AVID Sibelius 6 Testbericht: Professioneller Notensatz

Übersicht Sibelius 6 Testbericht

Pro

  • Großer Funktionsumfang
  • Alle/die meisten musikalisch relevanten Darstellungsoptionen sind implementiert
  • Deckblatt-Funktion
  • Worksheet-Funktion für Arbeitsblätter
  • Mac & PC-Version gleichwertig
  • Schnelle Noteneingabe via Keypad und Midi-Tastatur
  • Plugins-Option
  • Gedrucktes Handbuch
  • Nahtlose Anbindung an ProTools (von mir ungetestet, da ich kein ProTools-User bin)
  • Kann sogar Video zum Score zeigen (Interessant für Filmmusiker)

Contra

  • Dokumentation nicht immer glücklich formuliert/beschrieben
  • Kein PDF-Export/Allgemein dürftige Exportfunktion
  • Stellenweise umständlich anmutende Bedienungv

 

Das Fazit zum Sibelius 6 Testbericht

Sibelius bietet alles, was für den professionellen Notensatz nötig ist.

Es ist allerdings schwierig, ein so komplexes Programm in einem solchen Testbericht von Grund auf zu erklären und zu beschreiben. Wer gelegentlich Noten schreibt, und dabei eher rudimentäre Möglichkeiten benötigt, ist bei Sibelius First mit einem Preis von 129 Euro wahrscheinlich besser aufgehoben. Sibelius 6 kann wesentlich mehr und das merkt man auch, nicht nur am Preis.

An wen richtet sich Sibelius? An professionelle Musiker, die Noten schreiben müssen, an Arrangeure, Orchestratoren, Musikstudenten, Musik-Lehrer, Musik-Verlage usw. Für großes Geld bietet Sibelius große Leistung, klarer Kauftipp für den Pro-Anwender.

Bewertung: 7.5 / 10

 

Lesermeinungen (7)

zu 'AVID Sibelius 6 Testbericht: Professioneller Notensatz'

  • Dominik
    01. Jul 2010 | 20:36 Uhr Antworten

    Das Sichern der Einzelstimmen aus der Partitur als PDF funktioniert auf dem Mac aber wunderbar mithilfe der systemeigenen “PDF Sichern”-Funktion im Druckdialog.

    Klar wäre es gut, wenn Sibelius das schon von sich aus könnte, aber auf dem PC gibt es sicher eine ähnliche Lösung (evtl. als Erweiterung auf Systemebene o.ä.), dass man die Druckdaten statt zum Drucker auf die Festplatte schickt.

  • Sasan
    02. Jul 2010 | 12:10 Uhr Antworten

    hey carlos, erstmal DANKE für diesen super genialen testbericht!

    ich kann mich Dominik nur anschliessen. die PDF-Sichern-Funktion im Mac ist eines der Bombentools bei OS X.

    vielleicht kannst du das bei den contras für den mac ausklammern :)

    ansonsten, wie gesagt.. HAMMER bericht!

    beste grüße
    sasan

    • Carlos (delamar)
      02. Jul 2010 | 12:47 Uhr Antworten

      Bitte zur Kenntnis nehmen, dass dieser Testbericht von Florian Scholz geschrieben wurde! Alle Dankesreden gehen selbstredend an ihn :)

  • Sasan
    02. Jul 2010 | 13:32 Uhr Antworten

    hoppla, hab ich übersehen. Florian, danke dir!

    war keine absicht :)

  • Manuel Hoffmann
    02. Jul 2010 | 20:57 Uhr Antworten

    Huhu, danke schöner Überblick, aber viele Funktionen kenne ich da schon aus Sibelius 5.
    Bin aber schon länger am Überlegen, ob sich da ein Upgrade lohnen würde, habe da leider auch nicht mehr gefunden als das etwas selbstbeweiräuchernde Video auf der Sibelius-Seite.

  • Florian Scholz (delamar)
    03. Jul 2010 | 21:51 Uhr Antworten

    Hallo Allesammen,

    das PDF-Tool im MacOS ist ganz und gar keine Alternative! Warum? Sibelius geht durchaus auch in die Richtung DTP (für Noten), da MUSS ein professionelles PDF-Tool her, und gratis Lösungen wie in MacOS oder PDF995 (Windows hat eine Art PDF-Alternative an Board, leider) sind da nicht wirklich zu empfehlen.

    Wenn ich (als Verlag) Daten in den Druck geben will, brauche ich Parameter wie Farbauftrag, Beschnittzugabe und und und.

    Beim automatisierten Export dachte ich, dass Sibelius für jede Stimme UND für die Partitur eigene extra PDFs erstellt. Eine “große” PDF mit allem drin, ja das ist kein Problem. Beim Druck geht das ja, dass man sagt: “drucke alle Stimmen und die Partitur”, und das hätte ich auch gerne für PDF gehabt…

    Bsp:
    Ich habe meine Noten fürs Orchester fertig, dann schicke ich dem Copy-Shop den Packen PDFs (per Mail) und sage denen: Partitur 3x, erste Violinen 9x, zweite 6x … Klar, ich kann die PDFs auch einzeln per Hand erstellen. Kann aber bei großen Projekten schon “ausarten”. Ist aber sicher ein “Luxusproblem” und nicht unbedingt ein großer und wichtiger Minuspunkt. Aber schade ist es trotzdem!! ;-)

    Gruß
    Florian

  • Josef Thums
    15. Feb 2013 | 10:16 Uhr Antworten

    Ich benutze das Programm Sibelius 6.2 in tschechischer Version von der Firma Disk(weil ich in Tschechien wohne) Im Handbuch wird oft auf das Referenz-Manual angewiesen. Die Firma Disk hat dieses Buch nicht beim Kauf des Programms mitgeliefert und hat es bisher nicht zur verfügung. Meiner Meinung nach ist es Pflicht, dass auch dieses zum Programm mitgeliefert werden sollte. Ist es event. irgendwo in deutscher Sprache erhältlich?
    Danke

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