsaufnahmen zu empfehlen) machen es erforderlich, dass Du am Mikrofoneingang des Interfaces eine Phantomspeisung (meist 48 Volt) zuschalten kannst.

Für Instrumente

Zur Aufnahme von E-Gitarre/E-Bass dient ein hochohmiger Eingang, meist »Hi-Z« oder einfach »Instrumenteneingang« genannt – im Format einer großen Klinkenbuchse mit 6,35 mm Durchmesser.

Alle anderen elektronischen Musikinstrumente mit Audioausgang benötigen einen oder zwei Eingänge mit Line-Pegel (sprich »Lein«). Vorzugsweise ebenfalls als große Klinke, aber auch kleine Klinke (Ø 3,5 mm) oder Cinch (sprich »ßinsch«; alternativer Begriff: RCA) sind möglich.

Kombieingänge

Kombibuchse

Neben den Klinkeneingängen vieler Audio Interfaces finden sich Schalter zum Wechsel des Eingangsformats zwischen Line und Hi-Z. Zudem gibt es oft sogenannte Kombibuchsen: XLR und große Klinke vereint, wobei jeweils nur eines von beiden Formaten nutzbar ist.

Direktes Abhören & Mobilität

Während des Einspielens oder Einsingens kann es sehr hilfreich sein, sich selbst per Kopfhörer abzuhören. Damit das ohne spürbare Verzögerung geschieht, gibt es die Möglichkeit zum latenzfreien Abhören (»zero-latency monitoring« oder »direct monitoring«) – alle halbwegs modernen Audio Interfaces, also auch die in der folgenden Übersicht, bieten das.

Die meisten kleinen Audio Interfaces senden/empfangen heute nicht nur Audiodaten via USB, sie beziehen darüber auch Strom vom angeschlossenen Computer. Wer also unterwegs per Laptop oder Tablet aufnehmen möchte, wird sich besonders eine solche Funktion freuen.

Alle vorgestellten Audio Interfaces bieten

  • Kompatibilität mit Windows und Mac OS X
  • einen USB-Anschluss zur Anbindung an den Computer
  • mindestens einen Mikrofon- oder einen Gitarren/Bass-Eingang

 

SPL Crimson

SPL Crimson

Das SPL Crimson ist eine umfangreiche Kombination aus Audio Interface und Monitor Controller für die Aufnahme mit verteilten Rollen – Künstler hier und Produzent/Tontechniker da. Bis zu zwei Musiker können jeweils separate Klangmischungen auf ihre Kopfhörer bekommen. Außerdem stehen stolze sechs Eingänge (inklusive der zwei digitalen Input-Kanäle im S/PDIF-Format) gleichzeitig zur Aufnahme zur Verfügung.

Durch die getrennt gehandhabten Monitormischungen kann beispielsweise der Sänger einen Hall auf seiner Stimme hören, während dem Gitarristen beliebige andere Effekte zur Verfügung stehen. Diese Effekte werden praktischerweise nicht mitaufgenommen, sondern sind nur auf den Kopfhörern zu hören, um dich atmosphärisch, rhythmisch und melodisch zu begleiten und unterstützten.

Das Crimson lässt sich übrigens ganz ohne einen angeschlossenen Computer nutzen (Standalone-Funktion). Alle Misch- und Abhörfunktionen funktionieren bereits nach dem Anstecken an das Stromnetz, so dass sofort gespielt, geprobt und gejammt werden kann.

Du kannst zwei Lautsprecherpaare anschließen. Wenn dein Mix auf beiden Boxenpaaren gut klingt, kannst Du davon ausgehen, dass das auch auf den Lautsprechern deiner zukünftigen Hörerschaft weitgehend der Fall ist.

Zu den weiteren Vorteilen einer solchen umfassenden Kombination aus Audio Interface und Monitor Controller zählt das integrierte Talkback-Mikrofon. Damit kann der Produzent im Regieraum mit den Musikern im Aufnahmeraum kommunizieren – unabdingbar bei getrennten Räumen.

Wer alleine aufnimmt und nur ein Lautsprecherpaar nutzt, könnte mit dem abgespeckten, günstigeren SPL CREON eine gute Alternative finden. Das ist mehr Audio Interface als Monitor Controller, von Letzterem bleibt im Wesentlichen nur der angenehm große Lautstärkeregler übrig. Es ist ab August 2015 erhältlich.

Preis: 449,- Euro

 

 

Focusrite Scarlett Studio

Focusrite Scarlett Studio Bundle

Dieses Paket liefert (fast) alles für Singer/Songwriter: ein Audio Interface, ein Mikrofon plus Kabel, einen Kopfhörer und eine Musiksoftware. Neben dem Computer und deinen Instrumenten werden höchstens noch ein Mikrofonstativ und ein Popschutz benötigt.

Das mitgelieferte Audio Interface hat im Focusrite Scarlett 2i2 Testbericht auf delamar sehr gut abgeschnitten, klangqualitativ und von der Ausstattung her taugt es für Homerecording, Projektstudios und semiprofessionelle Produktionen. An Bord sind zwei Kombieingänge (siehe Kasten auf der vorigen Seite) für die gleichzeitige Aufnahme von zwei Klangquellen jeglicher Art – Du hast die volle Flexibilität.

Das Studiomikrofon CM25 mit Kondensatortechnik ist gerade für Vocals eine gute Wahl. Da es relativ nüchtern klingt, ist es im Mix eventuell nicht so durchsetzungsfähig, zumindest ohne nachträgliche Bearbeitung mit einem Equalizer und anderen Effekten. Dafür wirkt es insgesamt ausgewogener und weniger »scharf«.

Der Kopfhörer wird als geeignet zum Abhören des Mixdowns beschrieben, allerdings gefällt er uns ein wenig besser zum Monitoring während der Aufnahme. Er klingt seiner Klasse angemessen und schirmt als geschlossenes Modell gut vor Außengeräuschen ab.

Bei der DAW-Software Steinberg Cubase LE 7 handelt es sich um ein ausgereiftes Musikprogramm mit vielen Möglichkeiten zur Audio- und MIDI-Bearbeitung sowie zum Arrangieren, Abmischen und Mastern deiner Aufnahmen. Diverse Effekte und Klänge aller Art werden mitgeliefert. Als Singer/Songwriter wirst Du mit der Beschränkung auf 24 MIDI-, 8 Instrumenten- und 16 Audiospuren locker zurechtkommen.

Mit der Focusrite Scarlett Plugin Suite bekommst Du vier virtuelle Effekte – Equalizer, Kompressor, Gate und Hall. Nutze sie, um den Gesamtmix zu polieren, den E-Bass druckvoller zu gestalten, Gesang weicher klingen zu lassen, Atmosphären zu erschaffen, Rauschen zu entfernen und mehr. Außerdem findet sich eine Lizenz für den virtuellen Synthesizer-Klassiker Novation Bass Station.

Preis: 229,- Euro

 

 

PreSonus AudioBox iOne

PreSonus AudioBox iOne

Dieses Interface ist eine der besten einfachen Recording-Lösungen. Vor allem fernab des Studios, bei Freunden und im Urlaub – in Verbindung mit einem iPad und dem hauseigenen Aufnahmeprogramm Capture kannst Du Songideen schnell und einfach aufzeichnen. Von den Qualitäten dieses Geräts kannst Du dich umfassend im PreSonus AudioBox iOne Testbericht auf delamar überzeugen, hier folgt die Kurzfassung.

Die Eingänge: Einmal XLR für Mikrofone aller Art und eine große Klinkenbuchse für E-Gitarre bzw. E-Bass. Signale mit Line-Pegel (Synthesizer, Drum Machines etc.) lassen sich nicht einspeisen. Es handelt sich eben um ein Audio Interface, das passgenau auf klassische Singer/Songwriter zugeschnitten wurde. Wer mehr Flexibilität will, könnte sich das etwas größere AudioBox iTwo anschauen – die Eingänge gleichen denen des hier ebenfalls vorgestellten Focusrite 2i2.

An eine der beiden USB-Buchsen des iOne kannst Du das iPad stecken, um fernab des Studios in aller Welt Aufnahmen machen zu können. Dazu nimmst Du am besten die App »PreSonus Capture for iPad«, die sehr einfach und übersichtlich gestaltet ist.

Wenn Du dann wieder zuhause bist, kannst Du die Aufnahmespuren deines Capture-Projekts in Studio One Artist importieren – das ist die schlanke DAW-Software, für die eine Lizenz beiliegt. Sie ist insbesondere nach dem letzten großen Update auf Version 3 als fortgeschrittene, fähige DAW mit ein paar frischen Ideen zu bezeichnen. Eine Spurenbegrenzung gibt es hier nicht, allerdings wirst Du auf den Einsatz von Dritthersteller-Plugins verzichten müssen. Als veritable Entschädigung gibt es eine Handvoll guter integrierter Effekte.

Solch ein einfaches, nahtloses Ökosystem aus Hard- und Software für mobile Aufnahmen bietet derzeit kein anderer Hersteller in diesem Bereich.

Preis: 119,- Euro

 

 

Zoom UAC-2

Zoom UAC-2

Mit diesem frischen Audio Interface für Singer/Songwriter bekommst Du ein modernes, zukunftssicheres Gerät, da es USB 3.0 unterstützt. Wir hatten das Gerät bereits vor Ort (bald folgt der ausführliche Testbericht auf delamar) und konnten so die Versprechen des Herstellers auf Herz und Nieren prüfen.

Mit maximal 192 kHz bist Du für sehr hochauflösende Aufnahmen gewappnet, doch schon bei gewöhnlichen 44,1 kHz und 24 Bit taugt die Klangqualität ohne Abstriche für ambitioniertes Homerecording und Projektstudios.

Ein starkes Argument ist die flinke Performance mit äußerst geringen Latenzen – beim Betrieb mit 44,1 kHz konnten wir auf unserem moderat leistungsfähigen Computer ein halbwegs komplexes DAW-Projekt mit bemerkenswerten 3,6 Millisekunden betreiben. Dabei ist die kumulierte Latenz, also die Summe der Verzögerungen bei In- und Output gemeint – sehr stark, insbesondere auch für Verstärker- und Cabinet-Simulationen auf dem Aufnahmekanal bzw. im Monitoring-Weg.

Die Phantomspeisung funktioniert ohne Netzteil, so dass Du auch unterwegs am Laptop dein Kondensatormikrofon Vocals, Akustikgitarre & Co. aufnehmen kannst. Was den zuschaltbaren Hi-Z-Betrieb zur Aufnahme von E-Gitarre oder E-Bass angeht, bist Du flexibel, da separate Knöpfe für Input 1 und Input 2 zur Verfügung stehen.

Weiterhin positiv anzumerken ist die gut ausgestattete und übersichtliche Mixer-Software. Du kannst einen von acht Effekttypen in beliebiger Stärke auf die Inputs und/oder das Computer-Audiosignal legen – je zwei kleine virtuelle Räume, großen Hallen und Plattenhalleffekte sowie zwei Delays. Eine feine atmosphärische Unterstützung beim Einsingen. Drei Speicherplätze für komplette Mixer-Software-Konfigurationen stehen bereit.

Schließlich überzeugt die weitestgehend tadellose Verarbeitung. Insgesamt ein wirkliches empfehlenswertes Gerät ohne nennenswerte Schwächen.

Preis: 279,- Euro

 

 

Apogee Duet

Apogee Duet

Wer am Mac, iPad oder iPhone höchste Klangqualität im Kleinformat sucht, muss das Duet in Betracht ziehen. Ein feines Mikrofon in guter Raumakustik vorausgesetzt, ermöglicht dieses USB Audio Interface Aufnahmen für charttaugliche Hochglanzproduktionen und eine audiophile Hörerschaft. Phantomspeisung für Kondensatormikrofone ist zuschaltbar, in einem hochohmigen Modus können E-Gitarre oder E-Bass verwendet werden und die Wandlung erfolgt mit bis zu 24 Bit & 192 kHz.

Das Gerät ist sehr schlank und so wird bis auf den Kopfhörer alles über eine Kabelpeitsche (»Breakout-Kabel«) angeschlossen. Dieses ist in vier Einzelkabel aufgeteilt, an deren Enden schließlich die Ein- und Ausgangsbuchsen sitzen – zweimal XLR/Klinke kombiniert zur Speisung mit Mikrofonen/Instrumenten sowie zwei Klinken für Lautsprecher. Alternativ bietet der Hersteller eine Breakout-Box an, also ein stabiles Minigehäuse mit ebenso vielen gleichzeitig nutzbaren Kanälen, aber professioneller ausgerichteter Buchsenkonfiguration (z.B. XLR- statt Klinken-Outputs).

Während bereits der USB-Anschluss zur MIDI-Kommunikation mit deinen Apple-Geräten taugt, kann zusätzlich eine separate Kabelpeitsche mit fünfpoligen MIDI-Buchsen erworben werden. Für den Fall, dass Du externe Keyboards, Synthesizer, Drum Machines, Sequenzer und dergleichen in dein Setup einbeziehen willst.

Zur Bedienung genügt ein sehr großer, mit sanfter Rasterung laufender Drehregler sowie zwei Touch-Knöpfe, für die Du jeweils eine von mehreren Funktionen wie schnelles Stummschalten und mehr wählen kannst. Darüber sitzt ein hochauflösendes Farbdisplay mit gut erkennbaren Symbolen und Pegelanzeigen.

Im Lieferumfang findet sich eine Lizenz für 16 bewährte Plugins – das »Waves Silver Plugin Bundle«. Die einzelnen Effekte wären zusammengerechnet schon 600 Dollar wert. Du bekommst alle wichtigen Werkzeuge zum Abmischen und künstlerischen Gestalten deiner Produktionen – Equalizer, Kompressoren bzw. Limiter, ein Delay, zwei Halleffekte, ein De-Esser und mehr.

Preis: 716,- Euro

 

 

Tascam US-2x2

Tascam US-2×2

Ein weiteres Audio Interface mit zwei gleichzeitig nutzbaren Kombieingängen, die für sämtliche Mikrofone und Instrumente geeignet sind. Der Monitor-Balance-Regler ist bemerkenswert in dieser Preis- und Größenklasse. Er sorgt dafür, dass Du beim Abhören a) die Mikros/Instrumente an den Eingängen und b) die Klänge aus der deiner Musiksoftware stufenlos mischen kannst. So lässt sich bequem ein gesunder Mix aus beiden Signalen für die bestmögliche Unterstützung beim Einsingen/-spielen erzielen. Oder ebenso bequem nur a) oder nur b) allein abhören.

Es gibt noch einen Bonus in der Gegenüberstellung mit den anderen hier vorgestellten Audio Interfaces: klassische MIDI-Buchsen. Zwar empfangen und senden sämtliche Mitbewerber ihre MIDI-Signale via USB vom/zum Computer, doch mit dem Tascam US-2×2 kannst Du externes Equipment (Synthesizer, Drum Machines etc.) ansteuern.

Die ungewöhnlich designten Seitenteile sind so angeschraubt, dass das Interface leicht nach oben angewinkelt steht. Das verbessert die Ergonomie und sieht schick aus.

Um das Angebot abzurunden, werden nicht nur eine, sondern gleich zwei Lizenzen für DAW-Programme mitgeliefert: Sonar X3 LE und Ableton Live 9 Lite. So findest Du leichter die DAW nach deinem Geschmack und kannst bei Bedarf Upgrades auf stärker ausgestattete Versionen erwerben.

Preis: 149,- Euro

 

 

Vox amPlug I/O

Vox amPlug I/O

Wenn Du ausschließlich mit der Gitarre musizierst, könnte dieses kleine Interface genau das Richtige für dich sein. Es ist etwa so groß wie eine Mundharmonika und bietet einen um 180° rotierbaren Klinkenstecker, mit dem Du es direkt an deine Gitarre anschließen kannst. Betreiben lässt es sich mit hauseigenen ASIO-Treibern in allen DAWs für Windows und Mac OS. Alternativ ist eine Nutzung mit am iPhone oder iPad möglich.

Prima: Ein Stimmgerät für Flat- und reguläre Tunings ist integriert, die dazugehörigen LEDs prangen am Gerät. Er arbeitet eigenständig, ist also nicht auf die Audio-Interface-Funktionalität angewiesen.

An deinem Computer geht es dann erst richtig zur Sache, denn eine Lizenz für die hauseigene Gitarrensoftware JamVOX III liegt bei. Sie lässt sich als VST- oder AU-Plugin (auch für 64 Bit) in deine DAW-Projekte einbinden. Die Kennzahlen: 19 Verstärker zwischen Vintage und Neuzeit, 12 Boxen, 57 Effekte aller Art, eine Funktion zum Stumm-/Soloschalten der Gitarrenklänge in einer Audiodatei und mehr.

Die Batterien (zwei handelsübliche AA-Zellen) sollen bis zu acht Stunden durchhalten, wohingegen das Gerät bei etablierter USB-Verbindung direkt mit dem Netzstrom gespeist wird.

Preis: 65,- Euro

 

 

Audient iD14

Audient iD14

Hier sind zwei Kombieingänge (Phantomspeisung zuschaltbar) und ein hochohmiger Gitarreneingang an Bord. So können abermals alle Arten von Mikrofonen und Instrumenten verwendet werden. Als eines von nur zwei Geräten in unserer Marktübersicht – und als einziges im Kleinformat – bietet das Audient iD14 einen digitalen Audioeingang für ADAT oder S/PDIF. So lassen sich bei einer späteren Erweiterung des Studio-Setups andere Geräte mit digitalem Output nutzen, etwa Preamps mit integriertem Wandler der Extraklasse.

Nicht, dass das wirklich nötig sein wird, denn der Hersteller hat schon mit dem großen Vorgänger iD22 seine Exzellenz auf diesem Gebiet bewiesen. Hier ist das in unseren Ohren und denen der versammelten Musikerkollegen genauso.

Erwähnenswert ist weiterhin die hübsche, recht ausgefeilte Mixersoftware mit zusätzlichen Kanalkontrollen und einer Monitoring-Sektion, die für Geräte dieser Größe ungewöhnlich umfangreich ist.

Mit dem großen Drehregler steuerst Du übrigens nicht nur die Lautstärke der Hauptausgänge – eine Software funktioniert diesen Poti so um, dass Du ihn für weitere Befehle (Talkback, Monosummierung etc.) oder zur Navigation/Plugin-Parameterkontrolle in der DAW nutzen kannst.

Preis: 269,- Euro

 

 

Alesis Core 1

Alesis Core 1

Dieses Audio Interface bietet alles Wichtige im Kleinformat: Das Alesis Core 1 passt locker in die Hosentasche und besitzt einen Kombieingang für alle Arten von Instrumenten und »nur« die Mikrofone, die keine Phantomspeisung brauchen – nimm stattdessen ein dynamisches Mikrofon, das durch seine erheblich größere Robustheit besser für den mobilen Einsatz gerüstet ist als Kondensatormikrofone. Und genau für diesen ist das Alesis Core 1 entwickelt worden.

Der Klangknirps funktioniert sowohl mit iOS (iPhone & iPad) als auch Windows und Mac OS – im Gegensatz zu den vielen anderen Miniatur-Interfaces in der direkten Mitbewerberschaft, die die Desktop-Betriebssysteme ganz außer Acht lassen.

Als einziger Audioausgang findet sich eine regelbare Kopfhörerbuchse. Das reicht denn auch vollkommen aus für das Abhören und Wiedergeben auf Achse.

Damit Du auf deinem Laptop unterwegs mit einer ausgereiften DAW-Software arbeiten kannst, wird eine Lizenz für Steinberg Cubase LE 7 mitgeliefert. Wie schon an anderer Stelle erwähnt: Mit der Spurenbegrenzung (24 x MIDI, 8 x Instrumente, 16 x Audio) wirst Du nicht an Grenzen stoßen, sofern es bei typischen Singer/Songwriter-Projekten bleibt.

Preis: 49,- Euro

 

Von Felix Baarß