Homerecording: 9 Tipps, um richtig Geld zu sparen

9 Tipps, um richtig Geld zu sparen – Homerecording Tonstudio

1. Kauf gleich das Richtige
Ich kann gar nicht so recht aufzählen, wie häufig ich schon mehr bezahlt habe für ein Werkzeug, nur weil ich nicht gleich das Richtige gekauft hatte. Es gibt einen Spruch, der besagt: Wer billig kauft, kauft zwei Mal. Das ist zwar nicht immer korrekt, aber häufig kannst Du eine Menge Geld sparen, wenn Du gleich das richtige Werkzeug einkaufst (mal ganz abgesehen von der doppelten Zeitbelastung des Aussuchens und Kaufens).

2. Nutze die Demoversion
Viele Hersteller bieten bei ihrer Musiksoftware eine Demoversion mit unterschiedlicher Laufzeit an. Bevor Du dir ein neues virtuelles Instrument, ein Effektplugin oder andere Software kaufst, kannst Du diese Demoversion laden und zunächst einmal die volle Zeit über nutzen. Danach kannst Du immer noch entscheiden, ob Du die Software wirklich brauchst oder ob sie sich eigentlich nicht für deine Zwecke eignet. Kein Grund also, die Katze im Sack zu kaufen.

3. Mieten. Leihen.
Wenn nur ein Demo mit drei Songs aufgenommen werden soll, reicht es vollkommen aus, sich das Musik Equipment auszuleihen oder für einige Tage zu mieten. Hierbei solltest Du aber auch genau schauen, ab wie viel Tagen sich der Kauf dann doch lohnt. Noch preiswerter ist es, sich die benötigte Hardware einfach mal bei Freunden für kurze Zeit zu leihen. Fragen kostet schon einmal nichts…

4. Häufiger mal ausschalten
Strom ist teuer geworden – warum also nicht den Audio Computer nachts ausschalten? Und überhaupt: Alle Geräte und Lichter, die gerade nicht genutzt werden, lassen sich abschalten. Mal abgesehen von dem Geld, das nach einem Jahr dabei zusammenkommt: Das ist auch gut für die Umwelt.

5. Verkaufe nicht genutzte Hardware
Für Software gilt das häufig nicht, denn diese verliert ihren Wert relativ schnell. Aber Hardware lässt sich auf ebay für gutes Geld verkaufen. Mit diesem Geld kannst Du wieder andere Dinge querfinanzieren.

6. Kauf zweite Hand
Einem Halleffekt hört man nicht an, ob er bereits zwei oder drei Besitzer vor dir hatte. Deswegen einfach mal bei ebay und in anderen Kleinanzeigenmärkten vorbeischauen, ob nicht jemand die gesuchte Hardware preiswert anbietet.

7. Pass auf deine Kabel auf
Kabel kosten an sich nicht gerade viel. Aber wenn Du gleich gute Kabel kaufst und diese dann entsprechend gut behandelst, können sie jahrelang oder ein ganzes Leben lang halten. Nicht drauf treten, nicht knicken und immer schön nach dem Benutzen wegpacken.

8. DIY – Selbst basteln
Einige Dinge für das eigene Homerecording Tonstudio lassen sich selbst basteln und kosten dann deutlich weniger. Beispielsweise kannst Du deinen eigenen Poppschutz (Windschutz) aus einem drahtenen Kleiderbügel und einem Nylonstrumpf basteln. Auch Kabel lassen sich selbst konfektionieren – dann passt auch die Länge. Eine Gesangskabine kannst Du ebenfalls selbst bauen oder einfach zwei Matratzen entsprechend aufstellen.

9. Preiswerter einkaufen
Beim Kauf von Musiksoftware lässt sich so richtig viel Geld sparen, wer den vollen Preis zahlt ist selbst schuld. Es gibt immer wieder so genannte “Group Buy”-Aktionen, bei denen sich der Preis reduziert, je mehr Teilnehmer kaufen. Viele Hersteller senken ihre Preise vor Weihnachten und im Sommerloch, andere senken ihre Preise kurz vor den Messen. Augen auf sowie ab und an in die Rubrik Spartipps hier bei delamar schauen.

Nun, das waren meine neun Tipps für das Homerecording, um Geld zu sparen. Ich bin sicher, dass Du selbst noch einige weitere Tipps auf Lager hast. Schreib sie mir und den anderen delamari doch jetzt in die Kommentare!

Lesermeinungen (9)

zu 'Homerecording: 9 Tipps, um richtig Geld zu sparen'

  • Jürgen Bromant
    04. Jan 2012 | 12:19 Uhr Antworten

    Ich finde, es ist auch wichtig – gerade bei Hardware – sich Alternativen von günstigeren Herstellern anzuschauen. Nicht alles taugt was, aber wirklich vieles reicht vollkommen aus.
    Am besten man recherchiert vorher im Internet und trifft dann seine Kaufentscheidung.
    Ich selbst habe in meinem Homestudio seit Jahren fast alles von der bekannten deutschen Marke mit dem bösen “B” am Anfang, hatte aber bis jetzt noch nie Grund mich zu beklagen.

  • Bene Audia
    04. Jan 2012 | 17:55 Uhr Antworten

    Tipp 1
    ist meiner Meinung nach der beste.
    Immer wieder hab ich erst günstiges und mir danach das selbe in Professionell zugelegt.
    Mittlerweile könnte ich wahrscheinlich ein komplettes Homerecordingstudio 2x einrichten ;).
    Wobei ich den Tipp von wegen
    Verkaufen des alten Equipments wohl mal ich betracht ziehen werde!
    Aber wem geht nicht das Herz auf wenn man sein erstes Mikrofon mal wieder auspackt.
    //
    Mein Tipp für alle:

    Geht zu einen Amtlichen Händler (Raum Würzburg Nürnberg kann ich Thomann empfehlen) und vergleicht vor Ort oder nutzt die oftmal angebotenen 30Tage Rückgaberecht und genehmigt euch z.B ein Paar Mikros zum Testen mit nach Hause zu nehmen.

    Vor allem Dinge wie Mikrofon und Mikrofonvorverstärker sollten im A/B Verglichen werden.
    Den solange man keinen Vergleich hat neigt man oft das ein zigste Gerät als geeignet zu empfinden obwohl es in der gleichen Preikategorie oder für einen kleinen Aufpreis schon ein weitaus besser geeignetes Werkzeug für deine Anwendung gibt.
    //
    Achja und nicht die Marke oder Preis entscheidet über den Klang!
    Augen zu und A/B Vergleich. Lasst einen Freund oder Mitarbeiter Schalten und verlasst euch auf euer Gehör.

    Ich hoffe viele mit meinen Tipp vor den Fehlern zu bewahren die ich gemacht habe.
    Gruss beni

  • Rauschabstand
    05. Jan 2012 | 09:49 Uhr Antworten

    Zu 3. Mieten. Leihen.

    Wer kann mir für Berlin einen Verleih mit guter Auswahl an prof. Studio Equipment nennen?

    Allen einen klagvollen Start für 2012 und musikalische Grüße aus Berlin!

  • Kurt
    10. Jan 2012 | 11:50 Uhr Antworten

    Ja der 1. Tip ist eindeutig der Wichtigste. Das größte
    Problem daran ist man merkt wirklich oft erst nach längerer Benutzung das z.B. das erst so toll gefundene preiswerte Interface doch gar nicht so toll ist, wie zuerst empfunden wurde. Gerade bei Hardware hat man nicht immer die direkten Vergleichsmöglichkeiten. Irgendwann fallen dann doch Schwächen auf und man kauft neu. Nicht immer ist das teure Markengerät um längen besser aus eigener Erfahrung denke ich aber inzwischen für mein Heimstudio muß ich zwar kein Vermögen ausgeben aber das billigste Chinaprodukt muß es auch nicht sein, sonst kauft man meistens wirklich 2 mal, da sich ja über längere Zeit auch der eigene Anspruch ändert. Bei Software ist das natürlich einfacher da man diese ja in der Regel antesten kann (geht mit viele Hardware zwar auch aber wer schickt schon gerne etwas ständig hin und her) und ein VST Flügel der gut klingt, klingt auch ein Jahr später noch gut. NA JA, gibt es dann manchmal auch schon wieder besseres. Nach einigen Jahren Fehl- und Neukäufen bin ich jetzt seit einiger Zeit ohne Änderungen meiner Hard- und Software angelangt und mache wieder mehr Musik als mir Gedanken um das nie zu erreichende perfekte Heimstudio zu machen (ich will ja auch nicht meine Frau endgültig verjagen). Aber Carlos hat vollkommen recht mit diesen Beitrag und billig kann genauso viel Spass machen.

  • Die Seelen
    30. Jan 2012 | 16:23 Uhr Antworten

    Ich sehe Punkt 1 etwas differenzierter. Bei offensichtlichem Elektroschrott kann ich den Spruch “Wer billig kauft kauft zwei mal” noch ein Stück weit verstehen. Aber ich glaube nicht, dass in der Leserschaft von delamar jemand ernsthaft bei Conrad oder Reichelt sich ein Mikrofon mit Kabel für 10 Euro kauft. Oder sonstige Spielereien.

    Alle Produkte, die bei Thomann und anderen Musik-Fachgeschäften(!) angeboten werden, haben in meinen Augen eine akzeptable Qualität.

    Womit man am meisten Geld spart, ist, sich im Vorfeld über seine Ansprüche im Klaren zu sein.

    Ich brauche kein Neve-Pult im Wert eines Einfamilienhauses, wenn ich aus Spaß meinem Hobby “Musik-machen” nachgehe. Auch, wenn ich Semi-Prof. unterwegs bin, muss ich keine Unsummen ausgeben. Und wenn die Behringer-Geräte etwas mehr rauschen, ist das doch nicht schlimm. Dafür kosten die auch nur die Hälfte.
    Wenn mir nach einiger Zeit, die Qualität nicht mehr ausreicht, sind die Geräte, für die ich mal 800 Euro hätte ausgeben müssen nur noch 400 Euro teuer.
    Ich habe zwar dann zwei mal gekauft, aber unter’m Strich fast 400 Euro gespart.

    Das summiert mit allen Geräten, die man im Laufe der Zeit kauft, kommt eine ordentliche Summe zusammen.

    Ich bin im großen und ganzen auch vollkommen zufrieden mit den Behringer Geräten. Zum Aufnehmen nehme ich dann zwar lieber meinen DBX-Preamp. Aber für Live reichen mir vollkommen die Ultravoice.
    Wenn man überhaupt sein eigenes Equipment zu einem Live-Gig mitnehmen muss. Meistens haben die Clubs ja eh ihr eigenes Setup. Die sind dann mit “Fremd-Hardware” eher überfordert… ;-)

    Gruß
    Torben

    • Carlos San Segundo (delamar)
      30. Jan 2012 | 17:22 Uhr Antworten

      Danke dir für deine Einschätzung, für viele mag das so gelten. Aber bitte vergiss nicht, dass das Einsparpotenzial etwas anders aussieht: Du kaufst dir “Billigmarke” für 400,- Euro (weil kostet nur die Hälfte) und später das eigentliche Gerät für 800,- Euro. Jetzt hast Du insgesamt 1200,- Euro ausgegeben. Beim Verkauf von “Billigmarke” erhältst Du nur noch 200,- Euro, weil es von derselben Marke einen Nachfolger für 300,- Euro gibt. Hättest Du also summa summarum 1.000,- Euro ausgegeben für dein Hobby (statt 800,- Euro für den direkten Kauf der richtigen Hardware).

      Das muss natürlich von Fall zu Fall genauer ausgerechnet werden. Und dann noch die Zeit für das Einstellen in ebay, die doppelte Recherche sowie die Male, die das Gerät vielleicht defekt war oder eine Session dadurch verloren ging.
      Und ja, das passiert.

  • Bene Audia
    30. Jan 2012 | 17:32 Uhr Antworten

    Genau und dieser Weg dem Carlos beschreibt trifft z.B bei mir mit interfaces vier mal zu wenn ich bei jeden nur 150euro drauf gezahlt habe ist das schon fast der halbe preis von meinem neuen. Doch ich hoffe das ich jetzt mein Ziel ereicht habe :).

  • Michael
    15. Feb 2012 | 20:15 Uhr Antworten

    Hardware/Softwarekauf:

    1. Warten bis das erste Update
    da ist. bis dahin sind die Produkte oft zum verzweifeln und deshalb zeitraubend und Stromfressend.
    2. 3 Jahre garantie sind manchmal viel wert.
    3. Whisky ist im Winter Billeger als Heizen
    4. Die Miete vor der ersten Mahnung zahlen.
    5. Tankstellen-Shops vermeiden.
    6. Weniger oft Getränke übers Equipment schütten.
    (oder gut versichern lassen)
    7. Originalsoftware zerkratzungssicher archivieren
    und eine sicherheitskopie erstellen.
    8. Beim Soundkartenkauf (Firewire) sich vorher
    informieren ob der Controller-Chipsatz mit den
    Soundkartentreibern kompatibel ist.
    9. PC Netzteile mit hohem Wirkungsgrad (z.b. 82/87+ von ENERMAX) anschaffen.

  • mono+
    16. Dez 2014 | 12:19 Uhr Antworten

    zu 1. & 6. Man spart nicht wenn man zu teuer kauft. Gerade als Anfänger sollte man nicht Geld in Dinge investieren, die man später nicht braucht. Außerdem sollte die Technik insgesamt einer Linie entsprechen d. h. was nützt ein Schoeps Mikrofon an einem 50 Euro Interface? Wenn das Interface so preiswert war, kann ein teueres Mikrofon es auch nicht reissen.
    Anfangs hatte ich auch geglaubt ich bräuchte ein 8-Kanal Interface. Heute bin ich froh das ich damals das Geld dazu nicht hatte. So hat sich durch Veränderung des Arbeitsbereiches herausgestellt, das mir zwei Kanäle reichen. Auch bin ich froh ein sehr gutes Interface mit DAW-Steuerung von ebay für 28 Euro bekommen zu haben – Tascam FireOne. Auch bei den Kabeln reichen meistens die besseren Kabel von Cordial. Ich habe noch niemanden gefunden, der VOVOX- Kabel hört!
    Insgesamt ist meine Erfahrung erst einmal preiswert, aber nicht zu billig anzufangen. Ein Interface und ein Mikrofon für je 100-200 Euro, Boxen für ca. 400 Euro Paarpreis, dazu eine DAW wie Reaper (sehr guter Klang und lange als Demo nutzbar), Freeware PlugIns.
    In der Arbeit zeigt sich dann ein Schwerpunkt und was man technisch verbessern möchte.

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