db audioware Sidechain Compressor im Test

db audioware Sidechain Compressor im Test

Das Schöne am Sidechain Compressor von db audioware ist, dass das Routing des Sidechain-Signals gänzlich unabhängig vom internen Routing der Host-Software stattfindet und dem Nutzer somit vollkommene Freiheit einräumt. Die Installation des Plugins verlief – genau wie die Registrierung – schnell und unkompliziert.

 

Bedienung und Optik
univ-sc-diagram.gifDie Handhabung des db audioware Sidechain Compressors ist eigentlich recht einfach, zumal uns der Hersteller auch noch ein Tutorial in Videoform anbietet.

An der Benutzeroberfläche gibt es eigentlich gar nichts auszusetzen. Sie ist sehr aufgeräumt und hält alle wichtigen Informationen auf einen Blick für den Nutzer bereit. Die Dreh-Regler des Sidechain Compressors sind weich zu bedienen, die Abstufungen fließend.

Die CPU-Belastung hält sich freundlicherweise in Grenzen, bei den angeratenen zwei Instanzen waren auf einem Athlon XP 2600 Spitzenwerte von etwa 15% zu verzeichnen. Auf einem Core 2 Duo System hingegen, sind nicht mehr als 1-2% je nach Latenzzeit von den zwei Instanzen beansprucht worden. Das ist nach unserem Ermessen voll im Rahmen.

 

Handhabung
In meinem Fall wollte ich den Bass zum “Pumpen” bringen und deswegen habe ich den Sidechain Compressor als Insert-Effekt in die Kick-Spur geladen. Diese erste Instanz sollte sozusagen als “Sender” für die zweite Instanz des Plugins dienen, die ich – ebenfalls als Insert – in die Bass-Spur lud. Da ich die Kick bereits im Vorfeld dieses Testberichts mit Kompressor und EQ bearbeitet hatte, war im unteren Bereich der GUI, also bei den Parametern für den Kompressor, lediglich die Ratio auf 1:1 zu stellen. Damit habe ich den Kompressor zum Nichtstun verdonnert.

Um das Sidechain-Signal für den externen Trigger zu aktivieren, muss man zunächst den Schalter “External Trigger” umlegen, einen der sechs vorhandenen Busse (Kanäle im Sinne der Sender-Metapher) auswählen und schließlich den Modus auf “Send” einstellen. Auf der Empfängerseite (in meinem Falle der Bass) gilt es im Gegensatz dazu, den Modus “Receive” einzustellen.

Mit Hilfe des Listen-Schalters des Sidechain Compressors kann nun auf der Empfängerseite das eingehende Trigger-Signal kontrolliert werden. Jetzt braucht man nur noch den Kompressor nach Herzenslust einzustellen. Hier stehen dem Nutzer die üblichen Parameter Treshold, Ratio, Attack, Release, Knee und Gain sowie ein Schalter für automatische Gain-Regulierung (auch Makeup genannt) bereit.

Wer mit dem erzielten Ergebnis noch nicht zufrieden ist, hat noch die Möglichkeit das Sidechain-Signal mit Low-Cut und High-Cut Filtern und einem Shape-Regler zu bearbeiten. Je nach Einstellung lassen sich hier ganz unterschiedliche Ergebnisse bewerkstelligen.

 

Klang
In Sachen Klangqualität lässt der Sidechain Compressor nichts zu wünschen übrig. Möglichkeiten zum Feintuning sind, wie im vorangegangenen Abschnitt bereits erwähnt, zu Genüge vorhanden und so sind pumpende Monsterbässe à la Daft Punk ein Kinderspiel.

 

Klangbeispiele
Die nachstehenden Klangbeispiele sollen die Wirkung des db audioware Sidechain Compressors lediglich symbolisch darstellen. In einer fertigen Produktion würde sich der Effekt viel subtiler einfügen und nicht so offensichtlich sein.

Beispiel 1:

Loop unbearbeitet
Loop mit Sidechain Compressor

 

Sidechain Compressor TestberichtHier sind die Einstellungen für diesen Loop.

 

 

Beispiel 2:

Kick und Bass unbearbeitet
Mit Sidechain Compressor
Nur Bass mit Sidechain Compressor

 

Sidechain Compressor Testbericht: Einstellungen KickSidechain Compressor Testbericht: Einstellungen Bass

 

 

Testbericht Sidechain Compressor: Fazit

Der db audioware Sidechain Compressor ist einfach, fast schon intuitiv zu bedienen und bietet eine Menge Leistung sowie viel Klang für wenig Geld (EUR 62,-). Probleme hatten wir im Laufe unserer Tests eigentlich keine, innerhalb von Cubase liess sich alles wie gewünscht bedienen und sogar problemlos automatisieren. In der Zusammenarbeit mit dem Sequencer energyXT allerdings wurden die Einstellungen nach einem Neustart des Projekts nicht gespeichert.

Alles in Allem können wir nach den Erfahrungen, die wir für diesen Testbericht sammeln durften, den Sidechain Compressor von db audioware bedenkenlos weiterempfehlen.

Vielen Dank an Brian Duncan für das Bereitstellen der Testversion für diesen Testbericht.

Sidechain Compressor Testbericht Nachtrag

Wer sich die Features des Sidechain Compressors nochmals im Überblick anschauen möchte, der kann sich gerne mal folgenden Artikel durchlesen: db audioware Sidechain Compressor

Lesermeinungen (4)

zu 'db audioware Sidechain Compressor im Test'

  • achim
    20. Sep 2011 | 13:43 Uhr Antworten

    leider ist der sidechain compressor auch in der version 1.1 noch voller bugs.

    in cubase 5 werden z.b. alle settings ab der zweiten instanz nicht gespeichert.

    total unbrauchbar, wenn man nicht bei jedem laden alle settings manuell nochmal überprüfen will.

  • icke
    16. Dez 2011 | 16:42 Uhr Antworten

    der installer blinkt nur so vor lauter “EMOTICONS” und will irgend eine “searchbar” zum standard machen. wenn mann sich da nicht mal die trojaner an bord holt…

  • achim
    16. Jan 2012 | 02:18 Uhr Antworten

    der db audioware support ist wirklich vorbildlich.

    das problem mit dem abspeichern der settings lässt sich (etwas umständlich) umgehen.

    ich hoffe, ab version 1.2 wird dieser bug behoben sein…

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