Groovebox & Hardware Sampler: Die 9 Besten für deine Beats

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In dieser Marktübersicht mit aktuellen Vertretern in Sachen Groovebox, Hardware Sampler und Controller findest Du eine Auswahl aktueller Empfehlungen für Beats vom Feinsten. Alle sind auf unterschiedliche Art und Weise spannend, haben aber zwei Dinge gemeinsam: Sie arbeiten mit Samples und erlauben es, diese zu Beats zu sequenzieren. Die meisten bieten dafür mindestens zwölf Pads mit Anschlagsdynamik. Dein Wegweiser durch das Dickicht der Angebote in der Kategorie Groovebox …

Die besten Drum Machines & Grooveboxen bis 500 Euro - Korg Volca Beats

Vorbemerkung

Jede Groovebox ist anders, von Maschine, electribe & Co. bis hin zu den erschwinglichen Modellen. Uns war wichtig, die Vielfalt der Geräte zu verdeutlichen, mit denen Du Beats selber machen kannst: Die in der Marktübersicht versammelte Hardware ist neben den Essentials – den Pads – sehr vielfältig bestückt, da für gute Beats eben viele Wege nach Rom führen.

So finden sich in dieser Marktübersicht teils reine MIDI-Controller (inklusive maßgeschneiderter Software), die von sich aus noch keinen Klang erzeugen, andere wiederum geben aus eigener Kraft Töne von sich. Einige sind batteriebetrieben und somit vollständig mobil einsetzbar, andere eher für den stationären Einsatz im Studio gedacht.

Und obwohl es bei einer Groovebox bzw. bei einem Hardware Sampler hauptsächlich um das Abfeuern bzw. Sequenzieren von Samples geht, sind teilweise sogar Synthesizer zur Klangerzeugung integriert. Die Anzahl der integrierten Effekte variiert ohnehin sehr stark.

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Groovebox bis 500 Euro

Der vergnügliche Einstieg in die Welt der Groovebox - KORG volca beats

KORG volca beats

Unschlagbar günstig: Das japanische Traditionsunternehmen trumpft mit einer Groovebox für die Jackentasche auf. Dieses sehr erschwingliche Tool für Beats läuft bei Bedarf mit Batterien.

Der Hybrid aus analoger und auf Samples basierender Klangerzeugung bietet keine Pads für anschagsempfindliches Spiel, dafür aber einen properen Sequenzer zur Programmierung. Sechs analoge Drum Sounds warten darauf, geformt zu werden: Kick, Snare, High & Low Tom plus ein offenes und ein geschlossenes Hihat. In der digitalen Sparte kannst Du vier Samples von Claps bis hin zu Crash-Becken und mehr triggern.

Bei einer Performance kannst Du umgehend an eine bestimmte Stelle in der Sequenz springen, indem Du den entsprechenden Step-Knopf drückst. Außerdem kann ein Sound maschinengewehrartig wiederholt werden. Schade ist nur, dass es keinen Swing (Groove) gibt, um die programmierten Rhythmen mit fetzigen Synkopen aufzumotzen.

Über Miniklinkenkabel kann das gute Stück mit den anderen drei Geräten der volca-Serie synchronisiert werden. Per MIDI-Anschluss klappt das auch mit deiner Software.

169,- Euro

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Kleine Wundertüte als Groovebox plus Synthesizer - Novation Circuit

Novation Circuit

Mit dieser kompakten, batteriespeisbaren Kiste bekommst Du eine Kombination aus einer Groovebox mit vier Parts und einem einfachen paraphonen Synthesizer. Das ergibt insgesamt 6 Stimmen – genug für coole Beats und elektronische Musik vieler Spielarten. Statt der üblichen Pads ist hier eine mehrfarbig beleuchtete 4×8-Button-Matrix à la Launchpad & Co. integriert. Da die Buttons anschlagsempfindlich sind, taugen sie mit etwas Geschick sehr wohl zum Finger Drumming. Die Klassifizierung als eigenständige, erschwingliche Hybrid-Groovbox geht also in Ordnung, wie wir finden.

Im Studio kannst Du das Gerät via MIDI mit deinen Synthesizern und/oder deinem DAW-Projekt synchronisiert laufen lassen. Außerdem kannst Du jetzt auf Software zurückgreifen, um deine eigenen Samples (je max. 60 Sekunden lang) in den Speicher des Geräts zu laden – Du bist nicht mehr auf die mitgelieferten Klänge für Drums & Co. angewiesen. Eine weitere Software dient zur Editierung kompletter Patches für den Synthesizer und die Drums.

Der Sequenzer bietet attraktive Features wie eine gesplittete Beleuchtung der Button-Matrix (Tonhöhen- und Step-Anzeige gleichzeitig) oder die Wahl zwischen Step-Programmierung und Echtzeit-Step-Aufnahme. Bis zu 128 Steps kann ein Pattern umfassen.

Nicht zu vergessen: Delay- und Reverb-Effekte sind an Bord, um deinen Klängen mehr Atmosphre, und Tiefe zu verschaffen. Mit einem Sidechain-Kompression lässt Du den Synthie-Sound neben der Kick Drum richtig »pumpen«. Bist Du zufrieden mit deiner Komposition, belegst Du einen von immerhin 32 Song-Speicherplätzen.

315,- Euro

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Der kleine Groovebox-Controller Native Instruments Maschine Mikro Mk2 - direkter Konkurrent der Akai MPC Studio Black

Native Instruments Maschine Mikro Mk2

Der direkte Konkurrent zur Akai MPC Studio Black. Wenig überraschend handelt es sich hier um eine kleinere, abgespeckte Variante der (jetzt leicht veralteten) »normalen« Maschine Mk2. Die hauseigene Software lässt sich auch zusammen mit diesem kleinen Schätzchen verwenden. Mit ihren 1,2 kg sowie den Maßen von 32 x 19,5 x 5 cm ist die kleine Maschine in zweiter Generation wesentlich kompakter und leichter ihr großer Bruder.

Die Basics dieser Groovebox: 16 Pads mit Aftertouch, Anschlagsdynamik und mehrfarbiger Beleuchtung. Bei den Bedienelementen wurden unter anderem die acht Drehregler zum Parameterschrauben eingespart und es gibt nur ein sehr kleines Display mit älterer Technologie. MIDI-Buchsen sind auch nicht mehr präsent und das Zubehör (Stativ etc.) ist nur mit der großen Maschine nutzbar.

Nach dem großen Erfolg, den schon die ersten Maschine-Generationen inklusive der Mikro-Groovebox hatte, entschloss man sich, neben stetigen Software-Aktualisierungen auch und gerade die Pads zu verbessern. Ansprechverhalten, Anschlagsempfindlichkeit und Dynamik der Pads konnten weiter verfeinert werden. Das wirkt sich spürbar positiv auf die Möglichkeiten zum virtuosen Einspielen von Samples und damit expressiven Beats aus. » Lies mehr im NI Maschine Mikro Mk2 Test

333,- Euro

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Keine eigenständige Groovebox, aber superschlank und mit bewährten Pads - Akai MPC Studio Black

Akai MPC Studio Black

Die in ein gebürstetes Aluminiumgehäuse gekleidete Studio Black fungiert als USB-Controller zum Beat Making. Hier kannst Du mit der Software MPC Studio inklusive der gut 6 GB großen Klangbibliothek arbeiten.

Es gibt 16 Pads mit Anschlagsdynamik und Aftertouch und fünf berührungsempfindliche Potis. Der Hersteller legte den Fokus hier auf einen gut transportablen Controller, den man gerne mit auf Reisen nimmt.

Ansonsten gibt es ein Display mit etwas in die Jahre gekommener Technologie, über das Du sämtliche Funktionen des Geräts steuern kannst. Weiterhin finden sich eine Transportsteuerung, ein Jog-Wheel & Co., also alles zur Navigation innerhalb deines Projekts. Buchsen zur Ein- und Ausspeisung von Audiosignalen konnten freilich nicht mehr in das schlanke Chassis gequetscht werden.

Alles in allem ein richtig gut ausgestatteter Controller, der dank niedrigem Gewicht, kompakten Abmessungen und USB-Stromspeisung dennoch sehr portabel bleibt. Praktisch: Im Lieferumfang findet sich eine gepolsterte Schutzhülle.

399,- Euro

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Moderne, schlanke Groovebox für unterwegs - KORG electribe

KORG electribe

Auch diese Groovebox hat eine Wandlung durchgemacht – optisch haben sie wenig mit den ursprünglichen electribe-Modellen gemein und auch die Möglichkeiten sind stark angewachsen. Die Klangerzeugung beruht einerseits auf 409 Sample-basierten Wellenformen zur Synthese wie mit einem Oszillator. Andererseits gibt es natürlich zahlreiche Samples für Drums (Kick, Snare, Clap & Co.), Instrumentenklänge, Jingle-artige Sounds und vorproduzierte Synthesizerklänge zur Verfügung.

Ein Multimode-Filter mit Hüllkurvenmodulation, 72 Modulationseffekte und 38 Insert-Effekte aller Art sind an Bord des electribe. Nicht zu vergessen: Mit dem integrierten Touchpad sind gerade live tolle Effektkapriolen möglich.

Der Sequenzer hat 4 x 16 Steps, der Arpeggiator 50 Modi und es gibt 35 Skalen für den Keyboard-Modus der Pads. 64 unterschiedliche Sequenzer-Patterns sind speicherbar und bis zu 250 lassen sich für komplette Songs miteinander verketten.

Das massive Zinkdruckgussgehäuse und die Drehregler dieser Groovebox sind perfekt verarbeitet. Dies passt bestens zur mobilen Einsatzmöglichkeit – mit Batterien lässt sich der electribe bis zu fünf Stunden lang betreiben. Dank schlanker Bauweise passt es in jeden Rucksack, wo es mit 1,6 kg auch nicht allzu schwer ist. Und wenn Du nach Hause kommst, kannst Du deine Projekte im Ableton-Live-Format exportieren und an deinem Audio PC gemütlich weiterbearbeiten. » Lies mehr im KORG electribe Test

449,- Euro

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Groovebox bis 1.500 Euro

Immer noch keine eigenständige Groovebox, aber dennoch sehr stark bestückt für die hauseigene Software - NI Maschine Mk3

Native Instruments Maschine Mk3

Dieser fortgeschrittene Groovebox-Controller mit Audio Interface (siehe unten) bietet 16 Pads, wie üblich mit Anschlagsdynamik und Aftertouch. Die komplette Fläche der Pads lässt sich in vielen verschiedenen Farbtönen hintergrundbeleuchten, was die Orientierung im Dickicht der verschiedenen Sample-Zuweisungen deutlich erleichtert.

Gleich zwei recht hochauflösende Farb-Displays geben Auskunft über Einstellungen und Parameterwerte, darunter sitzen acht Endlos-Drehregler.

Die dazugehörige Maschine Software bietet alle wichtigen Werkzeuge zum Produzieren von Beats. Zwei Modi erlauben einerseits die Nutzung im Stile eines Step-Sequenzers, andererseits das Live Recording. Ein Sampler zur Aufnahme interner und externer Klangquellen ist vorhanden. Zahlreiche Effekte sind integriert, doch ist es auch möglich, wie in einer gewöhnlichen DAW-Software Instrumenten- und Effekt-Plugins (VST oder AU) einzubinden.

Seit dieser Version ist übrigens auch ein Audio Interface integriert. Es wandelt mit maximal 24 Bit & 96 kHz und ist sehr attraktiv für alle, die ganz frisch ihr Homestudio einrichten wollen.

589,- Euro

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Hardware Sampler als selbstständige, kompakte Einheit mit Touchscreen - Akai MPC Live

Akai MPC Live

Die ausgefeilte Groovebox für den Rucksack – dank Batteriebetrieb und eigenständigem Betrieb ist dieses Modell das mobilste im Portfolio des Herstellers.

Natürlich sind hier auch die 16 Pads in voller Größe und gewohnter Qualität am Start. Dazu kommen vier Endlos-Drehregler, Transportkontrollen und für (fast) alles Weitere ist der Touchscreen (Durchmesse: 7”) zuständig.

Rückseitig findest Du sechs Einzelausgänge, je zwei klassische MIDI-Buchsen für In- und Output sowie Cinch-Eingänge (auch zum direkten Samplen von Plattenspielern dank integriertem Entzerrer-Vorverstärker). Der Speicherplatz lässt sich durch SD-Karten, klassische Festplatten und SSDs erweitern. Zwei USB-Anschlüsse dienen zur Verbindung von USB-Sticks oder externen MIDI-Controllern.

Das Gerät ist durch sein Format und die mobile Nutzung vielleicht am ehesten mit dem electribe vergleichbar, aber insgesamt doch mächtiger. Der große Aufpreis kommt unter anderem durch den vergleichsweise luxuriösen Touchscreen und die deutlich bessere Ausstattung in puncto Buchsen für Audio & MIDI zustande.

1.169,- Euro

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Groovebox bis 2.500 Euro

Nächste Generation der professionellen Groovebox (jetzt mit Sample-Aufnahme) - Elektron Analog Rytm MKII

Elektron Analog Rytm MKII

Eine achtstimmige Groovebox mit echter analoger Klangerzeugung – hier können die Drum Sounds analog synthetisiert werden, es ist also nicht nur das Abfeuern von Samples möglich. Nutzt Du Ersteres, hast Du alle Freiheiten beim Gestalten der Klänge, ähnlich wie bei spezialisierten Geräte wie der Nord Drum, aber eben mit den klassischen Pads zum Einspielen plus Sequenzer. Letzterer bietet wie üblich 16 Tasten zur Programmierung der Steps.

Pro Stimme bekommst Du ein Multimode-Filter mit Modulationsmöglichkeiten per Hüllkurve, einen Overdrive-Effekt, einen zuweisbareren LFO und eine AMP-Hüllkurve (Lautstärkeverlauf). Ferner stehen auf dem Master-Signal ein Distortion-Effekt und ein Kompressor zur Verfügung.

Neu in der Version MKII ist unter anderem, dass Du über das integrierte Audio Interface endlich Samples selbst aufnehmen kannst. Spätestens jetzt ist die Bezeichnung als Hardware Sampler vollends gerechtfertigt. Außerdem findest Du ein größeres, deutlich höher aufgelöstes und kontrastreicheres OLED-Display. Schließlich gibt es noch zwei Buchsen für Expression-Pedal- und CV-Signale. Letzteres erlaubt die Fernsteuerung der Parameter des Geräts über modulare Synthesizer und anderes Equipment mit Steuerspannungsausgängen (z.B. das PreSonus Quantum).

Im Verbund mit der hauseigenen Software »Overbridge« gelingt die MIDI-Übertragung via USB, die Synchronisation mit deiner Musiksoftware, die Parameterdarstellung auf dem Computerbildschirm und Audiostreaming. In der Premiumversion der Software lässt sich Elektron Analog Rytm MKII zudem via Plugin (VST oder AU) nahtlos in die DAW integrieren und als Interface (24 Bit & 48 kHz) nutzen.

1.699,- Euro

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Die eigenständige Groovebox für Producer, die mehr wollen - Akai MPC X

Akai MPC X

Nach einer langen, langen Durststrecke kam in diesem Jahr endlich wieder eigenständige MPCs auf den Markt, um unsere Marktübersicht zu bereichern. Also eine Groovebox und Produktionsstation, die aus eigener Kraft (ohne dass ein Computer angeschlossen sein muss) Klangerzeugung leistet. Den Anfang machte die kleine MPC Live, später folgte das hier beleuchtete Flaggschiff.

Das Layout ähnelt stark der Renaissance, der ein sehr kurzes Leben beschieden war (kein Musikalienhändler führt noch neuwertige Exemplare). Will heißen, dass die üblichen 16 Pads (mit Aftertouch) + 16 Regler + Transportkontrollen & Co. an Bord sind. Fein: Eine große Zwei zwölfstufige LED-Ketten erlaubt jederzeit die Pegelüberwachung des Stereo-Outputs.

Nun ziert auch ein sehr großer Touchscreen (Diagonale: 10,1”) das Gerät, viele Funktionen der Software lassen sich nur darüber realisieren. Ähnlich spannend sind ganz gewiss die kleinen OLED-Displays über den 16 Endlos-Potis. Darauf werden die Bezeichnungen der jeweils angesteuerten Parameter und deren aktueller Wert dargestellt, zudem huscht bei aktiven Modulationen der Balken hin und her.

Eine weitere Besonderheit sind die acht Miniklinken-Ausgänge (CV/Gate Outputs), um externe modulare Synthesizer anzusteuern. Damit war nun wirklich nicht zu rechnen – ein schöner Brückenschlag in die Welt der elektronischen Musik!

Überhaupt sind sehr viele Anschlüsse aller Art vorhanden. Unter anderem erlauben gleich vier (!) klassische MIDI-Ausgänge und zwei MIDI-Eingänge die Kommunikation mit zahlreichen weiteren Geräten. Der interne Speicher kann über externe Festplatten, SSDs oder USB-Sticks erweitert werden. Nur in Sachen Einzelausgänge wird dieses Gerät von unserem nächsten Kandidaten gleich hier darüber geschlagen …

2.199,- Euro

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Von Felix Baarß