Behringer B2 Pro Testbericht: Preiswertes Studiomikrofon im Test

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Behringer B2 Pro Testbericht: Preiswertes Studiomikrofon im Test


Ich hatte kürzlich die Möglichkeit, das Studiomikrofon Behringer B-2 Pro bei einem befreundeten Tonstudio zu testen. Es handelt sich dabei um ein Doppelmembran-Kondensatormikrofon für den kleinen Geldbeutel oder das Homerecording-Studio, das nur ein begrenztes Budget zur Verfügung hat.

Das preiswerte Studiomikrofon Behringer B2 Pro ist zwar bereits eine ganze Weile auf dem Markt, aber durch das verlockende Preis-Leistungsverhältnis und einige der Features scheint die Begeisterung bei Recording-Anfängern und Einsteigern ungebrochen. Der Hersteller wirbt mit einer kompromisslosen Klangqualität und einer umfangreiche Ausstattung, die sich im Real Life Einsatz als tatsächlich sehr nützlich herausstellt.

Behringer B2 Pro Features

Behringer B2 Pro Studiomikrofon

Behringer B2 Pro Studiomikrofon

Das Behringer B-2 Pro bietet eine 1″ große Doppelmembran, die drei unterschiedliche Klangcharakteristiken bietet: Niere, Kugel oder bidirektional als Acht. Die Umschaltung zwischen den Patterns geschieht durch einen Schalter an der Front. Zur weiteren Ausstattung gehört eine zuschaltbare Pegelabsenkung um -10dB, die durch einen Schalter auf der Rückseite gesteuert wird und das Behringer B2 Pro für den Einsatz vor lauten Schallquellen rüstet. Ein Hochpassfilter mit einer Flankensteilheit von 6 dB/Oktave kann ebenfalls auf der Rückseite aktiviert werden.

Das Kondensatormikrofon macht einen robusten Eindruck und das nickelbeschichtete Messinggehäuse sieht auch relativ schön aus. Im Lieferumfang des Behringer B2 Pro befinden sich zudem auch eine schwarze Studiospinne, ein Windschutz und ein stabil anmutender Alu-Koffer, um das Studiomikrofon wegzupacken.

Die Studiospinne hat sich in der Praxis als absolut studiotauglich erwiesen, sie hält das Mikrofon fest und sicher. Optisch macht das B2 Pro durchaus was her und erinnert entfernt an einen deutschen Mikrofonhersteller mit großem Namen. Ob das wohl gewollt ist?

Um das Behringer B-2 Pro in einer Recording-Umgebung zu nutzen, benötigt man, wie bei allen Kondensatormikrofonen, eine 48V Phantomspeisung, die normalerweise vom Mischpult oder dem Preamp geliefert wird.

Behringer B-2 Pro: Klang

Mit einer männlichen Stimme konnten wir ein gutes Resultat erzeugen, mit einem soliden und durchsetzungsfähigen Klang. In einigen Fällen fiel die „leichte Höhenanhebung bei 12 kHz“ doch deutlich, stellenweise unangenehm auf, aber dies kann bei Nichtgefallen mit einem EQ wieder abgesenkt werden. In der Verwendung mit einer weiblichen Stimme zeigte sich das Behringer B2 Pro ebenfalls solide, wobei die Anhebung auch hier wieder deutlich vernehmbar war.

Was bei einer Stimme zumindest diskussionswürdig ist, entpuppte sich in der Aufnahme einer akustischen Gitarre durchaus als Vorteil. Die akustische Gitarre klang in unserer Aufnahme definiert und präsent und konnte mit für diesen Preis erstaunlichen Detailreichtum glänzen.

Natürlich sind auch andere Einsatzmöglichkeiten denkbar, in unserem kurzen Test konnten wir aber eben nicht alles ausprobieren.

Behringer B-2 Pro: Übersicht

  • 1” DoppelmembranKondensatormikrofon
  • Nieren-, Kugel- oder Achtcharakteristik umschaltbar
  • 20 Hz bis 20 kHz Frequenzgang
  • max. Schalldruckpegel -36 dB, 16mV/Pa
  • Zuschaltbarer Hochpassfilter
  • -10 dB Pad Pegelabsenkung
  • Betrieb an 48V Phantomspeisung
  • Vergoldeter XLR-Anschluss
  • stabile Konstruktion
  • nickelbeschichtetes Messinggehäuse
  • Lieferumfang: Alu-Koffer, Studiospinne und Windschutz

Behringer B-2 Pro Testbericht: Fazit

Fangen wir mal mit dem fabelhaften Preis-Leistungsverhältnis des Behringer B2 Pro an. Für gerade einmal EUR 150,- bekommt man nicht nur ein Studiomikrofon, das im heimischen Studioeinsatz mithalten kann, sondern auch ein praktisches Köfferchen für den Transport und die Aufbewahrung sowie eine Studiospinne, die dem Tonstudio-Alltag trotzt.

Der vom Hersteller als „leichte Anhebung“ beworbene Hype in den Höhen um die 12 kHz ist zwar gut für einige Anwendungen, bei Vocalaufnahmen hätte ich persönlich lieber darauf verzichtet. Ich vermute, dass der ein oder andere sich daran satt hören könnte.

Nun, das Behringer B2 Pro ist ein solide gebautes Kondensatormikrofon mit einem wirklich akzeptablen Klang. Für Einsteiger und Anfänger, die gerade eben ihr Homerecording- oder Projektstudio ausstatten kann dies eine echte Option für den Anfang und darüber hinaus sein.

Behringer B-2 Pro Galerie

Behringer B2 Pro Studiomikrofon

Behringer B2 Pro Studiomikrofon

Behringer B2 Pro

Behringer B2 Pro

Behringer B2 Pro mit Spinne

Behringer B2 Pro mit Spinne

 

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Lesermeinungen (11)

zu 'Behringer B2 Pro Testbericht: Preiswertes Studiomikrofon im Test'

  • Manuel   07. Feb 2009   10:58 UhrAntworten

    Es nervt, dass viele Mics schon nen eingebauten EQ haben, der sich nicht auf Bypass schalten lässt. Soll wohl den subjektiven Qualitätseindruck auf den ersten Blick etwas aufwerten.. naja

    Man hätte durchaus auch einen "signal optimizing" Knopf einbauen können.

  • chris   07. Feb 2009   13:32 UhrAntworten

    versteh ich auch nicht, was das soll...
    gut, es liefert schneller ergebnisse, aber ob die dann gefallen ist ne andere frage und individuelle bearbeitungsmöglichkeiten sind schon was feines.

  • Onkel Tom   11. Aug 2009   09:29 UhrAntworten

    Ein bissl dünn, der Test. Ich hätte ihn mir etwas ausführlicher gewünscht. Insgesamt wirkt der Bericht eher einseitig, ich vermisse etwas Neutralität.

  • Andy S.   10. Feb 2010   14:29 UhrAntworten

    Hi!

    Ich konnte die die B2-Pro auch schin mal was länger testen und bin auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Dinger sind robust, solide rauschen nicht viel, habe ine gute Präsenz (liegt wohl ander Anhebung) und funktionieren tadellos.
    Ich habe damit Vox, A-Gitarren und Toms aufgenommen. (Ich bin eh ein großer Fan von Großmembranmics an Toms). Alles saubere Aufnahmen.
    Ansonsten möchte ich den Kollegen noch Rode Mikorfone an Herz legen. Diese sind günstig und liefern tolle Ergebnisse.
    Bei weiteren Fragen zu diesen Erfahrungen: ferwell@gmx.de

    Viele Grüße

    Andreas

  • Julie   02. Mai 2010   23:43 UhrAntworten

    Hallo!
    (Schon wieder ich :-) )
    Ich hab mich mal umgeguckt, und da meine Ansprüche wirklich nicht hoch sind, die meines Geldbeutels dafür um so höher, bin ich schnell auf das Behringer C1 gestoßen, das für sage und schreibe 39€ erhältlich ist. Na, das ist jawohl ein echter Anfängerpreis!
    Zwei Fragen habe ich dazu (und auch zu Studiomicros generell):
    Was heißt denn das, Kugel, Niere und Acht? Das C1 hat nämlich nur Niere.
    Und gibt es eine einfache Methode, dieses Micro (oder ein anderes, das von dir vorgestellte im leckeren Metallkoffer zum Beispiel) an den PC anzuschließen?
    Danke schon mal, und auch danke für ein informatives Wochenende via Delamar :-)

  • Carlos (delamar)   03. Mai 2010   00:06 UhrAntworten

    Generell sind Rode-Mikrofone eine Runde Sache. Es sind sehr leise und sehr gute Mikrofone, liegen aber auch normalerweise im Budget deutlich über dem Behringer B2.

    @Julie:
    Du benötigst einen Mikrofonvorverstärker, der wahrscheinlich an deinem Audio Interface dran ist. Die anderen Fragen kannst Du hier nachlesen:
    http://www.delamar.de/recording/homerecording-mikrofone-1-1980/

  • Markus Fiedler   18. Nov 2010   10:39 UhrAntworten

    Hi allerseits,

    Zu Manuel:
    Es ist im Mikro kein EQ eingebaut. Die Höhenanhebung ist ein generelles Problem der Richtcharakteristik des Mikrofons und tritt automatisch auf. Die Höhen bei einer Nierencharakteristik nicht anzuheben, das ist deutlich schwerer.
    Den “signal optimizing” Knopf findet man in mindestens sechsfacher Ausführung als parametrischen EQ am Mischpult. Da gehört er auch hin. ;-)
    Zu Julie:
    Die Behringer C1 habe ich auch. Diese sind nur bei unkritischen Signalen auch vernünftig einsetzbar.
    Sie haben eine eingeschränkte Dynamik.
    Aber als Stützmikros bei Choraufnahmen sind sie beispielsweise sehr gut geeignet.
    Das Signal darf nicht zu laut (im Mittel so ca. über 100dB) und nicht zu leise (im Mittel so ca. unter 40 dB) sein.

    Die Mikrofone klingen recht neutral, neigen aber bei starken Signalen zur Verzerrung und bei sehr schwachen Signalen kommt das Grundrauschen durch.

    Viele Grüße, Markus

  • KillerCobra   22. Mrz 2013   09:50 UhrAntworten

    habe fast alle Behringer Mics ausprobiert und finde Sie qualitativ nicht gut !

    auch das B2-Pro was hier so gut geredet wird im prinzip nicht das was man in einem Homestudio oder in einem Studio braucht !! wenn ihr was vernümpftiges wollt dann kauft euch das Rode NT-2A !! 1000 mal bessere qualität und nur 100 € teurer!!!

    das hier ist echt ein witz ...
    etwas gut zu reden was schlecht ist !!

    • Carlos San Segundo (delamar)   22. Mrz 2013   09:55 UhrAntworten

      Lieber KillerCobra, bitte lies dir den Behringer B2 Testbericht noch einmal genau durch. Hier wird nichts "gut geredet", sondern in ein Verhältnis zum Preis gesetzt. Das von dir zitierte Mikrofon ist im Übrigen nicht 100 Euro teurer, sondern 174,- Euro - damit kostet es 250% vom Behringer B2.

  • KillerCobra   22. Mrz 2013   11:14 UhrAntworten

    249.95 € kostet es weiss ja nicht wo ihr guckt aber schon ok ;)

  • Oliver Rademaker   18. Nov 2014   07:27 UhrAntworten

    Ich werde das Mikrofon kaufen. Ein Kollege hat es bereits und für das was ich mache (bzw . er) ist es vollkommen ausreichend. Und man kann immer noch mehr augeben und wird immer jemanden geben der dir sagt: Noch nen huni drauf und du bekommst was richtig geiles.
    Ich sag mal warum ich das Mik gut finde: Man bekommt ne Großmembran (eigentlich 2) und 3 Charakteristika. Damit kann man schon mal verschiedenste Szenarien bedienen. Ich möchte damit vorwiegend Effekte oder "Vocals" aufnehmen. Vocals in anführungszeichen, weil ich erstens nicht singen kann und zweitens diese für elektronische Musik zu 80% noch verfremdet werden. Oder ich möchte mal mit Freunden einfach Spass aufnehmen (Kugel), z.B. Disco Claps, oder einfach nur Unfug und dann das Material benutzen um es zu verwursten. Und dafür, meine Ich, ist es für den Preis doch sehr gescheit nutzbar und man bekommt eine brauchbare Qualität.
    Im übriegen macht nen Kumpel von mir damit Sprecheraufnahmen und auch die sind wirklich gut.
    Deswegen meine Meinung: Preis-Leistung sind okay und wenn man weiß was man damit machen kann und was nicht ist es ein ordentliches Mikrofon.

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