House Chords programmieren – Tutorial

72
SHARES
House Chords programmieren Tutorial

Tutorial: House Chords programmieren

Um das Tutorial »House Chords programmieren« Schritt für Schritt nachzuverfolgen, solltest Du wissen, wie ein Plugin installiert und in deine DAW-Software eingebunden wird. Das Wissen um das Setzen von MIDI-Noten in deinem Sequenzer und das Editieren von deren Velocity-Werten ist hilfreich, um zum Basteln an den House Chords nicht ständig in die Tasten deines MIDI-Keyboards hauen zu müssen.

Hier ist der Sound, den wir gemeinsam erstellen werden:

 

House Chords programmieren – step by step

House Chords Programmieren Tutorial

1 Vorbereitung

Dieses Tutorial nutzt den kostenlosen Synthesizer TAL-NoiseMaker (Download Win/Mac). Als Ausgangspunkt nutzen wir diese Einstellungen; Käufer des Premium-Tutorials können einfach das mitgelieferte Preset unten rechts im Plugin laden. Dein Projekt sollte zwischen 120 und 130 BPM schnell sein, damit Du reproduzierbare Ergebnisse erzielst. Los geht’s…


House Chords programmieren

2 Beat machen

Setze zunächst eine Kick Drum auf jeden Beat (1-2-3-4) im Takt im Stile von Four-to-the-Floor, diese bildet das das rhythmische Grundgerüst. Den Loop stellen wir auf einen Takt, also vier Schläge der Kick Drum. In dieser einfachen Schleife bastelt sich der Beat meiner Erfahrung nach am besten.


House Chords programmieren

3 House Chords

Wir beginnen mit einem schlichten Moll-Dreiklang, dessen Grundton sich zwischen C3 und C4 befinden sollte. Drei Halbtonschritte darüber folgt der zweite Balken und weitere vier Halbtonschritte darüber der dritte. Ich nutze für dieses Tutorial die Töne f-as-c und ziehe alle drei auf die Länge einer Achtelnote.

In unserem Premium-Download findest Du die passende MIDI-Datei mit den Noten.


House Chords programmieren

4 Grundklang

Um von Anfang an einen harmonischen Vielklang im Grundsound zu haben, nutzen wir zwei Oszillatoren. Stelle den TUNE-Regler von OSC 1 auf -12 und jenen von OSC 2 auf -19. Zudem lassen wir beide Klangerzeuger in unterschiedlichen Timbres erklingen, indem OSC 2 eine Pulswelle erzeugt – klicke in das Feld, wo bisher noch »Saw« zu lesen ist und wähle dann »Pulse« aus.

Hinweis: Rechts unten unter DISPLAY im NoiseMaker siehst Du den Wert für den Regler, den Du zuletzt verstellst. Erst damit kannst Du die Werte reproduzieren, die in den folgenden Schritten genannt werden.


House Chords programmieren

5 Subbass

Jetzt reichern wir den harmonischen Gehalt unseres Sounds noch weiter an, indem der SUB-Regler der MASTER-Sektion aufgedreht wird. Ich habe mich hier für einen etwas leiseren Output als bei den beiden normalen Oszillatoren entschieden, um es nicht zu übertreiben: Stelle ihn »auf zwei Uhr«, also auf einen Wert von etwa -9 dB.


House Chords programmieren

6 Weicher Sound

Um unsere House Chords weicher, runder klingen zu lassen, nutzen wir ein Filter. Klicke auf die große Überschrift SYNTH 2, um das Filter des TAL-NoiseMaker zu öffnen und wähle den Low-Pass »LP 18dB« aus. Die moderate Flankensteilheit sorgt für einen weichen Übergang zwischen gefiltertem und ungefiltertem Frequenzbereich.

Drehe den Regler CUTOFF auf etwa 10 Uhr, also auf einen Wert von ca. 0,25. Nun schraubst Du noch nach Gusto an der Resonanz (RESO), bis ein Wert zwischen 0,30 und 0,35 erreicht ist. Mit dem Regler VOLUME (ganz rechts oben) auf ca. -12 dB gleichen wir den Lautstärkeverlust wieder aus.


House Chords programmieren

7 Kontur

Wir stellen den Regler CONT auf einen Wert von 0,50, damit die Filterhüllkurve richtig greift (mehr über die Wirkungsweise von CONT erfährst Du im Premium-Download). Anschließend bewegst Du am besten das Decay (»D«) langsam nach oben, bis zur knappen Hälfte des Regelwegs (zwischen 0,35 und 0,40). Um den geöffneten Filter nicht zu abrupt schließen zu lassen, erhöhst Du das Release (»R«). Für unser Beispiel kannst Du es bis zum Maximum hochschrauben.


08_echo

8 Echo, Echo, Echo…

Für einen Dub-Charakter und den Eindruck unendlicher Weiten nutze ich ein Delay. Dieses synchronisiere ich mit dem Tempo meines Hosts; bei allen guten Delays gibt es einen dafür zuständigen Knopf, der meist mit »SYNC« beschriftet ist. Das Tempo der Wahl ist nun die triolische Achtelnote, meist als »1/8T« bezeichnet.

Nächster Halt: Feedback. Wir drehen das Feedback etwa zur Hälfte auf. Das gibt dem Sound genügend Tiefe, ohne alles zuzukleistern. Drehst Du das Feedback zu sehr auf, können die entstehenden Rückkopplungen sich schnell hochschaukeln und förmlich kreischen.


09_equalizing

9 Equalizing

Abschließend möchte ich, dass nicht der gesamte Frequenzbereich des Eingangssignals für das Delay herangezogen wird. Zu diesem Zweck nutze ich das Hoch- und das Tiefpassfilter meines Delays und stelle Ersteres auf rund 230 Hz sowie Letzteres auf ca. 2,5 kHz ein. So klingt der Mix aufgeräumter, da wirklich nur die relevanten Signalanteile mit einem Echo versehen werden.

Wenn dein Delay keine Filter hat, kannst Du einen solchen auch vor das Delay auf die Send-Spur legen, die von unserem trockenen Sound abgeht.


 

House Chords deluxe im Premium Tutorial!

Da geht noch mehr: Wie Du mit weiterem Sounddesign mehr aus deinen Akkorden herausholen kannst, erfährst Du in unserem Premium-Tutorial. Darin erwarten dich:

House Chords programmieren Tutorial
  • Druckbares PDF
  • 6 weitere Schritte
  • Projektdatei für Reaper
  • Die MIDI-Datei der House Chords und Beats
  • 5 Drum Samples (royalty free)
  • Alle Klangbeispiele als WAV 24 Bit / 44,1 kHz
  • Alle Einzelspuren des Loops als WAV 24 Bit / 44,1 kHz (Chords & FX, Kick, Clap, Hihat, 2 Snares & Beat komplett)

Jetzt nur 2,99 Euro

Mehr zum Thema:
        


Lesermeinungen (5)

zu 'House Chords programmieren – Tutorial'

  • Christian R.   26. Mrz 2013   16:57 UhrAntworten

    Chiquer Shit!

    Danke Felix. Die Screenshots für die Plugins sind eine super Sache! Mal sehen, was ich daraus machen kann.

    Was mir besonders ins Auge gestochen hat, sind die FilterCuts des ValhallaFreqEcho. Fettes Feature!

  • Fred   27. Mrz 2013   11:29 UhrAntworten

    Danke für das Tutorial, der Download ist klasse. Jetzt kann ich die ganzen Einstellungen an Equalizer und Kompressoren nachvollziehen. Bitte mehr davon!

  • Jano   13. Mai 2013   18:34 UhrAntworten

    Danke für das Tutorial, das hilft mir auch, den NoiseMaker etwas besser zu verstehen. Diesen benutze ich, zusammen mit den anderen TAL-Plugins, schon länger, habe aber bisher nur wenige Sounds selbst programmiert und fast nur Presets benutzt.

    Der NoiseMaker ist aber irgendwie nicht sonderlich stabil (zumindest das GUI) und reagiert allergisch auf Tastenkombinationen – wenn man daran denkt, mit Projekt>Speichern (unter Ardour) zu speichern oder nicht gerade das GUI offen hat, geht das aber.

    Hier gibt es das Plugin übrigens für Linux: http://distrho.sourceforge.net/ports.php

    Es kommt dann als VSTi, LV2-Instrument und Standalone daher.

    Grüße,
    Jano

  • IE   05. Okt 2013   18:39 UhrAntworten

    Ich habe Samplitude Music Studio 16, und wie so oft wird der Plugin von dem Programm nicht gefunden. Samplitude kann, meines Wissens, nur 32-Bit-Plugins lesen, ich habe die entsprechende Version runtergeladen, sie wird dennoch nicht gefunden.

    Laut den Kommentaren auf der Seite des Anbieters bin ich nicht der einzige. Das Tutorial und das Endergebnis sehen sehr interessant aus, nur kann ich leider diese Infos nicht umsetzten. Hat einer einen Tipp, wie man die Plugins für seinen Sequencer lesbar macht? Oder muss ich damit leben?

  • IE   06. Okt 2013   00:09 UhrAntworten

    Ich habe die Plugins gefunden - sie werden bei den ganzen Midi-Instrumenten im Verzeichnis "Neues Instrument" aufgelistet. Dort sind auch einige andere Plugins, die ich installiert habe, aber bisher direkt im Programm nicht gefunden habe. Jetzt sieht die Welt wieder ganz anders aus. ^^

Sag uns deine Meinung!

anzeige