Künstlerportrait: 2Pac – Der Unsterbliche

2Pac

Die Legende von 2Pac alias Tupac Shakur lebt auch nach seinem Tod fort

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Kindheit von 2Pac

Lesane Parish Crooks wurde am 16. Juni 1971 als Sohn von Alice Fayne Walker, später Afeni Shakur geboren. Seinen leiblichen Vater lernte er erst in seinem fünften Lebensjahr kennen, doch hielt er nie einen wirklichen Kontakt zu ihm aufrecht.

Seine Mutter war Anhängerin der Black-Panther-Bewegung, von der Lesane den Namen Tupac Amaru Shakur erhielt, angelehnt an einen Freiheitskämpfer aus der Inkazeit namens »Tupac Amaru«. Shakur heißt übersetzt »gottesfürchtig«.

Bildung und junge Karriere

Tupac interessierte sich in frühen Jahren für Literatur. Nicht zuletzt durch den Einfluss seiner Mutter, die alles unternahm, um ihn von der Straße fernzuhalten.

1984 legte er unter dem Namen »MC New York« den Grundstein für seine musikalische Karriere. Damals schrieb er schon erste Gedichte. In der Schule galt er jedoch als Außenseiter. In Harlem trat Tupac einer Theatergruppe bei. Er wechselte zu einer Schauspielschule und ließ sich u.a. in Ballett, Poesie und Musik ausbilden.

Durchbruch von 2Pac als Rap-Star in Kalifornien

Tupac zog mit seiner Mutter nach Kalifornien, wo er seinen Durchbruch als Rapper schaffte. Er traf auf Charles Fuller und David Brewster, die ihm halfen, seinen Stil zu finden und perfektionieren. Schon bald hatte er genug Stoff für seinen ersten Longplayer »2Pacalypse Now« zusammen.

Tupac tauchte ein in den Sumpf aus Drogen und Gewalt, doch er hatte ein Ziel: der erfolgreichste Rapper zu werden. Auf seiner linken Brust ließ er sich »2Pac« tätowieren.

Sein zweites Album »Me Against the World« unter dem Label Death Row landete in den Charts auf Platz eins. Das Doppelalbum »All Eyez on Me« sowie die Hitsingle »California Love« verfestigten seinen Ruhm.

Anschläge im Streit zwischen East und West Coast

Allerdings kam es bald zum Streit mit den East-Coast-Rappern Puff Daddy, Lil‘ Kim und The Notorious B.I.G. Tupac wurde in New York angeschossen. Er gab seinen dortigen Freunden die Schuld und disste sie in »Hit ‚Em Up« aufs Schärfste.

Im September 1996 wurde er in Las Vegas erneut angeschossen und erlag sechs Tage später seinen Verletzungen. Die Hintergründe des Mordes sind bis heute nicht geklärt.

Posthume Veröffentlichung und Legendenbildung

Nach seinem Tod veröffentlichte das Label Death Row sein Album »The Don Killuminati: The 7 Day Theory« unter Tupacs Pseudonym Makaveli. Der Name leitet sich von Niccolo Machiavelli ab, dem italienischen Politiker und Philosophen, der seinen eigenen Tod vorgetäuscht haben und dann sieben Tage später zurück gekehrt sein soll, um sich an seinen Feinden zu rächen.

Obwohl es sich bei diesem Gerücht nur um eine geschickt eingefädelte Marketingstrategie des Labels handelte, wuchs der Mythos 2Pac und seine Berühmtheit fortan ins Unermessliche. Bis heute tauchen Verschwörungstheorien auf, wonach 2Pac noch immer am Leben sei.

5 Fakten, die Du noch nicht über 2Pac wusstest

  • Tupac und Madonna hatten in den 90ern etwa zwei Jahre lang eine geheime Affäre
  • 1993 erhielt 2Pac einen Brief von den Eltern des im Sterben liegenden Jungen Joshua, dessen letzter Wunsch es war, ihn zu treffen – er flog daraufhin zu ihm, besuchte mit ihm ein Basketballspiel und nach Joshuas Tod nannte 2Pac seine Firma von »Ghetto Gospel Music« um in »Joshua’s Dream«
  • Ebenfalls im Jahr 1993 schoss Tupac auf zwei Polizisten, als diese einen Afroamerikaner rassistisch beleidigten – die Klage gegen Tupac wurde fallen gelassen, da die Polizisten nicht im Dienst, betrunken und deren Waffen gestohlen waren
  • 1994 wurde Tupac erstmals angeschossen und von fünf Schüssen getroffen – in der Eingangshalle des Studios, in dem Puff Daddy und The Notorious B.I.G. auf ihn warteten, um neue Tracks aufzunehmen
  • Kurz nach dem Attentat auf Tupac 1996, an deren Spätfolgen er starb, waren seine letzten Worte »Fuck you«, wie später ein Polizist berichtete

Lesermeinungen (2)

zu 'Künstlerportrait: 2Pac – Der Unsterbliche'

  • robotron sömmerda   17. Apr 2019   21:08 UhrAntworten

    Ich bezweifle, dass er 75 Mio. Platten verkaufte, noch dass er die Anteile an 75 Mio. Plattenverkäufen bekam.

    • Felix Baarß (delamar)   18. Apr 2019   09:03 UhrAntworten

      Hi robotron,

      laut BBC und der unserer Erfahrung nach gut gepflegten Wikipedia-Liste der kommerziell erfolgreichsten Musiker weltweit stimmen die 75 Millionen. Eine Suche in der RIAA-Datenbank spuckte gerade komischerweise nichts aus zu "2pac" oder "tupac" - bei Gelegenheit checken wir nochmal.

      Gruß,
      Felix

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