Propellerhead Record Testbericht: Eine DAW für Musiker

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Propellerhead Record Testbericht

Mixeransicht im Propellerhead Record Testbericht

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Propellerhead Record Testbericht

Als ambitionierter Hobbymusiker und Gitarrist wünsche ich in meinem kleinen Homerecording Tonstudio mit einer Band-In-The-Box-Lösung eine unkomplizierte Möglichkeit zu haben, meine Ideen schnell und ohne viel Drumherum auf die Platte zu kriegen. Viele der Dinge, die mir die altbekannten DAWs (Digital Audio Workstation) mitliefern, brauche ich zum Aufnehmen meiner Songideen, Licks und Riffs eigentlich gar nicht.

Und genau hier kommen die Schweden von Propellerhead mit Record ins Spiel: Eine DAW-Software, die aus Sicht eines Musikers aus und nicht aus der des Tontechnikers bzw. des Produzenten entwickelt wurde. Diese Ankündigung hat mich dann auch neugierig gemacht und dazu bewogen, der Sache auf den Grund zu gehen.

Zunächst zu den technischen Mindestanforderungen von Propellerhead Record im Überblick:

  • für WinXP (SP 3) / WinVista / Win7 mit den Mindestanforderungen Intel P4 / AMD Athlon XP mit 2GHz oder besser, 1 GB RAM oder mehr, 3 GB freier Festplattenspeicher, Monitor mit mindestens 1024×768 Auflösung, Audio Interface mit ASIO Treibern, mindestens einem freien USB-Port für den Ignition Key, Internetzugang zur Produktregistration;
  • Mac OS X 10.4 oder höher mit den Mindestanforderungen Intel Mac, 1 GB RAM oder mehr, 3 GB freien Festplattenspeicher Monitor mit mindestens 1024×768 Auflösung, CoreAudio kompatibles Audio Interface oder built-in Audio Hardware, mindestens einem freien USB-Port für den Ignition Key, Internetzugang zur Produktregistration

Propellerhead Record wird in der aktuellen Version 1.5 in zwei Varianten angeboten: Einmal quasi als Stand-Alone und dann im Bundle mit Reason. Mir lag zum Testen die Stand-Alone Version ohne Reason vor. Getestet habe ich auf meinem MacBook (2 GHz Intel Core Duo, 4 GB RAM) im aktuellesten OS X 10.6. Gewand. Als Audio Interface diente mir mein Line6 POD Studio KB 37, was mir zusammen mit Propellerhead Record sogar noch besondere Vorteile verschaffte (deshalb hier besonders erwähnt; doch dazu später mehr).

Die Installation der Software erfolgte unproblematisch und einfach. Die Programm-DVD einfach ins Laufwerk geschoben und los ging es. Registrieren lässt sich Propellerhead Record mit dem mitgelieferten USB-Dongle, dem so genannten Ignition Key – über eine kurze Internetverbindung zum Server des Herstellers. Dabei handelt es sich im Übrigen nicht um ein iLok, sondern um eine eigene Technologie von Propellerhead. All dies ging fix und war absolut easy to handle.

 

Überblick zu Propellerhead Record

In Propellerhead Record arbeitet man in drei Ansichten an seinen Projekten: die Mixeransicht, die Rackansicht und die Sequenzeransicht. Zwischen diesen Hauptansichten wechselt man bequem und schnell via Funktionstasten (F5, F6 und F7).

Die Mixeransicht offenbart eine erste, beachtenswerte Besonderheit dieses Musikprogramms: Hier wurde eine der populärsten Mixerkonsolen virtuell nachgebaut, nämlich die SSL SuperAnalogue XL 9000 K.

Propellerhead Record Testbericht

Mixeransicht im Propellerhead Record Testbericht

Optisch eine Augenweide. Gleichwohl auf den ersten Blick etwas fisselig in der Bedienung, da ein kompletter Kanalzug einschließlich einem vollparametrischen EQ und einer Dynamicsektion mit Kompressor/Limiter und Gate pro Channelstrip (!) nicht in ein Fenster passt.

Propellerhead Record Testbericht

Input Dynamics, EQ & Navigation bei Propellerhead Record

Aber hier haben sich die Schweden eine wirklich pfiffige Lösung einfallen lassen, indem man am rechten Rand im Mixerfenster durch die Hauptsektionen des kompletten Channelstrip scrollen kann (hier die Sektion ganz rechts abgebildet).

Mit ein wenig Einarbeitungszeit findet man sich sehr schnell zurecht und hat die nötigen Handgriffe parat, um den Workflow entsprechend angenehm zu halten. Was allerdings etwas problematisch bleibt, ist die Bedienung der Drehregler mit der Maus. Aber diesem Problem muss man sich ja generell stellen, wenn man mit einem Rechner aufnimmt und auf einen entsprechenden Controller verzichtet.

Klingen tut der Mixer natürlich auch, und das tut er wirklich gut, jedenfalls im Vergleich mit Logic und Reaper (andere Referenzen habe ich nicht). Ob das Original soundtechnisch gut umgesetzt worden ist, kann ich allerdings nicht beurteilen; hier fehlt mir schlicht die Vergleichsmöglichkeit.

Die Rackansicht stellt in Propellerhead Record im Vergleich mit anderen DAWs eine weitere Besonderheit dar. Wie man es von Reason aus dem Hause von Propellerhead gewohnt ist, stellt man sich die Instrumente und Effekte in den einzelnen Spuren in einer Rack-Ansicht zusammen. Für den ungeübten Nutzer, der keine Reason Erfahrung mitbringt und von einer anderen DAW umsteigt, ist dies zunächst einmal gewöhnungsbedürftig. Doch letztendlich hat man sich relativ schnell eingearbeitet und man kommt schnell zu den gewünschten Einstellungen.

Propellerhead Record Testbericht Rackansicht

Rackansicht in Propellerhead Record Testbericht

Für Gitarristen halten die Schweden in der Rackansicht ein besonderes Schmankerl bereit, nämlich die Integration eines Line 6 Ampmodelers. Drei Amps für die Gitarre (Fender Blackface, Marshall Plexi 100 und MesaBoogie Rectifier) inklusive passender Cabinets und zwei Amps für den Bass (Ampeg B-15, Ampeg SVT) auch inklusive passender Cabinets stehen für die Saitenfraktion zur Verfügung. Dazu kommt noch ein Volume- und ein WahWah-Pedal.

Propellerhead Record Testbericht Line 6 Rack

Line 6 Rack - Propellerhead Record Testbericht

Leider stehen einem die bekannten Stompboxen und Effektpedal nicht ab Werk zur Verfügung, es sei denn man ist stolzer Besitzer eines Line 6 Audio Interfaces und hat darüber die Line 6 POD-Farm auf dem Rechner. Dann lässt sich die komplette Palette an Stompboxen und Effektpedalen spielend leicht in Propellerhead Record integrieren. Dies geschieht dann auch mit der entsprechenden Flexibilität und Varietät der Line 6 POD Farm. Da ich RECORD über mein Line 6 Audio Interface, nämlich den POD KB 37 betrieben habe, standen mir diese Funktionen meiner POD Farm direkt zur Verfügung – sehr fein.

 

Hier geht es weiter mit dem Propellerhead Record Testbericht

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