Hörtechnik und Audiologie studieren
Institute for Hearing Technology and Audiology

Hörtechnik und Audiologie studieren

An der Jade Hochschule kannst Du als Bachelor of Engineering Hörtechnik und Audiologie studieren.

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Mach dein Hobby Musik zu einem Beruf mit Zukunft

Das Studium der Hörtechnik und Audiologie bietet dir die Möglichkeit, dein Hobby Musik in eine Profession mit Zukunft und sehr gutem Gehalt als Ingenieur umzuwandeln. Nebenbei lernst Du alles, was Du über das Thema Hören wissen musst.

Historie und Entwicklung

Der Studiengang Hörtechnik und Audiologie wurde im Jahr 2000 als Diplomstudiengang als Kooperation zwischen der Jade Hochschule in Oldenburg und der Universität Oldenburg ins Leben gerufen.

19 % der deutschen Bevölkerung über 14 Jahre sind hörbeeinträchtigt.

Zu dieser Zeit gab es den Hörgeräteakustiker noch nicht als akademischen Grad. Mit dem Studiengang sollte dieser Umstand geändert werden, da dies ein wichtiger Beruf mit Zukunft ist. Hörgeräte sind heutzutage mindestens genauso wichtig und hilfreich wie Brillen auf dem Gebiet der Optik.

Gleichzeitig sollte sich der Studiengang aber nicht nur an Hörgeräteakustiker richten, sondern alle Aspekte des Hörens abdecken und damit sämtliche Interessierte auf diesem Gebiet abholen.

„Gleichzeitig zu lernen, wie digitale Signalverarbeitung, Raumakustik und das menschliche Gehör sich verhalten und zusammenspielen, hat mir als privater Mixing- und Masteringingenieur (z.B. Simon und Jan, Annie Heger, Jorge Louis Pacheco) gezeigt, für welche DAW-Plugins ich wirklich Geld ausgeben sollte.“

– C. Rollwage, Gruppenleiter Fraunhofer IDMT Oldenburg

2005 wurden dann der gleichnamige Bachelor- und Masterstudiengang eingeführt. Diese haben den Diplomstudiengang mittlerweile abgelöst. Der Bachelorstudiengang findet komplett an der Jade Hochschule statt, der konsekutive Masterstudiengang an der Universität Oldenburg. Beide Institute arbeiten weiterhin eng miteinander zusammen.

Der Studiengang hat im Laufe seines Bestehens den Übergang von analogen zu digitalen Technologien mitverfolgt. Mehrere Studierende haben renommierte Preise gewonnen. Das Institut ist sehr drittmittelstark, was viele spannende Forschungsprojekte ermöglicht. Dadurch ist es auch möglich, dass die Forschung immer am Puls der Zeit geschehen kann.

Hörtechnik und Audiologie studieren

Im eigenen reflexionsarmen Raum können Reflexionen von Mikrofonen und Hörgeräten ab 150 Hz gemessen werden.

Studiengang Hörtechnik und Audiologie (B.Eng.)

Der Studiengang Hörtechnik und Audiologie (B.Eng.) beschäftigt sich mit dem Hören in all seinen Facetten. Der Studiengang könnte genau das Richtige für dich sein, wenn Du

  • dich fürs Hören interessierst,
  • den Wunsch hast, Musik und Technik zu verbinden,
  • mehr über Akustik und Elektroakustik erfahren möchtest,
  • die medizintechnische Seite des Hörens kennenlernen möchtest,
  • dich wissenschaftlich im Bereich der Hörakustik weiterbilden willst
  • oder denen helfen möchtest, die leider nicht so gut hören können.

Es handelt sich um ein spezielles Ingenieursfach, das mit der vertieften wissenschaftlichen Ausbildung für den Bereich Hören deutschlandweit nur in Oldenburg angeboten wird. Dadurch, dass es ein staatlicher Studiengang ist, fallen keine zusätzlichen Studiengebühren an.

Die allgemeinen Verwaltungskosten lassen sich mit Hilfe von BAföG finanzieren. Da es sich bei dem anschließenden Masterstudiengang an der Universität Oldenburg um einen konsekutiven Master handelt, musst Du kein neues BAföG beantragen, wenn Du direkt nach dem Bachelor weiterstudierst.

„Der sehr vielfältige und facettenreiche Studiengang Hörtechnik und Audiologie hat perfekt zu meinen ebenso vielseitigen Interessen im
Bereich Audio gepasst. Die Kurse für Signalverarbeitung, digitale Audioeffekte und Informatik haben mir die nötigen Grundlagen vermittelt, um heute erfolgreich als Ingenieur und Softwareentwickler in der Audio Software Branche tätig zu sein.“

Sven Wilksen, AIR Music

Als Student der Hörtechnik und Audiologie lernst Du alle alle Nuancen des Hörens kennen. Dies erstreckt sich vom Aufbau des Gehörs bis zur Wirkung des Schalls auf die menschliche Wahrnehmung.

Es besteht auch die Möglichkeit, während des Studiums an Austauschprogrammen teilzunehmen.

Der Studiengang Hörtechnik und Audiologie (B.Eng.) ist in seiner Form deutschlandweit einzigartig.

Pro Semester studieren etwa 30 bis 50 Studenten im Studiengang. Der Frauen- und Männeranteil ist dabei sehr ausgewogen. Diese kleine Gruppengröße ermöglicht Zeit für Übungen und Fragen in den Veranstaltungen und steht im Gegensatz zu anonymen Massenstudiengängen.

Aufbau des Studiums

Der Studiengang Hörtechnik und Audiologie (B.Eng.) erstreckt sich über sieben Semester. In den ersten beiden Semestern werden technische und mathematische Grundlagen vermittelt. Weiterhin nimmst Du an medizinischen Veranstaltungen teil und lernst die Grundlagen der Informatik.

Hörtechnik und Audiologie studieren

Im Studiengang Hörtechnik und Audiologie (B.Eng.) steht unter anderem auch ein Wellenfeldsystemraum mit 400 Lautsprechern zur Verfügung.

In den Semestern drei bis fünf erfährst Du dann eine zunehmend fachspezifische Ausbildung mit den Schwerpunkten:

  • Akustik
  • Audiologie
  • Hörtechnik
  • Psychoakustik
  • und Signalverarbeitung.

Ab dem vierten Semester kannst Du durch Basis- und Vertiefungs-Wahlpflichtmodule deinen eigenen Schwerpunkt im Studium setzen.

Praktika, Projekte, Auslandssemester und Exkursionen

Während des Studiums gibt es immer wieder Praktikumsmodule, in denen praxisnahe Projekte verfolgt werden. Dazu gehörten bisher unter anderem das Erproben des Kemper Profiling Amps oder das Erforschen von Kopfhörern mit Active Noise Cancelling.

Diese Projekte können auch über das Studium hinaus fortgesetzt werden. So nehmen aktuell beispielsweise zwei Absolventen in Zusammenarbeit mit ihrem Dozenten an der nächsten KVR-Challenge mit ihrem selbst entwickeltem Filter Plug-In teil.

Für mich war das Studium der Hörtechnik + Audiologie aus heutiger Sicht eine Entscheidung, die ich nie bereut habe. Als Recording Engineer habe ich dadurch einen Ingenieursabschluss erworben, der es mir jetzt erlaubt, neben meiner Arbeit am Pult viele technische Herausforderungen selbst zu meistern – z.B. meine eigenen Studiomonitore und Mikrofone zu entwickeln oder einen Reparaturservice für Audiogeräte anzubieten. Das Studium bietet eine tolle Balance aus Engineering, Wissenschaft und Kreativität und ist durch seine Praxisnähe extrem „real world“ tauglich. Auch der Kontakt zu vielen Alumni, die weltweit in vielen Zweigen der Audiobranche tätig sind, ist bis heute ein willkommener Vorteil!

Alexander Pojda, Recording Engineer Holodeckstudio

Das sechste Semester im Studium der Hörtechnik und Audiologie ist ein Wahlsemester. Hier besteht die Möglichkeit, für ein Semester im Ausland zu studieren. Passende Studiengänge gibt es beispielsweise in South Hampton, Göteburg, Finnland oder Norwegen.

Hörtechnik und Audiologie studieren

Dank einer kleinen Gruppengröße von max. 50 Studieren, ist es sehr angenehm Hörtechnik und Audiologie zu studieren.

Ergänzt wird das Studium der Hörtechnik und Audiologie (B.Eng.) durch regelmäßig stattfindende Exkursionen, die bisher unter anderem nach Kopenhagen, Amsterdam und Berlin geführt haben.

Das siebte Semester besteht dann aus einer Praxisphase in einem Unternehmen oder einer wissenschaftlichen Einrichtung mit anschließender, sich darauf beziehender Bachelorarbeit.

Fun Fact

Michael Brammann, der bereits zwei Grammys für klassische Aufnahmen gewonnen hat, gibt im Studiengang Hörtechnik und Audiologie (B.Eng.) Studiotechnikkurse.

Präsenzstudium

Bei dem Studium handelt es sich um ein Präsenzstudium. Dies kann aktuell aus bekannten Gründen nicht umgesetzt werden, weshalb die Kurse derzeit online stattfinden.

Institute for Hearing Technology and Audiology

Das Institute for Hearing Technology and Audiology (IHA) in Oldenburg.

Falls möglich, soll für das kommende Wintersemester den Erstsemestern ein Präsenzstudium angeboten werden. Dies soll das Kennenlernen vereinfachen und den Studiencharakter bestärken. Generell wird auch wieder, sobald möglich, eine allgemeine Rückkehr zur Präsenz angestrebt.

Voraussetzungen

Um den Studiengang studieren zu können, benötigst du eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Diese stellt beispielsweise das Abitur oder Fachabitur dar. Der Studiengang ist zulassungsfrei. Du musst allerdings bis zum Ende des vierten Semesters ein Vorpraktikum abgeschlossen haben und nachweisen können.

Technische Ausstattung

Das Institut verfügt über alle technisch relevanten Geräte und Räumlichkeiten. Dazu gehören unter anderem ein reflexionsarmer Raum, ein Wellenfeldsystemraum mit 400 Lautsprechern, Hörkabinen für Hörgeräte, eine Elektrotechnikwerkstatt und ein eigenes Tonstudio.

Das Tonstudio können Studierende auch privat nutzen, um zum Beispiel unter professioneller Anleitung eigene Songs zu produzieren. Dafür musst Du nichts zusätzlich bezahlen. Gelehrt wird hauptsächlich mit Pro Tools. Es stehen aber auch alle weiteren relevanten DAW-Softwares zur Verfügung.

Nach dem Studium steht dir die Welt offen

Nach dem Studium hast Du die Möglichkeit z. B.

  • Als Ingenieur bundes- und europaweit neue Technologien zu entwickeln.
  • In der Audiologie in Kliniken und Firmen zu arbeiten.
  • Im konsekutiven Master-Studiengang Hörtechnik und Audiologie (M.Sc.) an der Universität Oldenburg eine wissenschaftliche Karriere fortzuführen.
  • Ein Masterstudium in bachelornahen Studiengängen in Berlin oder Kopenhagen aufzunehmen.

Ungefähr 60% aller Bacheloranden machen einen anschließenden Master.

Musik machen, aufnehmen, mischen und alles, was dazu gehört war und ist für mich mein Interesse Nr.1. Während und nach dem Studium der Hörtechnik und Audiologie habe ich mich auf die Audiosignalverarbeitung spezialisiert – und das war eine super Wahl! Derzeit entwickele ich Mikrofone, die Tausende von Menschen nutzen werden. Natürlich lerne ich Implementierungsdetails erst im Berufsalltag, das (wissenschaftliche) Fundament ist aber das Wissen aus dem Studium. Und da kann ich das Studium der Hörtechnik und Audiologie wärmstens empfehlen.“

E. Rasumow, tätig für Sennheiser (professional division)

Übernahmechancen bei nahezu 100%

Die Übernahmechancen nach dem Studium liegen bei nahezu 100%. Nach dem Abschluss ist man ein vollwertiger Ingenieur. Mögliche Arbeitgeber sind:

  • Audiofirmen (z.B. Sennheiser, Beyerdynamic, A.I.R Music, UJAM oder Cube-Tec International)
  • Akustikindustrie (z.B. Deutsche Bahn, TÜV Nord Hamburg oder PTB)
  • Hörgeräte, Implantate, Medizintechnik (z.B. Audio Service, Oticon, Phonak)
  • Unterhaltungsbereich (z.B. Hohner, MDR oder Studio Oldenburg)
  • Autoindustrie (z.B. BMW, Volkswagen)
  • Forschung (z.B. Fraunhofer)

Es kommt auch immer wieder vor, dass Profimusiker Hörtechnik und Audiologie (B.Eng.) studieren. Diese landen dann in der Forschung oder Industrie, da man hier sicherer Geld verdienen kann und Musik nebenher weitermachen kann.

Ergänzende Infos zum Studiengang findest Du auf der Webseite:
Institute for Hearing Technology and Audiology »

Hast Du jetzt Lust bekommen, Hörtechnik und Audiologie (B.Eng.) am Institute for Hearing Technology and Audiology (IHA) der Jade Hochschule Oldenburg zu studieren? Dann hast Du bis zum 15.09. Zeit dich für das Wintersemester einzuschreiben.