MAGIX Samplitude 11 Testbericht: Professionelle und ausgereifte DAW

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Samplitude 11 Testbericht: Professionelle und ausgereifte DAW

Die DAW (Digital Audio Workstation) Samplitude gibt es bereits seit 1992. Damals war sie noch für den Commodore Amiga als Harddisk-Recording-Lösung konzipiert und wurde von der Dresdener Firma SEK/D vertrieben. Im Jahre 1995 hat dann das Unternehmen MAGIX Samplitude in das eigene Produktportfolio übernommen, was dem Programm insbesondere im Bereich Bedienungskomfort und -freundlichkeit enorm gut getan hat: Selbst ohne Handbuch erschliessen sich die meisten Funktionen direkt und intuitiv.

In der vorliegenden Version Samplitude 11 pro wurden einige wirklich interessante Neuerungen eingeführt. Insbesondere der im Gesamtpaket enthaltene virtuelle Gitarren- und Bassverstärker „Vandal“ dürfte das Herz eines jeden Gitarristen und Bassisten deutlich höher schlagen lassen. Vorweg: Er klingt dermassen echt, dass man kaum ein Audio-Plugin dahinter vermuten möchte.

 

Gitarren- und Bass-Verstärker-Simulation MAGIX Vandal

Gitarren- und Bass-Verstärker-Simulation MAGIX Vandal

 

Installation

Die Installation des Programms ging genaus so einfach und problemlos vonstatten, wie man es von einer professionellen Software wie Samplitude erwarten kann. Für den Betrieb der Software nach der Installation benötigt man Kopierschutzkey (Dongle), der erfreulicherweise mitgeliefert wird. Auf die Diskussion, ob ein Dongle wirklich notwendig war, möchte ich mich an dieser Stelle nicht einlassen. Optisch gesehen handelt es sich jedenfalls um das schönste Stück in meiner Sammlung.

Trotz Dongle wird für den Betrieb eine zusätzlich Aktivierung des Programms erforderlich, für die eine Internetverbindung benötigt wird. Es erschliesst sich mir leider nicht ganz, warum doppelte Sicherheitsmassnahmen notwendig sind. Ein Dongle oder wahlweise eine Registrierung hätte meines Erachtens vollkommen ausgereicht.

Tobias Schmidt, MAGIX:

Um eine Zuordnung von Dongle und Kunden vornehmen zu können, machen wir eine Aktivierung des Dongles, bei der der Kunde einen Account im Support Bereich unserer Homepage anlegt.

Das Produkt wird dann automatisch in seinem Account angelegt und ermöglicht dem Kunden auf Downloads, wie aktuelle Patches für seine Version, zuzugreifen. Bei einem Produktupgrade, z.B. von Samplitude 10 Pro auf Samplitude 11 Pro, ist ein Lizenzupdate des Dongles notwendig, was auch über das Lizenzmanagment unserer Datenbank erfolgt. Wir achten sehr darauf, dass alle Aktivierungen und Upgrades auch für Kunden ohne direkte Internetverbindung möglich sind. Davon abgesehen wird man vermutlich kein Dongleprodukt anderer Hersteller finden, dass komplett ohne Registrierung oder jeglicher Onlineverbindung auskommt.

 

Die Instrumente im Samplitude 11 Testbericht

Sampleplayer VITA
Aber auch bei den virtuellen Instrumenten war MAGIX durchaus spendabel. Besonders wertvoll und gut empfinde ich die Sounds und Presets aus dem Sampleplayer VITA. Diese kommen sehr natürlich und authentisch daher, damit hat sich MAGIX ein dickes Lob meinerseits verdient. Die Sounds des VITA lassen sich mittels Anschlagsdynamik erstaunlich artikuliert spielen, so hört man bei der akustischen Gitarre das Schleifen der Finger über die Saiten. Ganz so, als wenn man einen größeren Weg auf einem echten Griffbrett bewältigen würde. Die Instrumente des Vita Sampleplayers erschlagen den Samplitude-Nutzer nicht durch eine riesige Anzahl, sondern überzeugen durch ihre hochwertige Qualität.

Neben der eben erwähnten akustischen Gitarre, die in unterschiedlichen Varianten und Geschmäckern vorliegt, findet sich auch ein recht gut klingendes akustisches Piano im Umfang des Sampleplayers. Dazu kommen verschiedene Blasinstrumente aus dem Messing- und Holz-Bereich sowie einige Streicher. Vom kompletten String-Ensemble bis zu den Solo-Geigen, Celli und Kontrabässen ist alles Wichtige vorzufinden. Natürlich darf hier auch die orchestrale Perkussion nicht fehlen, die bei Samplitude 11 vom heftigen Paukenschlag bis zum Trommelwirbel alles bietet, was das Musikerherz begehren könnte.

Dem ein oder anderen könnte der Gedanke gekommen sein, dass der mitgelieferte Sampleplayer Vita nur klassische Instrumente für den Musikproduzenten bereithält. Nein – weit gefehlt. Bass, E-Gitarre und direkt einsetzbare Powerchords sind genause enthalten, wie diverse Drumsets für unterschiedliche Situationen. Alles wurde in sehr hoher Qualität gesampelt und bietet absolut amtliche und druckvolle Sounds, wie ich finde.

Alles in allem macht dieser Sampleplayer bzw. seine Presets richtig Spaß.

 

Synthesizer und Drumcomputer
Was sich in Vita nicht finden lässt, sind gesampelte Synthesizer-Klänge. Dafür liefert der Hersteller aber einen waschechten Synthesizer namens Revolta 2 mit Samplitude 11 Pro aus. Dieser packt ordentlich zu und liefert erstaunlich gute Klänge. Noch mehr als der Revolta 2 hat mich allerdings der Drumcomputer Robota Pro begeistert, mit dem das Erstellen von fetten Beats für Jedermann möglich wird.

Die Sounds des Robota Pro basieren nicht etwa auf authentischen Schlagzeugklängen, sondern orientieren sich vielmehr an synthetischen Klängen der elektronischen Vorbilder. Über die Drum Sounds hinaus liefert der Drumcomputer auch weitere Klänge wie Bass oder Effektsounds. Eine runde Sache, die vor allem schnell zu guten Ergebnissen führt.

Eine weitere Besonderheit in Samplitude 11 Pro sind die Objektsynthesizer, derer es gleich vier an der Zahl gibt. MAGIX hat sich hier einen ungewöhnlichen Namen einfallen lassen. Es handelt sich bei den Objektsynths um nichts anderes als Patternorientierte Synthesizer. Die Bandbreite dieser Synthesizer ist immens: Angefangen von atmosphärischen Klängen und Flächen mit zum Beispiel Regen, Gewitter, Strassengeräusche bis zum Drum & Bass Groove-Instrument finden sich hier etliche inspirierende Klangerzeuger und Presets. Hierunter findet sich auch ein einfach zu bedienender Drumcomputer, der sehr schnell unterschiedliche Phrasen für Intro, Verse, Chorus, Fills und Ending bietet.

Es darf nicht verschwiegen werden, dass das Arbeiten mit den Objektsynthesizern zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist, denn es können immer nur acht Takte lange Objekte in Samplitude 11 erstellt werden. Diese können anschliessend kopiert, geschnitten und aneinandergereit werden. Persönlich hätte ich es aber besser gefunden, wenn die Anzahl der Takte vom Nutzer vorgegeben hätte werden können. Vielleicht kommt das ja vielleicht noch beim nächsten Samplitude Update.

 

Die Effekte im Samplitude 11 Testbericht

Nachdem wir nun einen Blick auf die Instrumente und Klangerzeuger in Samplitude 11 Pro geworfen haben, wird es Zeit die mitgelieferten Audio Effekte in Augenschein zu nehmen. Der DAW wurden in der Pro-Version unter anderem auch die einzeln erhältlichen Plugins AMSuite, VE-Suite und das Variverb beigelegt. Hier finden sich vom Vintage Kompressor bis zum hochwertigen algorithmischen Reverb alle Audio-Effekte, die in der professionellen Musikproduktion gebraucht werden.

Ganz besonders gut hat mir die essentialFX Ausstattung gefallen. Hierbei handelt es sich um die „Brot und Butter“ Sektion, die bei Samplitude in einer sehr CPU freundlichen Variante vorliegen. Kompressor, Chorus, Delay, Flanger können auf vielen Spuren einfach im Insertweg genutzt werden, ohne dass dem Audio Computer dabei die Puste ausgeht. Sehr gut mitgedacht von MAGIX!

Ebenfalls neu in Samplitude 11 Pro ist der parametrische 6-Band Equalizer EQ116, der selbst chirugische Eingriffe in das Klangmaterial erlaubt. Der neue sMAX11 ist ein Brickwall Limiter oder anders ausgedrückt ein Loudness Maximizer. Die einen reden von der Problematik im Loudness War und die anderen wollen es eben immer lauter. Gewinner des Lautheitskrieges sind sicher die Hörgeräteakustiker, die sich auf eine Menge Kundschaft freuen werden können. Festzustellen ist jedenfalls, dass der sMAX11 seinen Dienst sehr gut verrichtet und das gesamte Audiomaterial lauter und etwas fetter klingen lässt.

Es gibt einen Faltungshall (Convolution Reverb) namens „Raumsimulator“, der mit Impulsantworten arbeitet, um echte Räume zu simulieren. Erfreulicherweise hat MAGIX auch an dieser Stelle mitgedacht und legt reichlich Impulsantworten bei.

Eine weitere Überraschung war für mich der Effekt „Elastic Audio“. Dieser erlaubt es, monophones Soundmaterial, wie zum Beispiel ein Gitarrensolo oder eine Gesangsspur, nachträglich gerade zu rücken oder mit zusätzlichen Harmonien zu versehen. Der Klang ist hierbei übrigens durchgehend gut.

Was die Ausstattung von Samplitude 11 Pro angeht, habe ich hier nur gerade mal an der Oberfläche des Programms gekratzt. Es gibt noch eine Menge weiterer Effekte, für jeden das Richtige möchte ich meinen.

 

Unter der Haube im Samplitude 11 Pro Testbericht

Werfen wir einen Blick unter die Haube und reden kurz über die grundsätzlichen Funktionen und die Technik in MAGIX Samplitude 11 Pro. Das Programm arbeitet mit einer Hybrid Audio Engine, die eine spezielle Kombination aus Low Latency (geringer Latenz) und der klassischen Playback-Engine (mit höherer Latenz) darstellt. Im Betrieb verarbeitet die Low Latency Engine sowohl Input-Signale in Echtzeit, wie auch den Output der Playback-Engine.

 

Key-Editor in Samplitude 11 Pro (Testbericht)

Key-Editor in Samplitude 11 Pro (Testbericht)

 

Warum das? Der Vorteil liegt in den kurzen Reaktionszeiten bei der Berechnung der Spureffekte, womit Monitoring bei geringsten Latenzen möglich wird. Die klassische Playback-Engine arbeitet hingegen sehr ressourcensparend und vereinfacht die Einbindung von rechenaufwändigen Effekten. In der Praxis heisst das: Viele rechenintensive VST-Instrumente werden in so genannten „Economy“-Spuren abgespielt, und nur das aktuell verwendete bzw. gespielte VST-Instrument wird in der Low Latency Engine berechnet wird.

Auf meinem für diesen Samplitude 11 Testbericht verwendeten Audio Computer mit Dual-Core Prozessor konnte ich auch bei üppiger Verwendung von Audio-Plugins keinerlei Latenzprobleme entdecken. Ich kann MAGIX nur attestieren, dass die Hybrid Audio Engine hält, was sie verspricht. In der Vergangenheit habe ich Samplitude immer für das Mastering meiner Projekte genutzt und das wird auch in Zukunft so bleiben. Dieses Programm hat für mich einfach eine fantastische Umsetzung eines Mischpults, in der ich Equalizereinstellungen, alle Audio-Plugins und Sends in einer einzigen Ansicht zusammengefasst bekomme.

 

Der Mixer und Sampleplayer VITA in Samplitude 11

Der Mixer und Sampleplayer VITA in Samplitude 11

 

Samplitude 11 Testbericht: Übersicht

Pro:

  • Umfangreiche Ausstattung
  • Hochwertige Effekte
  • Professionelle Musiksoftware

Contra:

  • Dongle (und zusätzliche Aktivierung)

 

Das Fazit / Samplitude 11 Testbericht

Es macht einfach richtig Spaß mit Samplitude 11 Pro zu arbeiten. Das gut geschnürte Gesamtpaket mit virtuellen Instrumenten und Audio Effekten wird durch einen sehr guten Workflow und überragende Funktionen im Audiobereich abgerundet. Samplitude ist eine Musiksoftware, die zulässt, sich auf das Wesentliche zu fokussieren: Das Musikmachen.

In der aktuellen Version Samplitude 11 Pro hat das Programm wieder enorm zugelegt. Gleich ob klassische Musik, elektronische Musik oder Sprachaufnahmen für ein Hörspiel oder einen Podcast die Anwendungen sind: Alles scheint möglich. Der integrierte Gitarren- und Bass-Verstärker MAGIX Vandal macht ebenfalls enorm Spass und wertet diesen Sequencer nochmals gewaltig auf.

Selbstredend hat auch Samplitude 11 eine Notenbearbeitung nebst Druckfunktion und ein weiteres Gimmick ist es, die fertige Musikproduktion noch aus dem Programm direkt auf CD / DVD brennen zu können. Das Handbuch ist verständlich geschrieben und übersichtlich gehalten. Alles in allem ist Samplitude 11 Pro ein umfassendes Paket für die (professionelle) Musikproduktion und seinen Preis absolut wert.

 

Kommentar zum Samplitude 11 Pro Testbericht von Carlos

Ich hatte im Vorfeld schon von einigen professionellen Anwendern und Tonstudios eine Menge Lob über Samplitude gehört. Zugegeben, ich bin immer skeptisch geblieben bis ich kurz vor diesem Samplitude Testbericht selbst mal reingeschaut habe. Die Herkunft als reine Harddisk-Recording-Lösung der alten Tage kann Samplitude jedenfalls nicht verleugnen, hier hat diese Software ihre grosse Stärke. Das Programm arbeitet ohne Zweifel auch höchstem Niveau und macht den Quereinstieg denkbar einfach. Die Oberfläche ist übersichtlich aufgebaut und lässt sich schnell intuitiv bedienen. MAGIX liefert für die Oberfläche sogar diverse Skins mit, die für jeden Geschmack etwas bieten.

Sehr gut gefallen haben mir die teilweise umfangreichen Tooltips, die sich an diversen Stellen der GUI während der Bedienung öffnen und den Blick ins Handbuch überflüssig machen. Apropos Handbuch: Auch hier muss ich dem Hersteller ein Lob aussprechen. Während viele Mitbewerber entweder gar kein oder ein unpraktisch gebundenes Handbuch mitliefern, bietet Samplitude eine Bindung mit Ringen an. Im Klartext heisst das: Ich kann jede beliebige Seite aufschlagen, das Handbuch offen hinlegen und gleichzeitig im Programm arbeiten. Sehr fein!

Für mich war am Ende das bestechendste Feature der Mixer. Dieser erinnert mich etwas an Pro Tools und hat im Gegensatz zu meinem jetzigen Sequencer den grossen Vorteil, alle wichtigen Daten für einen Kanal auf einen einzigen Blick bereitzustellen: Gain, Routing, Sends, Inserts, Equalizer-Sektion und den Kanal. Das Vorhandensein der wichtigsten Transporkontrollen im Masterbereich finde ich persönlich auch nützlich, obwohl ich für den Transport eigentlich immer Tastaturkürzel verwende. Einzig eine Notizenfunktion wie in Pro Tools hat mir im Mix noch für die 100% gefehlt.

Die Objektsynthesizer fand ich persönlich etwas schwach auf der Brust, allen voran der DrumnBass, der den Eindruck von halbfertig machte. Bei den Effekten lässt MAGIX hingegen wirklich nichts zu wünschen übrig. Das Highlight MAGIX Vandal darf natürlich nicht verschwiegen werden. Diese Amp-Sim klingt wirklich hervorragend und genau so dynamisch wie der Entwickler seinerzeit auf der Musikmesse dargelegt hatte. Ich werde jedenfalls noch das ein oder andere Mal diese Musiksoftware öffnen und mir die vielen Funktionen und Möglichkeiten in Ruhe zu Gemüte führen.

Samplitude 11 Pro für 919,- Euro
Samplitude 11 Pro für 149,- Euro

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Lesermeinungen (18)

zu 'MAGIX Samplitude 11 Testbericht: Professionelle und ausgereifte DAW'

  • Marek   14. Nov 2009   17:32 UhrAntworten

    Eine Anmerkung an den Verfasser: Es sind einige Tippfehler im Text und auf so einer Webseite macht sich das nicht so gut.

    Was die Dongle-Aktivierung betrifft so muss diese jeweils nur ein mal erfolgen danach reicht der Dongle. Bei einer erneuten Installation muss also nichts mehr aktiviert werden, es reicht der Dongle und es ist auch keine Internetverbindung notwendig. Es sollte noch gesagt werden das Samplitude auf mehreren Rechnern parallel installiert werden darf und mit dem Dongle betrieben werden darf.

    Bei den Plugins der Rhythmus-gruppe wurde der Beatbox 2 nicht angesprochen. Dieses Teil gefällt mir perönlich noch besser wie der Robota.

    Interessant und sehr nützlich finde ich die Groove-quantisierung die hier auch nicht angesprochen wurde. Es sollte evtl. auch erwähnt werden das Sam 11 (nicht Pro) nur über den Vandal SE verfügt so wie die Samplitude Music Studio 16 Version für 69 €.

    Für sehr gelungen halte ich das neue Skin in Samplitude sowie die Möglichkeit verschiedene Werkzeugleisten, Metering, Manager, Transportleiste anzudocken.

    Was ich sehr bedaure ist das die AAF/OMF Unterstützung zusätzlich gekauft werden muss und nicht direkt zu Verfügung steht.

    Auch hier wurde eine der wichtigsten Neuerungen in Sam nicht angesprochen und zwar die Revolvertracks. Hier kann quasi ein Magazin mit Effekten usw. belegt werden und es kann zwischen diesen Programen hin und her geschaltet werden um zu sehen welche Effektvariation z.b. die beste ist.

    @Carlos: Es gibt in jeder Spur in der Spurbox ganz unten links das Feld "Comments" wo verschiedene Anmerkungen usw. verfasst werden können.

    Ich selbst benutze Samplitude 11 und bin absolut begeistert und möchte nicht mehr tauschen.

    Viele Grüße,

  • Carlos (delamar)   19. Nov 2009   21:41 UhrAntworten

    Hallo Marek,
    danke für dein Feedback. Die Comments Funktion ist nur leider nicht mehr im Mixer vorhanden, das war, was ich meinte.
    Gruss,
    Carlos

  • karl napp   22. Apr 2010   01:17 UhrAntworten

    cycle verschiebt sich sobald ich im arrangement irgendwo hinklicke :/
    hunderte von menues :/
    alle funktionen in den menüs 3 oder 4 fach vorhanden :/
    neuer audiopart wird beim import gelockt und lässt sich nicht bewegen :/
    audio files bleiben geöffnet im hintergrund :/
    kopieren von parts oder dauert ewigkeiten :/
    neue midi spur ohne ausgang blockiert sequenzer start für 3-4 sek :/
    mixer nicht dockbar :/
    midi-editor nicht dockbar :/

    usw..usw

  • Funatyc   22. Apr 2010   10:48 UhrAntworten

    Hallo Karl Napp,

    1. welchen cycle meinst du denn? Du solltest aufpassen wo du im Arrangerfenster auf ein Audioobjekt klickst. Ein Klick auf die obere Hälfte und die untere Hälfte der Objekte im Arranger haben auch eine unterschiedliche Funktion.

    2. Samplitude ist einer der komplettesten DAW´s im Bezug auf Arrangement, Recording, Mix, Pre-Master, Red Book-CD. Es vereint fast alle Werkzeuge die dazu notwendig sind. Es hat nicht viel mehr Menüs als jeder anderer Audio/MIDI Sequenzer.

    3. Und da manche Menüs an mehreren Stellen zu finden sind, ist sicherlich im vereinfachtem Workflow begründet. Ich finde es sehr praktisch um nicht bei jeder notwendigen Funktion mit der Maus über den ganzen Bildschirm zu fahren um irgend wo ein Menü aufzuklappen.
    Du kannst das Arrangerfenster mit einem Klick auf die untere Werkzeugleiste schnell im Ansichtsmodus ändern um den Funktionsumfang aufs nötigste zu beschränken.

    4. ich würde sagen du hast noch nie die "Y" Taste gedrückt um dich mal durch das Optionsmenü durch zu arbeiten und die Anwendung an deine Wünsche anzupassen. Da hättest du nämlich gesehen das die "lock" Funktion sehr detailliert eingestellt werden kann.

    5. Bei mir funktioniert das Kopieren von Parts in Bruchteilen von Sekunden. Möglicherweise stimmt etwas an deinem PC/Betriebssystem/Schnittstellen und/oder der Audiokarte oder den Minimalanforderungen die an das Gesamtsystem gestellt werden beim Einsatz von Sam nicht.

    6. Auch das ist mir neu. Hast du das Update heruntergeladen und installiert? Das erreichst du nur indem du dich auf samplitude.de unter deinem Account einloggst und das Update herunterlädst.

    7. Also entschuldige bitte aber bei alle Liebe zum Funktionsumfang aber wozu willst du einen Mixer in dem 40 Spuren offen sind andocken? Und vor allem wo? Über dem Arranger? Dafür kannst du den Mixer auf ein zweiten Bildschirm ziehen falls vorhanden.

    8. Auch der MIDI Editor muss über ein Großteil des Bildschirms aufgeklappt werden damit halbwegs gutes Arbeiten möglich ist. Auch da sehe ich eine Andockfunktion als Quark. Sorry. Also manche hängen sich an Sachen auf da fällt mir nur wenig zu ein.

    9. usw. usw was? Geht es etwas konkreter?

    Warum besuchst du nicht einfach die Community von MAGIX? Warum wendest du dich nicht mal an das Forum von MAGIX. Hast du deshalb mal den Support angeschrieben?

    Sei mir nicht böse Ich würde ernsthaft mal vorschlagen du siehst dir mal das Handbuch ein wenig an. An ansonsten helfe ich dir gerne bei den Problemen. Aber nur so etwas dahin meckern bringt dich auch nicht wirklich weiter.

    Ich habe mir vor kurzen die Demo von Cubase 5 angesehen. Obwohl ich früher viele viele Jahre mit Cubase gearbeitet habe konnte ich mit manchen Menüs nichts anfangen und mich in vielen Optionen nicht zurecht finden. Und dennoch würde ich nicht meckern da ich weiß das es ebenfalls eines der besten Programme auf dem Markt ist. Neben Samplitude und einigen anderen wie ProTools, Abelton usw.

    Grüße,

    Funatyc

    • Myandroph   27. Aug 2013   04:10 UhrAntworten

      Ich kann Dich in Deinen Darstellungen und der Form nur vollkommen unterstützen und bestätigen.

      Es ist auch bei anderer Software oft festzustellen, dass Nutzer ganz einfach nicht Bescheid wissen, weil sie sich mit dem Werkzueg nicht ausreichend befassen.

      Es soll möglichst "supi-dupi" sein, aber mal einen Blick ins Handbuch, die Hilfe oder ganz einfach als Autodidakt den Strukturaufbau zu werfen und alle Menüs etc. durchzugehen um zu verstehen und zu begreifen, was sich exakt dahinter verbirgt, da sieht es schon düster aus.

      Es ist und bleibt Software, und das setzt in dem Falle neben Musikmachen strukturiertes, logisches Denken voraus. Ein User Interfacve ersetzzt das nicht komplett, sondern unterstützt diesen Vorgang. So einfach ist das, und so einfach wird's bleiben.

      Vieles, was angeblich nicht funktionieren soll, funktioniert in 90% aller Fälle doch - gewusst wie spart Energie.

      Hinzu kommt, dass man das meiste optional anpassen kann, da muss man schon mal etwas Zeit und Muse aufwenden, das erwarte ich als Mensch im 21. Jahrhundert und ist nicht zu viel verlangt. Dabei ist auch völlig egal, um welches Programm es sich handelt.

      Die sinnfreien Anwürfe, für Aussagen (von Firmen) bezahlt zu werden sind fragwürdiges Niveau und einfach albern.

  • Armin   22. Apr 2010   14:35 UhrAntworten

    kann mich karl nur anschliessen
    das programm sieht aus wie aus den 90ern und kost zu viel

  • Funatyc   22. Apr 2010   15:38 UhrAntworten

    @Armin:

    es muss jeder für sich selbst entscheiden ob für ihn das Aussehen oder die Funktionalität einer Anwendung im Vordergrund steht.

    Das gleiche betrifft den Preis. Wenn du dir Cubase 5 + Wavelab 6 gekauft hast, kennst du auch den Preisunterschied zu Samplitude 11 (nicht Pro da dort der Sampler Independence natürlich mehr kostet. Darüber hinaus ist die komplette Restaration und Vintage Suite sowie Vandal Pro drin)

    Also ist auch dieser Einwand nicht wirklich nachvollziehbar.

    LG Funatyc

  • TomHe   22. Apr 2010   18:35 UhrAntworten

    @funatyc
    Man merkt ja überhaupt nicht, wer dich bezahlt...

  • Funatyc   23. Apr 2010   10:38 UhrAntworten

    @TomHe,

    Mich bezahlt mein Arbeitgeber für den ich in Vollzeit arbeite. Es wäre schön wenn mich MAGIX noch neben meinem Job bezahlen würde. Dann könnte ich evtl. was auf Seite legen. Aber leider werde ich nicht von MAGIX bezahlt.
    Weder für meine Überzeugung zu Samplitude noch für meine Tätigkeit als Tutor in der Community noch für die Tätigkeit als Dozent bei den Schulungen die von den Lehrgangsteilnehmern selbst bezahlt werden.

    Ich arbeite seit Jahren mit Sam kenne mich damit ganz gut aus und bin einfach sehr davon überzeugt. Das ist alles. Ich habe seit 1990 bereits mit allen Audio/MIDI Sequenzern gearbeitet und kenne die Stärken, Schwächen der Programme und kann sehr wohl entscheiden und unterscheiden welches für mich das beste ist. Und ich habe bereits bei allen Herstellern den Support kontaktiert und kenne auch dort die Stärken und die Schwächen. Und wenn jemand Probleme damit hat helfe ich gerne wo ich kann. Nicht nur im Bezug auf Sam sondern auch andere Probleme im Studioalltag oä.

    Ich könnte ja auch fragen von wem die letzten zwei Posts gesponsert wurden, das ist aber Käse. Lassen wir die Posts für sich selbst sprechen. Wir haben nun mal einige verdammt gute DAW´s auf dem Markt und sie haben alle eines gemeinsam. Sie schenken sich nichts und haben alle einen sehr umfangreichen und ähnlichen Funktionsumfang. Der Markt ist halt hart.

    Also liegt die Entscheidung zum Kauf sicherlich nicht im Funktionsumfang sondern wirklich im eigenen Geschmack anderen Schwerpunkten usw. Und bei allen DAW´s gilt das gleiche. Wer nicht bereit ist sich das Handbuch sehr umfassend durchzulesen wird bei allen diesen DAW´s nicht all zu weit kommen, viwl falsch machen und 1000 Fragen stellen. Da gibt es keine Ausnahme.

    Und alleine die Tatsache das ich Sam mit einem Dongle auf beliebig vielen PC´s benutzen kann macht es für mich zur Nummer Eins!
    Wie gesagt Prioritäten und Schwerpunkte!

    LG Funatyc

  • Carlos (delamar)   23. Apr 2010   12:35 UhrAntworten

    Das Schöne an DAWs und Arbeitsweisen ist ja: Für jeden ist die richtige DAW irgendwo dort draussen. Es muss nicht für jeden dieselbe sein (auch wenn die Hersteller dies gerne hören würden...)

  • Funatyc   23. Apr 2010   14:11 UhrAntworten

    Hi Carlos,

    sehe ich genau so ;o)

    LG

  • Guu   12. Jul 2010   17:22 UhrAntworten

    Nun,dann will ich meinen Senf auch mal dazu geben.

    Ich bin ja nun ein Quereinsteiger,der über Musik live machen bei Sam 11 landete.
    Als Newbie hat man allerhand Hürden zu nehmen,meist Selbst gebastelt.

    Also,ich fand den Einstieg sehr angenehm,weil überschaubar.
    Die Funktionen sind vielfältig und nahezu grandios,vor allem Klangeigenschaften und Handling.

    Die Kritikpunkte,die hier angebracht wurden,sind für mich absolut nicht nachvollziehbar.
    Denn,wenn es Schwachstellen gibt,muß ich mich zuerst Selbst fragen,ob ich diese dort hereinbrachte oder ich Vorhandenes falsch anwendete,bevor ich das Propgramm schlecht rede.

    Und wenn es tatsächlich am Programm liegt,kommt hier mit einer der wichtigsten Gründe,als Greenhorn dieses Programm zu kaufen:
    Der Support.

    Und nicht wenige Leute,wie hier auch zu finden,die ernsthaft bemüht sind,dieses Programm noch besser zu machen.

    Worum geht es denn bei all den unterschiedlichen DAWs?
    Doch nur darum,daß man ein Werkzeug bekommt,mit dem man etwas bauen kann,ohne dafür für jeden Bauabschnitt ein Studium absolvieren zu müssen.

    Und das muß funktionieren.

    Und ich denke,da ist Sam 11 auf einem sehr guten Weg..

    P.S.Ach ja,der Preis.
    So viel ich weiß,konnte man den auch etwas dämpfen über Crossgrades usw.,wodurch er dann nicht deutlich teurer als die Konkurenten wäre.

    Ansonsten gibt es für die ewigen Preisnörgler ja noch die Möglichkeit,den Low budget Sequenzer zu ordern(habt ihr den nicht auch hier auf Delamar kreiert?)
    Greets,Guu

    Wobei

  • alexander   03. Jun 2011   19:34 UhrAntworten

    samplitude ist meine nummer 1

    mfg, alexander

  • Christoph   26. Sep 2011   14:34 UhrAntworten

    Endlich mal ein objektiver und unvoreingenommener Test über diese DAW. Nur weil Magix zu einem großen Teil auch den HomeUser-Markt abdeckt lässt das nicht gleich auf die Qualität in der Pro-Liga schließen.

    Übrigens... bis auf kleinere Fehler ein sehr guter Testbericht! Beatbox und Comment-Feld nicht vergessen! Auch der magix-eigene LowLatency Treiber ist bester Helfer in der Not!

    Warum wird diese Software nicht endlich auch in der Szene in die Produktpalette der professionellen DAWs eingereiht und akzeptiert!? Man hört immer nur ProTools und Logic, und das nervt inzwischen... weil dadurch die Objektivität total verloren geht.

    Meine Empfehlung, Demo runterladen und ausprobieren! Und vor allem mal darüber hinwegsehen das "MAGIX" als Softwarehersteller vielleicht im ersten Augenblick nicht "super-cool und teuer" klingt!!!

    • Myandroph   27. Aug 2013   04:35 UhrAntworten

      Das Gleiche gilt für Cubase & Co. Mittlerweile hat Cubase einen teils angekratzten Ruf... aus diversen Gründen. Studio One ist Teil einer möglichen Antwort darauf.

      Es scheint so, dass "Ich kann Cubase" so etwas wie ein Freifahrtschein für "Ich bin in, ich bin professionell" sein soll. Solches Getue ist eher das Gegenteil, und die Kritik an Steinberg ist deutlich vernehmbar.

      Nur weil MAGIX in den "kleinen" Programmen einiges herausgelassen hat, was ein Homeuser sehr wahrscheinlich niemals brauchen wird, heißt das nicht, dass man nicht in der Lage wäre, den professionellen Bereich abzudecken. Selbst wenn Samplitude ein "Nischenprodukt" wäre, wäre es ein exzellentes, das unter wirklichen Kennern und Könnern großes Ansehen genießt, etwa wie "hand-made".

      Cubase war ursprünglich ein reiner MIDI-Sequencer und hat Audiofunktionalität später spendiert bekommen. Warum Cubase als "Platzhirsch" gehandelt wird, bleibt völlig unverständlich.

      Die Akzeptanzfrage einer breiten Userbase stellt sich aus meiner Sicht weniger, weil so etwas vornehmlich auf Massenprodukte zutrifft. Das ist Samplitide (Pro) ganz sicher nicht und vermutlich will es das auch niemals sein.

      Der Markenhype ist leider der gleiche wie Krieg: Er beginnt im Kopf und weitet sich zu Paranoia aus.

  • DjKalle   26. Feb 2012   13:46 UhrAntworten

    @Funatyc
    Ich kann mich deiner Überzeugung in Bezug auf Samplitude nur anschließen. -Und nein auch ich werde nicht von Magix bezahlt.
    Das Programm besticht eben durch seinen sehr guten Workflow und seiner einfachheit!

    @Christoph
    Auch dir muss ich Recht geben viel zu oft hört man Sätze wie: "Magix? Die machen doch nur Spielzeug Software!"
    Mal im Ernst man sollte sich mal die Zeit nehmen und sich mit dem Programm auseinandersetzen.
    Denn es kann sich mit Recht und Stolz neben DAW's wie ProTools oder Logic behaupten!
    Das aussehen spielt in der Musikproduktion doch absolut keine Rolle ob die DAW nun eine weiße oder Schwarze Skin hat. Wichtig ist doch das effiziente arbeiten! ;)

    Ich selbst habe auch schon mal mit DAW's aller Logic und Cubase gearbeitet. Sie sind alle samt TOP! Da braucht man nicht zu disskutieren! Jedoch ist meiner Meinung nach der Workflow nicht der, wie in Samplitude. Aber jedem das seine! ;)

    Alles in allem ein toller Beitrag der sehr objektiv daher kommt.
    Hat Spaß gemacht ihn zu lesen. Und auch über die Rechtschreibfehler kann man hinwegsehen! ;D

    Lg
    Dj Kalle

  • alativ   22. Jul 2012   09:37 UhrAntworten

    Meine Fresse!
    Scheiss auf die Schreibfehler.
    Hast du alles verstanden? War der Testbericht hilfreich, nützlich, interessant?
    Nur darum gehts.
    Über die Schreibfehler kannst du mit deinen Freunden diskutieren.

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