dDAW 2012: Der Arbeitsspeicher

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Arbeitsspeicher für den delamar Audio Computer

Arbeitsspeicher für den delamar Audio Computer

Arbeitsspeicher für die Digital Audio Workstation 2012

Wer schon einmal einen defekten RAM-Riegel in seinem Audio Computer eingebaut hat, weiß wie ärgerlich das sein kann. Wenn der Arbeitsspeicher nicht schon beim Einbau einen ernsthaften Defekt aufweist, der sofort durch ein Nicht-Booten des Rechners identifiziert werden kann, ist der Verlust von Projekten und Speicherständen sozusagen schon vorprogrammiert. Von Abstürzen bis zu gemeinen Blue Screens kannst Du eine Menge erleben. Natürlich gehen auch mal anfangs intakte Speicher kaputt, daher ist die Auswahl der richtigen Riegel wichtig.

Eine einfache Regel, die sich eigentlich immer auszahlt, lautet: Nach dem ersten Booten des Rechners und der Installation eines Betriebssystems gleich Memtest laufen lassen. Bei Memtest handelt es sich um ein kostenloses Programm, das den Arbeitsspeicher nach etwaigen Fehlern checkt. Einige Versionen von Memtest kommen auf Boot-CDs, so dass nicht einmal die Installation eines Betriebssystems notwendig wird.

Das Programm sollte am besten eine ganze Nacht ununterbrochen laufen, um wirklich sicherzugehen, dass sich keine Fehler auf dem Arbeitsspeicher befinden.

Arbeitsspeicher für den delamar Audio Computer

Arbeitsspeicher für den delamar Audio Computer

Unsere Wahl: Kingston HyperX KHX2133C11D3K4

Die Wahl fiel dieses Mal auf den Arbeitsspeicher Kingston HyperX KHX2133C11D3K4, eine der Marken, mit der wir in der Vergangenheit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Auch wenn das Zusammenbauen von Computern heute so einfach wie nie ist, kommt es ab und an mal vor, dass gewisse RAM-Riegel nicht mit bestimmten Motherboards zusammenarbeiten. Wir haben uns daher vom Hersteller Kingston bereits im Vorfeld bestätigen lassen, dass unsere geplanten Komponenten harmonieren würden. Und so ist es.

Der von uns bestellte Arbeitsspeicher kommt mit vier Riegeln zu je vier Gigabyte – also 16 GB insgesamt. Wir haben noch lange in der Redaktion überlegt, ob wir für unsere Zwecke vielleicht auf 32 GB gehen sollten. Doch da wir eher wenig mit großen Sample Libraries arbeiten und auch 16 Gigabyte noch eine Menge RAM sind, blieben wir bei der preiswerteren Variante.

Die Riegel aus dem Hause Kingston sind sehr zuverlässig und auf hohem Niveau gefertigt. Ein nettes Detail, das dies unterlegt: Alle Riegel kommen mit einer Seriennummer. Zum Übertakten sind diese Arbeitsspeicher durchaus auch in der Lage, wobei dies für unsere Wahl nicht entscheidend war.

Derzeit ist der von uns gewählte Arbeitsspeicher für etwas mehr als 150,- Euro im Fachhandel erhältlich. Das ist fast halb so viel wie noch vor etwas mehr als einem Jahr, als wir die erste Version unserer Digital Audio Workstation an den Start gebracht haben. Anders gesprochen: Die Preise für Arbeitsspeicher sind so niedrig wie selten und im Moment kannst Du gut deine Computer üppig ausstatten.

 

RAM für den Audio Computer als Kit oder einzeln?

Auf unserem Motherboard für den delamar Audio Computer haben wir einen Intel X79 Chipsatz sitzen, der Quad-Channel fähig ist – also gleich vier Kanäle für die Anbindung der einzelnen Riegel anbietet. Das Ziel dieser Technologie ist es, die Datentransferrate zu vervierfachen, indem jeder Riegel nacheinander angesprochen wird. Dadurch sind die Latenzzeiten der gewählten Arbeitsspeicher (in unserem Fall C11) nicht mehr so wichtig.

Insgesamt steht eine merkliche Leistungssteigerung dahinter, die allerdings nur ausgeschöpft werden kann, wenn vier Speichermodule mit gleicher Spezifikation benutzt werden. Und da kommt das von uns gewählte Kit ins Spiel, denn hier sind eben jene vier Module auf einen Schlag drin. Viel einfacher dürfte es kaum werden, sich die passenden Riegel zu besorgen. Wenn Du allerdings vier Mal denselben Arbeitsspeicher mit denselben Spezifikationen kaufst, solltest Du auch eine Leistungssteigerung bemerken. Da das preislich kaum einen Unterschied macht, würde ich mich auf die Vorauswahl durch den Hersteller verlassen.

Video Digital Audio Workstation

Im kommenden Artikel bauen wir dann unseren Rechner mit Motherboard, CPU und Arbeitsspeicher in das Gehäuse ein.

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Lesermeinungen (5)

zu 'dDAW 2012: Der Arbeitsspeicher'

  • PCTechniker   09. Mai 2012   09:09 UhrAntworten

    Interessanter Beitrag, wie auch schon der MoBo-Beitrag. Ich stimme in beiden Fällen zu: hier Kosten zu Lasten der Qualität zu sparen ist nicht empfehlenswert. Allerdings muss man bedenken, dass selbst hochwertige Motherboards und Riegel Zicken machen können. Und umgekehrt gilt das vermeintlich "minderwertigere" Mobo's und Riegel sehr stabil laufen können. Heutzutage ist das auch immer etwas Glückspiel mit den Komponenten, vor allem wenn man sich den Rechner aus Einzelteilen zusammenstellt. Ich tendiere daher zu Systemen von der Stange (z.B. Dell Workstation), weil krasse Serienfehler vom Hersteller vermieden werden müssen.

    • Carlos San Segundo (delamar)   09. Mai 2012   12:01 UhrAntworten

      Solche fertigen Systeme sind natürlich sehr komfortabel, doch das will auch bezahlt werden - denn die Entwicklungskosten müssen für die Hersteller auch wieder eingespielt werden. Ich habe in den letzten Jahren eigentlich eher die Erfahrung gemacht, dass das Zusammenbauen solcher Systeme einfacher geworden ist und es zu weniger Problemen führt als noch vor 10 Jahren.

  • alexander   09. Mai 2012   14:31 UhrAntworten

    oh oh,
    und ich habe mir gerade ram gekauft.
    2 Stück DDR3 PC1333 8GBKit 2x4GB XMS3 Corsair CL9 (Dual Channel) für gerade mal 90 € (45€ das Kit).

    das ist eher billig, wenn das mal kein fehler war.

  • Herold   27. Jul 2012   23:33 UhrAntworten

    Ein Hallo an das ganze Team von Delamar,

    vielen Dank für diesen Beitrag, er bietet einen echten Leitfaden in der Unmenge an Angeboten im Hardware-Bereich.

    Eine Frage hätte ich aber doch:
    Warum verwendet Ihr einen Arbeitsspeicher, der eine maximale Geschwindigkeit von 2400 MHz besitzt, obwohl der Prozessor nur maximal 1600 unterstützt? Macht das den Arbeitsspeicher nicht teurer?

  • Vitalis   29. Okt 2012   00:40 UhrAntworten

    Genau die selbe Frage stelle ich mir auch, wie Herold.

    Ich habe vor paar Wochen genau dieses Memory-Kit geholt und wollte jetzt noch das Motherboard + Prozessor kaufen. Und dann stoße ich auf folgende Daten beim P9X79:
    "64 GB max. RAM, DDR3-1066, DDR3-1333, DDR3-1600, DDR3-1866"

    jetzt wird nur die 1866 taktung hergenommen, obwohl das Kit auf 2133 lauf könnt?

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