SONAR 8 Test: Die Instrumente

SONAR 8: Roland TTS-1

General MIDI vom Roland TTS-1

General MIDI vom Roland TTS-1

Der Roland TTS ist schon seit Sonar 4 mit an Bord. Er ist die GM bzw. GS- Brot und Buttermaschine. Er beherrscht die seit Mitte der 90er Jahre gültigen Roland General Synth Vereinbarungen, die im Wesentlichen Instrumentenklänge den einzelnen Patchnummern zuordnen und u.a. Hall und Choruszuweisungen ermöglichen. Er ist 16-fach multitimbral und 128-fach polyphon. Die gebotenen Klänge können sich sehr gut mit den meisten Klangbibliotheken aktueller GM- oder XG-Keyboards messen, sind teilweise sogar etwas besser. Auf jeden Fall sind sie besser als die Sounds in meinem Yamaha MU80, oder MU100 XG Expander.

Wer eine MIDI Datei aus dem Netz wiedergeben will, kommt wohl am TTS nicht vorbei.

 

Beatscape

Hierbei handelt es sich um einen Sampleplayer, der ebenfalls wie der RXP Slices abspielen kann. Die Besonderheit liegt darin, dass man aus mehreren Elementen, sogenannten PADs, sich einen zusammenhängenden Gesamtgroove erstellen kann. So ist es beispielsweise möglich, einen Housebeat mit asiatischen und lateinamerikanischen Elementen anzureichern.

 

Sample Slicing in Sonar 8

Sample Slicing in Sonar 8

 

Schön ist, dass man die einzelnen Slice-Loops via Keyboardtastatur triggern kann, im PAD Trigger Feld startet einmaliger Tastendruck, nochmaliger Tastendruck beendet den jeweiligen Loop. Im Slice Trigger Feld kann man einzelne Slices (Häppchen des Gesamtloops) einzelnd via Tastendruck anspielen. Das Ganze reagiert natürlich auf die Anschlagsempfindlichkeit der Tastatur.

Eine sehr schöne Idee. Man könnte so, ohne Ahnung von Komposition im Eigentlichen zu haben, mit Hilfe des RXPs und dem Beatscape einen „amtlichen“ Housemix zusammenstellen.
Der Beatscape macht den auch dem Sonar 8 Producer Paket beiliegenden Cyclone eigentlich überflüssig, daher diskutiere ich diesen hier nicht.

 

 

SONAR 8 Test der Instrumente: Das Fazit

SONAR 8 kaufen

Sonar 8 Producer: ca. 499,- Euro (hier für 479,- Eur kaufen)
Sonar 8 Studio: ca. 299,- Euro (hier preiswert kaufen)
Update von Sonar 7 Producer: ca. 145,- Euro

Ich habe mich ja bereits im vorhergegangenem allgemeinen Testbericht zu SONAR 8 ausgiebig zu den VSTis geäußert. Daher will ich hier zum Ende für alle Schnellleser nur ein weiteres Mal betonen, dass sich der Kauf von SONAR 8 Producer Edition aufgrund der umfangreichen Zugaben in Form von virtuellen Instrumenten und Effekt-Plugins als wahrer Goldschatz erweist.

Für einen Preis von unter EUR 500,- sucht Cakewalk SONAR 8 noch nach einem Konkurrenten mit derart umfangreichen Ausgangsmaterial für die (semi-)professionelle Musikproduktion am PC.

Schließlich noch der Hinweis auf den dritten Teil des SONAR 8 Testberichts, der sich ausgiebig mit den Effekten in dieser Musikproduktionsumgebung befassen wird und in Kürze hier erscheinen wird.

delaMartial Drums - Professionelle Drums Samples

 

Mehr zum Thema:

Lesermeinungen (7)

zu 'SONAR 8 Test: Die Instrumente'

  • Marco
    21. Dez 2008 | 09:45 Uhr Antworten

    Kann Apple hier nicht mit der Logic Instrumentenbibliothek mithalten? Wäre zwar nur auf dem MAC ein Konkurrent, aber zu verachten ist die ja auch nicht.

    Auf jeden Fall ein schöner Testbericht. Ich empfand ihn als Nicht-Sonar-Nutzer als sehr informierend (dies gilt ebenfalls für den Sonar 8 Test). :)

  • Carlos (delamar)
    21. Dez 2008 | 10:28 Uhr Antworten

    Die Instrumente in Logic sind sicherlich mindestens konkurrenzfähig, aber wie Du schon selbst erwähnst: Logic ist nur für Nutzer von Mac und damit nur bedingt als Konkurrent zu sehen.

    Im Gegenzug gibt es SONAR 8 ja auch nur für den PC…

  • jeffVienna
    22. Dez 2008 | 12:35 Uhr Antworten

    Feiner Bericht! Sonar 8 liefert da gerade für den Einsteiger einiges an Kaufgründen… mit den beigelegten VSTis kann man schon mal ohne weiteres losstarten.

    Zitat: “Das größte Piano umfasst gerade mal 230MB und klingt dabei wie das GM Piano aus dem TTS1.” … wie kommt es, dass das 16MB (?) Piano aus meinem Yamaha P-120 so richtig gut klingt? Wie gibt’s das, dass die VSTi-Hersteller mit einem Viertel GB nix hinbekommen???

  • Marco
    23. Dez 2008 | 08:53 Uhr Antworten

    Die Frage habe ich mir schon oft gestellt. Ich denke, dass bei den Hardware Herstellern, einfach sehr viel Zeit in die Preseterstellung fließt und da auch schon sehr viel Erfahrung vorhanden ist.

    Der Trend bei den Software-Workstations ist ja hingegen eher immer mehr Sounds unter eine Haube zu bekommen. Da ist klar, dass nicht so viel Zeit in die Presets fließen kann, bei der Masse an Sounds.
    Ich denke die Bereiche in denen VSTs Hardware-Workstations in die Tasche stechken können, sind die speziellen Bereiche. Ein Piano Plugin (wie Galaxy II) wird wohl jedes Hardware-Klavier in die Tasche stecken, was Realismus angeht. Hier kommt der Vorteil der großen Kapazitätsmöglichkeiten und der Spezialisierung auf einige wenige Presets zu Gute.

    Deswegen träume ich entweder von dem Tag an dem ich endlich genügend Geld übrig habe um mir nen Motif zu kaufen oder vom Tag an dem ein gleichwertiges Plugin auf den Markt kommt.

    Aber das ist nur meine Vermutung. Die Realität kann natürlich auch ganz anders aussehen. ;)

  • Paul
    14. Feb 2009 | 08:15 Uhr Antworten

    Meine Erfahrung ist, das der Grund in den Wandlern steckt. Auch wenn Workstations mit 350 MB Samples protzen, was ja heutzutage im Tera-Gigabyte-Rechner-Zeitalter lachhaft ist sind es die Wandler der Workstatons die viele VST Plugins im Klang übertrumpfen. Eine MPC von Akai ist nicht nur beliebt wegen der Sounds, sondern sie durch die Wandler zu schicken bringt erst
    das gewünschte Ergebnis. Es gibt Leute die kaufen sich einen Motif, nur um ihre Akai Samples durch die Yamaha-Wandler zu schicken.
    Probieren lohnt sich. Ich habe zwei Mackie Pulte, ein altes 14 Kanal und ein 16 Kanal. Das 16 Kanal klingt deutlich besser und anders. Die Wandler sind´s

  • Christian Linder
    14. Sep 2009 | 13:43 Uhr Antworten

    Beinhaltet die Klangbibliothek ein Alphorn?
    Welche Qualität hat dieses?

  • Markus Fiedler
    15. Sep 2009 | 08:39 Uhr Antworten

    Äh??? Keine Ahnung….
    Vielleicht kann man ja ein Schweizer-Set bekommen..,. ;-)

Sag uns deine Meinung!



 

 

 


Like