Die besten Drum Machines & Grooveboxen bis 500 Euro

Drum Machines bis 500 Euro

Drum Machines bis 500 Euro

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Groovebox & Drum Machine – Die besten unter 500 Euro

In diesem Artikel findest Du unsere Aufbereitung des kompletten Spektrums von Grooveboxen und Drum Machines bzw. Drum-Computern, deren gemeinsames Motto »Beats machen!« lautet. Teils analog, teils digital – viele Wege führen nach Rom.

Der Begriff »Drum Machine« oder »Groovebox« wird mittlerweile für ein recht buntes Potpourri von Geräten verwendet – wenn wir von der klassischen Struktur à la Roland TR-808 ausgehen, hat sich die Ausstattung einiger Geräte deutlich erweitert und verzweigt. Andere verfolgen ein Konzept der Reduktion aufs Wesentliche und kommen dementsprechend kompakter und deutlich preisgünstiger als moderne Geräte nach erwähntem Vorbild daher.

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Alle hier vorgestellten Geräte erzeugen von sich aus Klänge, ein MIDI-Controller oder externer Sequenzer ist also nicht nötig – einfach den internen Step-Sequenzer und/oder die Drum-Pads nutzen.

Die besten Drum Machines & Grooveboxen bis 500 Euro - Teenage Engineering PO-12

Teenage Engineering PO-12

Minimalistisch, erschwinglich und mit Effektautomation | 69,- Euro

Zum Schluss noch einen Exoten, für dessen Erwerb sich in fast jeder Portokasse genug Geld zusammenkratzen lässt. Eine nackte Leiterplatte mit 16 Buttons für ebenso viele Sounds, ein Oldschool-Display und zwei Drehregler, fertig ist die minimalistische Drum Machine für synthetisierte und Sample-basierte Klänge.

16 Effekte stehen zur Verfügung, darunter Delay, Bit-Crusher und Filter. Der Clou: Mit Parameter-Locks legst Du an bestimmten Zählzeiten in der 16-Step-Sequenz genaue Parameterwerte für die Effekte fest. Quasi eine Automatisierung im Step-Takt.

Die Audiosignale gelangen über eine Miniklinke nach draußen, wobei auf Wunsch ein automatisch geregelter Kompressor und ein Hardware-Limiter greifen. Auch ein Eingang im 3,5-mm-Format ist an Bord, er lässt sich zur Synchronisierung nutzen. An der Rückseite klemmst steckst Du zwei AA-Batterien hinein und klappst bei Bedarf einen Bügel aus, um das kleine Gadget angewinkelt aufzustellen. Tja, und der Sound? Keineswegs »nur« trashiges Lo-Fi-Geraffel, sondern teilweise ziemlich punchy, abwechslungsreich ohnehin.

Die besten Drum Machines & Grooveboxen bis 500 Euro - Korg Volca Beats

Korg Volca Beats

Kompakte Hybrid-Groovebox mit potentem Sequenzer | 169,- Euro

Diese hybride Drum Machine (analog + sample-basiert) lässt sich mit Batterien oder dem mitgelieferten Netzteil speisen. Du kannst sie mit den anderen drei Geräten der Volca-Serie über Miniklinkenkabel synchronisieren. Oder per MIDI-Buchse mit der DAW.

Sechs analoge Drum-Sounds warten auf ihre Klangformung mit den für große Hände etwas knifflig zu bedienenden Drehreglern: Kick, Snare, hohe und tiefe Tom sowie ein geschlossenes und ein offenes Hi-Hat. Dazu kommt die digitale Sparte zum Abfeuern von vier Samples, etwa Claps, Crash-Becken & Co.

Der 16-Step-Sequenzer bietet ein paar interessante Funktionen. So besteht während einer Performance die Möglichkeit, umgehend an eine bestimmte Stelle in der Sequenz zu springen, indem Du den entsprechenden Step-Knopf drückst. Zudem lässt sich per »Stottereffekt« ein Sound auf einem Step maschinengewehrartig wiederholen.

Sehr schade, dass sich die Sequenz nicht per Swing (aka Shuffle aka Groove) aufpeppen lässt, die Rhythmen sind also dazu verdonnert, stoisch vor sich hin zu marschieren.

Die besten Drum Machines & Grooveboxen bis 500 Euro - MFB-522

MFB 522

Kleines analoges Kraftpaket mit Einzelausgängen | 259,- Euro

Eine kleine Drum Machine, die ihre 9 Instrumente analog synthetisiert, anstatt Samples zu nutzen. Dementsprechend sind die Klänge ziemlich flexibel formbar (Tonhöhe, Ein- und Ausschwingdauer etc.) und klingen charakteristisch trocken, rund, klöppelnd und knuffig. Der Miniaturisierung entsprechend hat man sich bei den Outputs auf kleine Klinkenbuchsen verlegt.

Bemerkenswert: Der MFB 522 ist das einzige Gerät in unserer Zusammenstellung, das separate analoge Outputs für Einzelinstrumente bietet – zwar nicht für alle, aber immerhin für 1.) Kick, 2.) Snare/Rimshot, 3.) Clap und 4.) Hi-Hat.

Zur Rhythmenerstellung nutzt Du einen 16-Step-Sequenzer, der vielleicht insofern etwas umständlich ist, als nur acht Buttons zur Verfügung stehen – so muss zum Wechsel stets eine zusätzliche Taste gedrückt gehalten werden, um die Steps 9-16 zu editieren. 72 Rhythmen (einzelne Patterns mit je 16 Steps) und 8 komplette Songs (Verkettungen von bis zu 64 Patterns) kannst Du abspeichern.

Roland TR-8

Roland TR-8

Auferstehung der TR-Klassiker mit Effekten & DAW-Integration | 495,- Euro

Kick, Snare, Rimshot & Co. des Originals – der Roland TR-808 – brennen sich nunmehr schon in das akustische Bewusstsein einer neuen Generation…und jetzt lassen sich genau diese Klänge aus den Outputs der TR-8 pumpen. Zwar in digitaler Form, aber die Nachbildung ist hervorragend gelungen und klingt definitiv »organisch« genug.

Mithilfe der Erweiterung Roland TR-8 bist Du in der Lage, alle Sounds der 707, 727, 808, 909 und mehr zu erzeugen.

Die Bedienung ist so schnörkellos und kurzweilig, dass dem Beat-Bauen nichts im Wege steht – abgesehen davon, dass wir uns noch dedizierte Solo-Buttons für die einzelnen Instrumente und einen Song-Modus für komplexe Pattern-Arrangements wünschen würden.

Obendrein stehen Effekte zur Verfügung, die sich mit dem Tempo synchronisieren lassen und bestens für experimentelle Performances und Recording-Session taugen. Mindestens ebenso willkommen ist uns die Möglichkeit, alle Sounds in digitaler Form auf separaten Spuren an die DAW zu senden, um sie dort aufnehmen und gezielt weiterbearbeiten zu können.

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Akai MPC X - Beste Groovebox für Anspruchsvolle

Akai MPC X

Die beste Groovebox für Anspruchsvolle | 2.199,- Euro

Falls dein Budget deutlich höher als 500 Euro ist und Du eine so richtig professionelle Lösung sucht, haben wir hier was noch eine Zugabe für dich. Die Akai MPC X bietet den gewohnten Workflow eigenständiger MPCs, jetzt aber mit viel größerem Touch-Display, frischer Software (die stetig aktualisiert wird), stark erweiterter Konnektivität, mehr Speicher und und und …

Das Layout ähnelt der MPC Renaissance stark – 4×4 Pads, 16 Endlos-Drehregler, Transportkontrollen & Co. Bei den Pads bekommst Du gewohnt hervorragende Akai-Qualität. Die Drehregler wurden gehörig aufgewertet, denn unter ihnen sitzt je ein OLED-Display, das den zugewiesenen Parameter anzeigt. Das erinnert an fortgeschrittene DAW-Controller, sehr fein!

Der Speicher beträgt ab Werk 16 GB und kann erweitert werden (2,5” SATA, SSD oder HDD). Unter anderem finden sich Cinch-Eingänge für Plattenspieler inkl. Entzerrer-Vorverstärker & Erdungsklemme, acht Einzelausgänge und zwei Kopfhöreranschlüsse. In Sachen MIDI gibt es zwei Ein- und vier Ausgänge. Oh, und es gibt auch acht CV/Gate-Outputs via Miniklinke für modulare Synthesizer.

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Wie funktioniert ein Drum Computer?

Eine Drum Computer (das ist nur ein anderes Wort für Drum Machine) dient vor allem zur Programmierung eines Rhythmus‘ aus mehreren einstellbaren ↓ Sounds. Diese werden dann über die integrierten Anschlüsse für Lautsprecher oder Kopfhörer ausgegeben.

Sounds

Bei einem Drum Computer geht es hauptsächlich um Klänge von Perkussion- und Schlaginstrumenten. Also um solche, die zumindest entfernt an die Trommeln, Becken & Co. eines echten Schlagzeugs bzw. von anderen Rhythmusinstrumenten erinnern. Die Klänge werden entweder synthetisiert (Stichwort: Drum Synthesizer) oder sie basieren auf Samples. Nur mit Letzteren kann eine Drumcomputer wie ein echtes Schlagzeug klingen.

Zum Grundrepertoire gehören Kickdrums bzw. Bassdrums, Snares, Toms, Hi-Hats, Becken (»Cymbals«), Rimshots, Claps und mehr. Mit Knöpfen und Drehreglern formst Du die Klangcharaktere dieser Klänge. Mithilfe von Lautstärkereglern und gegebenenfalls weiteren Bedienelementen für die separaten Instrumente kreierst Du einen stimmigen Mix. Oft gibt es auch Effekte – Verzerrung, Delay (Echo), Recerb (Hall) und mehr.

Sequenzer

In jedem aktuellen Drum Computer ist ein Sequenzer integriert. Damit programmierst Du deinen eigenen Rhythmus. Am besten bedienbar ist das mit mindestens acht eigens dafür vorgesehenen Knöpfen für die Zählzeiten im Takt – im Sequenzer-Kontext werden sie »Steps« genannt. Die grundlegende Funktion eines Steps ist AN (Klang an der entsprechenden Zählzeit spielen) oder AUS.

Fast immer gibt es noch für die Sequenzen eines Drumcomputers noch weitere Einstellmöglichkeiten. Etwa einen Swing-Parameter (teils auch »Groove« oder »Shuffle« genannt). Damit wird der Rhythmus funky – normalerweise wird damit jede zweite Zählzeit verzögert, so dass Synkopen entstehen.

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Lesermeinungen (1)

zu 'Die besten Drum Machines & Grooveboxen bis 500 Euro'

  • Jannis C. Tsitsiklis   09. Mrz 2018   14:11 UhrAntworten

    Hi Leute, das geht in Ordnung Euer Ranking; ich vermisse aber den SPARKLE von " Arturia", der für seinen Preis verdammt viel kann!
    Er ist intuitiv zu bedienen und die Sounds sind amtlich.
    Preis- Leistungsverhältnis ist sagenhaft. Die MPC-X von Akai gefällt mir optisch, ûber steigt mein aktuelles Budget, erinnert von den Soundsamples, die Ihr vorstellt, an einige Kits ausm SPARKLE... nur,der kostet ein Zehntel!!!
    In diesem Sinne
    Cheerz

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