SONAR 8 Test: Die Instrumente

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SONAR 8 Test: Die Instrumente

SONAR 8 Testbericht

Dies ist der zweite Teil des Tests zum beliebten Audio- und MIDI-Sequencer Cakewalk Sonar 8, der sich ausschließlich mit den in der Producer Edition mitgelieferten, virtuellen Instrumenten befasst.

Den ersten Teil findest Du hier:
SONAR 8 Testbericht

Vorneweg gilt es natürlich die Frage zu klären, ob die mitgelieferten Synthesizer und virtuellen Instrumente überhaupt brauchbar für unsere Musikproduktion sind. Klares Ja! Die Synthesizer und Sampleplayer, die Sonar 8 Producer Edition beiliegen, erreichen eine derart hohe Klangqualität und reichhaltige Auswahl, dass jeder angehende oder gestandene Musikproduzent für längere Zeit ausgesorgt haben dürfte. Für die Musikstile Pop, Rock, HipHop und Techno (bzw. sonstige Elektronica) sind genügend Möglichkeiten und Sounds vorhanden, so dass der Geldbeutel vor weiteren Ausgaben verschont bleiben sollte.

Natürlich gibt es auch mal die ein oder andere Lücke in den Klangbibliotheken (z.B. E-Orgeln). Aber diese kann man ja anderweitig kostenlos stopfen (siehe Tipps weiter unten). Das größte Manko dürfte die Komponisten von hochwertig konzertanter Orchestermusik treffen, deren Ansprüche mit dem Garritans Pocket Orchestra sicher nicht zufriedengestellt und eine klanglich weiterreichendere Samplingbibliothek benötigen werden.

 

SONAR 8: Die virtuellen Instrumente

Dimension pro

Beim Dimension Pro handelt es sich um einen Sampleplayer, der nur der hier getesteten Sonar 8 Producer Edition beiliegt.

Die Oberfläche des Dimension Pro ist intuitiv bedienbar und wichtige Parameter sind sofort über einen Mausklick zugänglich. Die Übersicht über die Klangbibliothek startet automatisch an der vermuteten Stelle und das Laden der verschiedenen Sounds geht schnell von der Hand. Die beigefügte Klangbibliothek ist eingeteilt in 21 Unterkategorien, welche ich im Folgenden einzeln einem genaueren Test unterziehe. Dazu weiter unten mehr.

 

Sonar 8 Test: Dimension Pro

Sonar 8 Test: Dimension Pro


Layout
Man findet auf der Oberfläche des Dimension Pro eine eigene Filtersektion. Diese bietet Hochpass, Bandpass und Bandfilter. Allesamt von 1. bis 4. Ordnung inkl. Cutoff und Resonanz. Des Weiteren erschließt sich dem Nutzer eine Verzerrersektion (Drive) mit mehreren unterschiedlichenVerzerrungsmodellen. Darunter: Röhre, weich, mittel, hart, asymetrisch (härteste Verzerrung – klingt teilweise wie digitales Clipping).

Zusätzlich ist eine Effektsektion mit Hall und ein weiterer DSP mit wählbarem Chorus, Flanger oder Phaser verfügbar. Eine EQ Sektion mit drei vollparametrischen EQs, wählbar als Tief-, Band- bzw. Hochpass, rundet das Bild dieses VSTi’s in SONAR 8 ab.

 

 

Dies & Das

MIDI-Matrix von Dimension Pro

MIDI-Matrix von Dimension Pro

Über die Midimatrix (kleines Midibuchsensymbol neben dem Dimension Schriftzug) kann man Spielhilfen wie Modulationsrad, Aftertouch, oder andere beliebige MIDI-Controller einem Modulationsziel zuweisen. Dabei scheinen mir auf den ersten Blick wirklich alle Parameter des Dimension Pro per Controller zugänglich. Sehr gut!

Dies geht natürlich auch über die Option „Bedienelemente zuweisen“ in der Synthesizerrackansicht. Ein Vektormixer ist über die Oberfläche des Dimension Pro aufrufbar. Darüber können die vier Elemente (so werden bei diesem VSTi die Einzelklänge, Grundbausteine der Klangsynthese, genannt) individuell in ihrer Lautstärke verändert werden. Das erinnert sehr stark an den schon betagten Yamaha SY22, der genau das beherrscht.

Der Dimension Pro benutzt von Haus aus das SFZ – Format, was dazu führt, dass alle Dimension-Pro Klänge auch im SFZ Player abgespielt werden können. Insgesamt ein gelungenes Konzept für diesen Sampleplayer, wie ich finde.

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Lesermeinungen (7)

zu 'SONAR 8 Test: Die Instrumente'

  • Marco   21. Dez 2008   09:45 UhrAntworten

    Kann Apple hier nicht mit der Logic Instrumentenbibliothek mithalten? Wäre zwar nur auf dem MAC ein Konkurrent, aber zu verachten ist die ja auch nicht.

    Auf jeden Fall ein schöner Testbericht. Ich empfand ihn als Nicht-Sonar-Nutzer als sehr informierend (dies gilt ebenfalls für den Sonar 8 Test). :)

  • Carlos (delamar)   21. Dez 2008   10:28 UhrAntworten

    Die Instrumente in Logic sind sicherlich mindestens konkurrenzfähig, aber wie Du schon selbst erwähnst: Logic ist nur für Nutzer von Mac und damit nur bedingt als Konkurrent zu sehen.

    Im Gegenzug gibt es SONAR 8 ja auch nur für den PC...

  • jeffVienna   22. Dez 2008   12:35 UhrAntworten

    Feiner Bericht! Sonar 8 liefert da gerade für den Einsteiger einiges an Kaufgründen... mit den beigelegten VSTis kann man schon mal ohne weiteres losstarten.

    Zitat: "Das größte Piano umfasst gerade mal 230MB und klingt dabei wie das GM Piano aus dem TTS1." ... wie kommt es, dass das 16MB (?) Piano aus meinem Yamaha P-120 so richtig gut klingt? Wie gibt's das, dass die VSTi-Hersteller mit einem Viertel GB nix hinbekommen???

  • Marco   23. Dez 2008   08:53 UhrAntworten

    Die Frage habe ich mir schon oft gestellt. Ich denke, dass bei den Hardware Herstellern, einfach sehr viel Zeit in die Preseterstellung fließt und da auch schon sehr viel Erfahrung vorhanden ist.

    Der Trend bei den Software-Workstations ist ja hingegen eher immer mehr Sounds unter eine Haube zu bekommen. Da ist klar, dass nicht so viel Zeit in die Presets fließen kann, bei der Masse an Sounds.
    Ich denke die Bereiche in denen VSTs Hardware-Workstations in die Tasche stechken können, sind die speziellen Bereiche. Ein Piano Plugin (wie Galaxy II) wird wohl jedes Hardware-Klavier in die Tasche stecken, was Realismus angeht. Hier kommt der Vorteil der großen Kapazitätsmöglichkeiten und der Spezialisierung auf einige wenige Presets zu Gute.

    Deswegen träume ich entweder von dem Tag an dem ich endlich genügend Geld übrig habe um mir nen Motif zu kaufen oder vom Tag an dem ein gleichwertiges Plugin auf den Markt kommt.

    Aber das ist nur meine Vermutung. Die Realität kann natürlich auch ganz anders aussehen. ;)

  • Paul   14. Feb 2009   08:15 UhrAntworten

    Meine Erfahrung ist, das der Grund in den Wandlern steckt. Auch wenn Workstations mit 350 MB Samples protzen, was ja heutzutage im Tera-Gigabyte-Rechner-Zeitalter lachhaft ist sind es die Wandler der Workstatons die viele VST Plugins im Klang übertrumpfen. Eine MPC von Akai ist nicht nur beliebt wegen der Sounds, sondern sie durch die Wandler zu schicken bringt erst
    das gewünschte Ergebnis. Es gibt Leute die kaufen sich einen Motif, nur um ihre Akai Samples durch die Yamaha-Wandler zu schicken.
    Probieren lohnt sich. Ich habe zwei Mackie Pulte, ein altes 14 Kanal und ein 16 Kanal. Das 16 Kanal klingt deutlich besser und anders. Die Wandler sind´s

  • Christian Linder   14. Sep 2009   13:43 UhrAntworten

    Beinhaltet die Klangbibliothek ein Alphorn?
    Welche Qualität hat dieses?

  • Markus Fiedler   15. Sep 2009   08:39 UhrAntworten

    Äh??? Keine Ahnung....
    Vielleicht kann man ja ein Schweizer-Set bekommen..,. ;-)

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