E-Piano richtig abmischen

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E-Piano richtig abmischen Tutorial

E-Piano richtig abmischen Tutorial

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Einleitung E-Pianos abmischen Tutorial

Die gute Nachricht gleich vorweg: E-Pianos abmischen ist gar nicht so schwer, wie Du vielleicht denkst. Es gibt ganz andere Instrumente, die wesentlich schwerer in einem Mix zu platzieren sind.

Die schlechte Nachricht: Elektronische Pianos sind keine natürlichen Instrumente (wie akustische Gitarre oder Oboe) und gerade digitale Tasteninstrumente bringen neben den klassischen Piano-Klängen oftmals unzählige Klangpresets mit an Bord. Daher fällt es schwer, allgemeingültige Regeln für eine sinnvolle Bearbeitung von Pianosounds aufzustellen.

Die folgenden Ratschläge sollen dir helfen, Keyboardspuren besser im Mix unterzubringen. Wie immer sind unsere Tipps natürlich nur erste Anregungen, die Du ausprobieren und nach deinem Geschmack formen kannst – immer so, wie es dein Song individuell erfordert.

Anzahl und Funktion der Instrumente im Song bestimmen

Zunächst solltest Du dir einen Überblick darüber verschaffen, wie viele Spuren in deinem Song vorhanden sind und welchen Beitrag sie zu diesem bringen. Je weniger Instrumente simultan spielen, desto leichter wird sich dein Keyboard automatisch in den Mix einbetten.

Anders gesprochen: Je mehr Spuren ihren Platz suchen, desto mehr Strategien werden von dir abverlangt, damit sich die Klänge nicht gegenseitig bekämpfen (maskieren).

Im Hinterkopf solltest Du auch die Funktion einer Spur behalten. Wird das Instrument zur Unterstützung genutzt oder spielt es eine Melodie? Wie wichtig ist es für die emotionale Message des Songs?

Die wichtigsten Handgriffe für einen aufgeräumten Mix sind

  1. ein überlegtes Panning (Platzierung im Stereopanorama) und
  2. Leveling (Lautstärkejustierung) der übrigen Spuren.

 

E-Piano im Stereopanorama platzieren

Panning deiner Instrumente

Für eine sinnvolle Platzierung deines E-Pianos und der anderen Instrumente im Stereopanorama lohnt sich das Anfertigen einer so genannten Panning-Skizze.

In der Mitte zeichnest Du die Spuren ein, die üblicherweise im Center des Mixdowns zu hören sein werden. Das sind in der Regel (sofern vorhanden) Bass Drum, Snare Drum, Bass und Leadvocals (Gesang/Rap). Das E-Piano und die übrigen Instrumente werden sinnvoll links und rechts der Monomitte platziert.

Dieses Vorgehen hat zwei Vorteile. Zum einen erreichst Du so eine räumliche und damit auch klangliche Trennung deines Keyboardsounds von den übrigen Instrumenten. Zum anderen bringt dieses Vorgehen den positiven Nebeneffekt, dass dein Mix dadurch automatisch breiter wird.

Insofern dir eine gerade Anzahl von Klängen vorliegt, bietet sich eine symmetrische Verteilung übers Stereopanorama an. Um es an einem Beispiel zu verdeutlichen: Wenn dir zusätzlich zum E-Piano noch drei weitere Instrumente zur Verfügung stehen, könnte die Verteilung im Panorama wie folgt aussehen: links, halb links, halb rechts, rechts.

Das Anfertigen einer Panning-Skizze hilft dir, eine symmetrische und sinnvolle Auslenkung der Spuren im Mix zu erreichen und so eine transparente Mischung zu erzielen.

Das Anfertigen einer Panning-Skizze hilft dir, eine symmetrische und sinnvolle Auslenkung der Spuren im Mix zu erreichen und so eine transparente Mischung zu erzielen.

Mono- oder Stereo-Spuren?

Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass sich vier Mono-Signale wesentlich leichter in einen Mix einbetten lassen als vier Stereo-Spuren. Spuren, die die volle Stereobreite ausnutzen, nehmen anderen Klängen den Platz im Panorama weg.

Es lohnt sich daher oft, einige der Stereo-Spuren zu Mono-Signalen umzuwandeln.
Zwei Möglichkeiten hierzu:

  1. Die Informationen des linken und rechten Kanals werden zu einem einzigen Mono-Kanal kombiniert.
  2. Einer der beiden Kanäle (L/R) wird einfach gelöscht. Dies bietet sich vor allem bei unwichtigeren Spuren im Hintergrund und Synthesizer-Klängen an.

Stereobreite verringern

Weniger drastisch ist es, die Stereobreite einer Spur gezielt zu verringern bzw. einzuengen. Sollte deine DAW das nicht von Haus aus beherrschen, gibt es kostenfreie Plugins wie den Dual Panner von Sleepy Time Records.

Mit Hilfe der Schieberegler werden Spuren unterschiedlich stark nach links bzw. rechts ausgelenkt. Ein einfacher Weg, um das E-Piano und die übrigen Instrumente wortwörtlich nebeneinander stehen zu lassen. Dadurch ergibt sich in der Folge eine bessere räumliche Trennung der Spuren.

Die Maskierung und das Verdecken kann damit auch mit Stereosounds in den Griff bekommen werden.

E-Piano richtig abmischen

Mit dem kostenfreien Plugin „Dual Panner“ kannst Du die Auslenkung deines E-Pianos beispielsweise nach links verlagern, um in der rechten Panoramahälfte mehr Platz für andere Instrumente zu schaffen.

Grobe Faustegel

Je weniger Instrumente im Arrangement, desto mehr darf sich das E-Piano im Panorama ausbreiten.

Panorama bei nur einem Begleitpiano

Wenn das Keyboard oder E-Piano das einzige Begleitinstrument ist, hast Du ganz andere Möglichkeiten für die Positionierung im Stereopanorama. Liegt es beispielsweise nur als Monosignal vor, so bieten sich Mono-to-Stereo-Enhancer, Chorus und ähnliche Effekte an, um einen interessanten Stereo-Sound zu entwickeln.

Insbesondere beim Verwenden solcher Effekte (aber auch bei breit klingenden Stereosounds) solltest Du deren Monokompatibilität überprüfen. Das geht durch das Betätigen des Mono-Schalters und via Blick das Goniometer.

Wenn es durch ein zu breites Panning der Stereosignale zu Phasenauslöschungen kommt, laufen diese Sounds Gefahr, auf Mono-Abspielgeräten wesentlich leiser zu werden. In diesem Fall solltest Du die Panoramabreite der Signale einengen wie oben beschrieben.

E-Piano richtig abmischen

Stereospuren sollten vor und nach der Bearbeitung hinsichtlich ihrer Monokompatibilität geprüft werden. Wenn der sich bewegende Balken deines Stereosichtgeräts (Goniometer/Korrelationsgradmesser) in den negativen Bereich zwischen 0 und -1 wandert, sollte die Stereobreite eingeengt werden, bis der positive Bereich wieder erreicht ist.

 

Leveling des E-Pianos

Die richtige Lautstärke deines Keyboards und der sonstigen Spuren im Mix wird vor allem von zwei Kriterien geprägt.

  • Einerseits von der Anzahl der unterzubringenden Elemente (wie schon beim Panning),
  • andererseits von ihrer Funktion im Song.

Zu empfehlen ist es an dieser Stelle einen ersten Roughmix nur über die Fader und das Volumen zu erstellen. Nimm dir dafür nur wenige Minuten Zeit und denk nicht allzu viel darüber nach. Eine geringe Zeitvorgabe wird dir helfen, intuitiv sinnvolle Lautstärkeverhältnisse zu erzielen.

Roughmix erstellen

Ziehe alle Fader komplett auf Null runter und beginne dann, beispielsweise die Faders der einzelnen Schlagzeugspuren hochzufahren – bis sich ein stimmiges Lautstärkeverhältnis einstellt. Bass Drum und Snare sind rhythmische Grundgerüst und oftmals die lautesten Spuren im Mix. Sie sollten kein höheres Peak-Level als -10 dBFS (also 10 dB unter der Vollaussteuerung von 0 dB) aufweisen.

Der Grund: Durch das spätere Aufaddieren der weiteren Spuren läuft sonst schnell Gefahr, zu nah an die digitale Vollaussteuerung zu stoßen oder diese gar zu überschreiten. Das würde ein unschönes Clipping nach sich ziehen.

Als nächstes ziehst Du den Basskanal hoch und anschließend die Main-Vocals. Nach und nach schiebst Du die Fader deines E-Pianos und der übrigen Instrumente hinzu, bis der Roughmix von den Lautstärkeverhältnissen für dich ausgewogen klingt.

Abhören des Roughmix

Höre dir den Mix als nächstes einige Male durch. Achte dabei auf die Rolle, die das E-Piano im Song einnimmt. Wenn es eher als Klangteppich wirkt, kannst Du die Lautstärke vermutlich noch ein ganzes Stück weiter absenken. Dadurch schaffst Du Platz für die wichtigeren Instrumente des Songs.

Wenn das E-Piano jedoch eine bedeutende Rolle im Song spielt, kannst Du es im späteren Mix testweise noch ein oder zwei Dezibel lauter fahren als in deinem Roughmix.

Versuche auch die Instrumente herauszuhören, die eher Füllwerk sind und den Song mehr anreichern, als eine tragende Rolle zu spielen. Diese Spuren kannst Du in der Lautstärke meist so stark verringern, dass sie eher am Rand wahrgenommen als bewusst gehört werden.

Relevanz einer Spur im Song

Durch das Abstufen einzelner Sounds in ihrer Relevanz für den Song kannst Du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

  1. Denn erstens führen die unterschiedlichen Lautstärkeverhältnisse zu einer klanglichen Trennung der verschiedenen Instrumente von deinem E-Piano,
  2. zweitens erreichst Du dadurch bereits eine gewisse Tiefenstaffelung im Mix (was leiser ist, wirkt für unsere Ohren automatisch weiter entfernt).

Natürlich spielen bezüglich der üblichen Lautstärkeverhältnisse auch die Charakteristika des jeweiligen Musikgenres eine große Rolle. Während Keyboardklänge in Popmischungen nicht selten eher leise Klangteppiche für den Hintergrund bilden, stellen E-Pianos in Vocal-House und RnB-Songs oftmals das wesentliche Harmonieinstrument dar.

Referenz-Songs nutzen

Lade dir für eine bessere Orientierung regelmäßig ein oder zwei kommerzielle Referenzsongs des gleichen Genres in deine DAW. Reduziere die Lautstärke dieser bereits gemasterten Songs soweit, dass sie in etwa der Lautstärke deines Mixes entsprechen. Vergleiche anschließend das Level der Keyboardsounds in den professionellen Tracks mit den Levels deiner Keyboardklänge.

» Weitere Informationen zu Referenz-Tracks

 

Dynamikbearbeitung der E-Pianos

Als nächstes widmen wir uns der Dynamikbearbeitung deiner Keyboardsounds. Dazu gehören die Verwendung von Kompressor oder Limiter, gegebenenfalls greifen wir auf eine Automation der Lautstärke zurück.

Wenn das Piano sich nicht recht durchsetzen möchte und Du einen natürlichen Klang anstrebst, greifst Du am besten auf eine Lautstärke-Automationen zurück. Mit dieser machst Du die Keyboardsounds etwas lauter in den voll instrumentierten Passagen, holst sie damit ein wenig nach vorne.

E-Piano richtig abmischen

Lautstärke-Automationen können bei E-Pianos oftmals den Einsatz eines Kompressors ersetzen, wenn es gilt, den Sound stellenweise etwas nach vorne zu holen.

Wenn Du eine Komprimierung des E-Pianos ausprobieren möchtest, um beispielsweise den Tastenanschlag einer echten Aufnahme zu verstärken, dann probiere es erst einmal mit einer moderaten Dynamikreduktion .

Hierfür wäre eine Ratio von 2:1 bis 4:1 denkbar, bei einer nicht zu kurzen Attack von 5–20ms und einer längeren Release, die sich in etwa an der Länge der Chords/Noten orientiert. In der Regel gilt bei der Kompression von Keyboardsounds: Weniger ist mehr und wenige Dezibel Reduktion sollten bereits ausreichen.

 

Bearbeitung von E-Pianos mit dem Equalizer

In vielen Fällen dürfte die Spur nur geringe Klangkorrekturen durch einen Equalizer erfordern, insbesondere wenn sie aus einer hochwertigen Library stammt. Der Einsatz eines Lowcuts/Highpass-Filters ergibt in der Regel Sinn, um den Bassbereich des Mixdowns allein der Bass Drum und dem Bass zu überlassen.

Gerade wenn der Keyboarder mit der linken Hand Basstöne gespielt hat, sollte der Bassbereich des E-Pianos abgesenkt werden – wegen der Obertöne musst Du keine Angst haben, dass die gespielten Noten nicht mehr zu hören wären. Für das Setzen des Lowcut-Filters solltest Du das Piano immer mit dem Bass zusammen anhören.

Filter einstellen

Stell den Filter auf 20 Hz und fahre die Grenzfrequenz solange hoch, bis der Sound merklich dünner wird. Danach gehst Du wieder etwas runter mit der Frequenz. Je nach Güte des Filters wirst Du vermutlich irgendwo zwischen 60 und 120 Hz landen, ohne den Klang zu sehr auszudünnen. Sollte das Piano noch immer mit dem Bass kollidieren, dann geht es noch weiter nach oben, bis der Bassbereich sauber abgegrenzt ist.

Um dem dünner werdenden Klang entgegenzuwirken, kannst Du ein leicht resonierendes Filter nutzen. Dieses hebt an der Grenzfrequenz einige Dezibel an.

Hole anschließend die anderen Instrumente hinzu. Mit einiger Übung wirst Du schnell heraushören, dass der Lowcut-Filter bei einer hohen Anzahl an Instrumenten durch die gegenseitige Maskierung und Aufsummierung der Frequenzen höher platziert werden kann als bei wenigen Spuren.

Generell gilt

Je mehr Instrumente in einem Arrangement ihren Platz suchen, desto stärker müssen die einzelnen Sounds beschnitten werden.

E-Piano richtig abmischen

Ein resonantes Hochpassfilter erzeugt bei der Grenzfrequenz eine Anhebung. Das kann dem dünner werdenden Sound bei der Filterung ein Stück weit entgegen wirken.

Tiefenstaffelung

Für die Tiefenstaffelung im Mix bietet sich der Einsatz von High-Shelf-Filtern (Kuhschwanzfilter) an. Da das menschliche Ohr weiter entfernte Klangquellen dumpfer empfindet als nahe stehende, kann der Höhenbereich bei einem in der Tiefe zu platzierenden E-Piano reDuziert werden.

Um die geeignete Frequenz des Filters zu finden, bietet sich folgendes Vorgehen an: Höre den zu bearbeitenden (Keyboard-) Sound im Solo-Modus an und hebe mit einem mittleren Gütefaktor den Mittenbereich zwischen 500–1.000 Hz um etwa 9 dB an. Fahre dann mit dem angehobenen Band das Frequenzspektrum langsam hoch (diese Technik bezeichnet man auch als „Sweeping“, bis das Instrument am präsentesten und relativ scharf klingt.

Kurz unter dieser Frequenz sollte der Filter platziert werden, damit der darüber liegende Präsenzbereich abgesenkt wird. Wie stark Du absenkst, entscheidet die Beurteilung im Gesamtmix.

E-Piano: Klang verbessern

Alle weiteren klanglichen Eingriffe mit dem Equalizer hängen stark von der Instrumentierung des Songs und dem Zusammenspiel mit den anderen Klängen ab. Höre dir alle Instrumente zusammen genau an und mach dir Notizen, was dir am Piano klanglich gefällt und was nicht. Überlege dann, wie die Schwachstellen ausgemerzt werden können, ohne das Positive des Klangs zu beeinflussen.

Klingt es matschig?

Wenn das Piano im Gesamtkontext matschig klingt, stelle die Spur auf Solo und finde mit einem Sweeping den mumpfigen Bereich. Meistens wirst Du zwischen 150 und 300 Hz fündig werden.
Im Zusammenspiel mit den anderen Spuren senkst Du die entlarvte Störfrequenz langsam und nur so weit ab, bis die matschige Überbetonung im Kontext nicht mehr zu hören ist.

Klingt es hohl?

Wenn das Piano im Mix topfig, hohl oder nasal klingt, wiederhole das eben beschriebene Vorgehen im Bereich von 800–1.300 Hz und senke den aufgespürten Problembereich gegebenenfalls ab. Wenn das Piano im Gesamtkontext zu dumpf wirkt, dann versuche eine breitbandige Anhebung in zwei verschiedenen Bereichen:

  • Mehr Durchsetzungskraft erreichst Du in der Regel durch eine Anhebung zwischen 1.500 und 5.000 Hz,
  • einen offenen und brillanten Sound durch eine Verstärkung des Bereichs oberhalb von 8.000 Hz (am besten mit einem High-Shelf).

Achte darauf, dass der Klang nicht zu hart und unnatürlich wird, denn jeder Eingriff mit dem Equalizer kann zu einer Verschlimmbesserung führen.

Arbeit mit dem EQ

Anhebungen werden allgemein eher breitbandig und mit wenig Dezibel vorgenommen. Absenkungen hingegen werden möglichst schmalbandig, aber herzhafter (wenn nötig) durchgeführt.

E-Piano richtig abmischen

Links: E-Piano wird im Mix in den Hintergrund gerückt. Rechts: Das Piano wird im Mix weiter nach vorne geholt.

Wenn das E-Piano dünn klingt

Wenn das Piano eher dünn und körperlos klingt, kommt ein Low-Shelf-Filter zum Einsatz. Dieser hebt alle Frequenzen unterhalb der Grenzfrequenz gleichmäßig an. Die passende Frequenz wird im Solo-MoDus gesucht (in der Regel zwischen 100–300 Hz), die Anhebung im Kontext mit allen Spuren durchgeführt.

Maskierungen & Überlagerungen

Der schwierigste Part beim Mixing ist es, die Frequenzbereiche ausfindig zu machen, in denen sich das E-Piano und die übrigen Instrumente unschön überlagern und gegenseitig maskieren. Mit etwas Erfahrung und Übung findest Du die richtigen Frequenzen und kannst mit dem Equalizer manchen Instrumenten Energie entziehen, um sie anderen zu überlassen.

Verdächtige Frequenzbereiche:

  • 300–600 Hz
  • 800–1300 Hz
  • 2.000–3.000 Hz

In diesen Bereichen kannst Du mit leichten Absenkungen und Anhebungen Instrumente gegeneinander abstimmen. Vertraue hier unbedingt auf dein Ohr, nicht auf irgendwelche Regeln.
Was für dich besser klingt, sollte besser sein.

Gerade wenn Du hier noch nicht geübt bist, ist es legitim, nach (!) dem Hinhören ab und zu auch einen Analyzer hinzuzuziehen. Mit diesem erhältst Du einen Blick auf die Verteilung der Energie der einzelnen Sounds im Spektrum.

Tipp: Für den Fall, dass das E-Piano für den Song besonders bedeutsam ist, empfiehlt es sich, bei diesem vor allem Anhebungen vorzunehmen. Bei unbedeutenderen Instrumenten solltest Du eher auf Absenkungen setzen.

 

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Lesermeinungen (1)

zu 'E-Piano richtig abmischen'

  • P.Chris   14. Okt 2015   11:26 UhrAntworten

    Äußerst detailliertes Profi-Tutorial rund um den E-Pianosound.

    Man bekommt heute in den Keyboards Dutzende digital qualitativ guter E-Pianosounds (von Fender über Wurlitzer bis hin zu DX) die sich eigentlich sehr unkompliziert entweder als Dominante oder dezente Begleitung im Mix platzieren lassen und man da nur noch sehr wenig machen muss.

    Ganz im Gegensatz dazu, wenn man einmal mit den analogen Pendants (z.B. einem Mark I) konfrontiert wird und im Mix unterbringen zu hat, bzw. erst einmal zu recorden hat.
    Das enorme Gefälle von fullminanter Dynamik in tiefen- bis problematischen Lautstärken in höheren Lagen, stellt das Recorden eines E-Pianos (genau wie beim Klavier) vor eine wahre Herausforderung und nicht ganz leicht zu bewältigende Aufgabe.
    Hier kommt einem in der Nachbearbeitung dann dieses Profitutorial zugute.
    Allerdings gilt es aber auch erst einmal, das analoge E-Piano in der Aufnahme bändigen zu können, was einerseits mit Spielweise und andererseits mit technischen Verständnis bei einer Aufnahme (abmikrofoniert oder über ein Audio-Out) zu tun hat.
    Wer eine solche Prozedur erst einmal hinter sich hat, ist ganz froh über die in der Handhabung doch sehr unkomplizierten digitalen Ableger ;-)
    (Geschweige erst von einer Wartung durch "Rhodes- Haarspray und Nagellack")

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