Die Band-Webseite 5: Webseite? Blog? CMS? Die Auswahl des richtigen Formats
Inhaltsverzeichnis:
- Die Band-Webseite 1: Brauche ich überhaupt eine eigene Webseite?
- Die Band-Webseite 2: Der richtige Domainname & das Webhosting
- Die Band-Webseite 3: Das Design und die Usability
- Die Band-Webseite 4: Typische Stolperfallen
- Die Band-Webseite 5: Webseite? Blog? CMS? Die Auswahl des richtigen Formats
In den ersten vier Artikeln von “Die Band-Webseite” haben wir bereits eine Menge wichtiger Punkte geklärt und einige vorbereitende Schritte eingeleitet. Im heutigen fünften Teil soll es um die Wahl des richtigen Formats für deine Band-Webseite und im Weiteren auch um die der besten Technologie gehen.
Die Band-Webseite 5: Webseite? Blog? Die Auswahl des richtigen Formats
Als Webseite kannst Du allgemein jede Homepage bezeichnen, die dort draussen erreichbar ist: Eine Ansammlung zusammenhängender Inhaltsseiten, zumeist zu einem einzigen Themenbereich. Wo sich die Webseiten befinden, wie sie aussehen und mit welcher Technologie sie betrieben werden, ist für die Bezeichnung gleich. Für diesen Artikel wollen wir aber unter “Webseite” einen ganz bestimmten Typ von Internetpräsenz verstehen:
Die statische Band-Webseite
Bei dieser Version werden üblicherweise die einzelnen Inhaltsseiten in der Sprache HTML (Hypertext Markup Language) geschrieben und das Design in CSS (Cascading Style Sheets) festgehalten. Als statisch wird diese Art der Webseite bezeichnet, weil – ist der Quelltext einmal fertig – sich nichts mehr an den Inhalten online ändert. Zumindest so lange nicht, wie sich keiner den Quelltext erneut zur Brust nimmt und die Inhalte manuell ändert.
Der Vorteil dieser Art von Webseite ist, dass sie relativ einfach zu erstellen ist und sich Kosten sowie Zeitaufwand verhältnismässig im Rahmen halten. Zudem kannst Du auch eine professionelle Webagentur mit der Erstellung deiner Band-Webseite beauftragen, ohne horrende Kosten erwarten zu müssen.
Der Nachteil ist, dass Du dich sowohl mit dem grafischen Layout, der Sprache HTML sowie mit CSS auseinandersetzen musst. Zudem bedeutet jede einzelne Änderung einen verhätlnismässig grossen Aufwand, der in der Praxis oftmals dazu führt, dass statische Webseiten ihrer Bezeichnung alle Ehre machen und von den Betreibern nicht aktuell gehalten werden.
Die dynamische Webseite / Das Content-Management-System (CMS)
Mit der rasanten Entwicklung des Mediums Internet wurden auch komplexere Technologien immer beliebter und zeitgleich bezahlbarer. So bedeutet heutzutage die Installation und Inbetriebnahme eines Redaktionssystem (Content-Management-System / CMS) dank Open Source Software kaum mehr als einen Zeitaufwand von wenigen Stunden. Ein CMS ist im Gegensatz zu oben genannter Variante eine dynamische Webseite. Das heisst, dass die Inhaltsseiten beim Aufruf deiner Webseite für den Besucher generiert werden (können).
Das Ganze funktioniert dermassen, dass zunächst eine Webseitenvorlage angelegt wird. Das kannst Du dir so ähnlich wie eine der Vorlagen aus Microsoft Word vorstellen. Dort befinden sich auch verschiedene Felder, in die Du nur noch deine Inhalte einfügen musst. Diese Webseitenvorlage wird beim Aufruf der Webseite mit Inhalten aufgefüllt, die vorher von dir in einer Datenbank gespeichert wurden.
Der grosse Vorteil einer solchen dynamischen Webseite auf Basis eines CMS ist die einfache Bedienung. Um Inhalte einzufügen stehen dir hierbei so genannte WYSIWIG-Editoren (What You See Is What You Get) zur Verfügung. Im Klartext heisst das, Du arbeitest mit einer Art Textverarbeitungsprogramm, in dem Du deine Inhalte online eintippst und diese wie in Word formatieren kannst. Die Texte werden aber im Gegensatz zu Word nicht auf deiner Festplatte gespeichert, sondern in einer Datenbank.
Das Ändern von einzelnen Inhaltsseiten wird damit zum Kinderspiel, denn die Einarbeitungszeit in solche Redaktionssysteme ist meistens durch eine flache Lernkurve gekennzeichnet.
Der grosse Nachteil ist, dass die Installation meist aufwendig wird und nicht nur Kenntnisse in HTML und CSS, sondern zudem in PHP (Skriptsprache) und MySQL (Datenbank) erfordert. Andererseits gibt es natürlich auch Redaktionssysteme, die sehr einfach zu installieren sind (zum Beispiel bei den Blogs, siehe unten). Webseitenvorlagen (Templates genannt) für die unterschiedlichen Systeme lassen sich normalerweise für lau aus dem Internet ziehen.
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29. Apr 2010 | 16:23 Uhr
Wieder ein super Artikel. Ich habe vor demnächst eine Website mit dem CMS Joomla zu machen. Scheint ziemlich vielseitig zu sein und zusätzlich noch Open Source. Sehr coole Sache.
Carlos hast du vielleicht Erfahrungen mit Joomla? Und wie sieht es mit anderen CMS aus? Mich würde ein kleiner Vergleich interessieren.
29. Apr 2010 | 17:39 Uhr
Willst du dich nicht lieber auf Musik konzentrieren? Es gibt da draussen hunderte Postings über das effektive Erstellen einer Webseiten und den Gedanken die man sich dazu machen sollte.
30. Apr 2010 | 14:02 Uhr
Ich konzentriere mich immer gerne auf das, was bei delamar nachgefragt wird.
Und auch wenn es dort draussen viele Artikel über die Erstellung von Webseiten geben mag, so habe ich noch keinen gefunden, der sich speziell mit Webseiten für Musiker auseinandersetzt.
30. Apr 2010 | 14:04 Uhr
@David:
Joomla ist ganz nett, würde aber einer Band jederzeit lieber WordPress empfehlen. Das ist wesentlich vielseitiger und benötigt weniger Aufwand bei der Installation und Konfiguration.
30. Apr 2010 | 15:22 Uhr
Typo3 :P
01. Mai 2010 | 11:58 Uhr
auch Typo3
01. Mai 2010 | 12:02 Uhr
Typo3 ist ein wirklich mächtiges CMS und Redaktionssystem. Ich verwende es selbst auch sehr gerne, da es einfach zu bedienen ist – aber: Es erfordert einen deutlich höheren Zeit- und/oder Kostenaufwand als die anderen vorgestellten Lösungen. Deswegen würde ich das Bands, die gerade anfangen oder keinen grossen finanziellen Mittel haben nicht empfehlen wollen.
02. Jul 2010 | 10:15 Uhr
Ich machs mit Joomla – und bin zufrieden =)
05. Jul 2010 | 10:27 Uhr
Typo 3… ein wenig umständlich an manchen Stellen, aber ein mächtiges Instrument, wenn es um Webseiten geht.
02. Nov 2010 | 17:34 Uhr
Hmm…, also mit Joomla habe ich schon so einige Seiten gemacht und das geht wirklich leicht von der Hand, vor allem wenn man es schon ein paar Mal gemacht hat.
ABER (irgendwas is’ ja immer…): Die designerische und layoutspezifische Anpassung halte ich für ein Graus. Außerdem muss man dann wieder mit so viel CSS rumhantieren, was so irgendwie gar nicht meins ist. Da sind wir dann auch wieder bei den von Carlos geschilderten Frickeleien (sh. Seite 4 dieses Artikels).
Nun bin ich aber ein bisschen erstaunt: Hier schreiben so einige, dass Typo3 das favorisierte System sei… Okay: Egal was ich an Webapplikation erstellen möchte, mit Typo3 kann man es machen. Auch grafisch und layouttechnisch 100% flexibel anpassbar. ABER (auch hier wieder was): Das Teil ist doch sowas von kompliziert. Also ich bin wirklich nicht dumm, aber mit Typo3 komme ich nach Jahren des Sich-mit-Webseiten-Beschäftigens nicht klar.
Gibt es keine eierlegende Wollmilchsau, die grafisch (also Design und Layout) total anpassbar ist und auch noch dynamische Inhalte zu benutzen im Stande ist (ähnlich wie http://www.wix.com – für den Namen kann ich nix, das heißt wirklich so), oder wie “Bandzoogle.com” (kennt das wer hier im Lande?
Danke für Eure Mühe!
LG, Sterni.
02. Dez 2010 | 10:06 Uhr
Super interassanter Artikel und gleichzeitig eine gute Anleitung. Schaut Euch mal REDAXO an. Ist super einfach und vor allem kostenlos. Ich benutze es seit Jahren und bin sehr zufrieden.