DJ-Equipment kaufen: Die richtige Ausstattung für Anfänger & Fortgeschrittene

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Wer am Anfang steht und gerne DJ werden möchte, braucht zunächst einmal das Werkzeug dafür. Auch wenn das DJing nur als Hobby betrieben werden soll, jeder hat schon einmal irgendeine Aktivität aufgegeben, weil der richtig Spaß nicht so recht aufkommen wollte. Das und auch die Ergebnisse können nämlich sehr stark von der Wahl der richtigen Tools zu Beginn abhängen.


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Damit Du nicht die berüchtigte Katze im Sack kaufen musst, möchten wir in diesem Artikel eine umfassende Übersicht der am Markt verfügbaren Gerätschaften und der DJ-Software geben – auch wenn uns bewusst ist, dass dieser Artikel nicht in alle Richtungen hin vollständig sein kann. Er wird dir zumindest deine Entscheidung zum Einstieg in das DJ werden vereinfachen.

 

Das richtige DJ Equipment für Dich

Welcher Art das DJ Equipment für Anfänger und Fortgeschrittene sein muss, wird durch mehrere Faktoren beeinflusst. Allen voran steht natürlich das gewählte Format der Musiksammlung, das wir in dem Artikel »DJ Anfänger: Einstieg ins DJing« bereits im Detail aufgegriffen haben.

DJ Equipment Anfänger

Es liegt auf der Hand, dass zwei Plattenspieler und ein Mischpult nicht die richtige Wahl sind, wenn deine ganze Musiksammlung nur aus CDs und MP3s besteht.

Doch egal ob Du ein bekannter Club-DJ werden möchtest oder mehr in die Richtung Event-DJ und Hochzeit tendierst, viele Komponenten eines Setups bleiben gleich oder ähneln sich stark.

Beginnen wir also mit unserem Rundumschlag.

 

Standalone vs. computergestütztes System

Wer schon im Allgemeinen nicht gut mit Computern kann oder sich nicht auf deren Stabilität bei einem Gig verlassen möchte, wird kaum auf ein computergestütztes System setzen wollen. Das ist aber auch im digitalen Zeitalter keine zwingende Voraussetzung, denn es stehen noch immer genügend Optionen zur Verfügung, das DJ Equipment ganz ohne einen Laptop zu gestalten.

Für diesen Artikel sollen sogenannte Standalone-Lösungen als solche verstanden werden, die auf einen Laptop verzichten. Die Musiksammlung kann dabei je nach Ausführung auf Vinyl, CDs, USB-Sticks oder auch integrierten Speicherlösungen liegen, mehr dazu findest Du auch hier auf Seite 2 unter der Überschrift »DJ Zuspieler«. Auf dem Markt sind sogar einige Allround-Lösungen erhältlich, die sowohl Zuspieler als auch Mischpult in einem einzigen Gerät vereinen – sehr portabel und robust.

Ist ein Computer vorhanden, gelingt der Einstieg sehr preiswert

Bei den computergestützten Systemen bilden ein Notebook und eine DJ Software den Kern des Setups. Diese können zusammengenommen als Zuspieler gesehen werden, der sogar mehrere Tracks zeitgleich spielen und zudem sehr variabel erweitert werden kann. Die gespielten Musikstücke werden entweder mithilfe von digitalen Vinyl-Systemen oder einem auf die Software zugeschnittenen DJ-Controller gesteuert, der über USB angeschlossen wird.

Ein großer Vorteil rechnerbasierender DJ Setups ist neben der guten Portabilität der Umstand, dass die ferngesteuerte DJ-Software auch bei einem späteren Upgrade beibehalten werden kann. Bei einem Umstieg auf einen besseren/größeren/neueren Controller muss also lediglich die Hardware ausgetauscht werden, während die Datenbank mit der Musiksammlung sowie die erlernten Handgriffe erhalten bleiben können, was den Umstieg erheblich vereinfacht.

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DJ MIDI ControllerWenn Du dich für rechnerbasiertes DJing entschieden hast, kannst Du dir unsere aktuellere Liste mit fortgeschrittenen Geräten aus der Kategorie »DJ MIDI Controller« anschauen. Von rund 350 bis 1.200 Euro wird alles abgedeckt.

In den letzten Jahren kommen vermehrt DJ-Controller in allen Preisklassen auf den Markt, die praktisch alle Ansprüche an Funktionalität und Haptik erfüllen können oder zumindest immer besser darin werden. Da zur selben Zeit auch Laptops zunehmend preiswerter erhältlich sind, kann damit gerechnet werden, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen wird. Für jemanden, der heute seinen Einstieg sucht, kann das ein maßgeblicher Entscheidungsgrund für oder gegen ein computergestütztes System sein.

DJ Zuspieler

Als Zuspieler werden die Wiedergabegeräte bezeichnet, von denen aus die Musik gespielt wird. Die Wahl der DJ-Zuspieler hängt natürlich in erster Linie von deiner Musiksammlung bzw. deinen Plänen für die Zukunft ab und entscheidet darüber, welche Möglichkeiten und Techniken dir als DJ zur Verfügung stehen. Ein späterer Umstieg erfordert oftmals ein aufwendiges Umlernen, weswegen dieser Wahl am Anfang besondere Beachtung gelten sollte.

Du brauchst für dein Setup mindestens zwei DJ-Zuspieler oder wahlweise einen mit zwei wiedergebenden Einheiten, damit Du Songs ineinander mischen kannst. Wichtig für die meisten Musikstile dürfte sein, dass die darin gespielten Songs »pitchbar« sind. Das heißt, dass Du das Tempo der Tracks verlangsamen oder schneller machen kannst, was wiederum dazu dient, das Tempo zweier Songs anzugleichen. Das ist wichtig, um die Übergange zwischen Songs rhythmisch korrekt zu gestalten, also tanzbar zu machen. Einige digitale Player bieten zudem noch die Möglichkeit, die ursprüngliche Tonhöhe der Songs beizubehalten, die sich normalerweise mit der Geschwindigkeit ändert.

Pioneer CDJ-1000 MK3

Oft in den Technical Rider zu finden, der Pioneer CDJ-1000 MK3

 

Zuspieler – DJ Equipment Anfänger

Die Wahl der Zuspieler fiel früher sehr einfach, denn damals boten sich im Grunde nur Plattenspieler an und erschwerend kam hinzu, dass es lange Jahre nur ein nennenswertes Modell gab, das in (fast) jedem Club dieser Welt stand. Auch heute noch sind Plattenspieler (englisch: Turntables) im Fachhandel erhältlich und werden nach wie vor im Hiphop sehr gerne eingesetzt. Der Grund hierfür sind diverse Scratch-Techniken, die nur mit Vinyl und Plattenspieler funktionieren.

Jenseits der Plattenteller

Seit einigen Jahren gibt es so genannte Digital-Vinyl-Systeme (»DVS«), die das Beste aus analoger und digitaler Welt zusammenführen. Während die Musik auf einem Laptop in einer DJ-Software gespielt wird, dienen spezielle Platten mit einem darauf befindlichen Timecode zum Steuern der Position im Song.

DVS vereint das Beste aus analog & digital

So lassen sich mit diesen eben jene Scratch-Moves ausführen, ohne dabei auf die Nachteile von Musik auf Vinyl angewiesen zu sein.

Mit den immer kürzer werdenden Entwicklungszyklen bei digitaler Technologie kommen in immer kürzeren Abständen neue Zuspieler auf den Markt. An dieser Stelle kann die Vielfalt leider nur grob angerissen werden. In den Clubs finden sich oftmals Single-CD-Player, die mit großen, teilweise motorangetrieben Jog Wheels ausgestattet sind. Bei Hochzeits-DJs und auch in vielen Festinstallationen finden sich Doppel-CD-Player, die meistens für ein 19“-Rack entwickelt wurden.

Beide Arten von CD-Playern können in der Zwischenzeit nicht nur Audio-CDs lesen, sondern gleichfalls mit MP3 oder anderen komprimierten Formaten umgehen.

In der Zwischenzeit lassen sich einige Media-Player finden, die nicht nur CDs spielen, sondern auch auf externe Datenträger wie USB-Sticks zugreifen können. Einige der neuesten Geräte verzichten gänzlich auf CD-Laufwerke und es gibt sogar welche, die über Netzwerkkabel miteinander kommunizieren.

DJ Mixer/Mischpult

In einem DJ Mischpult kommt dein Setup zusammen, es ist die Schaltzentrale, an der alle Zuspieler angeschlossen und die Audiosignale zusammengemischt werden. Im Gegensatz zu Mischpulten aus anderen Bereichen zeichnen sich DJ Mixer unter anderem durch den so genannten Crossfader aus, der ein Überblenden zwischen zwei Kanälen ermöglicht. Bei einigen Modellen lässt sich sogar die Beschaffenheit der Überblendung (C.F. Curve) beim Cross Fader umschalten.

Numark M6 USB

Numark M6 USB – DJ Mischpult mit vier Kanälen

 

Battlemixer

Die Funktionen der Geräte sind auf die jeweiligen Bedürfnisse des DJs ausgelegt, unterschieden wird hauptsächlich zwischen Battlemixer und Clubmixer. Erstgenannte Form kommt in der Regel mit nur zwei Kanälen für zwei Zuspieler und relativ wenigen Funktionen aus.

Genutzt wird diese Art von Mixer hauptsächlich für das Scratching, weswegen auch der untere Bereich rund um den Crossfader sehr aufgeräumt wirkt – hier soll nichts im Wege stehen. Alle Fader sollten sehr leichtgängig arbeiten, um schnelle Scratch-Moves zu ermöglichen.

Das DJ Mischpult ist die Schaltzentrale in deinem Setup

Clubmixer

Diese Art von DJ Mischpult ist eher für Festinstallationen gedacht, weswegen die meisten Modelle vier oder mehr Kanäle bieten, an denen sich alle Zuspieler gleichzeitig anschließen lassen. Weiterhin kommen diese Geräte gerne auch mit externen Effekt-Loops daher, über die sich externe Effekteinheiten einschleifen lassen.

Typischerweise findest Du im Gegensatz zu einem Battlemixer auch mal einen Beat-Counter auf der Oberfläche oder integrierte Effektgeräte, mit denen kreativ ins Klanggeschehen eingegriffen werden kann.

 

Allgemeine Anforderungen an ein DJ Mischpult

Für dein eigenes Setup brauchst Du so viele Kanäle, wie Zuspieler live genutzt werden sollen. Die Anschlüsse sollten entsprechend ausgelegt sein, Phono für Plattenspieler und Line-Out für CD- oder Media-Player. Wer ein Mikrofon in seinem Setup nutzte möchte, sollte auch auf einen Mikrofoneingang mit Vorverstärker achten.

» Mehr zum Thema
DJ MikrofonÀ propos Mikrofone: Besuche unseren Ratgeber über Mikrofone – Die Typen lernst Du dort kennen, wobei Du erfährst, warum ein dynamisches Mikrofon für das DJ-Pult definitiv die beste Wahl ist.

So gut wie allen Modellen gemein ist die 3-bandige Klangregelung für Bass, Mitten und Höhen. Einige DJ Mischpulte können zusätzlich mit einem so genannten Kill-Switch oder einem Kill-EQ für jedes Band aufwarten, das dieses Band fast vollständig auslöscht – beispielsweise gut für nahtlose Übergänge.

Wichtig ist auch die Funktion des einfachen Vorhörens (Cue), wobei das eigentlich zum Standard gehört. Weiterhin empfiehlt es sich, eigene Ausgänge für das Monitoring (Booth) und eventuell auch für ein Recording bereitstehen zu haben.

Kopfhörer

Shure SRH750DJ

DJ Kopfhörer Shure SRH750DJ

Wie die Beschaffenheit guter DJ Headphones aussieht, wird allgemein sehr kontrovers diskutiert. Dass Du einen für das DJing brauchst, liegt hingegen auf der Hand. Generell gilt aber, dass ein guter Studiokopfhörer nicht gleichzeitig auch einen guten DJ Kopfhörer abgibt. Hierzu sind die Anforderungen bei den betrachteten Einsatzzwecken einfach zu unterschiedlich. Während ein Gerät für das Tonstudio eine besonders gute Klangqualität bieten muss, sind Tragekomfort und Ermüdungsfaktor wesentlich wichtiger für den Einsatz im Club.

Klanglich wichtig für das DJing ist weiterhin, dass die Elemente zu hören sind, nach denen Du deine Übergänge mischst. Das können Kick Drums, Snares, Hihats sein oder alle zusammen. Gerade bei den hohen Frequenzen bietet es sich an, wenn ein DJ Kopfhörer etwas zurückhaltender und nicht zu überbetont ist, da dir die hohen Lautstärken beim Abhören im Club sonst schneller einen Hörschaden zufügen könnten.

Natürlich muss ein gutes Exemplar auch entsprechend lange halten, mal hinfallen können, flexibel für den Transport und die Arbeit beim DJing sein. Fast vergessen hätte ich das Thema Abschirmung, denn die Umgebungsgeräusche sollten möglichst gut abgeschirmt werden, damit Du auch im lauten Club noch hörst, was in deinem Kopfhörer vorgeht.

Im aktuellen DJ Special haben wir diesem Thema einen ganzen Artikel nebst umfangreicher Marktübersicht gespendet. Dort warten noch viele weitere Informationen und wesentlich mehr Details auf dich.

» Mehr zum Thema
DJ Kopfhörer Empfehlung…und in unserem Event-DJ-Special findest Du noch eine frischere Liste in Sachen DJ-Kopfhörer – 20 Modelle von 39,- bis 267,- Euro. Also für jedes Budget und alle Ansprüche.

 

DJ-Software

Wer nicht gerade puristisch bzw. old-school an sein neues Hobby gehen möchte, wird sich eine DJ Software zulegen wollen. Oftmals werden diese Programme im Bundle mit Hardware ausgeliefert und wie wir in unseren umfangreichen Tests bemerkt haben, führt jedes einzelne der uns vorliegenden Programme zum Ziel. Und das, obwohl es sich bisher immer um die Einsteigerversionen gehandelt hat.

Mehr Decks und Effekte zeichnen die großen Versionen der DJ Programme aus

Die größten Unterschiede zwischen den einzelnen Angeboten sind in der Usability und im Design der Benutzeroberfläche zu finden, viel eher als in der tatsächlich gebotenen Funktionalität. Natürlich sind die Einsteigerversionen restriktiver bei der Anzahl der Decks und der Effekte, doch gerade zu Beginn in der Lernphase wird das kaum ins Gewicht fallen. Wenn Du irgendwann etwas fortgeschrittener bist, wirst Du auch nach Möglichkeiten suchen, eigene Mappings anlegen zu können, in denen Du selbst die Funktionen zu den Bedienelementen an einem DJ Controller festlegst.

Sollte zu einem späteren Zeitpunkt dann doch noch ein Umstieg notwendig werden, so dürfte das größte Hindernis der Umzug der Datenbank deiner Musiksammlung werden. Gut wenn Du dann iTunes zur Verwaltung deiner Musik nutzt und die DJ-Software nur auf die dortigen Playlisten zurückgreift. Überhaupt wäre die Integration von iTunes für mich das eine wichtigste Kriterium für oder gegen eine DJ Software.

Virtual DJ

Das DJ Programm Virtual DJ ist sehr übersichtlich aufgebaut

Zwar lässt sich kein Hersteller so recht in die Karten schauen, doch meine Recherchen deuten darauf hin, dass in Europa die Programme Native Instruments Traktor, Serato Scratch und Virtual DJ große Teile des Marktes unter sich aufteilen. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Optionen, die ebenso gute Leistungen erbringen können. Am Ende ist die Verbreitung eines Programms auch deswegen interessant, weil Du dann einfacher andere Leute findest, die deine Fragen beantworten können.

Hier nochmals einige Kriterien, auf die es sich auch lohnt zu achten: Einfache Nutzung mit einer flachen Lernkurve, schlichtes Design für bessere Übersicht in hektischen Momenten, gute Datenbank im Programm und Anbindung an iTunes, automatische Synchronisation/Beat Matching für dieselben hektischen Momente, Loop-Funktion und für alle, die auf Hochzeiten oder ähnlichen Events damit auftreten, noch eine automatische Mischfunktion.

Laptop/Ständer

Die meisten Diskussionen rund um den Kauf eines Notebooks drehen sich üblicherweise um die Frage nach dem Betriebssystem – Windows oder Mac OS? Eine einfache Antwort lautet, dass beide Plattformen wunderbar stabil funktionieren und die beliebtesten DJ Programme ohnehin für beide Systeme zu haben sind.

DJ-Equipment kaufen: Die richtige Ausstattung für Anfänger & Fortgeschrittene

Interessanter wird es da schon eher bei der Ausstattung mit Hardware, wobei ein halbwegs moderner Laptop allen Anforderungen in Sachen Leistung gerecht werden wird. Die CPU ist sehr wichtig, denn auf ihr werden alle Effekte, das Pitching und das Mixing berechnet. Je leistungsstärker diese ist, desto länger wirst Du das Notebook verwenden können. Praktisch alle Programme weisen die Tendenz auf, mit jedem Update noch leistungshungriger zu werden. Eine ausreichend groß dimensionierte Festplatte ist elementar, um die gesamte Musiksammlung fassen zu können – je weniger Gepäck (externe Festplatten) Du auf deine Reisen mitnehmen muss, desto besser. Es lohnt sich im Übrigen gerade für DJs, schockresistente Solid-State-Disks (SSD) zu verwenden, auch wenn diese noch verhältnismäßig teuer sind. Diese sind deutlich weniger anfällig für plötzliche Bewegungen, die im ruppigen Alltag durchaus mal vorkommen können.

In Sachen Arbeitsspeicher bieten sich Modelle ab 4 GB an, mehr schadet auch nicht. Wenn Du zeitgleich auch noch VJing betreiben willst, dann empfiehlt sich zudem eine Grafikkarte mit dezidiertem Arbeitsspeicher ab 256 MB, um die Videos auch in Echtzeit verarbeiten zu können. Notebooks mit Shared-Memory für die Grafikkarte gehen auf Kosten des verfügbaren Arbeitsspeichers und damit indirekt auf die Performance.

Auch die Größe des gebotenen Bildschirms ist unbedingt in der Kaufentscheidung zu berücksichtigen, sie sollte nicht kleiner als 13“ sein. Je nach genutzten Zuspielern und/oder DJ Controller wird eben der Bildschirm für das Browsen und die Auswahl der Tracks genutzt. Wenn sich dann bei einem Gig der Computer mal nicht so nah wie gewünscht aufbauen lässt, könnte das erhebliche Probleme bereiten. Schließlich kann die Akkuzeit von erhöhtem Interesse sein, wenn Du viel unterwegs bist und dir deine Playlist für den Abend vielleicht noch schnell im Zug zurechtlegen oder ändern möchtest. Leider gehen große Bildschirme auf Kosten der nutzbaren Akkuzeit, hier gilt es, einen Kompromiss zu finden.

Ein weiteres Kriterium für oder gegen ein Laptop zum Auflegen sind die vorhandenen (USB-) Anschlüsse. Aktuelle Macs haben beispielsweise hier nur zwei, was in sehr vielen Szenarien zu einem sehr unangenehmen Mangel führt. Einen separaten USB-Hub mitzunehmen ist zwar möglich, aber macht das Gepäck sowie das Aus- und Einpacken leider auch nicht leichter. Firewire-Anschlüsse sind freilich auch an manch neuem Modell zu finden, aber heutzutage nicht mehr zwingend erforderlich. Der USB-Anschluss ist inzwischen technologisch ausgereift und ebenfalls sehr schnell. Wer etwas mehr in die Zukunft planen möchte, kann sich mit dem Thema Thunderbolt auseinandersetzen, das sich unter Umständen mittelfristig durchsetzen könnte und wesentlich mehr Leistung als die beiden anderen Schnittstellen mitbringt.

Und am Rande soll auch noch erwähnt werden, dass ein zuverlässiger Laptopständer zu einem ausgereiften DJ Setup dazugehört. Mit einem solchen Stativ kannst Du den Laptop zum einen auf Augenhöhe heben und zum anderen darunter noch einen DJ Controller oder das Audio Interface positionieren. Einige DJs präferieren hier zwar Lösungen auf Basis von 19“ Racks, doch in Sachen Portabilität und Belüftung sind herkömmliche Laptopständer klar zu bevorzugen.

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DJ-Zubehör: Laptop-Ständer, Flightcases und andere HelferleinWo wir gerade von Laptop-Ständern sprachen – wir haben einen Artikel, der von DJ Zubehör handelt. Und da geht es natürlich auch um die Stative für deinen mobilen Recher, aber auch dein Tablet.

 

PA / Lautsprecher

Wer nicht gerade regelmäßig eigene Veranstaltungen in der immer selben Größe plant, kann für den Anfang auf eine eigene PA-Anlage zunächst verzichten und stattdessen einen PA-Verleih seines Vertrauens suchen. Das Kürzel »P.A.« steht im Übrigen für »Public Address« und diese Anlagen sind dazu gedacht, eine große Fläche gleichmäßig mit Musik zu beschallen.

Was sich meiner Ansicht nach aber durchaus lohnt, ist der recht frühe Zukauf eines eigenen aktiven Monitors, der in der DJ Booth aufgestellt werden kann. Mit diesem kannst Du ohne ohrenbetäubende Lautstärken und ohne zeitliche Verzögerungen deine Übergänge in der Booth monitoren. In den preiswerten Paketen der Tontechnik-Verleiher fehlen aktive Monitore oftmals und müssen dann ohnehin hinzugebucht werden, deswegen kann ein Kauf hier durchaus lohnenswert sein.

Weitere Informationen zum Thema PA findest Du im Übrigen in unserem Artikel zur Eventplanung.

» Mehr zum Thema
PA-Anlage Aufbau…und abermals im Zuge unseres Event-DJ-Specials haben wir den Einstieg in das Thema PA-Anlage für dich aufbereitet. Dort lernst Du das Wichtige über Beschallung.

 

Letzte Gedanken zu DJ Equipment für Anfänger

Ein Artikel wie dieser kann leider nicht alle Aspekte und Komponenten einer vollständigen Ausstattung mit DJ Equipment beleuchten. Zu individuell sind die Anforderungen und Ziele unserer Leser und zu vielfältig das stetig wachsende Angebot am Markt.

John Ruskin hat einmal gesagt, dass es unklug sei, zu viel für etwas zu bezahlen, aber auch unklug, zu wenig zu bezahlen. Denn während bei der ersten Variante nur etwas Geld auf dem Spiel stehe, könne der schlechteste Fall bedeuten, dass das gekaufte Produkt seinen Zweck überhaupt nicht erfülle.

In diesem Sinne haben wir in diesem delamar DJ Special gleich zwei Marktübersichten für dich aufbereitet. Bei den Kopfhörern werden alle von Einsteiger bis Profi fündig, bei der Übersicht der DJ Controller richten wir uns an Einsteiger, die eine All-in-One-Lösung suchen. Alle anderen Themen werden wir in unregelmäßigen Abständen und in weiteren DJ Specials beleuchten, um hier in absehbarer Zeit ein umfassendes Kompendium für dich bereitzustellen.


Von Milan Boxberg