Homerecording: In 121 Minuten zu besseren Ergebnissen

In 121 Minuten zu besseren Ergebnissen im Homerecording

Feiertage sind zum Feiern da. Zum Ausspannen. Zum Abhängen. Einfach dazu, die alltägliche Routing (beispielsweise im Homerecording) zu unterbrechen und seinen Fokus auf die Dinge zu lenken, für die sonst keine Zeit bleibt. Und in diesem Sinne habe ich hier mal vier Dinge aufgeführt, die dich 121 Minuten deiner freien Zeit am Feiertag kosten, dir in den nächsten Tagen und Wochen aber dafür ein ruhiges Gewissen sowie eine Menge Inspiration und Kreativität verschaffen werden.

Alles, was Du hierzu brauchst, sind 121 Minuten deiner Zeit:

1. Backups machen. Jetzt.

Wann hast Du das letzte Mal ein ordentliches Backup deines Audio Computers und dessen Musiksoftware gemacht? Ist das schon länger als zwei Wochen her? Na, dann lautet meine heisseste Empfehlung: Schieb das Backup jetzt sofort an. Hör auf, diesen Artikel jetzt zu lesen, schieb das Backup an und komm dann zurück, um den Rest zu lesen. Es lohnt sich in jedem Fall.

Und wenn wir schon bei den Backups gelandet sind, dann wäre meine nächste Frage: Wo lagerst Du denn deine Backups? Im selben Raum, im Tonstudio? Nun, was würde wohl passieren, wenn es zu einem Feuer käme? Oder wenn es zu einem Hochwasserschaden kommt, wie bei einem Freund vor kurzem? Effektive Backups sollten auf Datenträgern gemacht werden, die dann am besten in einem anderen Gebäude gelagert werden.

Im Übrigen sind Festplatten mit die zuverlässigsten Backup-Medien überhaupt. Und diese kannst Du für wenig Geld im nächsten Media Markt oder auf Amazon bestellen. Eine weitere Möglichkeit, die besonders komfortabel ist, wäre es, die Backups auf virtuelle Festplatten im Internet zu lagern. Hier gibt es diverse Anbieter wie Dropbox oder Wuala mit wirklich günstigen Konditionen, die bei 0,- Euro anfangen.

Dauer: 30 Minuten

 

2. Plugin-Verzeichnis aufräumen

Klar, wer täglich auf delamar liest bekommt regelmässig die besten kostenlosen free VST Plugins vorgestellt. Und bei uns führt das zu genau demselben Chaos wie auf deiner Festplatte. Aber mal Hand auf’s Herz: Wie viele von diesen Plugins (kommerziell und kostenlos) brauchst Du eigentlich tatsächlich deiner alltäglichen Arbeit? Ist es nicht so, dass Du eigentlich nur eine handvoll Plugins immer und immer wieder nutzt?

Nun, dann hat vielleicht der Jäger und Sammler in dir zugeschlagen und dafür gesorgt, dass deine DAW-Software vor Plugins kaum noch atmen kann. Allein das schnellere Starten der Musiksoftware ist schon ein Grund, jetzt sofort mit dem Ausmisten anzufangen.

Mein Tipp: Die ungenutzten Plugins (auf Windows-Rechnern meist DLLs) einfach in einen eigenen Ordner (ausserhalb des eigentlichen Plugin-Verzeichnisses) verschieben. Dann lädt die DAW wieder schneller und wenn Du doch mal einen bestimmten Effekt wieder benötigst, schiebst Du ihn einfach in dein Stammverzeichnis zurück.

Dauer: etwa 30 Minuten

 

3. Updates für das Tonstudio

Bitte! Nicht einfach loslegen und blind die neuesten Updates des Betriebssystems und der Musiksoftware einspielen. An einem solchen Tag kannst Du dir ruhig mal die Zeit nehmen, um einschlägige Herstellerforen nach Schreckensmeldungen zu den Updates zu durchforsten. Dabei brauchst Du dich nicht von Einzelfällen beeindrucken zu lassen. Nur wenn viele User dasselbe Problem haben, solltest Du unbedingt die Finger davon lassen.

Und, wenn Du bereits ein Backup deines Audio Computers im Tonstudio, wie unter Punkt 1 vorgeschlagen, gemacht hast – was sollte dann noch passieren? Du kannst ja jederzeit wieder zurück. Das Einspielen von Updates führt häufig zu einem besseren Workflow und je nach Software auch mal zu einem schnelleren Booten oder Laufen. In einigen Fällen erhältst Du mehr Stabilität oder neue Funktionen, die dir in deiner täglichen Arbeit im Tonstudio helfen können.

Dauer: 30 Minuten

 

4. Sauber machen

Es gibt Menschen, die sich – wie ich – in einer halbwegs sauberen Umgebung einfach wohler fühlen. Irgendwie ist das ein mentaler Vorteil, wenn die Knöpfe des Preamps wieder glänzen und sich kein Staub mehr in den Lüftern des Computergehäuses findet. Einmal mit dem Staubsauger eine Runde gedreht, die Kabel schön zusammengelegt in die für sie vorgesehenen Kisten. Ungenutzte Mikrofonständer einsammeln und an den angestammten Platz und so weiter.

Und spätestens wenn der nächste Musiker dein Tonstudio betritt, wird sich der saubere Eindruck in eine entsprechende Stimmung und Inspiration umwandeln lassen. Lohnt sich!

Dauer: 30 Minuten

 

Schlussgedanken

Nun, nach 120 Minuten härtester Arbeit wird es Zeit den Tag für das zu nutzen, wofür er eigentlich gedacht ist: Ausspannen, Pause machen, sich zurücklehnen und neue Kräfte sammeln. Vielleicht einen Spaziergang machen oder einen Film schauen. Die Inspiration kommt dann von alleine und die Kreativität für den nächsten Tag gleich dazu. In diesem Sinne werde ich jetzt meinen freien Tag ebenfalls nutzen.

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Dauer: 1 Minute – Vielen Dank!

Lesermeinungen (3)

zu 'Homerecording: In 121 Minuten zu besseren Ergebnissen'

  • Dr. Basy
    23. Jun 2011 | 22:09 Uhr Antworten

    HA sauber machen das kann aber auch vielleicht länger dauer. :P ^^

  • Adrian R
    02. Jul 2011 | 12:36 Uhr Antworten

    “Einfach dazu, die alltägliche Routing (beispielsweise im Homerecording) zu unterbrechen”

    Das scheint ja gut zu klappen mit der Unterbrechung :P

  • Marcel
    24. Aug 2011 | 10:38 Uhr Antworten

    Hier mal ne Fangfrage:

    Wie bekommt man seine Bandkollegen dazu auch mal den Proberaum/Aufnahmeraum auf zu räumen und sauber zu machen?

    Antwort: Garnicht!

    Aber sonst sehr guter Artikel

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