Sony Sound Forge Audio Studio 10 Testbericht: Preiswerter Audio Editor

Interne Plugins in Sony Sound Forge Audio Studio 10

Bei den mitgelieferten Plugin finden sich alle wichtigen Brot- und Butter-Effekte. Unter ihnen Amplitude Modulation, mit dem Du deine Stimme in künstliche Töne umzuwandeln kannst, ähnlich einem Vocoder, dann noch Chorus, Delay, Distorsion, das Plugin Dynamics mit Kompressor und Limiter, Envelope zur Bearbeitung von Transienten, Flanger, Wah-Wah, Noise Gate, Pitch Bend zur Tonhöhenkorrektur, ein Resonazfilter, ein Reverb und ein Plugin namens Stutter.

Praxis

Um das Programm zu testen, habe ich aus meiner Sample-Library ein Sample genommen, das typisches Knacksen und Knistern einer Vinyl-Schallplatte beinhaltet, um die Audiorestaurierung zu testen. Das mitgelieferte Plugin hat hervorragende Arbeit geleistet.

Unbearbeites Audio File
Audio Restaurierung

Natürlich wird das Knistern einer Schallplatte niemals vollständig unterdrückt werden können, ohne das Audiomaterial in seiner Klangqualität zu beschneiden. Aber mit der Bearbeitung klingt es runder, schöner und vor allem nicht so spitz, was den Genuss einer digitalisierten Platte um einiges aufbereitet. Hier kann das Programm die Erwartungen erfüllen.

Auch die Audio-Engine klingt hervorragend, die Files werden in Top-Qualität exportiert, abgespielt und bearbeitet – hier gibt es keine Abstriche. Genauso wenig beim Brennen einer Audio-CD, was in meinem Test einfach und ohne Probleme funktionierte.
Übersicht Sony Sound Forge Audio Studio 10 Testbericht

 

Übersicht Sony Sound Forge Audio Studio 10

Pro

  • Hochwertige Klangqualität der Audio Engine
  • Einlesen und Exportieren in nahezu allen Formaten
  • Gut klingende Audio-Restaurierung für Schallplatten
  • Wichtigste Plugins mit an Bord
  • VST-Plugins nutzbar
  • Interaktive Tutorials
  • Videounterstützung für die wichtigsten Formate
  • Gutes Preis/Leistungsverhältnis
  • Werkzeug um Audio schnell und langsam abzuspielen, um Fehler zu suchen

Contra

  • Eignet sich nicht für einige professionelle Eingriffe, da wichtige Analysetools, wie Stereometer, Analyzer usw. fehlen.
  • Destruktive Arbeitsweise: Plugins müssen im Vorschau-Modus eingestellt werden und dann sofort in die Datei gerechnet werden.
  • Unter Umständen komplizierte Installationsprozedur
  • Mitgelieferte Plugins eignen sich nicht für High-End Anwendungen.

 

Fazit Sony Sound Forge Audio Studio 10 Testbericht

Sony Sound Forge Audio Studio Version 10 ist ein kompakter Audio Editor für den schmalen Geldbeutel oder den Einsteiger. Es überzeugt durch hervorragende Klangqualität und seine unkomplizierte Handhabung. Es kann exotische Formate einlesen, konvertieren und exportieren. Für den Musikliebhaber, der seine Schallplattensammlung digitalisieren oder blitzschnell CDs in MP3 umwandeln möchte, ein echter Geheimtipp.

Auch das Brennen von eigens zusammengestellten CDs macht Spaß und gestaltet sich unkompliziert. Die Audiorestaurierung klingt gut und rundet die erstellte Vinylaufnahme ab. Kleine Eingriffe wie EQ, Kompressor und viele Effekte können mit den mitgelieferten Plugins durchgeführt werden.

Sony Sound Forge Audio Studio 10 ist durch die interaktiven Tutorials auch für Einsteiger bestens geeignet und bietet mit seiner Übersichtlichkeit einen guten Workflow.

Wer aber einen Audio Editor für professionelle Arbeiten sucht, wird enttäuscht werden. Denn hierzu ist Sony Sound Forge Audio Studio 10 allein durch die destruktive Arbeitsweise bei der Anwendung von Plugins und Effekten nicht zu empfehlen. Bei diesem Preis ist das aber auch nicht zu erwarten.

Alles in Allem zeigt sich im Sony Sound Forge Audio Studio 10 Testbericht ein gelungener Audio-Editor, der die wichtigsten Funktionen für kleines Geld bereit hält und sich einfach bedienen lässt.

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Lesermeinungen (2)

zu 'Sony Sound Forge Audio Studio 10 Testbericht: Preiswerter Audio Editor'

  • Jürgen
    09. Jun 2010 | 09:37 Uhr Antworten

    “Die Installation erwies sich leider als etwas schwierig.” – geht’s da bitte auch etwas präziser; um was für eine Komponente handelt es sich?

    “Auch die Audio-Engine klingt hervorragend, die Files werden in Top-Qualität exportiert, abgespielt und bearbeitet – hier gibt es keine Abstriche. Genauso wenig beim Brennen einer Audio-CD, was in meinem Test einfach und ohne Probleme funktionierte.” – Diese Tatsachen zeichnen mindestens ein Dutzend Freewareprogramme aus; bei der Qualität gilt immer noch der Spruch “Shit in, shit out”. Wie sieht es mit der Red-Book-Kompatibilität der geschriebenen CD’s aus?

    “Sony Sound Forge Audio Studio Version 10 ist ein kompakter Audio Editor für den schmalen Geldbeutel oder den Einsteiger.” – und wo bitte kann ich dem Testbericht den Preis entnehmen????

    Ein bisserl ausgefeilter und präziser dürften die Testberichte schon sein. ZDF (Zahlen, Daten, Fakten) kann man der Herstellerseite entnehmen, so sie denn verlinkt ist …

    • Carlos (delamar)
      09. Jun 2010 | 11:49 Uhr Antworten

      Die Problematik mit der Windows-Installation habe ich dem Redakteur zugunsten der Länge und Lesbarkeit in diesem Testbericht herausgenommen. Es handelt sich hier um eine Microsoft Visual C++ Komponente, die die wenigsten vorinstalliert haben dürften.

      Der Preis ist erst gestern bekannt geworden: UVP 59,99 Euro

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