Wie die Welt feiert: Die 7 größten Rock- und Metal-Festivals

Rock- und Metal-Festivals

Rock- und Metal-Festivals_ Hast Du es lieber schlammig oder trocken und staubig?

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Rock- und Metal-Festivals mit Tradition

Betritt man ein Festivalgelände, kommt es einem vor, als öffne sich ein Tor zu einer anderen Welt. Der Bass wummert, freudige Menschen, wohin das Auge reicht und dazu liebevoll gestaltete Bühnenbilder sowie atemberaubende Atmosphären.

Von Jahr zu Jahr scheinen sich die Veranstalter mehr ins Zeug zu legen, die Konkurrenz wächst und es gilt sich zu behaupten. Verständlich, dass es dem ein oder anderen schwer fällt, sich für das passende Event zu entscheiden. Wer clever plant und statt eines gediegenen Club-Urlaubs lieber Zeit im Zelt und vor großen Bühnen verbringt, kann auch gleich eine ganze Reihe an Festivals abklappern.

Wer die Open-Air-Stimmung liebt und gerne mal in neue Welten, die Musik und feiernde Menschen abtaucht, sollte hier sicherlich die ein oder andere Anregung für die aktuelle, aber auch die im nächsten Jahre wiederkehrende Festival-Saison aufschnappen können.

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Traumkulisse beim Glastonbury Festival. © Jason Bryant

Glastonbury Festival

Ein Relikt der Hippie-Ära, gerne auch als englisches Woodstock bezeichnet: Das erste Festival dieser Art wurde 1970 auf der Farm eines Milchbauern veranstaltet. Damals lauschten rund 1.500 Besucher den Klängen von Marc Bolan oder Al Stewart. Seit 1981 wird das Spektakel unter dem Namen Glastonbury Festival von Michael Eavis organisiert.

Besonders in den 90er Jahren geriet das Festival durch hohe Kriminalität und massive Überfüllung in die Schlagzeilen. Immer wieder gelang es Menschen, unbemerkt auf das Gelände zu gelangen. Mittlerweile hat man mit drastisch verstärkten Außenzäunen dafür gesorgt, dass sich das Publikum brav ihre Tickets kauft, die nicht selten schon 20 Stunden nach Eröffnung des Vorverkaufs ausverkauft sind. 2004 registrierte der Ticket-Server sage und schreibe zwei Millionen Zugriffe in den ersten fünf Minuten.

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Die Main Stage des Reading Festivals. © Jennifer McCord

Reading und Leeds

Reading ist das älteste Festival der Welt. Zusammen mit dem parallel veranstaltetem Leeds Festival werden alljährlich rund 160.000 Besucher nach England gelockt. Vorläufer des Reading Festivals war das 1961 gestartete National Jazz Festival. Nach und nach setzte man mehr auf Rock und Heavy Metal.

Als man es 1988 mit kommerziellem Pop (Bonnie Tyler, Starship) versuchte, brachen die Besucherzahlen ein. Berichten zufolge sollen sogar Flaschen geflogen sein. Die diesjährigen Headliner Fall Out Boy, Kendrick Lamar sowie Kings of Leon, klingen schonmal vielversprechend.

2018 finden die Festivals vom 24. bis zum 26. August statt. Wer seinen Sommerurlaub noch nicht verplant hat kann zumindest noch das Leeds Festival besuchen — Tickets gibt es hier. Reading ist bereits ausverkauft. https://www.festicket.com/de/festivals/leeds-festival/2018/#ticket

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Das Rosklide Festival aus der Vogelperspektive. © SH Luftfoto / Stiig Hougesen

Roskilde Festival

Wer sich wie ich auch immer wieder mal fragt, wieso man trotz der geographischen Nähe noch nie in Dänemark gewesen ist, könnte im Roskilde Festival endlich einen Anlass gefunden haben, unsere Nachbarn zu besuchen. Seit 1971 findet das Musikfestival nun schon jährlich statt.

Über 25.000 freiwillige Helfer kümmern sich um den gesamten Aufbau, die Organisation sowie die Betreuung der rund 160.000 Besucher. Hauptsächlich wird hier Rock, Pop und Metal gespielt, wobei viel Wert auf weniger bekannte internationale Acts gelegt wird. Gleichzeitig hat man aber auch die Gelegenheit, viele skandinavische Musiker unterschiedlicher Genres kennenzulernen.

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Rock am Ring und Rock im Park – die Festival-Klassiker.

Rock am Ring & Rock im Park

Ein Zwillingsfestival, wie es im Buche steht: Rock am Ring und die Prallelveranstaltung Rock im Park, mit insgesamt 150.000 Feierwütigen, sind sowas wie die deutschen Urgesteine der Rock Festivals. In der Regel ist man bemüht, die selben Bands an beiden Standorten spielen zu lassen. Ab und an kommt es aber vor, dass Bands in Terminschwierigkeiten geraten und sich somit für eine der beiden Veranstaltungen entscheiden müssen.

Mit einigen aufreibenden Diskussionen um den Standort am Nürburgring sowie Namensstreitigkeiten, findet das Festival seit 2017 wieder in gewohnter Umgebung am Ring in der Eifel statt. Wichtiger Bestandteil, wie eh und je: Das Camping rund um das Festivalgelände. Tipp von uns: Das Mitbringen von Couchgarnituren und Sofas ist nicht mehr gestattet, daher am besten auf aufblasbare Sitzmöbel zurückgreifen.

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Malerisch… Das Rock Werchter Festival. © Kooptickets / Rock Werchter

Rock Werchter

Rock Werchter in Belgien gehört zu den vier größten Festivals seiner Art. Vier mal in Folge (2003, 2005, 2006 und 2007) wurde es mit dem Arthur Award als bestes Festival der Welt gekrönt. Täglich strömen bis zu 88.000 Besucher das Gelände, insgesamt zählten die Veranstalter rund 150.000 Menschen. Neben alternativem Rock, bietet das Programm auch Platz für Hip Hop Acts sowie Indie Rock Bands.

Die Musikalische Vielfalt ist das, was diese Veranstaltung ausmacht: Neben Haim und Ellie spielten auch Metallica, die Pixies oder Kings of Leon. Um keine Informationen um das Festival zu verpassen, kannst Du dich in die Mailingliste eintragen.

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Seit 2003 findet das Download Festival jährlich statt und trumpft mit Headlinern wie Ozzy Osbourne.

Download Festival

Seit 2003 lädt das Download Festival Freunde der Rockmusik und vieler verschiedener Subgenres zum dreitägigen Feiern ein. Die Rennstrecke Doningtion Park in England wird zum Festivalgelände für etwa 120.000 Besucher umfunktioniert. Top-Acts des vergangenen Jahres waren unter anderem System of a Down, Sum 41 oder Aerosmith.

In diesem Jahr gaben sich Ozzy Osbourne, Avenged Sevenfold sowie Guns N’ Roses die Ehre. Als Nachfolger des Monsters of Rock, eilt dem Download der Ruf des Urvaters aller Hard-Rock- und Heavy-Metal-Festivals voraus.

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Auf dem Hellfest Festival geht es wahrlich höllisch zu. Inklusive beeindruckender Pyro-Show.

Hellfest Open Air

Hard Rock, Metal und Punk: Das Hellfest Open Air (110.000 Besucher) in Frankreich blickt auf eine lange Geschichte. Im Jahr 2000 organisierte die CLS Crew erstmals kleinere Konzerte. Nach und nach entwickelte man größere Konzepte. Als das Furyfest — als Vorläufer des Hellfestes — eingestellt wurde, veranstaltete man im Jahr 2006 erstmalig das höllische Fest.

Line-Up damals: Motörhead, Apocalyptica, Stone Sour und noch viele mehr. Trotz Protesten der Bewohner des ursprünglichen Veranstaltungsortes Clisson, wurde das Festival ein voller Eroflg — bis heute.

Verrate uns deine Festival-Tipps für den Sommer?

Welche der hier erwähnten Festivals kannst Du schon von deiner Liste streichen? Wo hast Du die besten Erfahrungen sammeln könnnen? Haben wir vielleicht sogar Leser, die Woodstock erlebt haben? Wir freuen uns über regen Austausch in den Kommentaren!

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