Studio-Mikrofone: Die Hörbeispiele zum Vergleich
Hörbeispiele Studio-Mikrofone bis 500,- Euro
Im Rahmen der Vorbereitungen zu unserem letzten Special mit dem Titel “Musik selber machen” hat es so einige Erkenntnisse in der Redaktion gegeben. Eine davon war die, die wir aus dem Studio-Mikrofon-Test ziehen konnten: Auch günstige Mikrofone können gute Aufnahmen machen und sind ihren Preis wert.
Insgesamt hatten wir 35 Modelle unterschiedlicher Hersteller bis 500,- Euro bei uns im Studio, um diese genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit von der Partie waren sowohl renommierte Hersteller mit langer Tradition als auch die Eigenmarken diverser Fachhändler in Deutschland sowie einige Newcomer aus der ganzen Welt. Durchweg haben alle getesteten Studio-Mikrofonen ein gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis aufweisen können und keines ist aus dem Rahmen gefallen.
Bevor Du dir die hier eingestellten Klangbeispiele anhörst, solltest Du dir noch in Erinnerung rufen, dass ein Studio-Mikrofon sehr unterschiedlich klingen kann – je nachdem, vor welche Schallquelle Du es positionierst. Wir haben alle Modelle in derselben Umgebung unter möglichst genauen Voraussetzungen genutzt. Allerdings gibt es naturgemäß Unterschiede in der Performance, die auch für einen klanglichen Unterschied verantwortlich sein können.
Ein abschließendes Urteil solltest Du dir erst dann bilden, wenn Du das jeweilige Studio-Mikrofon mit deiner eigenen Stimme und in deinem eigenen Tonstudio getestet hast.
Download Klangbeispiele Studio-Mikrofone
Die Klangbeispiele der Studio-Mikrofone stehen als unkomprimierte WAV mit 24 Bit und 44,1 kHz zur Verfügung und sind in einer ZIP-Datei gepackt. Es befinden sich zu jedem der Studio-Mikrofone jeweils vier Klangbeispiele an Bord: Weiblicher Gesang, weibliche Sprache, männliche Sprache und die Aufnahme eines Shakers.
Wer beide Social-Media-Kanäle nicht nutzt und sich die Dateien zum großen Vergleich als WAV herunterladen möchte, kann uns einen symbolischen Euro über den PayPal-Button zukommen lassen. Nach der Überweisung erhältst Du eine Email mit dem Download-Link.
Solltest Du diese Email nicht innerhalb von wenigen Minuten erhalten, so checke bitte deinen Spam-Ordner.
Klangbeispiele Studio-Mikrofone
Du kannst auch alle Dateien als WAV-Dateien etwas weiter oben herunterladen. Neben den beiden als MP3 mit 160 kbps Klangbeispielen mit weiblicher und männlicher Sprache sind im Download noch zusätzlich Gesang und Shaker aufgenommen. Zum gratis Download ist entweder ein Account bei Facebook bzw. Twitter notwendig. Falls Du beides nicht besitzt, kannst Du uns auch einen symbolischen Euro über PayPal zukommen lassen.
Hörbeispiele weibliche Sprache
Hörbeispiele männliche Sprache
Die Modelle im Vergleich der Studio-Mikrofone
- AKG C 214
- AKG Perception 220
- AKG C 4000 B
- Beyerdynamic M160
- Fame Studio C02
- Fame Studio C03
- Fame Vintage F47
- Heil Sound PR30
- Heil Sound PR40
- Justin Minibig JM-440
- Justin RM-100
- Lewitt LCT 240
- Lewitt LCT 540
- MicW E216
- MXL V69 ME
- MXL 9090
- RØDE NT1-A
- RØDE NT2-A
- RØDE NT-1000
- RØDE NT-2000
- RØDE K2
- Sennheiser MK 4
- Sennheiser MD 421-II
- Sennheiser MD 21-U
- Shure PG27
- Shure PG42
- Shure Beta 27
- Shure SM7B
- Shure SM57
- sE Electronics sE2200a II
- SM Pro Audio MC01
- SM Pro Audio MC03
- t.bone SC-450
- t.bone SCT-800
- t.bone SCT-2000


14. Feb 2013 | 14:19 Uhr
Wow! Gute Arbeit! :)
Besonders auffallend ist der Unterschied zwischen den beiden Neumann Mikros.
Das Neumann U87 als DAS Studioreferenzmikro klingt beinahe wie ‘my first Sony’ im Vergleich zum Neumann TLM102.
Das TLM102 klingt schön luftig in den Höhen und in den Tiefen so richtig wuchtig.
Ein richtiges Mikro ‘to make love to’ bei ‘close micing’ Sprecheraufnahmen. :)
Das Neumann U87 mag neutraler klingen, man kann ihm aber mit einem Equalizer zu Leibe rücken; zwischen 600 und 1300 Hz etwas runter und bei 250 Hz etwas höher sowie auch bei über 6000 Hz, je nach Stimmlage des Sprechers.
Danke für diesen aufschlußreichen Test! Das muß ein schöner Aufwand gewesen sein.
Einen lieben Gruß aus Luxemburg
14. Feb 2013 | 16:38 Uhr
Tolle Idee, aber wo gibt es ein Neumann U87 AI für 500 EUR???
Beste Grüße aus Köln
14. Feb 2013 | 18:24 Uhr
Wenn Du genau hinhörst, dann erfährst Du, dass es sich dabei um unsere Referenz handelt :)
18. Feb 2013 | 11:46 Uhr
ok, selektive Wahrnehmung… und zuhören war schon immer mein Problem;-)
15. Feb 2013 | 22:30 Uhr
Sehr cooler Vergleich. Danke für den Aufwand und die Mühe. Auch ich bin der Meinung, dass sich das Neumann TLM 102 sehr gut präsentiert.
Mein zweiter Platz wäre das Shure SM7. Für ein dynamisches Mikro bemerkenswert.
Das U87 läuft ausserhalb des hier vorgegebenen Preisrahmens, klar.
28. Feb 2013 | 15:43 Uhr
Ich finde die Qualität der t.bone Mic´s wirklich beachtlich, wenn man bedenkt, dass z.b. das SC450 knapp an die 100 € kostet und das mit Spinne, Popschutz, Kabel und für 120 € sogar mit einem Ständer.
Ich hatte mal das sc400 und war total begeistert. Habe damit sogar eine Hörbuchproduktion gemacht. War zwar nicht für den kommerziellen Verkauf aber für ein Unternehmen als Auftraggeber. Die Resonanz war durchaus positiv. Habe mit dem Mic wirklich sehr gute Aufnahmen gemacht.
Wer ein günstigen Großmembraner für den Einstieg sucht, macht mit dem SC450 absolut nichts falsch. Das Kabel sollte aber gegen ein etwas hochwertigeres ausgetauscht werden, was aber auch keine so enorme Investition darstellt wie ein Neumann Mic.
Wenn ich mir die enorme Auswahl an hardware anschaue gehe ich eh davon aus, dass sich viele ein viel zu teures Equipment kaufen, in der Annahme automatisch bessere Musik zu machen.
Das nimmt Züge wie bei den Anglern an. Ich habe einen größeren und bunteren Blinker, die beste Shimano Rolle und eine Titanangel, fange aber immer nur kleine Rotaugen.
Was ich damit sagen möchte ist, dass man neben der Tonqualität, dem Preis als Kaufkriterium auch das Einsatzgebiet, die persönlichen Ambitionen, das restliche Equipment sowie die eigenen Kentnisse im Bereich Studiotechnik in Betracht ziehen sollte.
Es bringt niemandem ein neuman TLM, wenn ein minderwertiges interface oder Preamp verwendet wird, oder ein Mindestmaß an tontechnischen Grundlagen nicht vorhanden ist.
19. Mrz 2013 | 18:43 Uhr
Die t.bone’s und Fames sind mit Abstand die schlechtesten Mikros im Test. Die Fames hören sich ja an wie Headset-Mikrofone, die t.bones sind völlig leblos un ruinieren jedes Stimmcharakteristika. Diesen Krempel hersllerseitig überhaupt als Studiomikrofone anzubieten
ist fast schon unseriös. Diese Dinger an einen guten Preamp anzuschließe…reine Zeitverschwendung. BTW, ist Fame nicht die Hausmarke eines gewissen Stores aus Kölle?
Positiv überrascht bin ich von der Ergebnis der MXL Mikrofone. Das sE Electronics wirkt auch sehr überzeugend. Generel kann man sagen, es gibt perse kein “bestes” Mikrofon. Je nach Stimmlage kann sich ein Neuman entäuschend anhöhren und ein RØDE relativ wie eine Offenbarung. Man sollte immer dazu sagen, dass das Ergebnis entscheident vom verwendeten Preamp abhängt. An einem billigen USB-Interface Preamp z.B. hörst Du nicht, warum das Neuman angeblich soviel besser sein soll wie ein RØDE, an einem guten Preamp aber schon.
Ich persönlich würde zum sE2200a II tendieren.
24. Mrz 2013 | 10:09 Uhr
Der Test ist schon sehr überzeugend.
Ich besitze u.A. auch das SEelectronics 2200a.
Ist schon ein Tolles Mikrofon.
Ich jabe noch ein Rode K2 Mike,aber das geht so.
Darf mann normalerweise nicht sagen,da es ja ein Markengerät
ist.
Mir gefällt das Avantone CV-12 besser !
Die Mikrofone laufen bei mir über ein Manley VoxBox Preamp.
26. Mrz 2013 | 00:44 Uhr
Sehr interessanter Test. Auffällig ist, dass je billiger das Mikrofon ist, desto mehr wurden gewisse Frequenzen angehoben um ein bisschen zu “schummeln”.
Habe mir gestern ein t.bone von Thomann zur Amp-Abnahme bestellt. Hätte ich den Delamar Test zu dem Zeitpunkt schon gelesen, hätte ich wahrscheinlich ein teureres gekauft.
Schreib doch mal einen Artikel dadrüber, was ein gutes Mikrofon ausmacht, bzw. woran gerade bei den billigen gespart wird.
Bei Gitarren weiß man so viel über Qualitätsmerkmale, bei Mikros viel weniger.
26. Mrz 2013 | 16:00 Uhr
cooler vergleichstest, aber der player treibt einen in den wahnsinn. immer dieser einbettungscode, das nervt. außerdem kann man schlecht scrollen.
27. Mrz 2013 | 16:47 Uhr
Stimmt, der Player ist extrem nervig! Und was bitte ist das MCL 9090 WRM für ein Teil??? In der Modelliste ist’s jedenfalls nicht und google kennt’s auch net.