In diesem Cakewalk Sonar 8.5 Testbericht fühlen wir dem kostenpflichtigen Update der ausgewachsenen der Sequencer-Software und DAW (Digital Audio Workstation) auf den Zahn. Was kann uns die neue Version bieten im Vergleich zum Vorgänger (hier: Cakewalk Sonar 8 Testbericht) und lohnt sich das kostenpflichtige Update? Wir haben die Antwort für dich!

Einleitung Cakewalk Sonar 8.5 Testbericht

Sonar 8.5 im TestberichtCakewalk Sonar ist schon in Version ein ausgewachsener MIDI- / Audio-Sequencer gewesen und liegt nun seit circa vier Monaten in der neuen Version 8.5 vor. Nachdem nun auch noch mit dem Patch auf 8.5.2 eine stabile Version vorliegt, wird es Zeit einen ausführlichen Testbericht zu verfassen. Wir stellen die Frage: “Lohnt es sich, diese Software zu kaufen?” Und wir beantworten die Frage für verschiedene Käufergruppen vom Anfänger bis zum Spezialisten.

Das Upgrade Cakewalk Sonar 8.5 Producer Edition wird auf einer gesonderten DVD geliefert und über die bereits vorhandene Installation von Sonar 8.0 auf das System aufgespielt. Für diesen Testbericht lag mir eine Downloadversion der Software vor, die freundlicherweise von Cakewalk zur Verfügung gestellt wurde und mit einer Größe von etwa 2 GB zu Buche schlägt. Der Patch zur Version 8.5.2 hat schliesslich eine Größe von 377 MB. Die Komplettversion Sonar 8.5 Producer wird, wie schon Sonar 8, in einer Box mit mehreren DVDs ausgeliefert.

 

Was Cakewalk Sonar 8.5 alles können soll…

Die Versprechen aus der der Werbung zu Sonar 8.5 klingen grandios. So soll das neueste (und kostenpflichtige) Update unter Windows 7 nicht nur bestehen, es wird sogar die Verwendung unter dem neuen Betriebssytem des Hauses Microsoft empfohlen. Eine optimierte Audio Engine soll für verbesserte Stabilität sogar beim Looping sorgen und die neuen Plugins Step Sequencer 2.0 und Session Drummer 3 kommen mit “galaktisch gut klingenden Kits und Patterns” daher. Grosse Worte.

Des Weiteren verweist man bei Cakewalk auf die AudioSnap 2.0 Audio Quantisierung und Time-Shifting Technologie, die mit offline-Rendering und verbesserter Optik sowie Workflow aufwarten kann. Für die Einzelspuren gibt es nun einen integrierten Arpeggiator und der Media-Browser unterstützt nun mehrere Formate (darunter REX) und kann nun auch auf alle Loops, Grooves und MIDI-Patterns zugreifen.

Bei den Plugins hat man in Cakewalk Sonar 8.5 dem Käufer zwei Channel Strips (Percussion und Vocals) und verbesserte Kompatibilität mit VST-Plugins spendiert. Mit dem Wrapper BitBridgeXR lassen sich nun auch in einer 64-bit Umgebung ältere Plugins für die 32-bit Architektur verwenden.

Cakewalk Sonar 8.5 im Testbericht

Soweit die Versprechungen seitens des Herstellers, im folgenden Testbericht wollen wir uns mal etwas genauer mit der Programmoberfläche in Sonar 8.5, der “optimierten” Audio-Engine, den neuen Step Sequencer und Session Drummer, außerdem den beiden Channel-Strips und den anderen Verbesserungen befassen. Insbesondere bin ich gespannt, ob tatsächlich ein Audio Interface oder ein USB-Keyboard erst nach dem Start von Cakewalk Sonar 8.5 im laufenden Betrieb erfolgreich hinzugefügt werden kann. Nachgereicht wird zudem eine Betrachtung der Audiosnapfunktion, die es schon vor Version 8.5 gab.

Um die neuen Funktionen im laufenden Betrieb zu erfahren, habe ich für diesen Testbericht eigens eine Produktion in Cakewalk Sonar 8.5 aufgenommen. In dieser verwende ich unter anderem den neuen Session Drummer 3 für die Schlagzeugspuren. Insbesondere während des Produktionsprozesse konnte ich sehen, was das Softwareupdate in Sachen Stabilität und Workflow bietet.

Hier kannst Du die Produktion hören und einen ersten Eindruck vom Session Drummer 3 bekommen:

 

Die Programmoberfläche (GUI) in Sonar 8.5

Die Programmoberfläche stimmt in weiten Bereichen mit der 8er Version überein, siehe dazu auch den entsprechenden Sonar 8 Testbericht. Auffällig ist, dass jetzt auch normale Audiospuren eingefrorern werden können. Dieses erkennt man leicht an den altbekannten Schneekristallsymbolen.

Alle Effekte und sonstige rechenintensive Prozesse, die sonst live berechnet werden, werden mit dieser Funktion in eine Wavedatei rechnen lassen. In einer eingefrorenen Spur hat man dann nur noch Zugriff auf diese Wavedatei – ohne den Zugriff auf die dazugehörigen Effekte. Das spart Rechenleistung und so kann man auch auf betagteren PC-Systemen ohne Weiteres eine opulente Produktion fertigstellen.

Selbstverständlich ist es möglich, die eingefrorene Spur mit weiteren Live-Effekten zu belegen, in dem man diese im Spur FX Fenster aufruft.

 

Die Programmoberfläche in Sonar

Die Programmoberfläche in Sonar

 

“Taut” man die Spur wieder auf, so sind alle Effekte wieder für die Bearbeitung verfügbar und Sonar 8.5 berechnet diese wieder in Echtzeit. Sehr lobenswert finde ich, dass der Archiv-Knopf endlich wieder direkt an der Oberfläche angeordnet ist. In der Vorgängerversion war das nur im Untermenü “MSR” bei Klick mit rechter Maustaste auf die Spur zu finden.

Die Archivfunktion ist in Cakewalk Sonar 8.5 alternativ zur Mutefunktion zu sehen. Spuren im Archiv werden nicht mehr in die Audio-Engine geladen und produzieren dadurch keinerlei Rechenlast auf den CPU.

Etwas gewöhnungsbedürftig an der aktuell vorliegenden Version ist, dass sich nunmehr das Synthrack einen fest zugewiesenen Platz im Bus-Fenster mit der Busautomation und dem Media-Browser teilen muss. Ich habe leider keine Möglichkeit gefunden, hier ein schwebendes Fenster einzustellen. Aber es geht wohl auch so.

Insgesamt macht das Spurfenster einen sehr aufgeräumten Eindruck und der Überblick beim Arbeiten ist gewahrt. Note: Gut!