10 Dinge, die Deinen Workflow im Studio verbessern werden

10 Dinge, die Deinen Workflow im Studio verbessern werden

Arbeitsumgebung
Die richtige Einrichtung Deiner Arbeitsumgebung hat vielleicht den größten Einfluss auf Deine Effektivität – positiv als auch negativ. Stetige Probleme mit der Technik werden Deine Kreativität stören, wenn nicht gar zerstören. Deswegen solltest Du darauf achten, Probleme mit der DAW möglichst schnell zu lösen und Abstürze vermeiden.
Häufig genutzte Tools sollten immer in Reichweite beim Produzieren / Musizieren bleiben. Das umfasst sowohl die Erreichbarkeit Deines Computers, als auch die Samples und Sample CDs, Keyboards und Master-Controller, Bedienungsanleitungen und natürlich der Link zu delamar ;)

 

Kenne Deine Werkzeuge in- und auswendig
Natürlich macht es Spass, jedes neue free VST Plugin auszuprobieren oder neue Programme zu installieren. Aber in Sachen Effektivität bist Du besser beraten, die Menge an Werkzeugen überschaubar zu halten und diese dafür in- und auswendig zu kennen.
Je mehr Du über Dein Equipment weisst, desto besser die Ergebnisse, die Du damit erzielen kannst.

 

Kabellose Verbindungen
Wann immer möglich, nutze kabellose Verbindungen. Ein Kopfhörer mit Kabel hält Dich immer in Reichweite Deines Audio Interfaces. Nutze Fernbedienungen oder MIDI-Controller, um die Transport-Funktionen Deiner DAW zu steuern. So kannst Du zum Beispiel auch vom anderen Ende Deines Studios die Gitarre aufnehmen oder die Drehregler eines Deiner Keyboards nutzen.
Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, über das Kabel zu stolpern, Dir weh zu tun oder Dein Audio Equipment zu zerstören geringer. Vor allem aber kannst Du den Flow in Deiner Kreativität voll ausnutzen.

 

Aufräumen auch mal sein lassen
Sofern Du kein kommerzielles Tonstudio betreibst, kannst Du das Aufräumen und Resetten auch einfach sein lassen. Wenn Du *den* Sound in einem alten analogen Synthesizer ohne Total Recall Funktion gefunden hast – dann lass ihn doch einfach eingestellt. Keiner zwingt Dich, am Abend die bestehenden Verkabelungen wieder zu lösen und die Kabel an den Rechen zu hängen.
Du weisst nie, wann Dich die Muse küsst – und dann sollte alles bereit für die Aufnahme sein.

 

Finde die besten Einstellungen
Nimm Dir immer wieder Zeit, um die besten Sounds und Klänge aus dem Audio Equipment herauszukitzeln. Überlege Dir auch eine Backup-Strategie. Es wäre doch schade, den ultimativen Gitarrensound wieder zu vergessen. Finde eine Methode, um Einstellungen an Geräten festzuhalten und halte Dich auch daran.
Möglichkeiten könnten sein: Ein Notizbuch, ein ausgedrucktes Schema auf Papier, ein Word-Dokument auf dem Computer oder ein Foto der Regler.

 

Verbessere Deine Raumakustik
Viele moderne Musikproduzenten arbeiten in einem einzelnen Raum, was einige Nachteile mit sich bringt. Der erste und dazu kostenlose Schritt für eine bessere Raumakustik ist dieser: Sorge dafür, dass Deine Studiomonitore mindestens 50 cm Abstand von der nächsten Wand haben. Wenn möglich sieh zu, dass Du keinen Lautsprecher in einer Ecke des Raums aufstellst (genauere Informationen findest Du hier: Studiomonitore richtig aufstellen). Dann lohnt sich das Investieren in Bassfallen und Diffusoren (z.B. Schaumstoff / Noppenschaum), um die Raumakustik weiter zu verbessern.

Automatisiere Routinearbeiten
Viele Audioprogramme bieten die Möglichkeit, Vorlagen anzulegen. Gleich ob es sich um Presets bei Synthesizern und Sampler oder Templates bei Deiner DAW handelt. Lege Dir für jedes Instrument und Audioprogramm eine handvoll Presets und Vorlagen an. Wenn Dich die Kreativität das nächste Mal packt, brauchst Du diese nur zu laden und schon kann es los gehen.
Ich selbst zum Beispiel habe in meiner DAW Cubase 5 Vorlagen für Recording, Mixing, Mastering sowie diverse Setups für FX-Kanäle.

 

Nutze Deinen Computer
Du kannst alle erdenklichen Typen von Informationen auf Deinem Computer speichern. Nutze dies aus und lass den Computer Dir helfen, Dich zu organisieren. Es ist alles nur wenige Klicks entfernt.

 

Lass Dir helfen
Wer lange an einem Projekt arbeitet, verliert leicht die Perspektive. Mach regelmäßige Pausen und hör Dir zwischendurch andere Musik an. Das ist nicht nur inspirierend, sondern sorgt dafür, dass Deine Ohren frisch bleiben! Auch wenn Freunde fragen nicht immer das gewünschte Resultat hat: Bring Deine Musik zu anderen Freunden und Bekannten und höre Dir an, was diese zu sagen haben. Manchmal findet man erst so offensichtliche Schwächen heraus.

 

Nimm Dir Zeit
Mit all den Handys, Telefonen, Faxen und Emails ist es einfacher denn je, sich ablenken zu lassen. Deswegen hier der beste Tipp zum Schluss: Nimm Dir dediziert Zeit für’s Musik machen. Suche Dir einen Zeitraum, in dem Du für gewöhnlich so richtig kreativ wirst. Schalte alle Telefone und sonstige Störquellen aus, schliess die Tür hinter Dir und…mach Musik!

Lesermeinungen (11)

zu '10 Dinge, die Deinen Workflow im Studio verbessern werden'

  • SgtBose
    06. Aug 2009 | 17:06 Uhr Antworten

    Danke, gute Tips! Besonders der letzte, “nimm dir Zeit”, hat es in sich. Da verführt ja allein der Computer ein wenig: Nochmal eben da & dort reinhören, im Internet was nachsehen, Emails lesen etc.

    Gar nicht so einfach, diese ganzen Störquellen guten Gewissens abzuschalten, aber es lohnt sich bestimmt!

  • margoth
    07. Aug 2009 | 15:09 Uhr Antworten

    Ja, der letzte Tipp mit der Zeit dürfte bei mir auch der Knackpunkt sein. Dabei heisst das ja nix anderes als andere Prioritäten. Zumindest bei mir.

  • Ramon Smith
    26. Aug 2009 | 00:01 Uhr Antworten

    ich hab schnell runtergescrollt um den letzen punkt hervor zu heben. und siehe da: das seh nich nur ich so. Zeit hat man nicht, zeit nimmt man sich. Zeit ist wicfhtig. alle Punkte funktionieren nur, wenn man die zeit hat, zu experimentieren, zu speichern, kenn zu lernen etc …

  • sally
    01. Sep 2009 | 12:55 Uhr Antworten

    würde mich interessieren, welcher synthesizer für welche musikrichtung gut ist. ich persönlich werde mir cubase kaufen, ich möchte außer pop auch house ausprobieren.

  • marc
    05. Sep 2009 | 18:51 Uhr Antworten

    angenommen ich betreibe die kopfhörer über einen hochwertigen headphone amp…. ? von wegen schnurlos kopfhörer …

    würde mich interessieren :)

  • Carlos (delamar)
    05. Sep 2009 | 23:04 Uhr Antworten

    Sehr schöner Satz von Ramon: “Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich.”

    @sally & @marc
    Ihr könnt uns die Fragen etwas ausformuliert an den Podcast schicken. In diesem Artikel wäre die Beantwortung aber off-topic. (fragen(ät)delamar.de)

  • Frank
    26. Jul 2010 | 12:20 Uhr Antworten

    “Kabellose Verbindungen”

    …bringt zwar manchmal etwas Ordnung in den altbekannten Kabelsalat, aber im Zeichen einer STABILEN Umgebung für Produktionen verwende ich mittlerweile mit Vorliebe Geräte, die nicht auf W-LAN oder Bluetooth zurückgreifen, da genau diese Art der Verbindung zur DAW massive Probleme erzeugen kann!

    Wenn die Ergonomie im Studio passt, ist man mit Kabel-Verbindungen bestens beraten.

  • Markus
    21. Dez 2010 | 00:18 Uhr Antworten

    Den Workflow im Studio verbessert man, indem man alles Unwichtige außer vor lässt und sich nur um die wichtigen Dinge kümmert. So ist jedenfalls meine Erfahrung!

  • rocky
    18. Jan 2011 | 05:17 Uhr Antworten

    danke delamar….hab von dieser seite viel gelernt (;_

  • adahy
    22. Feb 2011 | 00:52 Uhr Antworten

    … Danke für die vielen hilfreichen Tipps. … Einfach nur Super …

  • miro Strenge
    19. Nov 2011 | 14:33 Uhr Antworten

    All right, thank’s for all nice Samples…
    ILOVE DELMAR…
    WORK IT BABE,controll Past.
    Miro.

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