EQ Video: Equalizer Sweeping erklärt

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Equalizer Sweeping Tutorial

Equalizer Sweeping Tutorial

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Video Equalizer Tipps und Tricks: EQ Sweeping erklärt

Es muss angemerkt werden, dass ich in diesem Video Workshop „Equalizer Tipps und Tricks“ nur noch sehr rudimentär auf die Grundlagen des Effekts Equalizer eingehe. Wer sich mit all den unterschiedlichen Typen von Equalizern und deren Parametern auseinandersetzen möchte (oder muss), kann dies in unserem Equalizer Tutorial machen. Nach der Lektüre desselben sollte keine Frage zu diesem Effekt mehr offen geblieben sein.

Anhand des Beispiels einer Bassspur in Cubase 5 erkläre ich dir, wie das Equalizer Sweeping funktioniert und was Du dabei beachten musst. Dieser Trick gehört zu den elementaren Handgriffen beim Abmischen oder Mastering von Songs. Mit etwas Übung kannst Du schon in kürzester Zeit bessere Ergebnisse beim Equalizing von Instrumenten erreichen und damit die Klangqualität deiner Produktionen erheblich steigern.

Der in diesem Video erklärte Trick funktioniert natürlich nicht nur in dem hier gezeigten Cubase 5 und seinem StudioEQ, sondern analog dazu in jedem anderen Sequencer mit jeglichem parametrischen Equalizer. Es ist auch kein Effektplugin oder Effektgerät notwendig, das eine grafische Darstellung der gemachten Bearbeitungen bietet. Die grafische Darstellung dient nur dem einfacheren Verständnis durch Visualisierung. Ganz im Gegenteil bietet es sich in der Praxis der Musikproduktion an, das Sweeping ohne Visualisierung durchzuführen. Oftmals lenkt diese von der Konzentration auf das Gehörte ab und bewirkt dadurch schlechtere Ergebnisse.

 

Equalizer Tutorial: EQ Sweeping, Tipps & Tricks

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Lesermeinungen (2)

zu 'EQ Video: Equalizer Sweeping erklärt'

  • Dieter   18. Okt 2009   18:29 UhrAntworten

    danke sehr feine sache! weiter so! :)

  • nevi   18. Okt 2009   20:33 UhrAntworten

    kleiner Tipp zum Finden von Gain und Q:

    Es ist schon richtig - wie im Video zu sehen - den Q zunächst enger zu stellen und dann abzusenken.

    Ich nehme dann den Gain komplett runter, mache also einen brutalen Cut. Um die Frequenz nochmal ins Ohr zu rufen, wechsel ich kurz auf eine etwas stärkere Anhebung und wieder zurück auf den radikalen Cut.

    Danach "fahre" ich die Frequenz langsam rein, bis zu einem Punkt, wo sie so eben noch nicht störend wirkt bzw. rauszuhören ist. Hierbei ist noch zu bemerken, dass es einen Unterschied im Ergebnis machen kann, ob ich bereits in einen Mix reinmische oder mich nur mit dieser einzelnen Spur beschäftige. Das aber nur am Rande.

    Jedenfalls hab ich dann eine Einstellung gefunden, von der aus ich anfangen kann, den Q zu regeln. Dazu stelle ich den Q ganz niedrig (breit) und sweepe (ähnlich wie mit der Technik, um die Frequenz zu finden) durch bis zu einem hohen bzw. schmalen Q, wo mir eindeutig zu starke Nebenfrequenzen vertreten sind. Danach sweepe ich zurück bis zu einem Q, wo sich der Klang zu ausgedünnt oder leblos anhört. Der gesuchte Q liegt also irgendwo zwischen diesen beiden Extremen.

    Den genauen Q finde ich, indem ich den Q von einer breiten Einstellung aus langsam reinfahre, bis zu dem Umkehrpunkt, ab der mir der Sound zu matschig oder zu unpräzise wird. Dann regel ich etwas zurück und gut ist.

    Wer nochmehr ins Detail gehen möchte, dem kann ich empfehlen, den Gain auch mit nachzuregeln und abwechselnd Gain und Q einzustellen. Hierbei gilt folgendes:

    - Gain wird stärker geregelt -> Q enger stellen:
    Dadurch lässt Du mehr Nebenfrequenzen drin und die Bearbeitung zielt stärker bzw. genauer auf die eingestellte Frequenz. Eignet sich für den Fall, dass Du das Gefühl hast, die Resonanz dieser Frequenz ist noch zu stark vertreten aber Du könntest nicht weiter absenken oder den Q verbreitern.

    - Q wird breiter geregelt -> Gain schwächer stellen:
    Hierdurch filterst Du nicht so viel von der Ziel-Frequenz aus und cuttest im Endeffekt mehr vom Spektrum daneben. Insbesondere wenn Du meinst, dass noch etwas um die Frequenz rum stört oder matscht, Du jedoch meinst nicht weiter absenken zu können, dann probier diesen Handgriff.

    Als abschließende Maßnahme den Gain neu von unten reinfahren und zuletzt den Q vom breiten ins schmale reinfahren nach der zuvor beschriebenen Methode.

    Euch allen einen schönen Sonntag :)

    nevi

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