Stimme aufnehmen: Recording Tutorial Gesang aufnehmen

Tutorial Stimme aufnehmen im Tonstudio

Häufig erreichen uns in der Redaktion Anfragen, wie sich die gemachten Aufnahmen beim Abmischen eines Songs noch verfeinern ließen. Nicht selten geht es hierbei um die Vocals, die einfach nicht so recht wie die der großen Vorbilder klingen wollen. In fast allen Fällen liegt des Pudels Kern jedoch wesentlich tiefer als beim Mixing: Die Fehler passieren bereits beim Stimme aufnehmen.

Was die wenigsten dabei realisieren: Eine falsche Positionierung des Mikrofons beim Gesang aufnehmen kann das gesamte Recording so prägen, dass sich die Konsequenzen nicht mehr nachträglich zufriedenstellend bereinigen lassen.

Und genau hier greift unser Tutorial Stimme aufnehmen die Grundlagen auf und erklärt dir, wie Du in deinem eigenen Homerecording-Studio beim Sprache oder Gesang aufnehmen vorgehen kannst. In einfachen Worten wirst Du auf prägnante Weise durch die wichtigen Schritte geführt.

 

Video: Stimme aufnehmen/Gesang aufnehmen

Das hier ist ein schneller Mix des Songs mit den Aufnahmen vom Miktek CV4, das in den Höhen etwas seidiger auflöst.

Stimme aufnehmen Sprache aufnehmen Gesang aufnehmen

Stimme aufnehmen Sprache aufnehmen Gesang aufnehmen

 

Tutorial Gesang/Rap abmischen

 

Details zum Video Sprache, Stimme, Gesang aufnehmen

Damit die Grundlagen zum Stimme aufnehmen einfach zu verdauen sind, haben wir die ganze Prozedur in drei Schritte aufgeteilt. Erfahre mehr darüber,

  • wie Du das Mikrofon auswählst (Röhre oder nicht),
  • wo im Raum die Aufnahmen am besten gemacht werden und
  • wie das Mikrofon zum Sänger oder Sprecher gerichtet wird.

Die kompletten Informationen gibt es natürlich im Video selbst. Die verwendeten Mikrofone waren das Miktek CV4 (Röhre) sowie das Miktek C7, die uns freundlicherweise vom deutschen Vertrieb Sound Service zur Verfügung gestellt wurden. Vielen Dank auch an Isabelle Fichtner, die diesen Song für uns eingesungen hat.

Lesermeinungen (21)

zu 'Stimme aufnehmen: Recording Tutorial Gesang aufnehmen'

  • Daniel F.S.
    19. Feb 2013 | 18:11 Uhr Antworten

    Schöne Stimme und schöner Track.
    Kann es sein das die Stimme nicht Syncon mit dem Bild läuft ??

  • Franz – Hermann Schmidt
    20. Feb 2013 | 08:51 Uhr Antworten

    Ja guten Morgen

    Vocals aufnehmen ist sicherlich ein Thema, welches viele Fragen entstehen lässt.

    Ich halte mich immer ein wenig bedeckt bei diesen im vorne herein definierten Aufnahme Ketten.
    Das ist gewiss auch nicht so gemeint, dass man dieses so tun muss.
    Bei mir und auch auch wenn ich andere Sänger aufnehme gibt es nur den kürzesten Weg in den PC ohne Zwischenstationen.
    Im Höchst Fall einen leichten Reverb auf ausdrücklichen Wunsch.

    Ich will doch die Natürlichkeit der Stimme einfangen mit den ihr eigenen Facetten. Das kann ich doch nicht schon im vorne herein bekämpfen mit einer Kette von Plugs.
    Und den Raum, damit sich die Vocals schön vordergründig einbetten, schaff ich durch Freiräume im Freqenzbreich.

    Ausserdem kann man dann noch mit Automatisierungs Kurven und Ducking Methode ein durchsetzen der Vocals erreichen.

    Das ganze Brimborium EQ, Comp, Multi, DeEsser und und und, sind doch alles nur Hilfsmittel und wenn es nicht anders geht, sind diese äußerst sparsam einzusetzen.

    Meine Erfahrungen sind hier sicherlich nicht das non plus ultra und auch nichts Neues. Aber hört mal wie schön eine Amsel singt, ganz ohne Compressor und so weiter.
    Vielleicht liegt es daran, dass sie von der Natur gegeben auch gut singen kann.

    Franz – Hermann Schmidt

  • Gast
    20. Feb 2013 | 17:56 Uhr Antworten

    @Franz: das siehe ich etwas anders wie Du. Das Ziel einer Vocalaufnahme sollte es glaube ich immer sein, das beste Signal aufzunehmen was man auch bekommen kann. Und da die menschliche Stimme den gesamten Frequenzbereich 20Hz – 22KHz abdeckt und natürlich dynamisch ist, sind Hilfswerkzeuge wie Micscreens, Popschutz, De-Esser, Limiter notwendig. Und um das Optimum an Durchsetzungskraft und Transparenz aus dem Signal herauskitzeln zu können ist der Einsatz des EQ´s und des Kompressors notwendig. Und der kürzester Weg ohne Zwischenstationen bedeutet auch, dass das Signal nach der Aufnahme quasi “gefixt” werden muss. Wo aber keine Frequenzen aufgezeichnet wurden, können auch keine dazugezaubert und gefixt werden. Das Signal klingt nach der Bearbeitung mit diversen Plugin´s zwar anders aber nicht unbedingt besser.

    Um die Stimme im Mix zu positionieren und sie mit dem Mix zusammen zu kleben, kommst Du um den Einsatz von Effekten wie Delay, Hall nicht herum. Und Hall oder Delay schon in der Recordingkette zu verwenden ist auch nicht unbedingt gut. Hall dazu geben kannst Du mit jedem Plugin. Hall entfernen geht nicht oder nur durch cutten oder gate´n der Hall-Fahnen, was sehr häufig mit Artefakten im Signal verbunden ist. Somit bekommst Du sehr häufig Probleme bei der richtigen Position im Mix wenn Hall schon mit aufgenommen wurde. Es gibt für mich nur ein Argument was dafür sprechen würde. Das wären hochklassige Analoggeräte die einen eigenen Charakter haben und die nicht durch VST zu ersetzen sind.

    @Carlos: Wer ist denn der Arrangeur des Songs? Melodisch ist er sehr schön aber auf die technische Umsetzung möchte ich jetzt nicht näher eingehen ;) Natürlich steht der Song nur im Hintergrund und Ziel des Tutorial ist es die Recording-Basics zu zeigen. Da ihr aber eine aufstrebende Webseite seid, die sich mit Musikproduktion befast, hätte ich hier etwas mehr erwartet was den Klang betrifft.

    Gruß

  • Gast
    20. Feb 2013 | 18:01 Uhr Antworten

    PS: ich hätte hier im Video evtl. noch die Funktion eines Preamps erklärt und den Unterschied mit und ohne aufgezeigt. Viele Sänger wissen auch nicht was der Unterschied zwischen einem Preamp und einem Audiointerface ist. Hätte sich hier angeboten und auch gepasst glaube ich.

  • Franz – Hermann Schmidt
    20. Feb 2013 | 19:05 Uhr Antworten

    Ja Hallo Herr Gast

    Ist ja auch voll in Ordnung, wenn Du das anders siehst.

    Nur fischst Du ein wenig im Trüben. Natürlich nehme ich den Reverb nicht mit auf, sondern der erscheint nur im Monitoring.
    Das kann man mit fast jedem Audiointerface bewerkstelligen.

    Alles was unter 40 Hz Herz geht kannst Du ganz getrost vernachlässigen, ebenfalls frage ich mich was Du im 22Khz Bereich noch hörst ? Da kannst Du ja fast schon Fledermäuse mit verscheuchen.

    Und ich klebe die vocals auch nicht mit dem Mix zusammen, sondern bette sie ein. An einer guten Stimme brauchst Du nicht kitzeln, und an einer nicht so guten auch nicht.
    Der Gesang wird trocken aufgenommen und dann kann man immer noch Hand anlegen.

    Franz

  • Peter
    23. Feb 2013 | 04:59 Uhr Antworten

    Der bei tontechnischen Tutorials immer wiederkehrende Satz man solle doch alles ausprobieren ist läßt meine Federn sträuben. Da ist ja das Problem – wenn wir alles ausprobieren sollen, brauchen wir keine Tutorials. “Nimm das, was am besten paßt”, “schau wos am besten klingt”. Das sind Anweisungen die in der Sendung mit der Maus vielleicht ihre Berechtigung haben, da Kinder sich zuviel von den Älteren sagen lassen, eine Anweisung zum selbständig Denken lernen. Know-how heißt Wissen WIE und nicht nur Wissen daß, deshalb Wunsch: Ein wenig Begründung könnte diesen jugendlich gehaltenen Tutorials nicht schaden – WARUM z.B. ein Mikro geneigt besser klingt, dann könnte man auch das übergeordnete Prinzip verstehen.

    • Carlos San Segundo (delamar)
      23. Feb 2013 | 10:45 Uhr Antworten

      Im Tutorial wird übrigens gesagt, warum das Mikrofon beim Stimme aufnehmen geneigt wird. Schau noch mal rein :)

      • anderer Gast ;)
        23. Feb 2013 | 12:11 Uhr

        Naja – weil es besser klingt – ist halt etwas dürftig da gebe ich dem Peter schon recht.

        Was mich aber auch einmal interessieren würde ist: Wie mache ich denn aus einer richtig schlechten Stimme (nicht Aufnahme) noch was brauchbares, am besten mit einem Beispiel. Ihr habt natürlich immer die super Sänger bzw. Sängerinnen – aber wer hat denn da schon die Möglichkeit? Der Wohnzimmerschrauber der die Tutorials am nötigsten braucht sicher nicht. Ich bin auch manchmal schwer überrascht wenn man manche Sänger live hört wie schlecht diese sind. Im Studio aber brauchbare Stimmen haben. Da muß es doch noch ein wenig mehr geben.

      • Carlos San Segundo (delamar)
        23. Feb 2013 | 17:05 Uhr

        Wir haben noch so einige weiterführende Artikel rund um das Aufnehmen von Stimmen, die alles etwas vertiefen.
        Was aus der Aufnahme gemacht werden kann, erfährst Du unter anderem in dem verlinkten Artikel unterhalb des Videos.

  • Ecki
    23. Feb 2013 | 11:22 Uhr Antworten

    Super Video!
    Echt klasse, dass ihr so viele Informationen für uns zusammenstellt!

  • Mikeel
    23. Feb 2013 | 17:02 Uhr Antworten

    @anderer gast
    wenn du nicht zufrieden bist, kannst du doch einfach dein geld zurückverlangen

  • Frank
    04. Mrz 2013 | 15:03 Uhr Antworten

    Vielen, vielen Dank zu diesem Thema!
    Da ich eh gerade am suchen bin, hat mir dieses Tutorial sehr sehr geholfen!
    Danke !
    Wie immer Spitze von seiten Delamar!!
    BG Frank
    alias Uncommerce

    • Felix Baarß (delamar)
      05. Mrz 2013 | 16:00 Uhr Antworten

      Vielen Dank, Frank. :)

  • Gast
    25. Mrz 2013 | 09:45 Uhr Antworten

    Mir fehlen auch ein wenig die konkreten Begründungen.

    Das einzige, was ich mir für die Praxis mitnehme aus dem Video, ist der Abstand zum Mikro, der Abstand des Popp-Killers zum Mikro und die Möglichkeit, Backing Vocals so aufzunehmen, dass man ein wenig vom Mikro zurücktritt und die Raumtiefe mehr nutzt.

    Das sind auch gute Tipps, finde ich. Aber mit der Aussage “positionier Dich da, wo es besser klingt” oder “das Mikrofon wirkt geneigt, weil es besser klingt”, kann ich wenig anfangen, außer es auszuprobieren, ohne das Prinzip zu verstehen. Da wären Erläuterungen hilfreich gewesen.

  • Kartono
    25. Apr 2013 | 22:05 Uhr Antworten

    Was haltet ihr denn davon: Tutorial mit Aufnahmen von diversen Sängern? Eher etwas dokumentarischer als nur demonstrativ. Dieses Vorher/Nachher herauskristallisieren. Zuschauen wie solch eine Session ablaufen kann.Ich stöber mir hier im Internet die Finger wund und muss jedesmal festellen das es immer nur um die Grundlagen geht. Wollen die mir was vorenthalten? Oder wissen die einfach nicht mehr? Diese Grundlagen habe ich schon x-mal gelesen und gesehen. Wo ist denn die Studioarbeit? das kann doch nicht schon alles gewesen sein.das ist doch hier eine Recording-Webseite,oder etwa nicht?

  • Lokalhorst
    08. Mai 2013 | 23:49 Uhr Antworten

    Praxisnahe Tipps sind für die Meisten eigentlich immer mit der Frage “Was kostet das” verbunden. Der Anfänger tendiert dazu zu glauben, dass prinzipiell gilt, je teuerer, desto besser, denn warum sollte wohl sonst jemand 4000 Euro z.B. für ein Neumann Mikrofon ausgeben.

    Tatsächlich bekommt man auch für 300 Euro ein brauchbares Mikro, und mit brauchbar meine ich nicht nur das Hobby-Demo oder so. Den wirklichen Unterschied zwischen Budget und Superprofi-Mikrofon hört man nur, wenn alle Komponenten (Vorverstärker, Raum, etc.) aufeinander abgestimmt, bzw. in einer ähnlichen Preisklasse liegen. Nicht zu verkennen: ein/e wirklich guter Sänger/in hört sich auch mit billigem Equipment gut an. Meist kann der Anfänger gar nicht unterscheiden welche Faktoren (Equipment, Gesangskünste, Erfahrung, Tontechnik) eigentlich der Hauptgrund sind warum’s nicht so klingt wie man will.

    In der Profiklasse gilt: hier findet man für’s (viele) Geld meist gute Allrounder so dass meist fast jede Stimme passt. Im Budget-Bereich ist die Streuung viel ausgeprägter, so dass auf dem einen Mikro alles schrottig klingt und auf dem anderen alles viel besser. Hat man aber einmal das passende Mikro gefunden, kann man auch im Budget-Bereich Recordings machen die auch profitauglich wären. Wer keinen großen Raum hat, kann sich auch eine Gesangs-Box bauen (Tipp: Wände nicht parallel um Resonanzen zu vermeiden ). Der Vorverstärker ist sehr wichtig. Meiner Erfahrung nach geht da unter 400 Euro gar nix. Besser ist auch einen dafür spezialisierten Vorverstärker extern an die DAW (wenn’s geht, digital) anzuschließen anstatt den im Soundinterface verbauten (Daher beim Soundinterface darauf achten, dass man den dort verbauten Vorverstärker umgehen kann).

    Last but not least: Das richtige EQ-ing eines Vocal-Recordings ist ebenso wichtig wie das Equipment. Wer aus Platzgründen keine Raumakustik hat, kann dies leicht nachträglich mit Convolution-Plugins wettmachen.

    Fazit: Im Budget-Bereich kommt man/frau ab 700 Euro eine brauchbare Einheit aus Mikrofon und Vorverstärker. Damit’s dann wirklich so schön klingt und alles scheinbar so easy ist, wie in dem Video oben, ist einiges an Erfahrung, Übung und Geduld möglich, aber es geht, garantiert!

  • Carl
    06. Jun 2013 | 13:58 Uhr Antworten

    Hi Leuts,
    bei manchem Kommentar hier überkommt mich das Gefühl dem ein oder andere wären zwar die Termini dieser komplexen Arbeit vertraut, die Grundlegenden Gedankengänge aber nicht…
    … so fordert man dann in einem derartigen Tutorial z.B. exakte und zugleich pauschale Werte.
    Fakt ist derartige Werte kann es gesunder Logik nach nicht geben, wie im Video angesprochen passt nicht zu jedem Sänger/Sprecher jedes Mikro, nicht jede Positionierung etc. etc. etc. desweiteren ist es sogar so, dass beim selben Sänger/Sprecher bei zwei unterschiedlichen Projekten unterschiedlich Mikros sowie unterschiedliche Positionierung sinnvoll sind.
    Oder ganz trivial: Klar könnte man fixe Daten angeben, die würden dann in einem von 100 Fällen zielführend sein….nicht mehr…eher weniger…100 ist aber ne schöne Zahl.
    Spaß bei Seite. Fazit ist unweigerlich, dass wer Musik machen möchte nicht aufhören kann/darf/sollte zu hören, vielleicht allein schon deshalb um im künstlerischen Sinne neue Wege, losgelöst von alten Maßstäben, zu gehen.
    Wenn man also sagt probier aus wo du das beste Ergebnis erzielst ist also das einzig richtige.

    Abgesehen davon zeigt das Tutorial gerade für den Anfänger wichtige Thematik auf, wie z.B. die Tatsache das Mikro eben nicht gleich Mikro ist, zumal der Herr aus besagtem Video ja durchaus einige Tipps resultierend aus seiner eigenen Arbeit beistuert:
    Mitte des Raumes
    Nahbesprechungseffekt
    Aufnahme von Backingvocals… um nur ein paar zu nennen.

    Wer gerne auf höherer Ebene diese Themen begehen möchte um beispielsweise zu erfahren welche akustischen Vorteile die Mitte des Raumes im Vergleich zu einer Ecke hat, der ist bei einem einfach Tutorial ohnehin nicht richtig aufgehoben.

    Aber genug gemeckert.

    Ich hätte mich definitiv vor einigen Jahren über ein solches Video gefreut!

    In diesem Sinne vielen lieben Dank für das Video und für eure Seite…hat mir schon häufiger geholfen, gerade dann wenn es darum ging Dinge die ich seit Ewigkeiten aus der Gewohnheit heraus mache zu überdenken und verbessern

    beste Grüße

  • Mex
    12. Jul 2013 | 19:35 Uhr Antworten

    Ich kann dem User “Carl” im wesentlichen bei der Anführung seiner Argumente nur beipflichten.

    In erster Linie handelt es sich hier um ein Tutorial (das eigentlich mehr Editorial ist) und nicht um einen Workshop. Zudem wendet man sich hier an Einsteiger bis Semi-Pro`s und nicht an Profis. Ein Profi-Workshop würde hier auch den Rahmen sprengen, ganz zu schweigen davon, das ein solcher Workshop auch nur für die Wenigsten praxisgerecht umzusetzen wäre.

    Sicherlich sind einige Kriterien der Hr. Hess im Video recht dürftig erläutert und da wünscht man sich etwas ausführlichere Informationen nach dem “wieso,weshalb,warum”… insbesondere zumindest zu audiotechnischen Anliegen.

    Wie hier schon erwähnt wurde, sind viele Faktoren aber auch so speziell, das man insofern keine expliziten Angaben machen könnte und nach Patentrezepten verfahren, weswegen viele Tipps keine Lösungsmöglichkeiten sein können, sondern immer nur Vorschläge… und so sollten Tipps in Tutorials auch betrachtet werden… als Vorschläge und keineswegs als Formel X für Faktor Y !

    Betrachten wir das doch einmal aus Sicht des Profis und die somit wichtigste Frage:”Welches Mikrofon und warum dieses oder jenes ?”
    Die sich stellende Grundsatzfrage richtet sich nämlich gar nicht in 1.Linie nach dem Mikrofon und dessen Eigenschaften, sondern an die Eigenschaften der Stimme des Sängers… ist es eine sehr voluminöse oder eher dünne Stimme, ist sie kräftig oder eher zart, will ich intimen Nahbesprechungseffekt und/oder flexibel auf Grund lauthals kräftigen Passagen abwägen, wie setzt der Sänger seine Stimme ein und welcher Vocalsound inkl. räumliche Akustik ist überhaupt der angestrebte für das Musikstück ?
    Erst dann kommen Überlegungen, das die technischen Eigenschaften dieses oder jenes Mikrofons gar nicht erst zum Sänger passen… und und und.

    Wer mehrere Mikrofone für die verschiedensten Situationen und Begebenheiten parat hat, wird also solche Kriterien unter professioneller Sichtweise auch irgendwie praxisnah ummünzen können… und selbst dann sind jene Tipps auch nur pauschal zu betrachten und nicht explizit auf “dieses” oder “jenus” anzuwenden.

    Es bleibt daher auch nichts anderes übrig, sich mit SEINEM Equipment zu vertiefen und sich auch mehr mit SEINER Technik besser vertaut zu machen und SEINE technischen Möglichkeiten zu kennen und daher stets zu experimentieren (im Sinne von Lösungen zu finden und Kompromisse zu akzeptieren) und bitte damit aufhören danach zu fragen, welchen Knopf man nur drücken brauch, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen… denn einen solchen Knopf hat es nie und wird auch auch nie geben. Musik ist und bleibt immer irgendwo eine Findungssuche und aber vor allem ein Handwerk… und es ist kein Handwerk nach dem Motto “malen nach Zahlen !”

    Insofern wären informative Tutorials und Workshops immer wünschenswert, aber nie markierte ein “X” auf einer Karte irgendwo ein Schatz… heißt, es gibt auch keine Patentlösungen im Sinne von Workshops und sind letztlich immer als Vorschläge und Möglichkeiten zu betrachten…nicht aber als ultimative Antwort aller Fragen.

    In diesem Sinne sei euch kreatives Schaffen und beste Grüße gewünscht.

  • kutte
    03. Sep 2013 | 10:40 Uhr Antworten

    Erstmal vorne weg: Ich finde diese Seite schon sehr hilfreich. Grade für den Amateurbereich und dieser wird doch hier wohl hauptsächlich angesprochen. Alle notwendigen Grundlagen kann man sich hier erlesen oder ansehen.
    Ich mache mein ganzes Leben lang Musik, alleine und in Bands aber stets neben dem Beruf, der gar nichts mit Musik zu tun hat. Natürlich habe ich in diesen vielen Jahren (bin jetzt 62 und glücklicherweise in der Altersteilzeit) immer wiedere Aufnahmen gemacht. Zu Hause aber war auch schon des öfteren im Studio. In den letzten sechs Jahren habe ich zu Hause aufgerüstet, Tochter ausgezogen Zimmer für mich frei.
    Viele Tipps von dieser Seite haben mir wirklich geholfen aber natürlich liest man das nicht und dann ist alles schön. Es gibt eben auch nicht die Einstellung für alles. Wenn ich heute die Aufnahmen höre die ich vor sechs Jahren gemacht habe zieht es mir die Schuhe aus und zwar vom MIX her. Meine technischen Möglichkeiten haben sich kaum geändert aber der Umgang mit diesen. Genau die Einbettung des Gesangs im Mix halte ich für das grösste Problem überhaupt und es gelingt mir bei manchen Songs immer noch nicht so das ich damit zufrieden bin. Eine Einstellung die bei einen Song perfekt war passt beim nächsten überhaupt nicht, trotz gleicher Technik und gleichem Sänger, somit kann diese Seite nur eine Hilfe für Grundsätzliches sein und mehr nicht. Alles andere ist nun mal learning by doing. Vor allen Dingen das was man besitzt auch auszuschöpfen und nicht sich ständig in neuem Equipment zu verlaufen. Ich habe die ersten Jahre auch ständig neues Zeug gekauft und dann später festgestellt das ich gar nicht so schlecht bestückt war, sondern mich einfach nicht genug mit dem befasst habe was ich schon hatte. Also ich denke diese Seite kann einen schon deutlich weiter bringen und ich lese hier immer wieder mal obwohl mir das Meiste nun auch nicht mehr grade neu ist.

  • Georg
    05. Dez 2013 | 15:06 Uhr Antworten

    ein Röhrenmikro sollte aber eigentlich “auf den Kopf” gestellt platziert werden, weil sonst die aufsteigende wärme der Röhre durch Anregung der Membran Störgeräusche verursachen kann.

  • Luis
    05. Mrz 2014 | 15:57 Uhr Antworten

    @ Georg: Absolut richtig!
    Ich finde eure Videos immer wieder gut und unterhaltsam, allerdings muss ich jetzt mal etwas meckern: Der Abstand von Poppschutz zum Mikrofon im Video ist viel zu klein.. 5-7cm?! Sieht zwar schick aus, bringt aber leider absolut null! Um Popplaute wirklich effektiv zu zerstreuen und von der Membran wegzulenken sollte der Popp-Filter schon min. 20cm vom Mikro entfernt sein.

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