elysia mpressor Testbericht – Ein Kompressor der seinesgleichen sucht!

Der elysia mpressor ist ein Kompressor-Plugin, das den Klang und das Verhalten der gleichnamigen Hardware aus selbem Hause gelungen emulieren soll – das ist zumindest, was das Unternehmen auf seiner Webseite verspricht. Ob das denn tatsächlich so ist, das hat für uns unser Redakteur Mario getestet und seine Ergebnisse in diesem elysia mpressor Testbericht für uns zusammengefasst.

elysia mpressor Testbericht – Ein Kompressor der seinesgleichen sucht!

So so, wieder ein analoger Kompressor der auf die digitale Ebene portiert wurde. Gibt es da nicht schon genug Plugin Emulationen analoger Hardware? Vielleicht schon, jedoch steckt hinter dem elysia mpressor ein besonderes Konzept in Hinsicht auf seine Funktionsweise als Transistor-Kompressor mit Class-A Schaltung. Schlägt er doch den Bogen zwischen Standard Aufgaben aus dem Bereich Mixing, Recording und kreativer Klanggestaltung mit ungeahnten Dynamikergebnissen.

Da elysia eigentlich Hersteller von sehr hochwertigem analogen Studioequipment ist, steht der mpressor jetzt nicht nur mehr den zahlungskräftigen Besitzern der Hardware mpressors (die übrigens mit schlappen 3999,- Euro zu Buche schlägt) zur Verfügung, sondern ist nun auch weitaus günstiger als Plugin erhältlich (349,- Euro). Hinzu kommt, dass die Plugin-Schmiede brainworx die originalgetreue Übersetzung der Hardware auf die digitale Ebene übernommen hat. Ein Unternehmen, das in seinem Metier genauso für hochwertige Qualität steht, wie elysia in ihrem.

Unter diesen Voraussetzungen haben wir bei dem elysia mpressor Testbericht mit einem HighEnd Kompressor-Plugin zu tun.

 

Einleitung zum elysia mpressor Testbericht

Da verspricht elysia doch, dass der mpressor als “Kreativ Kompressor mit Charakter” zu überzeugen vermag und ebenso für den universellen Einsatz in anderen Anwendungsbereichen eines Kompressors! Features wie der spezielle GR Limiter zur Erhaltung der Dynamik bei starker Pegelreduktion, das Niveau Filter (um den Sound dunkel oder brillant klingen zu lassen), negative Ratio (für pumpende Grooves), die Anti Log Funktion (mit einem nicht linearen Verlauf der Release Zeit für auffälligere Kompression), oder die Auto Fast Funktion (die eine halbautomatische Verkürzung der Attack-Zeit erlaubt) tragen zum besonderen Konzept des mpressors bei.

Dies sind ohne Zweifel sehr gute Voraussetzungen für den hart umkämpften Plugin-Markt. Allein durch den Funktionsumfang kann sich der elysia mpressor schon absetzen – zumal viele Plugin-Hersteller eigene Lösungen für Kompressor-Emulationen mit Charakter anbieten (z.B. die unzähligen Emulationen des üblich Verdächtigen 1176 LN, um nur einen zu nennen).

 

elysia mpressor Testbericht

elysia mpressor Testbericht

 

elysia mpressor Testbericht – Die Details

Momentan steht der elysia mpressor in der Version 1.0.2, den Formaten VST, RTAS, AU und TDM zum Download bereit, benötigt aber einen iLok-Dongle zur Freischaltung der Lizenz. Die Installation des Plugins verlief ohne Probleme, wie erwartet. Wer schon einen iLok besitzt kann den elysia mpressor übrigens 14 Tage lang testen.

Erfreulicherweise ist der mpressor Sidechain-fähig und auch als VST3 Plugin programmiert worden (eine VST2 Version liegt bei). Beachtlich, hinken doch andere Firmen mit grösseren Namen hinterher, was diesen ”neuen” VST3-Standard betrifft. Die Mindestanforderungen für das System (entweder Mac oder PC) halten sich in Grenzen und können auf der Herstellerseite eingesehen werden.

 

Grafische Benutzeroberfläche
Die GUI des Kompressors elysia mpressor ist bei der Hardware optisch übernommen worden. Die übersichtliche und aufgeräumte Ansicht im Edel-Look macht sich auch in der Softwarevariante sehr gut. Ein kleiner Hingucker, wie ich finde. Eine Einarbeitungszeit braucht es nicht, die GUI ist logisch aufgebaut.

 

Mausrad Steuerung
Der mpressor kann mit dem Mausrad gesteuert werden, was sich als sehr komfortabel beim Editieren der Einstellungen herausstellt. Im Linear-Modus geschieht dies mit der Tastenkombination Alt + Mausrad und für das Feintuning steht die Kombi Shift + Mausrad bereit. Das leidige Gedrückthalten der Maustaste entfällt auf diese Weise.

 

Sidechainfunktion
Dank eines externen Sidechain-Eingangs steht groovebetonten und frequenzabhängigen Triggern durch andere Spuren und Instrumente nichts im Wege. (Mehr zum Thema Sidechaining).

Hier kannst Du den Rest von diesem Artikel elysia mpressor Testbericht lesen:

delaMartial Drums - Professionelle Drums Samples

 

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Lesermeinungen (10)

zu 'elysia mpressor Testbericht – Ein Kompressor der seinesgleichen sucht!'

  • Sib
    22. Jan 2010 | 14:41 Uhr Antworten

    jo, klingt gut. guter bericht!

  • oliver schmitt
    22. Jan 2010 | 21:25 Uhr Antworten

    ja, wirklich toller bericht. vor allem “Negative Ratio” ist fürs sound design sehr interessant….

    gruss,
    olli

  • Sib
    23. Jan 2010 | 06:24 Uhr Antworten

    negative ratio….hat das noch was mit expander zu tun?

  • Mario
    23. Jan 2010 | 15:16 Uhr Antworten

    @ Sib
    Expander werden zur Erweiterterung der Dynamik eines Signals benutzt, oder zur Reduzierung der Lautstärke von Signalen unterhalb des eingestellten Threshold. Hauptanwendung eines Expanders ist die Unterdrückung von leisen Signalanteilen die unerwünscht sind, wie z.B. Rauschen.
    Negative Ratio bei einem Kompressor sind in ihrer Funktionsweise und Auswirkung nicht mit einem Expander zu vergleichen. Ein Unterschied ist das die Treshold-Kennline bei negative eingestellten Ratios abknickt. Bildlich wird die Treshold-Kennlinie zu einem Dreieck. Die Bearbeitung des Signals findet aber über den eingestellten Threshold statt, im Gegensatz zu den meisten Expandern, die Signalanteile unterhalb des Threshold bearbeiten. Je lauter nun ein Signal ist, desto leiser wird es bei der Bearbeitung mit negativen Ratios. Lange Rede kurzer Sinn ;-) Ein Expander senkt leise Signalanteile unterhalb des eingestellten Threshold ab. Bei einem Kompressor mit negative eingestellten Ratios werden laute Signalanteile überhalb des Threshold abgesenkt.

  • Sib
    23. Jan 2010 | 15:27 Uhr Antworten

    alles klar, danke!

  • schoerschken
    02. Apr 2010 | 11:33 Uhr Antworten

    Bestes Kompressor-Plugin am Markt. Ein wahres Biest.

  • Novik
    06. Jul 2011 | 12:02 Uhr Antworten

    Hallo,

    ich weiß der Beitrag hier ist schon was älter aber ich muss mal auf den Beitrag von Mario eingehen. Da hab ich nämlich ein kleines Verständnisprolbem. Das ein Kompressor bei positiver Ratio Leise Programmanteile lauter macht, ist ja nur die halbe Geschichte. Ein Kompressor mit positiver Ratio wird ersteinmal laute Programmanteil (also Programmaneile oberhalb des Threshold absenken).

    Die Programanteile unterhalb des Threshold bleiben in der Lautstärke erstmal unverändert. Mit dem Makeup-Gain gleich man jetzt die Gainreduktion der Lauten Anteile wieder aus. Die Komprimierten Anteile sind dann also wieder genauso Laut wie vorher. Da die unteren Programmanteile nicht kompriert wurden, werden diese jetzt aufgrund des Makeup-Gains lauter.

    Was ich jetzt nicht verstehe, ist die Tatsache, das eine negative Ration Laute Programmanteile leiser macht. Bei einer negativen Ratio werden jetzt Programmanteile oberhalb des Thresholds nicht abgesenkt sondern lauter. Um den Lautsärkezuwachs der lauten Anteile wieder zu kompeniseren, muss der Makeup-Gain also auch ich die negative richtung, nämlich um den Wert der Anhebung leiser Regeln. Somit werden doch die vorher unangetasteten, leisen Programmanteile noch leiser. Also wirkt doch ein Kompressor mit negativer Ration wie ein Upward Expander.

    Falls ich da mit meinem Gedankengang vollig ins Blaue schieße, berichtigt mich bitte :)

    • Mario (delamar)
      07. Jul 2011 | 17:55 Uhr Antworten

      Servus Novik,

      stell dir das doch mal bildlich vor!
      Ein Koordinatenkreuz, auf der x-Achse das Einganssignal und auf der y-Achse das Ausgangssignal. Viele Kompressoren haben diese grafische Darstellung integriert.
      Die Treshhold-Kennlinie würde bei negative eingestellten Ratio-Werten ja recht weit hinten(= hoher Eingangspegel) nach unten abknicken, also unter dem eingestellten Threshhold-Wert liegen. Somit befindet sich ab dieser Stelle der abzulesende Wert für das Ausgangssignal viel weiter unten auf der db Skala(y-Achse) wieder.
      Laute Signalanteile werden deswegen leiser durch die Kompression!
      Also nicht mit der Funktion eines Upward Expanders vergleichbar, vor allem nicht das klangliche Ergebnis!
      Negative Ratio-Werte bei Kompressoren sind eher für spezielle/n Aufgaben/Sound angebracht, besonders für abgefahrende Soundmanipulation. Daft Punk haben das z.B. zu ihren Markenzeichen gemacht!

  • Airmann
    18. Aug 2011 | 23:24 Uhr Antworten

    würde mich mal interessieren, wie der
    DMG Audio Compassion Dynamikprozessor gegen den MPressor abschneidet. Haben einige Gemeinsamkeiten die beiden.

  • Sib
    12. Jan 2012 | 11:41 Uhr Antworten

    ich muss sagen: sehr geiles teil. super musikalisch!

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