Digital Performer 6 Testbericht: Effekte und Instrumente

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Digital Performer 6 Testbericht: Instrumente

Einige Musiker und Musikproduzenten warfen Motu bzw. dem Digital Performer vor, zu wenig Intrumente zu bieten. Die Konkurrenz sei ja gerade was Instrumente und Loops angeht sehr gut aufgestellt.

Aber wenn man genauer hinschaute, dann hatte der Performer bereits in Version 5 einige gute Instrumente zu bieten. Schauen wir uns einfach mal an, wie es mit den Instrument-Plugins von Digital Performer 6 aussieht.

Model 12:

Der Drumsampler „Model 12“ ermöglicht, per Drag&Drop Drumsounds auf 12 Slots zu verteilen. Eigene von Motu produzierte Samples liegen ebenfalls vor, aufgenommen in 24 Bit und 96 kHz, sowie Presets. Sie sind klanglich im GM-Bereich anzusiedeln. Es ist ein mit einigen Parametern ausgestatteter Drumsampleplayer, wobei der Drive-Button einiges aus den Drums zusätzlich herausholt.

Innerhalb weniger Sekunden kann man sich ein kleines Drumset zusammenstellen. Über Volume, Pan, Resonance, Cutoff, Decay, Gate, um nur einige zu nennen, können die Samples bearbeitet werden. Das grafische Interface ist betont übersichtlich gehalten. Die Bearbeitungsmöglichkeiten reichen bis zu dem Punkt, an dem man wohl sowieso ein anderes Programm bemüht, um tiefergehende Bearbeitungen vorzunehmen. Für schnelles Arbeiten sehr nützlich.

Model 12 - virtuelles Instrument in Digital Performer 6

Model 12 - virtuelles Instrument in Digital Performer 6


Nanosampler:

Dieser kleine Sample-Player kann jeweils nur ein Mono- oder Stereo-Sample von bis zu 20 Sekunden abspielen. Diese sind über einen Midi-Track oder einen Controller anzusteuern.
Auch hier kann man selbst produzierte Samples per Drag&Drop in das Hauptfenster ziehen. Das Pitching der einzelnen Samples, welches automatisch auf die Tastatur verteilt wird, klingt recht natürlich. Erst nach zwei Oktaven oberhalb oder unterhalb der Originaltonhöhe klingt es nicht mehr so prächtig. Immerhin. Ein Wermutstropfen: Es gibt hin und wieder „Midihänger“.

Nanosampler Sample-Player

Nanosampler Sample-Player


Bassline:

Ein monophoner Bass-Synthesizer mit einem Oszillator, der sich klanglich und optisch an Moog orientiert. Übersichtlich und leicht zu programmieren. Klanglich überraschend dicht.

Digital Performer 6: Bassline monophoner Synthesizer

Digital Performer 6: Bassline monophoner Synthesizer


Polysynth:

Dieser Synthesizer ist dem Roland 106 nachempfunden. Schlicht gehalten, mit einem DCO. Klanglich weiß er von den mitgelieferten Plugins am besten zu gefallen, da er den typischen Roland-Charakter ansprechend nachahmt.

Polysynth

Polysynth


Modulo:

Dieser virtuelle Synthesizer beinhaltet zwei Oszillatoren mit digitalen Wellenfomen und einem Phasenmodulationssystem. Er ist etwas komplexer aufgebaut als die anderen Instrument-Plugins.

Modulo mit zwei Oszillatoren in Digital Performer 6

Modulo mit zwei Oszillatoren in Digital Performer 6


Proton:

Proton entspringt der FM-Synthese und ist zu einfach angelegt, um klanglich besonders aufzufallen. Wer aber selbst Hand anlegt, kann schöne Klänge mit den zur Verfügung stehenden Parametern kreiieren.

Proton

Proton

 

Digital Performer 6 Testbericht: Effekt-Plugins

MasterWorks-Plugins EQ

Das schöne Design des Motu Master EQ ist optisch am Sony EQ angelehnt, kann dessen Klangqualität jedoch nicht erreichen. Wie auch die folgenden Effekt-Plugins positioniert sich der EQ zur Bearbeitung von hochwertigeren Signalen genau zwischen einem „normalen“ Equalizer und einem wirklichen Master-EQ, der wiederum zu hoch auflösend wäre für das normale Mixing.

Masterworks Master EQ in DP6

Masterworks Master EQ in DP6


Compressor / Gate / Limiter:

Ein Multibandkompressor nebst Gate und Limiter. Solide, aber keine Übergflieger hier. Ähnlicher Rahmen wie schon der MasterWorks-EQ.

Multibandkompression

Multibandkompression

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