5 Schritte zu besser klingenden Drums
5 Schritte zu besser klingenden Drums
- Route alle Drums auf einen zusätzlichen Buss bzw. Gruppenspur und lege einen Stereokompressor drauf.
- Stell den Kompressor so ein, dass die Gain Reduction bis zu 10dB beträgt (so lange den Treshhold runterziehen, wie das Ergebnis noch gut klingt)
- Der Return des Kompressors wird wieder in das Mischpult geführt.
- Mit einem gutem EQ werden tiefe und hohe Frequenzen des komprimierten Audiosignals angehoben (6-10dB bei etwa 8-10kHz und 6-10dB bei etwa 100Hz)
- Jetzt werden die Fader des Kanals mit dem komprimierten und dem EQ bearbeiteten Signal langsam angehoben, bis es gerade eben hörbar wird
Fertig! Die Drums werden jetzt größer, breiter und kontrollierter als vorher klingen – und das ohne, dass das Ergebnis über-komprimiert klingt. So einfach kann parallele Kompression sein.
Viel Spass beim Ausprobieren!
Lesermeinungen (14)
zu '5 Schritte zu besser klingenden Drums'
Sag uns deine Meinung!

07. Jan 2008 | 19:49 Uhr
Dann aber besser die Mitten absenken als Bässe und Höhen boosten, nicht?
07. Jan 2008 | 20:13 Uhr
Da scheiden sich die Geister, aber ich würde Dir im Prinzip zustimmen, dass eine inverse Absenkung immer etwas besser als eine Anhebung klingt.
Für diesen ganz speziellen Anwendungsfall bevorzuge ich allerdings einen etwas aggressiveren Sound, und diesen erreiche ich eher durch das Boosten.
07. Jan 2008 | 21:21 Uhr
Ok.
17. Jan 2008 | 12:56 Uhr
Hierfür empfehle ich gern den SafeSoundAudio P2 – eine Hardware 19″Unit, mit der paralelle Compression direkt am Gerät eingesetzt werden kann.
Hier ein Link zu dem Gerät mit Demonstrationsvideo zu dem Thema.
safesound.blogsport.de/2008/01/14/new-york-kompressionparalelle-kompression
18. Jan 2008 | 01:26 Uhr
Eine solche Hardware ist natürlich eine feine Sache!
02. Nov 2008 | 08:08 Uhr
@ mad: Anhebung mit Shelving-Filtern.
Ich benutze gern auch einen Kompressor abschließend auf der Master-Summe(!) – aber nur mit 1 bis 2 dB Gain Reduction
Release ganz genau einstellen, so dass der Groove stimmt. (Testweise mit höherem Ratio wert). Gibt einen ganz minimalen, subtilen Pump-Effekt.
02. Nov 2008 | 11:14 Uhr
Auf dem Master-Buss ist ein Kompressor immer so eine Sache, da er nicht nur die Drums bearbeitet, sondern auch den Rest der Mischung beeinflusst.
Ein solches (wenn auch nur leichtes) Pumpen kann bei Vocals sehr störend wirken.
31. Aug 2009 | 21:38 Uhr
Ich habs heute mal endlich ausprobiert.
SEHR FETT, was da noch rausgeholt wird aus den Drums.
Vielen, vielen Dank. Auf so eine Idee wäre ich nie im Leben gekommen.
05. Sep 2009 | 19:26 Uhr
Klasse Tipps, habe die wie Manuel angetestet und die Drums klingen wirklich besser danach. Vielen dank für die Tipps und auch dafür, dass sie so schön kurz gehalten sind. Das geht einfach besser umzusetzen.
06. Nov 2009 | 11:18 Uhr
Kenn ich schon was länger, aber unter dem Namen “NYC-Compressor-Trick” ;] Aber trotzdem sehr lesenswert!
Much Luv
Itz Yo Boi
12. Mai 2010 | 21:43 Uhr
klasse
08. Sep 2010 | 21:39 Uhr
ich arbeite mit ableton … versteh aber eins nicht:
ich habe z.b. drei midi spuren: auf der ersten spur eine kick auf der zweiten eine snare und auf der dritten eine hihat.
als vierte spur habe ich eine audio spur (=bus) auf die ich die drei anderen spuren route … soweit müsste ich alles verstanden haben.
aber jetzt ?! …. lege ich den kompressor auf eine return spur, stelle in dort extrem ein und mische dan einen kleinen anteil der kompresson über sends in die bus spur hinein ?!
oder gibt es noch einen anderen weg, weil irgendwie versteh ich das oben geschriebene so:
ich lege den kompressor auf die bus spur … aber wie soll ich dan einen kleinen anteil der extremen kompresson dazu mischen ?!?
09. Sep 2010 | 09:28 Uhr
Du legst den extremen Kompressor auf eine eigene Gruppenspur, auf die du dann deinen Drum-Bus per Send routest (100%).
Anschließend kannst du dann über den Volume-Regler das Verhältnis zur Drum-Bus Spur regeln. Dabei machst du die komprimierte Spur deutlich leiser als deine eigentliche Drumspur. Somit hast du das nur zu einem kleinen Teil hinzugefügt.
Ich hoffe, ich konnte dir damit etwas weiterhelfen. Kenne mich mit Ableton leider nicht aus.
13. Aug 2011 | 07:38 Uhr
Es ist vielleicht bereits hinfällig, aber der Vollständigkeit halber beschreibe ich hier noch schnell, wie ich es unter Ableton Live umsetzen würde:
Zunächst sollte man eine Return-Spur anlegen, die man mit dem Kompressor mit den beschriebenen Einstellungen belegt. Alle Drum-Spuren routet man via Send-Regler auf diese Return-Spur, am besten Pre-Fader. Jetzt kann man die Return-Spur den eigenen Vorstellungen entsprechend hinzumischen, unabhängig von den Drum-Spuren. Das war’s dann auch schon wieder.