dDAW 2012: Das Gehäuse für die Digital Audio Workstation

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Gehäuse Audio Computer Digital Audio Workstation

Unser Gehäuse im Audio Computer

Ein Gehäuse für den delamar Audio Computer

Im Laufe der Jahre hatte ich die Aufgabe, eine Menge Rechner zusammenzubauen oder zu einem späteren Zeitpunkt wieder auseinander zu bauen. Wer das schon einmal selbst in die Hand genommen hat, weiß um die Wichtigkeit guter Gehäuse. Nur bei den besten Behältnissen ist der Ein- und Ausbau von Komponenten schnell erledigt und das ohne Schrammen oder sonstige Verletzungen.

Bei der ersten Version unserer Audio Workstation griffen wir deswegen auf den Hersteller Antec zurück, dessen Produkte ich schon in diversen Rechnern verwendet hatte. Und auch bei dieser zweiten Version war der kalifornische Hersteller unsere erste Wahl.

Einige Voraussetzungen sind natürlich die gleichen seit der ersten Version geblieben. Eine Digital Audio Workstation muss leise vor sich hin surren und benötigt damit ein Gehäuse, das von sich aus schon einiges an Schall schluckt. Zusätzlich brauchen wir so einiges an Raum im Innenbereich, um unseren großen CPU-Kühler verbauen zu können.

Ein weiteres Kriterium für das Gehäuse unserer delamar Digital Audio Workstation 2012 ist neu hinzugekommen: Da wir mit immer größeren Datenmengen umgehen müssen, wollten wir dieses Mal ein Gehäuse ausprobieren, das eine Menge Platz für Festplatten bietet.

Gehäuse Audio Computer Digital Audio Workstation

Unser Gehäuse im Audio Computer

Unsere Wahl: Antec Performance One P280

Beim Antec Performance One P280 sind wir schließlich gelandet. Bei diesem Gehäuse ist das Knowhow des Herstellers aus der Reihe Performance One eingeflossen und gleichzeitig bietet es gegenüber dem für den esten delamar Audio Computer verwendeten Antec P183 einige spannende Änderungen.

Ein Blick in die Seite zeigt, dass hier nicht mehr die beiden unterschiedlichen Kammern für Motherboard und Netzteil verwendet werden – mit allen Vor- und Nachteilen. Interessant für alle Musiker und Produzenten, die viele Daten anhäufen dürften die neue Anordnung der Festplatten sein.

Sechs Laufwerksschächte mit der hauseigenen QuietComputing-Lösung sorgen dafür, dass die Vibrationen herkömmlicher Festplatten abgefangen werden, bevor sie sich auf das Gehäuse übertragen. Zwei zusätzliche Schächte sind für das Anbringen von 2,5″ Solid State Disks vorhanden, drei für optische Laufwerke und dergleichen.

Für einen verbesserten Luftstrom im Inneren des Gehäuses hat sich der Hersteller gummierte Kabeldurchführungen zur Rückseite des Motherboards einfallen lassen. Viele der verwendeten Kabel können damit aus dem Weg geräumt werden, womit beispielsweise das Anschließen oder Wechseln von Festplatten vereinfacht wird.

Gehäuse Audio Computer Digital Audio Workstation

Das Innenleben im Gehäuse für die Digital Audio Workstation

Weitere Eigenschaften des Antec P280

Solange die CUDA-Technologie nicht in irgendeiner Weise Einzug in die digitale Musikproduktion hält, dürfte das nächst angesprochene Feature dieses Gehäuses noch wenig interessant für uns Musiker und Produzenten sein. Im Antec P280 finden sich stolze neun Erweiterungsslots für Quad-Grafikkartenlösungen, in denen auch überlange Grafikkarten eingebaut werden können.

Ein nettes Gimmick sind die Anschlüsse für Mikrofon, Kopfhörer und USB, die nun an der Oberseite der Front untergebracht wurden. Das ist ein Feature, das ich bei der alten Gehäuselösung schon oft vermisst habe. Nennenswert ist auch, dass zwei von vier Anschlüssen für USB 3.0 ausgelegt sind.

Ebenfalls ein nettes Feature sind die auf der Oberseite angebrachten Power- und Reset-Knöpfe, die dadurch auch einfacher als in den anderen Modellen zu erreichen sind.

 

Neue Erkenntnisse zum Gehäuse für die Digital Audio Workstation

In Sachen Einbau gibt es nichts Neues zu berichten. Es ist sehr komfortabel gelöst, wie wir es von diesem Hersteller gar nicht anders kennen. Die Verarbeitungsqualität ist ebenso hochqualitativ. Die drei integrierten 12 Zentimeter Lüfter sind zwar leise, doch wir haben diese wieder gegen die von Noctua ausgetauscht, die noch leiser arbeiten.

In Sachen Geräuschentwicklung war ich überrascht, denn diese ist leiser als vor dem Aufbau des Gehäuses zu vermuten gewesen wäre. Zwar sind die Außenwände an mehr Stellen perforiert als noch beim Vorjahresmodell, doch aufgrund der leisen Komponenten im Innenleben fällt dies kaum ins Gewicht.

Unser delamar Audio Computer 2012 surrt leise vor sich hin und ist im normalen Betrieb völlig unauffällig. Wer es noch leiser haben möchte, sollte sich dennoch mal das oben verlinkte Antec P183 anschauen, das noch etwas mehr Schalldämmung bietet, dabei aber auf die anderen Vorteile verzichtet.

Das Antec P280 ist derzeit für knapp 125,- Euro im Fachhandel erhältlich.

 

Video Digital Audio Workstation

Im kommenden Artikel wird es um das Netzteil gehen, das wir in unserem Audio Computer verwenden.

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Lesermeinungen (8)

zu 'dDAW 2012: Das Gehäuse für die Digital Audio Workstation'

  • Franz – Hermann Schmidt   10. Mai 2012   10:51 UhrAntworten

    Ja Hallo

    Nun verfolge ich ja schon die ganzen Vorschläge für einen Musik PC per Delamar.
    Alles ganz schön und gut aber was Ihr da alles so vorschlagt ist nicht zwingend notwendig.

    Für die unnötigen Mehrkosten kann ich mir schon ein Klasse Audiointerface oder Micro etc kaufen

    LG Franz

    • Carlos San Segundo (delamar)   10. Mai 2012   11:01 UhrAntworten

      "Unnötig" liegt in den Augen des Betrachters. Du kannst dir auch für 250,- Euro einen brauchbaren Office-PC kaufen, mit dem auch Musik zu machen ist - das ist richtig und meistens auch sehr laut und langsam. Aber wenn Du gerne richtig viel Leistung haben möchtest (oder haben musst), den Rechner nicht hören willst, dann findest Du hier einen astreinen Audio Computer.

  • Franz – Hermann Schmidt   10. Mai 2012   11:22 UhrAntworten

    Hallo Carlos

    Ich will das ja auch nicht schlecht reden, denn es liegt in der Tat im Auge des Betrachters.
    Gebe aber auch zu bedenken, dass es ganz viele gibt,die vielleicht auch einsteigen möchten, aber nicht so viel Geld haben.
    Und da muss man Alternativen aufzeigen.
    Es gibt nicht nur schwarz und weiss, sondern ganz viel dazwischen.
    Was meinst Du, was ich mit meinem PC alles auf die Beine stelle. Auch ausgesuchte Komponenten im vernünftigen Finanziellen Breich

    LG Franz

    • Carlos San Segundo (delamar)   10. Mai 2012   11:53 UhrAntworten

      Ich hatte auch nicht das Gefühl, als wolltest Du es schlecht reden. Es geht nur darum, dass Du Computer ab 250,- Euro schon bekommst und wir haben eben eine High-End Audio Workstation zusammengestellt. An vielen Stellen zeigen wir ja auf, wo Geld zu sparen ist - und notfalls ist da noch die erste Version, die heute nur noch einen Bruchteil dessen kostet was sie 2010 gekostet hatte :)

  • alexander   10. Mai 2012   18:01 UhrAntworten

    bei einem pc-kauf oder -zusammenbau kann an als unerfahrener (musiker)mensch ja wirklich vieles falsch machen.

    ich sehe den gesamten bericht daher als eine richtschnur und finde ihn sehr lehrreich und informativ.

    dafür bin aich euch echt dankbar,

    alexander

  • Adroni   27. Mai 2014   15:35 UhrAntworten

    Obwohl die Artikel älter sind lese ich sie mir noch gern durch.
    Ein Update für eine dDaw 2014 wäre echt klasse

    • Felix Baarß (delamar)   28. Mai 2014   16:36 UhrAntworten

      Danke dir, schön zu hören. :) Wie Cheffe schon im aktuellen Podcast gesagt hat: Sehr wahrscheinlich werden wir dieses Jahr eine Neuauflage machen, allerdings wohl noch nicht in den nächsten drei Monaten. Kurz vor Weihnachten könnte es aber was werden! :)

      • Adroni   28. Mai 2014   18:18 Uhr

        Weltklasse freue mich schon ;) Danke für die schnelle Antwort

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