Künstlerportrait: 2Pac – Der Unsterbliche

2Pac

Die Legende von 2Pac alias Tupac Shakur lebt auch nach seinem Tod fort

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Tupac Shakur – 2Pac’s Leben

2Pac wurde als „Lesane Parish Crooks“ am 16. Juni 1971 in East Harlem, einem Teil von Manhattan in New York City geboren.

Seinen leiblichen Vater lernte Tupac erst später kennen, bis dahin wuchs er in dem Glauben auf, Sohn des angeheirateten Mannes seiner Mutter namens „Lumumba Abdul Shakur“ zu sein. Dieser war seit Tupacs Geburt in Haft, so dass sich dessen Bruder „Mutulu Shakur“ um die Familie kümmert. Dieser wird von Tupac als Vater akzeptiert. 2Pac wuchs zusammen mit einer Halbschwester und einem Stiefbruder auf.

Sowohl Mutter als auch vermeintlicher Vater waren Mitglieder der Black Panther Bewegung, was zu seinen beiden Vornamen „Tupac Amaru“ führte. Diese sind angelehnt an einen Freiheitskämpfer aus der Inkazeit.

Bildung & junge Karriere

Tupac war ein belesener Mann: Schon in jungen Jahren liest er über Malcolm X und Machiavelli (von dem er seinen Künstlernamen „Makaveli“ ableitete). Er befasste sich zudem mit Literatur über Patrice Lumumba. Maßgeblich für sein Interesse an Literatur scheint der Einfluss seiner Mutter, die ihn von der Straße fernzuhalten versuchte.

Nachdem die Familie 1986 nach Baltimore in Maryland umzieht, belegt Tupac Shakur Kurse in der Schule zu Literatur, Ballett und spielt Theater. Zeitgleich beginnt er das Rappen.

1984 legte er unter dem Namen »MC New York« den Grundstein für seine musikalische Karriere. Damals schrieb er schon erste Gedichte. In der Schule galt er jedoch als Außenseiter. In Harlem trat Tupac einer Theatergruppe bei. Er wechselte zu einer Schauspielschule und ließ sich u.a. in Ballett, Poesie und Musik ausbilden.

Tupacs Umzug nach Kalifornien

Obwohl 2Pac den Wert von Bildung früh erkannt hatte, führt ein Umzug ins kalifornische Marin City (nahe San Francisco) zu einem Schulabbruch. Die Mutter war mit der Familie auf der Suche nach Arbeit hierhin gezogen.

Der eine Vaterfigur vermissende Tupac sieht sich erneut entwurzelt und gerät nach eigenen Aussagen an dieser Stelle auf die schiefe Bahn („off the track“).

Der junge 2Pac versucht sich am Drogenhandel und schafft es gleichzeitig, die ersten Schritte im Musikgeschäft zu gehen.

Durchbruch von 2Pac als Rap-Star

Bei der Rap-Formation „Digital Underground“ findet Shakur ein Platz als Roadie und Tänzer. Später wird er hier auch als Rapper tätig und macht in dem Titel „Same Song“ auf sich und sein Talent aufmerksam. Daraus entsteht später sein erster Plattenvertrag als Solokünstler und das im Jahr 1991 veröffentlichte Debütalbum „2Pacalypse Now“.

Das zweite Album erscheint zwei Jahre später, in dieser Zeit ist er auch in einer Reihe von Filmen zu sehen.

Tupac tauchte ein in den Sumpf aus Drogen und Gewalt, doch er hatte ein Ziel: der erfolgreichste Rapper zu werden. Auf seiner linken Brust ließ er sich »2Pac« tätowieren.

2Pacs Streit: East Coast vs West Coast

Der Rapper wurde später in gewalttätige Auseinandersetzungen verwickelt, die ihn mehrfach vor Gericht brachten. Die Sache spitzte sich zu, als Tupac Shakur im Jahr 1994 vor den Time Square`s Recording Studios angeschossen wurde. Er hatte sich dort mit The Notorious B.I.G. und Puff Daddy (P. Diddy) getroffen, um einen neuen Song aufzunehmen.

Er überlebte den Angriff, bei dem ihn fünf Kugeln trafen (davon eine in den Kopf). Allerdings spitzte es sich weiter zu, als er Sean Combs (Puff Daddy) und Christopher Wallace (BIG) für das Attentat auf 2Pac verantwortlich machte. Er disste sie sie in seinem Song »Hit ‚Em Up« aufs Schärfste. Das war der Beginn der East Coast vs. West Coast Fehde.

Eine Verurteilung wegen sexueller Belästigung brachte Tupac Shakur im Jahr 1995 ins Gefängnis. Während seiner Haftzeit ging sein Album „Me Against the World“ steil auf Platz 1 der Charts, so dass er vom Labelboss mithilfe einer Kaution aus der Haft freigekauft wurde.

Der Tod von Tupac Shakur

Im September 1996 fand 2Pac ein Ende, das seinem Image und Leben als böser Junge entsprach. Nach dem Besuch eines Boxkampfes kam es in einer Hotellobby zu einem Vorfall, bei dem Shakur und seine Leibwächter ein feindliches Gangmitglied vermöbelten. Die Security beendete den Vorfall und so konnten 2Pac und Gefolge das Hotel unbehelligt verlassen.

Noch auf dem Heimweg wurde die Limousine des Rappers überfallen, es fielen zahlreiche Schüsse. Shakur wurde ins Krankenhaus gebracht und dort in ein künstliches Koma verlegt, aus dem er nicht mehr aufgewacht ist.

Die Hintergründe des Mordes sind bis heute nicht geklärt.

Posthume Veröffentlichung und Legendenbildung

Nach seinem Tod veröffentlichte das Label Death Row sein Album »The Don Killuminati: The 7 Day Theory« unter Tupacs Pseudonym Makaveli. Der Name leitet sich von Niccolo Machiavelli ab, dem italienischen Politiker und Philosophen, der seinen eigenen Tod vorgetäuscht haben und dann sieben Tage später zurück gekehrt sein soll, um sich an seinen Feinden zu rächen.

Obwohl es sich bei diesem Gerücht wohl nur um eine geschickt eingefädelte Marketingstrategie des Labels handelte, wuchs der Mythos 2Pac und seine Berühmtheit fortan ins Unermessliche. Bis heute tauchen Verschwörungstheorien auf, wonach 2Pac noch immer am Leben sei.

5 Fakten, die Du noch nicht über 2Pac wusstest

  • Tupac und Madonna hatten in den 90ern etwa zwei Jahre lang eine geheime Affäre
  • 1993 erhielt 2Pac einen Brief von den Eltern des im Sterben liegenden Jungen Joshua, dessen letzter Wunsch es war, ihn zu treffen – er flog daraufhin zu ihm, besuchte mit ihm ein Basketballspiel und nach Joshuas Tod nannte 2Pac seine Firma von »Ghetto Gospel Music« um in »Joshua’s Dream«
  • Ebenfalls im Jahr 1993 schoss Tupac auf zwei Polizisten, als diese einen Afroamerikaner rassistisch beleidigten – die Klage gegen Tupac wurde fallen gelassen, da die Polizisten nicht im Dienst, betrunken und deren Waffen gestohlen waren
  • 1994 wurde Tupac erstmals angeschossen und von fünf Schüssen getroffen – in der Eingangshalle des Studios, in dem Puff Daddy und The Notorious B.I.G. auf ihn warteten, um neue Tracks aufzunehmen
  • Kurz nach dem Attentat auf Tupac 1996, an deren Spätfolgen er starb, waren seine letzten Worte »Fuck you«, wie später ein Polizist berichtete

Diskografie 2Pac / Tupac Shakur

  • 1991 – 2Pacalypse Now (900.000 US-Verkäufe)
  • 1993 – Strictly 4 My N.I.G.G.A.Z. (1,6 Mio US-Verkäufe)
  • 1995 – Me Against the World (3,5 Mio US-Verkäufe)
  • 1996 – All Eyez on Me (5,8 Mio US-Verkäufe)
  • 1996 – Als „Makaveli“: The Don Killuminati – The 7 Day Theory (4 Mio US-Verkäufe)
Lesermeinungen (3)

zu 'Künstlerportrait: 2Pac – Der Unsterbliche'

  • robotron sömmerda   17. Apr 2019   21:08 UhrAntworten

    Ich bezweifle, dass er 75 Mio. Platten verkaufte, noch dass er die Anteile an 75 Mio. Plattenverkäufen bekam.

    • Felix Baarß (delamar)   18. Apr 2019   09:03 UhrAntworten

      Hi robotron,

      laut BBC und der unserer Erfahrung nach gut gepflegten Wikipedia-Liste der kommerziell erfolgreichsten Musiker weltweit stimmen die 75 Millionen. Eine Suche in der RIAA-Datenbank spuckte gerade komischerweise nichts aus zu "2pac" oder "tupac" - bei Gelegenheit checken wir nochmal.

      Gruß,
      Felix

    • Zvenyo   22. Apr 2019   15:05 UhrAntworten

      "Me Against The World" war sein 4. Album, nicht sein zweites. Wenn wir "Thug Life" als solo Werk weg lassen wäre "Me Against The World" Immernoch sein 3. Außerdem ist dieses nicht unter Death Row Records erschienen, dort war er erst später unter Vertrag. Genau genommen fast ein Jahr, sein erstes Death Row Album war "All Eyez On Me".

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