Tonstudio vs. Homerecording

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Tonstudio vs. Homerecording

Qual der Wahl: Tonstudio vs. Homerecording

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Tonstudio vs. Homerecording – Was ist der bessere Weg?

Seien wir ehrlich: Die Tontechnik ist heutzutage dermaßen kostengünstig geworden, dass es eine echte Versuchung ist, die eigene Musik nicht mehr in einem professionellem Tonstudio aufzunehmen, sondern einfach via Homerecording zuhause zu backen. Und das auch dann, wenn das dazugehörige Knowhow eigentlich noch gar nicht vorhanden ist. Auch die Tatsache, dass das Internet eine Menge Optionen zur Weiterbildung sowie Distribution der eigenen Musik an potenzielle Fans bietet, scheint in eine bestimmte Richtung zu deuten.

Tonstudio vs. Homerecording

Qual der Wahl: Tonstudio vs. Homerecording

Aber ganz so einfach sollte man sich die Entscheidung gar nicht machen. Denn beide Lösungen haben ihre Vorteile, und auch ihre Schattenseiten. In diesem Artikel möchte ich diese mal gegenüberstellen und dir einige Kriterien an die Hand geben, um dir die Entscheidung zu erleichtern.

Kriterien Tonstudio vs. Homerecording

1. Finanzieller Aufwand

Für mich sicherlich nicht das wichtigste Kriterium für eine Entscheidung, aber mit Sicherheit das am häufigsten von Bands und Musikern zitierte: Die Kosten, das benötigte Geld bzw. die Investition. Oft wird eine Milchmädchenrechnung aufgemacht und die Kosten für eine Soundkarte plus Studiomikrofon plus Musikprogramme mit den Kosten für einen Gang ins professionelle Studio gegengerechnet.

Musik produzieren Equipment für das Homerecording

Musik-Equipment für das Homerecording

Es ist zum einen klar, dass es attraktiver erscheint, das Geld in das eigene Studio Equipment zu investieren. Doch die Rechnung sollte viel früher beginnen. Dazu kommen nämlich all die Stunden für die Recherche (was kaufe ich mir?), das Setup (es gibt immer irgendwelche Herausforderungen oder Probleme) und das Einlernen in die Tontechnik, Recording, Mixing und Mastering. Das alles erfordert eine Menge Zeit im Vorfeld, die auch zumindest anteilig angerechnet werden sollte.

Nicht zuletzt bedeutet der erforderliche Zeitaufwand im Vorfeld natürlich auch, dass die Produktion der Musik um einen unbestimmten Zeitpunkt nach hinten verschoben wird. Und nicht zuletzt sollte auch das finanzielle Risiko einer Fehlinvestition bedacht werden – im schlimmsten Fall muss das Album am Ende doch noch in einem Tonstudio aufgezeichnet werden.

 

2. Nachhaltigkeit

In der Betrachtung von Tonstudio vs. Homerecording können wir auch noch kurz beim Erlernen der notwendigen Skills bleiben. Was viel Zeit erfordert, bedeutet gleichermaßen eine Investition in die Zukunft. Du kannst dein erlerntes Knowhow nicht nur für deine aktuelle Produktion einsetzen, sondern auch für alle Aufnahmen danach.

Im Sinne der Nachhaltigkeit ist das Erlernen von neuen Skills im Rahmen von Homerecording natürlich besser. Nicht ganz außer Acht lassen sollte man, dass Knowhow auch sehr kompetent in einem professionellen Umfeld, also von einem Tontechniker erlernt werden kann.

 

3. Qualität

Die Nachhaltigkeit einer Produktion kann und sollte allerdings auch aus der Perspektive der Qualität betrachtet werden. So mag vielleicht das Knowhow sehr nachhaltig wirken, doch eine minderwertige (Klang-)Qualität eines Albums kann dafür sorgen, dass dies in der Gegenwart und Zukunft keinerlei Gewicht hat.

Anders gesprochen: Deine ersten selbst aufgenommenen und produzierten Werke werden einfach nicht an die Qualität einer professionellen Arbeit im Tonstudio herankommen können. Selbst wenn Du außerordentlich talentiert sein solltest, kannst Du die vielen Stunden Erfahrung der Experten nicht aufwiegen. Nicht nur, dass diese Leute eine handfeste Ausbildung zum Tontechniker absolviert haben, sie haben in vielen Fällen bereits mit so vielen unterschiedlichen Künstlern gearbeitet, dass auch hier von den unterschiedlichen Erfahrungen profitiert werden kann.

Wissenschaftler haben mal herausgefunden, dass Sportler etwa 10.000 Stunden benötigen, um Weltklasse in ihrer Sportart zu werden. Das entspricht etwa 10 Jahren bei 20 Stunden pro Woche. Die Frage, die Du dir stellen solltest, lautet: Wie viele Stunden wirst Du benötigen, um professionell arbeiten zu können?

Und bleiben wir noch etwas bei der Qualität der Ergebnisse: Wenn Du einen Musiker, einen Tontechniker und vielleicht noch den ein oder anderen musikalischen Menschen in ein Tonstudio zusammensetzt, dann wird das Ergebnis größer als die Summe aller Einzelteile.

 

4. Studio Equipment

Tonstudio Tontechnik FAQ

Das Equipment im Tonstudio ist meist etwas umfangreicher

Jetzt kann man sich vielleicht darüber streiten, wie wichtig das vorhandene Studio Equipment überhaupt für die Klangqualität einer Aufnahme sein mag. Unstrittig ist hingegen, dass ein professionell agierendes Tonstudio für alle Fälle gewappnet ist und vom Schlagzeug über die Gitarre bis hin zu exotischen Musikinstrumenten alles aufnehmen kann.

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Ein gutes Tonstudio ist zudem mit allen Arten von Adaptern ausgestattet, so dass das Anschließen mitgebrachter Hardware der Künstler keine Herausforderung darstellen wird. Außerdem kann sich ein Profi keine Ausfälle leisten, so dass er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein stabil laufendes System am Start haben wird.

Im Gegensatz dazu musst Du für ein Homerecording erst in vernünftiges Studio Equipment und Musikprogramme investieren. Um eine gewisse Qualität zu erreichen, wollen die Hersteller natürlich entsprechend viel Geld von dir sehen. Das Studio Equipment wird also voraussichtlich erst über die Jahre zusammenwachsen, nicht auf Anhieb vorhanden sein. Bis dahin solltest Du auch mit unstabilen Installationen und Software-Versionen rechnen, die den Workflow stören.

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Lesermeinungen (48)

zu 'Tonstudio vs. Homerecording'

  • Lukas Laufenberg   23. Feb 2014   10:40 UhrAntworten

    Tonstudio all the way. Hat jemand schon mal versucht, einen gescheiten Aufnahmeraum in einer Homerecording Situation zu bauen? Nicht unmöglich, aber kostet entweder viel Geld oder verdammt viel Zeit!

  • MA RI O   23. Feb 2014   10:46 UhrAntworten

    Produzieren nur @home!

  • Meine Rettung   23. Feb 2014   10:03 UhrAntworten

    Homerecording <3

    • FrankyDeLuxe   24. Feb 2014   22:04 UhrAntworten

      Tut mir Leid wenn ich euch für diesen Artikel nur eine 4- geben kann, ganz ausser Acht gelassen habt ihr natürlich auch die Möglichkeit selbst recordetet Material später professionell Mastern zu lassen. Der Gang in ein Tonstudio ist doch davon abhängig was ich produzieren bzw. im Studio recorden möchte, für eine Einzel Künstler aus dem Elektronik Genre lohnt sich der Gang nicht, für ne 4-5 Köpfige Band mit Gesang und so kann es sich lohnen muss aber nicht. Wir sind im 21Jahrhundert angekommen da es es nicht mehr angesagt mit real existierenden Geräten zu Arbeiten, Heute ist VST AU mooding angesagt!
      Grüsse aus der Rock City No 1 Solingen. f.d

      • Rob   05. Mrz 2014   10:25 Uhr

        hm, Franky, ich finde Du hast eine 4- eher verdient, weil alle Gründe, die Du hervorgebracht hast, auch Thema des Essays war. Liest Du denn Texte gar nicht?

        Bei der Gegenüberstellung Homerec vs. Tonstudio scheitert es doch häufig bereits am vernünftigen Rec und am Mixing. Das wurde ausreichend beleuchtet. Auch dort kann man sich alles bereits kaputtmachen (wenn die Musik nicht schon eh kaputt ist).

        Das Mastering lässt man sowieso in einem Mastering-Studio machen, da dies ein selbständiger Prozess ist. Hier wird aber über Homerec und Tonstudio gesprochen!

        Auch die andere Meinung von Dir ist bereits beleuchtet worden.
        Dann noch was: was für das Mixing "angesagt" sein soll, ist doch völlig uninteressant oder? Es soll immer noch das Ziel der Musik und Klang beim Mixing im Vordergrund stehen und nicht, was irgendwie cool, angesagt und lifestyle sein soll. Das ist quatsch.
        Dafür braucht man selbstverständlich auch gutes Outboard und natürlich wie seit jeher, eine perfekte Akustik. Die ist aber das Hauptproblem beim Homerec.

  • Robin Büscher   23. Feb 2014   10:05 UhrAntworten

    musikschrieben und vorproduzieren at home, Recording dann doch leiber im studio ;)

  • Marcel   23. Feb 2014   10:30 UhrAntworten

    Guten morgen Carlos,
    wieder mal cooler Artikel.

    Also zu Homerecording vs. Tonstudio habe ich meine eigene Philosophie:
    Man kann vieles kostengünstig(los) zuhause machen.

    Ich habe mir nach Jahren den Traum erfüllt und ein Projektstudio eröffnet. Ziel: Musikern die Möglichkeit geben "günstige" Aufnahmen in guter Qualität zu machen. Mit Spaß und Fokus bei der Musik.
    Alles nach dem Motto: Vom Musiker für Musiker.
    Aber auch ich arbeite natürlich nicht umsonst, also gebe ich auch immer gleich den Hinweis, wer etwas aufnehmen möchte bzw. etwas produzieren will, soll schon vorher so sicher wie möglich sein das er nicht erst bei mir überlegen muss was er machen will.
    Das spart zeit und Geld, und davon haben Musiker für gewöhnlich nicht so viel :-).

    Wer nachhaltig produzieren möchte tut immer gut daran in ein anständiges Tonstudio zu gehen. Wer nur mal "so" ein wenig Musik machen möchte kann dies erst mal zuhause machen, bis er für sich feststellt das er das was er macht auch "professionell" haben möchte.

    Die Möglichkeiten im Homerecordingbereich sind groß, aber wie Carlos schon sagt: das know how kann man, außer in ein Tonstudio zu gehen, nicht kaufen.

  • fear3ck   23. Feb 2014   10:32 UhrAntworten

    Selber aufnehmen und dann Mischen/Mastern lassen von Profis.

  • Robert   23. Feb 2014   10:36 UhrAntworten

    Hardware > Software

  • Klaus P. Rausch   23. Feb 2014   11:43 UhrAntworten

    Vorproduzieren im eigenen Project-Studio (oder bei Bands im Proberaum) ist obligatorisch. Die Fertigproduktion im Tonstudio hängt vom Budget und dem Mixing Engineer ab. Auch ein Tonmann hat ein gewisses Potential, die herrlichste Vorproduktion hinterher in den Sand zu setzen, und das bezahlte Geld dann gleich dazu. Wichtig ist also das Personal, weniger die Location.

  • Thomas Eberhardt   23. Feb 2014   11:03 UhrAntworten

    Das Einzige was jemandem klar sein muss der sich ansatzweise professionell im Thema bewegt, ist der Faktor ZEIT und GELD. Ich habe damit 2011 begonnen und bereits viele hundert Stunden Zeit investiert, um die richtige DAW für mich zu finden. Bin bei Ableton Live und Samplitude ProX gelandet. Weiterhin benötigt man so viel Equipment, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein. Das geht vom Kabel über DI Boxen bis hin zur Schlagzeugabnahme (Akustisch mit Mikros oder E-Drum mit gesampelten Midis). Abgesehen davon schaffst Du Dir nach und nach selbst alle Instrumente und Verstärker an. Das macht Spaß, frist aber Unmengen an Geld. Das teuerste Thema sind die Räumlichkeiten. Wenigstens 1 Kabine (besser 2) benötigst man. Irgendwann fragst Du Dich dann, ist das noch Homerecording oder fängst Du an Dich auf semiprofessionellen Pfaden zu bewegen. Jedenfalls macht es mir als Musiker, mit knapp 40 Jahren Musikerfahrung jede Menge Freude, sich dem Thema Recording zu widmen und zu sehen/ hören, das jede Produktion ein Stückweit besser wird.

  • The Coffee   23. Feb 2014   11:26 UhrAntworten

    Ein gewisses Grundgerüst an Wissen sollte meiner Meinung nach immer vorhanden sein.
    Wenn man ungefähr weiß wie das eigene Instrument unter welchen Voraussetzungen klingt und wie es zu klingen hat, ist man 1. im Studio schneller an seinem Wunsch-Sound und 2. klingt dann das Instrument individueller, als der wie wenn der Studio Fuzzi den Sound vorgibt.

    Dazu wird heutzutage in "professionellen Studios" (bzw. der Laden um die Ecke) sehr viel Müll produziert.
    Oft sind die sogenannten Studiotechniker die man sich auch leisten kann und will auch nur Experten in Sachen Tutorial gucken.

    Wenn ich in ein Studio gehe und ich hör den Sound meines Instruments (sei es jetzt Gitarre, Snaredrum oder was auch immer), ist es vorteilhaft dem Techniker zu sagen "ich glaube es klingt eher nach meinem Geschmack wenn das Mikrofon weiter hier oder hier steht", bevor man mit mächtig viel Gebrabbel versucht zu beschreiben wie es denn jetzt klingen soll.
    Sich in´s Homerecording einzulesen ist daher immer gut, zumindest meiner Meinung nach
    .

    Homerecorder nehmen ja auch gern zuhause auf weil es ihnen Spaß macht. Der zeitliche Aufwand fällt daher eher in den Schatten denke ich mal. Das "Aufbauen" des Ganzen und das Wissen dass man seine Eigene Musik selbst aufnimmt gibt ja den zusätzlichen Reiz.

    Also mein Fazit aus 3 Optionen:
    - Komplett homerecorden und sich wirklich gründlich einlesen mit mächtig Zeitaufwand.
    - Ahnung von Grundequipment für´s Homerecording besitzen um bessere Demos aufzunehmen, aber für professioneller Aufnahme in´s Studio gehen
    - Nur in´s Studio gehen aber mit einem Klecks Know-How um das Recording selbst zu beschleunigen und um zu wissen was man will.

    Eine Band die keinen Plan hat was eig. passiert bei einer Aufnahme und was da vor sich geht ist für mich nicht wirklich ernst zu nehmen. Vor allem heutzutage wo sich das Wissen durch einen Strohalm aus dem Netz saugen lässt.

    -TC

  • Rainer Welthit   23. Feb 2014   12:27 UhrAntworten

    "Seien wir ehrlich:..." ernsthaft? Lieber Herr Chefredakteur, das ist peinlich! Hier eine kleine Hilfestellung: http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20080209093020AA8zhp4

    • Zied Bejaoui   23. Feb 2014   14:23 UhrAntworten

      das zieht sich leider wie ein roter Faden durch Delamar...

    • Kahlbert   23. Feb 2014   14:54 UhrAntworten

      Was ist denn Ihr Problem, Herr Welthit?

      "Seien wir ehrlich" ist völlig korrekt (wenngleich ungewohnt im Zeitalter der 140 Zeichen) ...

      • Hirade   24. Feb 2014   08:07 Uhr

        @Kahlbert: Richtig, "sein" wäre falsch. Und peinlich finde ich, wenn Herr Welthit einen Beitrag zu einem Thema schreibt und sich auf ein solch banales unwichtiges Nichts konzentriert, anstatt einen konstruktiven Beitrag zu leisten. Er verschwendet meine Zeit. Jetzt hoffe ich dass ich keine Rechtschreibefehler in meinem Text habe, sonst kommt es sicher postwendend kommentiert zurück ;) Nein, mal ehrlich, hast Du es wirklich nötig?

    • Peter C.   24. Feb 2014   21:59 UhrAntworten

      Sind wir mal ehrlich, Herr Welthit... Sie hätten dann auch besser einmal ihren eigenen Link konsultieren sollen.

      Allerdings ist das nun keine höhere Grammatik:
      "Sind" ist die Definition von Gegenwärtigkeit, während "seien", eine Variable potentieller Zukunft nah wie fern oder rekapitulierender Vergangenheit ist.
      Dazu braucht man nicht Deutsch auf Lehramt studiert zu haben, lieber Kollege.

    • Rob   05. Mrz 2014   10:46 UhrAntworten

      Na na Herr Welthit, was steht denn da?:

      "Diese Frage wurde gelöscht.
      Manchmal werden Antworten auf Yahoo Clever gemäß unseren Community Richtlinien gelöscht."

  • Thomas Eberhardt   23. Feb 2014   12:31 UhrAntworten

    Ohhh, ein Oberlehrer! 😈

  • Toby Bybot   23. Feb 2014   12:45 UhrAntworten

    Also m.E. ist der Artikel ziemlich knapp gehalten und könnte mehr ins Detail gehen, den Part Networking, hätte ich gestrichen. Ich bevorzuge das sowohl als auch, ich kann ganz gut einschätzen wann ich mit Homerecording nicht mehr klar komme und würde dann auf Studiosuche gehen. Ich denke das hierbei Technik 40% machen und 60% die Techniker, Tonmeister. Bevorzugterweise würde ich hier gerne gut ausgebildetes Personal sehen. Gewisse Didaktische Fertigkeiten und ein Methodisches Vorgehen setze ich voraus. Für mich ist das unabdingbar. Für junge Bands ist das sicher keine triviale Frage, ich würde hier das Problem von der Technischen Seite in Angriff nehmen und gucken was betriebswirtschaftlich die sinnvollere Lösung ist.

  • Matthias Müller   23. Feb 2014   11:47 UhrAntworten

    Das ist ja genau mein Thema….!

    Die Final Recordings werden ganz klar im Studio gemacht. Komponieren und Texten sollte man zu hause machen oder an einem schönem Ort, wo man sich wohl fühlt. Ich kenne aber den ein oder anderen Künstler, der sich nur so richtig in Tonstudios wohl fühlt und diese Atmosphäre braucht…..! Das sind aber die Ausnahmen…..

  • taikonaut   23. Feb 2014   12:49 UhrAntworten

    Niemand kann erwarten, mit dem Kauf eines ordentlichen Interfaces und einer DAW-Software gleich mal ein fettes Album aufzunehmen.

    Aber wenn man sich nun schon ein paar Jahre mit der Thematk beschäftigt, kann man seeeeehr vernünftige Ergebnisse erzielen. Auch im Probenraum kann man extrem gut aufnehmen, wenn man sich ein wenig mit Akustik beschäftigt.

    Hochwertige Mikrofone plus Vorverstärker lassen sich bezahlbar leihen. Gute Großmembran-Mikros bekommt man schon für 50-100 Euro übers Wochenende. Da muss man natürlich viel rumprobieren aber das ist dann halt der Luxus (oder auch die Last?) einer solchen Produktion.

    In diesem Internetz von der Post findet man tonnenweise Tutorials zu allen Themen, die eine Produktion ausmachen (bei delemar z.b. hehe) aber man muss auch die Zeit haben, sich die Rosinen rauszupicken und aus dem Tutorial eine reelle Anwendung zu machen. Aber... das bringt auch alles enorm Spaß und man lernt extrem viel.

    Ich persönlich würde dann lieber ein wenig mehr für´s Mastering ausgeben. Das wirkt zwar keine Wunder, aber wenn man schon ne solide Aufnahme hat, bringt ein gutes Mastering eine ganze Menge.

    Aber.. wer die Kohle hat, 10.000 Euro für ne Woche im Studio auszugeben, soll es gerne machen. Das ernährt schließlich ein paar Familien und man erspart sich ne Menge Technik-Stress... ich aber mag Technik-Stress. :)

    • Egon Schmidt   24. Feb 2014   00:36 UhrAntworten

      => taikonaut ! gut und wahr geantwortet !

  • Pfau Thomas   23. Feb 2014   13:00 UhrAntworten

    Jener der vor 15,20 oder 30 Jahren eine Band hatte und diese dann auch Platte bringen wollte, mußte auf jedenfall ins Tonstudio.Heute aber ,durch Cubase ,Samplitude oder Protools usw. kann man vieles übers Homerecording abmischen und produzieren.Klar bei den großen Sachen braucht man heute noch ein gutes Tonstudio

  • Gerd Zimmermann   23. Feb 2014   14:15 UhrAntworten

    wenn man seine Sache kann ist es egal wo man Master't weil die Software bietet ja Möglichkeiten Räum zu simulieren aller Art

    • YoMcDjBoahEy   24. Feb 2014   11:35 UhrAntworten

      Was haben Raumsimulation aller Arten mit Mastern zu tun ?

  • René Leck   23. Feb 2014   15:14 UhrAntworten

    Was ist dad für ne saudämliche Frage?

  • BLACKSTEEZE   23. Feb 2014   14:42 UhrAntworten

    Arrangieren, Abmischen und Premastern im gutem Homerecording. Finale Vocalaufnahme, Mixdown und Mastering im professionellem Tonstudio.

    Für mich ist der Faktor Zeit mittlerweile überpropotional wichtig, dass ich technische Arbeiten lieber an den Profi delegiere würde, jedoch dabei sein muss. Der Austaisch ist echt Gold wert!

  • Matthias Müller   23. Feb 2014   15:05 UhrAntworten

    Mir ist gerade so aufgefallen:

    Es gibt ja zwei Arten von Musikproduzenten. Solche die daran sehr viel Spass haben und sich dabei kreativ ausleben können - bei denen ist meist das Ergebnis nicht ganz so wichtig. Und zweitens, diese, die eine genaue Vorstellung im Kopf haben und diese einfach fertig ausproduziert haben wollen….! Denen ist die Musikproduktion eher lästig und dient einfach nur als Mittel zum Zweck….!

    Zweitere sollten unbedingt in ein Studio gehen… :-)

  • Egon Schmidt   24. Feb 2014   00:39 UhrAntworten

    95 % der Musik wird doch heute "stark komprimiert" mit billigen "In-Ear-Hörern" gehört, Ich denke das ist locker im HOME-Studio machbar, ... was Nicht ist z.B. Klassik, ne Bigband, .. etc ..

  • Stratty   24. Feb 2014   00:14 UhrAntworten

    Es gibt hier meiner Meinung nach keinen Unterschied zwischen selbst recorden und selbst Musik machen. Jeder ist am Start zunächst mal ein blutiger Anfänger. Bleibt man aber über die Jahre dabei, investiert viel Herzblut und Zeit und entwickelt sich, wird man immer "professioneller" und die Ergebnisse sind entsprechend.

    Die Frage und Entscheidung "Gehe ich jetzt ins professionelles Studio" oder nehme ich selbst auf" ist demnach immer nur eine Momentaufnahme, die je nach individuellem Kenntnisstand, Ziel und Budget auch unterschiedlich ausfallen wird. Beides hat seine Berechtigung. Es kann deshalb hier keine für jeden individuell passende Grundaussage a la "dies oder das ist immer besser" getroffen werden. Deshalb ist auch die Aussage " Wenn es ernst wird, dann grundsätzlich immer und in jedem Fall in ein professionelles Studio" für mich etwas fragwürdig. Das würde dann analog und streng genommen ja auch bedeuten " Wenn es ernst wird, dann grundsätzlich immer und in jedem Fall mit einem professionellen Studiomusiker" (statt mit Dir). Prima, oder?

    Viele weltbekannte Musiker haben sich nicht ohne Grund selbst private Studios aufgebaut, einfach um unabhängiger und kreativer arbeiten zu können, sei es nun zum komponieren, für eine Vorproduktion oder ein komplettes Endprodukt.

    Fazit: Wer sich mit dem Thema Recording intensiv auseinandersetzt und einen Zeitaufwand betreibt, der z.B. mit dem Erlernen eines Instruments vergleichbar ist, wird immer auf lange Sicht damit erfolgreich sein. Auch derjenige, der Recording nur so nebenher betreibt, wird auf jeden Fall eine Menge dabei lernen. Auch wenn es dann "wenn es ernst wird" doch das professionelle Studio mit all dem Know-How sein muss.
    Zum Schluss: Ich kenne noch die guten alten Zeiten der Teac-4-Kanal-Compactdiscettenrecorder. Zum Glück sind diese längst vergangen. Es war noch nie so einfach (und billig) wie heute, einen halbwegs ordentlichen Sound auf die Festplatte zu kriegen.

  • Joerg Music   24. Feb 2014   08:11 UhrAntworten

    Ich habe schon seit Jahren ein Homerecording Studio und produziere prof. Musik. Das Aufnehmen und Mischen übernehme ich selbst. Ich arbeite mit Preonus Studio One prof. 2.6, eine absolut prof. Studiosoftware. Das Mastering überlasse ich den Profis und bin damit bisher unglaublich gut gefahren. Bei der Studioausstattung habe ich mir prof. Rat bei einem bekannten Studiotechniker eingeholt.Fazit - für was ein Tonstudio mit 200 qm und teueres Geld ? Mein Homestudio (im eigenen Haus) ist derzeit bis Februar 2015 ausgebucht.

  • Binegra   24. Feb 2014   11:37 UhrAntworten

    Klingt für mich alles sehr nach Pro Studio in diesem Bericht. Ich finde zu Hause kann man sich ebenfalls Deadlines setzen. Aber man muss nicht gleich in Panik geraten, wenns am Tag der Aufnahme X nicht so ganz flutscht. Homerecording hat meiner Meinung nach eindeutig den Vorteil, dass man den Moment nutzen kann, wenn die Stimmung zum Aufnehmen passt. Ohne Druck! Ich habe letztes Jahr mein Musikprojekt ins Leben gerufen und arbeite derzeit am ersten Album dazu. Wie soll man da gleich ein Studio bezahlen? Klar wär das supergeil, wenn man gleich ein super-qualitativ-hochwertiges Album vorweisen könnte. Aber ich möchte lieber ein paar Songs produzieren und ggf. auch kostenlos als Download anbieten, um überhaupt erstmal gehört zu werden. Vielleicht ist die professionelle Aufnahme im Studio eine Option für das zweite Album. Auch im Homerecording kann man super mit anderen Musikern und Produzenten zusammenarbeiten.
    Also ich würde sagen Homerecording ist eine gute Möglichkeit sich zu verwirklichen und die Musik unter die Leute zu bringen und Studioaufnahmen lohnen sich erst, wenn es absehbar ist, dass man auch wirklich genug Alben verkaufen kann, weil man schon einen gewissen Bekanntheitsgrad hat.

  • Norbert Ploss   24. Feb 2014   16:14 UhrAntworten

    Ein ganz entschiedenes: Sowohl als auch! Nein im Ernst: Nach meiner Erfahrung arbeitet eine Band kreativ wenn mindestens zwei Leute zusammen sitzen. Allein vor meiner Konsole blubbert es - aber es sprudelt nicht. Dass die Ideen mit einfachsten Mitteln recorded werden können liegt auf der Hand, aber das Ausarbeiten, das Verteilen der Instrumente im Frequenzspektrum, die Ausgewogenheit geschieht in einem vernünftigen Mix und das am besten unter guten Bedingungen eines Proberaumstudios o.ä. Fein wenn in einer Band ein Tontechniker mitspielt - und das meine ich so wie ich es sage, die Tonleute geben dem Song der Performance immer den letzten Schliff und die Kompaktheit - sie nerven oft mit ihrer Krümelkackerei aber sie sind nicht zuletzt die Freaks die genau hinhören, die die Emotionen hörbar machen, die der guten Idee die Präzision geben. Wir in der Band haben die Songs die wir miteinander recorded haben auch live gut drauf - Abläufe, Dynamik und Feinheiten funzen einfach besser. Und die Aufnahmen dienen auch der Kontrolle - nicht um die Kollegen blöd anzumachen, sondern um alle besser zu machen. --------------- Wenn es dann aber darum geht die Sachen über den Tresen zu verkaufen dann ist der Gang zu den Profis unabdingbar. Wer mal in ein Neve-Pult gespielt hat und weiß was ein professionelles Mastering leisten kann wäre uhklug dies mit ein paar kostenlosen Plugins nachbasteln zu wollen. Außerdem bekommt man im Studio noch einen unverfälschten Expertenblick auf sein Material und sein Können. Gar nicht zu reden über das Netzwerk aus Grafik, Presswerk, Verpackung und Präsentation das oft über ein Studio abrufbar ist. Wer besser werden will macht beides: Recorden im Proberaum - und den Verkauf mit Hilfe der Profis aus einem Tonstudio.

  • Peter C.   24. Feb 2014   21:39 UhrAntworten

    Heutzutage eine Frage neben den Kosten von insbesondere Zweck&Nutzen.
    Früher war das klar, das man für professionelle Absichten nicht um das Tonstudio herum kam.
    Hinsichtlich machbarer qualitativ amtlichen Ergebnissen, liegen State Of the Art und Heimstudio dieser Zeit nicht mehr so sehr auseinander.
    Unter professioneller Hand und know how, lassen sich im gut ausgestatteten Heimstudio amtliche Ergebnisse erzielen.

    Betrachtet man die Kehrseite der Medaille muss man sich auch ehrlich sagen, das was kommerziell begehrt unter dem Prädikat "Professionell" über den Äther von großen Tonstudios geschossen wird, ist nichts, was man in dieser Weise allerdings nicht auch problemlos in einem Heimstudio realisieren könne.

    Es gibt nach wie vor Dinge, die man im Heimstudio gar nicht oder nur schwer realisieren kann. Das fängt bei Räumlichkeiten und Live-Recording einer großen Truppe an.
    Professioneller Support sollte in einem Tonstudio natürlich Gewähr sein, aber nicht selten ist es das eben nicht.
    Es wird nicht selten auch für teuer Geld schnell und möglichst ohne viel großen Aufwand der Künstler abgefertigt und nach Möglichkeit ein zweites Date herausgeholt, um noch mehr Geld zu schröpfen.
    Das ist auch bei großen wie auch kleinen Studios gar nicht so selten der Fall, weswegen es sich als sehr schwierig erweist, ein gutes und faires Studio zu finden, das auch wirklich tatkräftig und beratend am Projekt mitarbeitet und nicht einfach nur das Booking absitzt...bezahlt ist die Session ja eh schon.

    Ich denke, das es ein wesentlicher Aspekt des professionell ambitionierten Musikers von Heute sein muss (und auch schon immer war), sich neben dem Musik "machen" auch vor allem mit dem Musik "produzieren" (das sind zwei ganz unterschiedliche Paar Schuhe) zu beschäftigen um wirklich beurteilen zu können, das die Arbeit an seinem Projekt auch wirklich in eine professionelle Richtung geht.
    Ganz egal, ob er dann selbst im Tonstudio oder im Heimstudio vor seinen Aufgaben steht !

  • Raphael   25. Feb 2014   14:36 UhrAntworten

    So banal die Frage zu EIngangs klingt (Homrecording vs. professionelles Tonstudio) umso komplexer entpuppt sie sich, wenn man mal eine Weile darüber nachdenkt.

    1. Die Milchmädchenrechnung - wie diese im Artikel oben beschrieben wurde - muss nicht zwingend eine Milchmädchenrechnung sein. Wer Musik aufnimmt möchte i.d.R. einen Akt der Kreativität festhalten. D.h. vermutlich wird die eine Aufnahme, dann auch nicht die letzte bleiben. Daher kann es sich schon lohnen sich selbst mit der Recording Materie auseinander zu setzen. Es gibt dazu ja auch unendlich viele Fachbücher!!!

    2. Die meisten von uns fristen vermutlich ein Dasein, das sich zwischen Amateur und Profi bewegt. Gemein haben wir, dass die Kohle, die man in ein professionelles Tonstudio steckt vermutlich erst mal weg ist und nur schwer wieder reinzuholen ist. Musik ist in den letzten Jahren zunehmend zum "Wegwerfgut" geworden. Mal Hand auf's Herz, wer kennt noch jemand mit einer gut sortieren Plattensammlung?

    3. Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Song der grandios ist, aber in der Soundqualität eher bescheiden ist zu einem Song, der in der Soundqualität grandios ist, aber der Song ansich halt einfach Schrott ist, dann kommt da einfach nix rüber! Daran ändert dann auch eine hübsche SSL Emulation nix.

    4. Je nach dem Was man wie aufnimmt, kann es durchaus von Vorteil sein zuhause aufzunehmen. Konkret denke ich da z.B. dran, wenn z.B. ein Song/Album im Studio entsteht und es vorher kein Songwriting ansich gibt. Im professionellen Tonstudio kann man diesen Ansatz i.d.R: nicht bezahlen! Wenn man vorher schon ganz genau weiß, was wie und wo zu spielen ist, dann kann man ruhig ins Tonstudio gehen. Dann kann man schnell arbeiten. Ein weiterer Vorteil vom Tonstudio: Die tickende Studiozeit und der Maximalwert des Bugets können einen auch in positiver Weise limitieren.

    5. Nicht jeder Tontechniker/-ingeneur hat auch vom musikalischen Aspekt Plan! Es gibt doch einige, die ihr tun lediglich aus der technischen Perspektive betrachten. D.h. wenn es mir wichtig ist, dass ich sowas wie einen Produzenten mit am Start habe, dann sollte ich diesen jenen vorher kennenlernen und mir auch ein Bild über dessen Können machen.

    6. Es gibt Mischformen. Man kann ja sich überlegen, ob man bestimmte Sachen der Produktion "auslagert". Z.B. Aufnahme zuhause (oder zumindest Teile davon) und Mix und Master im Studio...

    7. Im Homestudio ist heute eher das Know-How der limitierende Faktor, nicht aber die Technik. Man kann heute mit relativ kleinem Buget extrem viel Erreichen!!! D.h. wer sich dafür entscheidet zuhause aufzunehmen, der sollte sich ggf. auch ein paar Fachbücher reinpfeifen zum Thema Akustik (auch hier kann man mit diversen Hausmittelchen und ein bissel physikalischem Sachverstand schon einiges machen...), Mixing und Mastering. Vielleicht mag Delamar ja mal eine Liste mit nütlicher Literatur online stellen...

    8. Last But not Least...es gibt auch noch eine historische Perspektive. Wie so häufig ist die Welt in einem stetigen Wandel begriffen. Das ist heute genauso wie früher. Früher (also grob 1960er bis 1980er) waren die einzelnen Produktionsschritte viel stärker voneinander getrennt als das heute der Fall ist. Das Mastering war da quasi die Endkontrolle, wo die einzelnen Mixbänder zusammengeführt wurden. Das Mastering war da quasi die Qualitätskontrolle. Der Griff zum Kompressor war hier v.a. um das dynamische Audiomaterial auf ein Medium zu bekommen, das eine geringe Dynamik hatte (welchen Dynamikumfang hat eine LP? 50-60dB sowas?). Mit dem Stem-Mastering was man heute ja auch gerne mal betreibt hat Mastering eine ganz andere Bedeutung gewonnen und die beiden Prozesse MISCHEN und MASTERN sind nicht mehr scharf auseinanderzuhalten...
    Warum soll also auch heute nicht der Beruf des Musikers und des TOntechnikers zusammenfallen? Es gibt ja mittlerweile immer mehr Leute (z.B. TM Stevens, Derek Sherinian, Stuard Hamm, Dave Weckel, ...) die den Service anbieten Zeugs in ihren Homestudios einzuspielen.
    Man muss auch bedenken, dass bis in die 1980er/90er Studios nicht ganz unverkehrt als "Tempels of Technology" bezeichnet wurden. Die Ausstattung war entsprechend teuer. D.h. die Notwendigkeit ein solches Studio anzumieten, die war einfach notwendig, da es sich so gut wie niemand leisten konnte sich sowas nach Hause zu stellen! Das ist heute definitiv anders und man kann zurecht von einer DEMOKRATISIERUNG sprechen.

    Als Alternative zu den beiden Extremen, könnte man PROJEKTSTUDIOS sehen. Weiter oben wurde das in einer anderen Leserantwort schon angetönt. Ich selbst betreibe auch ein Projektstudio und biete meine Dienste und mein Know-how für bezahlbares Geld an. D.h. meine Studiozeit ist nicht so teuer, aber die Ergebnisse sind dennoch sehr professionell und bieten eine gute Grundlage.

    • Peter C.   26. Feb 2014   20:25 UhrAntworten

      Hallo Raphael,

      Pflichtlektüre zum praktischen Einstieg in die professionelle Aufnahmetechnik war zu meiner Zeit(1990) "Das große Tonstudio Handbuch" von Hubert Henle (GC Carstensen Verlag).

      Hinsichtlich technischer Möglichkeiten im 24-Bit Zeitalter wirkt es dahingehend stärker angestaubt, ist aber immer noch Grundlage zum wesentlichen Verständnis professioneller Aufnahmetechnik, da hier Grundwissen vermittelt wird, auch explizit älterer Dinge wie analoger Schallspeicherung wie Band- und Schallplattenmastering etc.
      Allerdings ersah ich gerade, das es das Buch auch als Neuauflage gibt und sich an der heutigen technischen Moderne orientiert.

      Viele Grüße
      Peter

      • Raphael   28. Feb 2014   11:05 Uhr

        Hallo Peter,
        jap der Henle (das Tonstudio Handbuch) ist denke ich nach wie vor ein sehr gutes Buch und Nachschlagewerk auch wenn ihm viele unterstellen, dass es mal wieder Zeit wäre für eine neue Auflage sind doch recht viele Inhalte noch relativ zeitgemäß und liefern die nötigen Grundkenntnisse.

        In meinem Bücherregal habe ich noch die folgenden Werke:

        Mixing:
        Friedemann Tischmeyer - Internal Mixing
        Senior - Mixing Secrets
        Bobby Owisinski - Mischen wie die Profis

        Mastering:
        Bob Katz - Mastering Audio, the Art and the Science

        Aufnahmetechnik:
        Thomas Görne - Mikrofone in Theorie und Praxis
        Bobby Owsinski - The Drum Recording Handbook
        Bobby Owsinski - Aufnehmen wie die Profis

        Akustik:
        Friesecke - Studio Akustik, Konzepte für besseren Klang
        Mitch Gallagher - Accoustic Design for the Home Studio

        Vielleicht mag Delamar ja mal an die "Fans" entsprechende Rezensionen rausgeben, denn die Bücher haben sehr unterschiedliche Qualitäten ;-)

  • Alex   02. Mrz 2014   21:27 UhrAntworten

    Die Beatles haben ihre ersten Hit's damals auf einen 4 Spur Recorder aufgenommen.Die Hits sind bis heute top und es ist völlig egal ob die gemastert waren oder professionell gemischt.
    Die heutigen Möglichkeiten einer DAW bieten die 100Mal bessere Ausstattung für eine Produktion. Also: es kommt auf den Song an ! Wenn der gut ist, reicht auch ein Ipad und ihr werdet 100.000 klicks auf Youtube erhalten

    • Mex   04. Mrz 2014   20:14 UhrAntworten

      Dein Vergleich steht aber nicht im richtigen Verhältnis zueinander und ist zudem auch nicht ganz richtig.
      Damals war der Mehrspurrekorder eine neue Innovation und stellte in Sachen Aufnahmeverfahren und Sound alles bisherige an Möglichkeiten in den Schatten.
      Die Beatles haben auch keine 0815 Larifari Aufnahmen gemacht, sondern da kam schon teils bestes Equipment zum Einsatz und natürlich mussten sie professionell gemastert werden, um die Aufnahmen wegen technischer Anforderung überhaupt auf Vinyl pressen zu können.
      Das ist ungefähr so als würde man schon damals Harddisc-Recording Möglichkeiten mit Aufnahmen auf einen Mono-Kassettenrekorder vergleichen. Das war damals mit den Beatles schon ein Novum machbarer Qualität und heute nicht gleichzusetzen mit simplen Recording auf einem Ipad, wie Du es lapidar vergleichst.
      In einem Punkt hast Du allerdings vollkommen recht und stimme Dir vollstens zu.
      Der Song macht den Hit, nicht die Aufnahmetechnik.

  • Rob   05. Mrz 2014   11:15 UhrAntworten

    Meine Meinung ist:

    Ganz klar Tonstudio.

    Homerecording, was ist das eigentlich konkret? Aus betriebswirtschaftlicher und steuerlicher Sicht vermutlich ein Hobby.

    Hierbei steht wohl auch das Recording im Mittelpunkt und nicht das Musizieren. Das kann ja auch recht viel Spaß machen. Allerdings frage ich mich da immer, wo die Hobby-Reise überhaupt hingeht? Viele haben soviel in Ihr Home-Recordingstudio investiert, dass sie sich bald fragen, was sie damit noch privat machen sollen. Wenn sie selbst Ihr eigenes Instrument nicht aufnehmen (Dafür fehlt dann leider oft noch die Zeit, wenn man sich mit seinem Instrument tagtäglich beschäftigen muss, um auch da professionell zu sein), müssten sie ja für andere aufnehmen oder Sachen aufnehmen, für die man kein Instrument braucht.
    Wenn man dann dafür Geld von anderen verlangt, Ist das steuerlich dann überhaupt ok? Wenn die Betriebsausgaben nämlich die Einnahmen über mehrere Jahre übersteigen, stuft das FA das Homerecording als Hobby ein. Damit ist man steuerlich schlechter dargestellt.

    Aber ich möchte nicht über Steuern diskutieren, auch wenn es bei meiner Tätigkeit tagtäglich der Fall ist.

    Aber wenn ich schon Geld bezahle für eine Aufnahme, dann soll das auch von einem entsprechendem Tonstudio durchgeführt werden.

    Ich unterscheide zwischen Tonstudio, Projektstudio und Homerecording.

    Das Projektstudio ist eine professionelle Umgebung, in der Teilbereiche für bestimmte Zwecke eingerichtet wurden, oft zur Hauptdienstleistung dazugehörend.

    Mein Projektstudio benötige ich zum freiberuflichen Komponieren, Aufnehmen und Mixing für Theatermusik und Sprachaufnahmen. Da bei mir die Dienstleistung Recording und Produktion nicht im Vordergrund steht, brauche ich mir über eine umfangreiche "amtliche" Tonstudio-Ausstattung keine Gedanken zu machen. Allerdings ist mir der akustische Stempel meines Studioraumes schon wichtig.

    Vieles des Equipment hier bei mir wird aber konservativ, dafür nachhaltig angeschafft und in der Regel dann über mehrere Jahre abgeschrieben.

    Übrigens, am unwichtigsten sind mir Audio-Interfaces, weil die am schnellsten veraltern. Das wichtigste sind gute Mikrofone und ein guter Preamp mit A/D-Wandler-Option. Die sind viel besser und länger gut investiertes Geld als ein Interface. Dann kommt natürlich noch ein guter Host für die DAW und die Library. Die Lease ich aber und setze sie als BA ab.

    Dennoch würde ich für eine größere Produktion immer ins Tonstudio gehen! Die Kosten gehören zur Betriebsausgabe.

    Wer professionelle Arbeit möchte, um den führt kein Weg zu professionellen Umgebungen herum. Das kann in der Regel ein Homerec-Studio nicht leisten.

    Das ist meine Meinung

  • Bert   31. Mrz 2014   12:31 UhrAntworten

    Die Wahrheit liegt doch deutlicher in der Mitte, als dieses im Beitrag dargestellt wurde.
    Auch die sogenannten "amtlichen" Studios kochen zumeist nur mit Wasser, wie wir das schon aus verschiedenen Produktionen feststellen mußten.
    Zumeist kommt es auch nicht darauf an was man hat sondern was man daraus macht.
    In der Regel sind die Fehlerquellen vor dem Rechner, im übertriebenen Einsatz von Effekten und im nicht vorhandenen Basiswissen zu suchen.
    In unserem eigenen Fall werden die Song-u.Soundideen zu Hause mittels StudioOne vorgearbeitet, dann zusammen im Raum erspielt und ggf. über ein Protools-DSP-System weiterbearbeitet und über verschiedene Abhöre (u.a. Genelec und Adam) gegengehört.
    Es kommt sicherlich darauf an was man mit welchem Anspruch aufzeichnen möchte.
    Auch Homerecording kann verschiedene Bandbreiten haben, sofern die Signale sauber aufgezeichnet werden.
    Und so manches "Studio", welches im www für sich wirbt, ist nicht das Geld wert, welches es verlangt.
    Leider gibt es für so manches Endergebnis keine Glaskugel.

  • Beregron   23. Mai 2014   13:23 UhrAntworten

    An und für sich ist das ein guter Artikel. Natürlich kann man nicht auf alle Themen bis ins kleinste Detail eingehen. Aber das ist auch nicht nötig.

    Warum ein Tonstudio? Warum ein Homestudio? Worin liegt der Unterschied? Ich denke nur noch in der Größe und eventuell der akustischen Optimierung. Ok. Der Tontechniker, der das alles in einer Schule gelernt hat. Aber auch der ambitionierte Homrecorder lernt. Das dauert zwar länger, aber am Ende sind die Ergebnisse vielleicht genauso gut oder sogar besser.

    Meine Meinung ist, dass der Homerecorder sich mehr darüber bewusst ist, dass seine Ausrüstung nicht die der Professionellen Studios ist und umso mehr versucht, das beste herauszuholen. Manche Techniker in den Studios sind so von sich überzeugt, dass gerne mal was übersehen wird. Oder so Sätze wie: "Ich hab doch das beste Equipment. Das passt schon so!"

    Aber nur zum Vergleich. Dragonforce oder aber auch Tenacious D haben auch schon unter anderen Bedingungen ihre Alben aufgenommen. Dragonforce im eigenen Homestudio. Tenacious D hat sogar schon in der Garage aufgenommen. Warum nicht? Wenn es passt.

    Und was sagt der Prosound überhaupt aus. Was ist der Prosound? Metallica definierte das Metalbrett. Keine Mitten dafür viel Bass und etwas Höhen. Alles was anders klingt ist nicht Pro. Dann hört euch doch mal die neue von Black Sabbath an (13). Die Gitarren klingen meiner Meinung nach besser als bei Metallica. Zugegeben: Es ist anderer Metal. Aber alleine die Solos schneiden sich durchs Hirn wie sonst kaum.

    Alles was ich sagen will ist, dass jeder der sich damit beschäftigt und bereit ist zu lernen, sehr gute Aussichten darauf hat, selber Professionelle Arbeit abliefern kann. Aber dazu braucht man Zeit.

    Ich selber mache seit 18 Jahren Musik. Mein Schlagzeuger seit über 20 Jahren. Mein eigenes Homestudio habe ich vor 10 Jahren gebaut. Vor 3 Jahren dann endlich akustisch optimiert. Nun kann ich in einem Raum (27m²)professionelle Aufnahmen machen (egal ob Gesang, Schlagzeug oder Gitarre) und kann aber auch darin Mixen und Mastern. Ich habe den Raum so optimiert, dass er genau meinen Bedürfnissen entspricht. Optisch sieht aber der Raum gar nicht danach aus.

    Für mich folgt aus allen Posts über mir und meinem: Jeder soll da hin gehen, wo er möchte. Wichtig ist das Endergebnis.

  • Jürgen   20. Feb 2015   23:21 UhrAntworten

    Ich beschäftige mich schon seit über 20 Jahren mit Tontechnik (Audio Engineer) und habe ein eigenes kleines Tonstudio.

    Würden sich Bands beim Gang ins Studio an die traditionelle Studio-Arbeitsweise halten, würde alles günstig, schnell und qualitativ hochwertig ausfallen. Angefangen von einer Pre-Production bis hin zu Hörproben (wie soll die CD klingen) für den Engineer. Weiters das ausgiebige Üben im Probekeller für den Studiogig mit klarer Aufgabenverteilung und fixem Arrangement. Da kann an einem Wochenende leicht eine ganze EP eingespielt und eine Woche später das fertige Produkt abgeholt werden.

    Dagegen kauft man sich halbherziges Equipment mit selbigem "Aufnahmeraum" und wundert sich dann, dass die Aufnahmen nicht so klingen wie die der Vorbilder aus den Charts oder sonstwo. Zudem die permanenten und nervigen Abstürze mit gecrackter Software und überlasteten Laptops.

    Wer einen guten Mixdown machen möchte, der braucht viel Praxis und Verständnis für Kompression, EQing, Panorama und FX-Einsatz. Mastering kann einen schlechten Mix nicht gerade biegen, sondern nur ein wenig verbessern, falls dies überhaupt gemacht wird.

    Conclusio: wenn alle Komponenten (Zeit in Geld, Ausgaben für Equipment) zusammen gezählt werden, dann könnte jede Band während ihres Bestehens mindestens drei bis vier komplette Alben inkl. Mastering aufnehmen. Würden sie sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren, käme in der selben Zeit besseres (ausproduziertes) Musikmaterial und durch den Gang ins Tonstudio eine bessere Tonqualität heraus. Da jedoch Studios generell zu teuer erscheinen, geht man dennoch oft den noch teureren Weg.

    Elektronische Musik kann getrost daheim produziert werden, da keine großen akustischen Aufnahmen anfallen. Und die Sounds der Sampling-CD's sind ja schon perfekt getuned. Da brauchts eigentlich keinen Guru, um gutes Material zu produzieren. Meist scheitert es am Gesang, der weder De-essed oder richtig komprimiert wurde. Dafür würde sich ein Profistudio mit der richtigen Mikrofonauswahl (für die/den SängerIn) gut eignen.

    In diesem Sinne wünsche ich allen Home-Schraubern viel Glück und Erfolg.
    Jürgen

    • Hirade   22. Feb 2015   09:32 UhrAntworten

      Stimme Dir in allen Punkten zu, ausser das mit dem De-Esser. Das Teil wird oft zu stark eingesetzt und klingt nur noch schrecklich. Ich denke da sollte man beim Sänger/Sängerin ansetzen, und das richtige Mic wählen. Tausend mal besser als de-essen. Bei mir wird der jedenfalls nicht eingesetzt.

      • Jürgen   26. Feb 2015   16:29 Uhr

        Voraussetzung ist natürlich, dass man den De-Esser auch beherrscht. Wie bei der Kompression kann man auch hier viel verhauen. Ich denke nicht, dass ein "Nicht Tonstudio" so viele Mikrofone zur Auswahl hat, um für jede(n) SängerIn das ideale Mikro zu haben. Und in dieser Liga hat der/die SängerIn meist kein abgestimmtes eigenes Mikro. Da kommt man halt meist nicht um einen De-Esser rum. Somit ein Kompromiss zwischen Präsenz und Durchsetzungsvermögen im Mix und dem Einsatz von Regelverstärkern.

  • fatman   24. Feb 2015   17:03 UhrAntworten

    Wenn ich qualitativ hochwertige Aufnahmen produzieren möchte, brauche ich das beste aus d r e i Welten.
    1. elektronische und samplebasierte Aufnahmen: Bei gutem Equipment kann Homerecording ausreichen.
    2. Alle akustischen Aufnahmen, wie Gesang, und Naturinstrumente (Wer hat schon einen (Steinway)Flügel im Homestudio?): Gutes Tonstudio mit entsprechenden räumlicher Umgebung.
    3. Livekonzerte von Bands vor Publikum, klassische Orgelkonzerte in Kirchen etc.: Hierfür brauche ich profesionelles Aufnahmeequipment vor Ort.

    Wenn ich die Aufnahmen im Kasten bzw. gespeichert habe, kann ich den Mixdown sowohl im Home- als auch im Tonstudio machen.
    Das Ergebnis hängt dann von dem Talent des Mannes oder der Frau vor den Geräten, sowie von der Qualität der Geräte ab.

    Waren jedoch die Musiker, bzw. die Komposition schlecht (kann man in der Schlagermusik z.Bsp. häufig erleben) gilt wie immer:
    Bullshit in - Bullshit out.

  • Misha   09. Jun 2015   11:02 UhrAntworten

    Also mir persönlich geht dieser Begriff "Homestudio" auf den Geist. Was heist eigentlich Homestudio ? Nix anderes als das Studio im eigenen Haus. Genau das habe ich. Mein Studio im eigenen Haus mit allem was ein Studio braucht. Der Begriff aber "Home Studio" ist abgeleitet von Musikern, die einen Raum oder einen Teil davon mit Computer oder Laptop ausgestattet haben um Musik aufzunehmen. Aber auch hier kann man mit einfachsten Mitteln (Voice) prof. Aufnahmen machen. Mir persönlich geht das Gezedere Home Studio oder sog. prof. Studio auf den Sack. Ich habe Pianoaufnehmen in einem sog. Homestudio aufgenommen und als Vergleich in einem sog. prof. Studio. Es war kein Unterschied zu hören. Also, wer hier keine Ahnung von prof. Tontechnik hat, und das sind sehr viele (warum muss eigentlich ein Tontechiker studieren), sollte keine Kommentare abgeben.

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