Logic Tutorial 7: Bouncen in Logic 9
Inhaltsverzeichnis:
- Apple Logic Tutorial 1: Grundlagen sowie Tipps & Tricks für Logic Studio 9 & Logic Express 9
- Logic Tutorial 2: Logic Studio & Express einrichten Installation, Templates und Screensets
- Logic Tutorial 3: Plugin Presets & Channel Strips
- Logic Studio Tutorial 4: Shortcuts, Tastenkürzel und andere Abkürzungen
- Logic Tutorial 5: Werkzeuge für die Bearbeitung
- Logic Tutorial: Latenzen, Low Latency Modus und Echtzeit Cue (Teil 6)
- Logic Tutorial 7: Bouncen in Logic 9
- Logic Tutorial Teil 8: Freeze – Frieren ohne Erkältungsgefahr
- Logic Tutorial 9: Audio Recording
- Logic Tutorial 10: Audio Recording Teil 2
- Logic Tutorial 11: Kophörermix / Monitoring
- Logic Tutorial 12: Audio Editing & Audiobearbeitung 1
- Logic Tutorial 13: Der Mixer
- Logic Tutorial 14: Videos bearbeiten
- Logic Tutorial 15: Apple Loops
- Logic Tutorial 16: MIDI aufnehmen in Logic
- Logic Tutorial 17: MIDI bearbeiten & Quantisierung
- Logic Tutorial 18: MIDI Events schneiden & MIDI Learn
Im siebten Logic Tutorial geht es um die Funktion Bouncen in Logic 9. Redakteur Moritz erkärt dir, wozu diese gut ist und welche Möglichkeiten für deine Arbeit und Musikproduktion dir dadurch zur Verfügung stehen. Im kommenden Teil des Logic Tutorials wird es dann um die verwandte Funktion “Freezen” gehen.
Bouncen in Logic 9
In den meisten anderen Sequenzern wird diese Funktion auch “Exportieren” genannt. Sie beschreibt die Funktion eine oder mehrere Audio- bzw. MIDI-Spuren zu einer neuen Audiospur zusammenzufassen. Hierbei gibt es mehrere Wege, Formate und Möglichkeiten, die Du dir zunutze machen kannst.
Mix bouncen in Logic 9
Meistens wirst Du am Ende der Produktion deinen kompletten Song mit Audio, MIDI und den dazugehörigen Effekten zu einer einzigen Audiospur zusammenfassen wollen. Das geht unter “Bearbeiten / Bouncen”. Den selben Button findest Du auch im Mixer in den Output Channels. Hast Du mehrere Outputs, so kannst Du diese ganz einfach getrennt voneinander bouncen und exportieren.
Nach dem Klick auf Bouncen öffnet sich folgender Dialog:
Im ersten Schritt vergibst Du einen Namen für den Song und legst einen Speicherort auf deiner Festplatte fest. Im Kasten “Ziel” kannst Du anwählen, bis zu vier unterschiedliche Versionen gleichzeitig zu exportieren.
“PCM” ist der Standard, wenn es um professionelle Weiterverarbeitung geht. Es handelt sich hier um ein unkomprimiertes Format. Du kannst Samplerate, Bittiefe sowie Format (WAV, Sound Designer 2 (SF2), AIFF, CAF) festlegen. Bist Du dir nicht so sicher, welches das richtige Format für dich ist, dann benutze am besten WAV. Dieses ist ein Audioformat, das plattformübergreifend verstanden wird.
Unter Dateityp stellst Du ein, ob mit „Interleavead“ beide Monospuren zu einem Stereofile oder mit „Split“ in zwei Monospuren exportiert werden sollen. Das Dithering sollte nur dann eingesetzt werden, wenn die Bittiefe verringert wird! Dieser Arbeitsschritt sollte nur ein einziges Mal am Ende der Produktion beim Mastering des Songs gemacht werden. Beispielsweise wenn Du mit 24-bit arbeitest, deine Songs aber auf eine CD brennen willst, die nur 16-bit bietet. Mehr zur Red-Book-CD.
Wer ein Projekt in Surround-Sound hat, kann in diesem Dialog den Haken bei “Surround Bounce” setzen.
Mit der Funktion „Zu Audio Bin hinzufügen“ wird das exportierte Material in das Projekt kopiert. Mit der Taste „b“ öffnet sich die Audio Bin und dort findest Du nach dem Bouncen unter den Audiodateien den zuvor gemachten Export. Dies ist von Vorteil, wenn Du bestimmte Teile mit allen Effekten als Audiospur weiterbearbeiten möchtest (beispielsweise, um den Prozessor weniger zu belasten).
Mit einem Haken bei „Zu Itunes Mediathek hinzufügen“ wird der fertige Track in die Mediathek deines iTunes aufgenommen und steht dort bereit.
Jetzt kommen wir zu einem wichtigen Punkt: Mit „Start“ und „Ende“ kann der zu exportierende Bereich festgelegt werden. Der einfachste Weg ist, schon vor dem Aufrufen des Bouncen-Dialogs den grünen Locator-Balken zu verwenden. Mit diesem lässt sich normalerweise die Länge eines Loops festlegen. Die Anfangs- und Endwerte werden in den Dialog Bouncen automatisch übernommen.
Im Modus „Echtzeit“ wird der Mix in Echtzeit exportiert. Das heisst, dass er in voller Länge einmal live durchläuft und genau so lange braucht wie das Stück lang ist. Manch einer sagt, dass die Daten viel genauer geschrieben würden und daher auch höhere Qualität hätten. Im Gegensatz dazu kannst Du mit der „Offline“-Berechnung auf schnellere Art und Weise das Ergebnis erhalten.
Mit dem Punkt „Audioausklang einschließen“ stellst Du sicher, dass auch ein ausklingender Hall oder das lange Delay am Ende des Songs nicht auf einmal abgeschnitten werden. Sehr praktisch, wie ich finde, doch eine 100%ige Kontrolle über die Länge deines Songs ist dann natürlich nur bedingt gegeben. Das könnte bei der Filmproduktion zu Problemen führen, in der reinen Musikproduktion aber eher nicht.
Mit dem Haken bei „Normalisieren“ wird der Export auf 0 dB angehoben. Ich persönlich rate aber davon ab, da hier eher Qualitätsverschlechterungen auftreten.
Hier geht es weiter mit ‘Logic 9 Tutorial Bouncen und Exportieren’
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