Yamaha Montage 8 Testbericht

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Yamaha Montage 8 Testbericht

Hier wartet der große Yamaha Montage 8 Testbericht auf dich ...


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Was ist es?

Der Yamaha Montage 8 ist ein großer digitaler Synthesizer mit 88 hammermechanischen Tasten und Aftertouch. Er will gleichermaßen für Bühne und Studio geeignet sein. Die 256-stimmige Klangerzeugung mit 16 Parts beruht auf einer Engine zur Verarbeitung von über 5 GB Samples (Instrumente aller Couleur) und komplexer FM-Synthese – für beide Sektionen stehen 128 Stimmen zur Verfügung.

Für ausdrucksstarke Performances gibt es den »Super Knob« – einen großen, je nach Modulation farbig pulsierenden Drehregler zum Verstellen von mehreren Parametern gleichzeitig.

Vier analoge Ausgänge plus eine Kopfhörerbuchse und ein analoger Eingang (Mic/Line) sind an Bord. Das USB Audio Interface dient zur Ausgabe von bis zu 32 Spuren (44,1 kHz) bzw. 8 Spuren (192 kHz).

Das Instrument ist zum Straßenpreis von 3.999,- Euro (inkl. MwSt. & Versandkosten) erhältlich. Es gibt auch Versionen mit 61 Tasten bzw. 76 Tasten, jeweils ohne Hammermechanik, aber mit ansonsten gleicher Ausstattung – die Modelle mit den Ziffern »6« und »7« im Produktnamen sind für 2.999,- bzw. 3.499,- Euro zu haben.

Für Umsteiger: Formate importieren

Die Sounddaten des MOTIF XF (User Voices, User-Arpeggien und User Waveforms) können hier verwendet werden. Wer umsteigt, kann seine Klangbibliothek importieren – gute Nachrichten für alle, die viel Geld in Libraries gesteckt, eigene Arpeggien konstruiert und Klänge modelliert haben.

Außerdem findet sich auf yamahasynth.com ein Tool zur Umwandlung von Sounds der folgenden Formate in das für den Yamaha Montage:

  • DX7
  • DX7II
  • TX802
  • TX216/816

 

Yamaha Montage 8 Testbericht

Erster Eindruck vom Yamaha Montage 8

Neben dem Yamaha Montage 8 stecken ein Kaltgerätekabel und die Handbücher in der Verpackung. Die Verarbeitungsqualität des Geräts ist gut. Auch haptisch überzeugt das Instrument mit seinen Drehreglern und Schaltern – hier gibt genug Drehwiderstand bzw. einen klaren Druckpunkt.

Mit der frisch aktualisierten Firmware 1.11 dauert der Startvorgang 18 Sekunden. Das ist deutlich kürzer als viele der Mitbewerber – auch wenn das auf der Bühne wie eine kleine Ewigkeit wirkt. Im gesamten Testzeitraum lief das System zu 100% stabil – das nährt die Hoffnung, dass nur Stromausfälle zeitweilig für Funkstille on stage sorgen werden.

Touchscreen

Der 7 Zoll durchmessende, farbige Touchscreen ist hochauflösend, blickwinkelstabil und kontrastreich. Er reagiert präzise auf Fingertippen und die Menüelemente werden dabei flink umgeschaltet. Sehr fein.

Eine Möglichkeit zum Anwinkeln des Displays wäre noch das Sahnehäubchen gewesen.

Tastatur

Das Spielgefühl der 88 Tasten überzeugt auf ganzer Linie. Ihre Maße sind voll ausgewachsen, Widerstand und Abfederung fühlen sich opulent an und die Oberfläche bieten genau den richtigen Grip. Auch Virtuosen an der Klaviatur werden hier glücklich – so erwarte ich das von den großen Workstations, Stage-Pianos und Performance-Synthesizern einschlägiger Hersteller.

Yamaha Montage 8 Testbericht

Die Tastatur des Yamaha Montage 8 ist sehr nah dran an der eines Konzertflügels – klasse!

Fünf Velocity-Kurven stehen zur Verfügung – für unterschiedliche Spielgewohnheiten stehen also mehrere Varianten zur Umsetzung der Anschlaghärte bereit. Beim Aftertouch muss man wie üblich recht energisch zu Werke gehen. Die dabei zu überschreitende Anpressdruck-Schwelle ist so bemessen, dass man die Aftertouch-Klänge nicht versehentlich auslöst. Sehr gut gelöst.

Nahtloses Umschalten von Klängen

Eines meiner absoluten Lieblingsfeatures: Du kannst die Presets völlig nahtlos umschalten. Dabei ist auch ein paralleles Spielen des alten und neuen Sounds möglich – ein gehaltener bzw. arpeggierter Ton/Akkord ertönt theoretisch ewig weiter, parallel triggern neuen Anschläge aber das frische Preset.

Das Ganze nennt sich »Seamless Sound Switching«. Ähnliches gibt es etwa schon bei Instrumenten von Kurzweil. Ich möchte das bitte ab sofort in jedem Synthesizer dieser Gewichtsklasse haben.

AWM2 – Klänge aus Instrumenten-Samples

Mit den Klängen aus der AWM2-Sparte bekommst Du zahlreiche Musikinstrumente (Klavier, Orgel, Gitarre, Synthesizer etc.), die über die gesamte Tastatur hinweg gespielt werden können. Das Klangmaterial wurde teilweise von der MOTIF-Reihe übernommen und ist entsprechend gut. Natürlich hat Yamaha aber auch neue Instrumente mit an Bord genommen: ein Flügel vom Typ Yamaha CFX, Orchesterinstrumente des Seattle Symphony Orchestra etc.

Der erwähnte Flügel ist in erstklassiger Qualität und mit sehr langem Ausklang (jeweils über zehn Sekunden) gesampelt worden. Es ist ein recht facettenreiches Spiel je nach Anschlagstärke möglich, da jede Taste immerhin in neun Velocity-Stufen abgenommen wurde. Deren sind es übrigens zehn bei der noch bis Ende 2016 herunterladbaren Library eines Bösendorfer Imperial Grand. Diese klingt etwas gedämpfter und intimer. Beide sind mit der Tastatur des Yamaha Montage 8 wunderbar zu spielen.

Die virtuellen Streicher des Seattle Symphony Orchetra können per Super Knob (siehe unten) stufenlos in ein Quartett verwandelt werden, Chöre werden zunehmend durch weiteren Instrumente angereichert und dergleichen. Auch hier wird klanglich sehr überzeugendes Material geboten.

Für die Erweiterung des Klangspektrums durch MOTIF-Libraries (und bald wohl auch spezielle Montage-Pakete) hast Du mit 1,7 GB Speicher eine ganze Menge Platz zur Verfügung. Schön mitgedacht.

Parts & Elements

Ein einziger AWM2-Part ist in acht »Elements« unterteilt – jeweils komplette Klangerzeugersektion mit Oszillator, Multi-Mode-Filter, Pitch- und Volume-Hüllkurven, LFO und EQ. So können beispielsweise schon mit einem einzigen Part variierende Anschlaghärten für ein differenziertes Spiel von Pianos & Co. Sorgen. Acht Elements, also theoretisch acht Velocity-Zonen pro Part, könnte eine Performance mit unterschiedlich abgestuften Klängen für jede der 128 MIDI-Velocity-Stufen ergeben!

FM-X: Ausgefeilte FM-Synthese

Hinter FM-X, dem zweiten System zur Klangerzeugung im Yamaha Montage 8, steckt die FM-Synthese. Dabei wird die Frequenz (Tonhöhe) einer Basiswellenform durch die Frequenz einer weiteren Wellenform beeinflusst. So entstehen charakteristische Klänge, bei denen vielen Hörern die 80er-Jahre in den Sinn kommen.

Hier stehen je acht Operatoren zur Verfügung – das sind die Wellenformen als Grundbausteine zur FM-Synthese innerhalb eines Parts. Dazu kommen 88 Algorithmen, die die Verschaltung dieser Operatoren untereinander bestimmen. Hier sind ein paar Beispiele im Bild:

Yamaha Montage 8 Testbericht

Die Übersicht der Algorithmen für die FM-Synthese

Andere Parameter wie Pegel und Hüllkurven, die Nutzung der Filter, Effekte und EQs sowie schließlich die Kombination mit AWM2-Klängen sorgen für einen sehr reichhaltigen Klangfundus. Wer sich intensiv mit FM-X beschäftigt und so richtig eintaucht, wird eben nicht nur die sattsam bekannten Signature-Sounds aus Pop, Elektronik & Soundtracks der 80er erzeugen können, sondern in ganz neue Dimensionen vorstoßen. Und dennoch bleibt es stets unverwechselbar FM. Ergo: Ob klassische oder moderne Produktionen, ob auf bekanntem oder auf unerforschtem Terrain, der Yamaha Montage 8 liefert alles.

Da passt es doch wunderbar, dass sich der große Touchscreen bei der Bedienung als praktisch erweist. Unter anderem die Übersicht über die zahlreichen verfügbaren Algorithmen ist Gold wert.

Effekte

Um den Grundklängen aus AWM2 und/oder FM-X mehr Würze zu geben, stehen für jeden Part 2 Insert-Effekte zur Verfügung.

Yamaha Montage 8 Testbericht

Dabei kannst Du aus stattlichen 76 Effekten wählen – die Kategorien reichen von Hall und Delay über Modulationseffekte bis hin zu Diversem (Vocoder, Dämpferresonanz etc.). Außerdem gibt es zwei globale Effektbusse: einer mit 12 Reverb-Typen, der andere (»Variation«) für Diverses.

Für die Bühne wird das volle Programm in durchweg guter bis sehr guter Qualität geboten. Im Studio vertraue ich dann doch lieber erlesenen Spezialisten-Plugins – durch die separate Ausgabe über mehrere USB-Kanäle kann ich dann in der DAW jeden Part mit maßgeschneiderten Effekten versehen.

Parts im Griff

Bis zu 16 Parts können gleichzeitig erklingen. Will heißen: 16 unterschiedliche Klänge mit ihren jeweils eigenen Einstellungen, siehe Tabelle unten. Zum Beispiel die komplette Instrumentierung einer Band oder alle Sounds (Drums + Synths + Vocal-Samples etc.) für elektronische Tanzmusik. Acht Parts stehen für Kombinationen von Einzelklängen zu einem opulenten Sound (Layer) oder verschiedene Klänge in unterschiedlichen Tastaturbereichen (Splits) bereit.

Für die Parts kannst Du unter anderem diese Einstellungen tätigen:

  • Panning & Lautstärke
  • Lautstärke-Hüllkurve (Attack, Decay, Sustain, Release)
  • Filter (Cutoff, Resonanz, Hüllkurvenstärke)
  • Equalizer
  • 2 Insert-Effekte
  • Send-Stärke zum »Variation«-Effektbus
  • Send-Stärke zum Reverb-Effektbus
  • Tastaturbereich → Splits & Layer nach Belieben
  • Portamento
  • Arpeggiator Hold → Arpeggio spielt weiter nach Loslassen der Taste

Für die Gestaltung meiner Sets vermisse ich hier nichts. Die Sektion »Home« versammelt alle oben genannten Einstellungen und mehr auf einen Blick:

Yamaha Montage 8 Testbericht

Die Hauptübersicht für die Parts

Motion Control – Für Bewegung im Klang

Eines der wichtigsten Kapitel im Narrativ des Yamaha Montage 8 ist »Motion Control« – ein ganzes Ökosystem aus Werkzeugen zum Modulieren und Sequenzieren des Sounds. Der auffälligste Vertreter ist der »Super Knob«.

Super Knob

Steuere mehrere Parameter gleichzeitig, um Sounds nach Herzenslust zu »morphen« – die Hochglanz-Presets der Kategorie »Best of MONTAGE« demonstrieren das eindrucksvoll.

Yamaha Montage 8 Testbericht

Das Schrauben an diesem großen, effektvoll beleuchteten Endlos-Drehregler mit LED-Kranz macht viel Spaß. Er ist alles andere als ein Gimmick, denn mit nur zwei Fingern so viel Veränderung in einem Klang zu bewirken, ist sonst einfach nicht möglich. Stark im Live-Einsatz, aber auch beim Producing »on the fly«.

Und sonst? Mit den »Motion Sequences« können die Parameter jedes einzelnen Parts separat automatisiert werden, rhythmisch unterteilt wie bei einem ausgefeilten Step-Sequencer. Zu den ansteuerbaren Parametern zählt auch die »Position« des Super Knob – am LED-Kranz ringsherum kannst Du den ferngesteuerten Parameterstand dieses Endlos-Drehreglers nachvollziehen. Das geschieht entweder nach dem internen Tempo oder synchronisiert mit einer externen Quelle.

Außerdem gibt es acht »Scenes« – speicherbare Einstellungen von ganzen Parametersätzen innerhalb einer Performance, die dann mit acht dedizierten Knöpfen sofort aufgerufen werden können.

Die Möglichkeiten der Motion Sequences sind immens und stehen den Sequenzern, Automationsspuren und internen LFOs/Hüllkurvenfolgern einer DAW praktisch in nichts nach – für komplexe, ausdrucksstarke Sounds und sich langsam entfaltende und entwickelnde Sequenzen.

Der Super Knob ist indes ein klanggestalterisch sehr mächtiges, aber einfach und spaßig bedienbares Novum – Verläufe mehrerer Parameter (auch gegenläufige) können mit einem Dreh realisiert werden. Das würde man mit zwei Händen oft gar nicht schaffen, zudem braucht man nicht so eine hohe Fingerfertigkeit. Außerdem lassen sich damit auch einfach die Anteile der Parts bequem mischen, wie bei den voreingestellten orchestralen Performances schön zu hören ist.

Alles in allem bietet der Yamaha Montage 8 viele Möglichkeiten für einen lebendigen, bewegten Sound, ob automatisiert oder manuell. Er ist gleichermaßen stark für die Bühne und das Studio gerüstet.

Live Sets – Essentiell für Auftritte

Oberhalb der Performance gibt es noch eine Ebene, die für Bühnenmusiker wie gerufen kommt – das Live Set. Sie funktionieren ähnlich wie die Set Lists eines Korg Kronos oder der Quick Access bei einem Instrument von Kurzweil. Es handelt sich um eine nach Belieben festlegbare Reihenfolge von Performances, zwischen denen Du beim Auftritt mit einem Fußschalter wechseln kannst – vorwärts oder rückwärts, je nach Konfiguration der Fußschalter-Funktionen.

Der Performance-Wechsel per pedes ist im Live-Betrieb viel stressfreier und komfortabler als die Bedienung per Hand. Denn so musst Du nicht erst irgendwelche Knöpfe drücken – der musikalische Flow (Spielen auf der Tastatur und/oder Schrauben an Reglern) wird nicht unterbrochen.

Du kannst übrigens bis zu 2.048 Live-Sets selbst anlegen, frei benennen und speichern. Das reicht für ein ganzes Musikerleben.

Bedienfreude

Wenn dir die Konfiguration der Parts oder andere Arbeitsschritte auf dem Touchscreen zu fummelig sind, gibt es eine Alternative: Zum Ansteuern und Manipulieren der Elemente auf einer Display-Seite kannst Du jederzeit Cursor-Tasten (links, rechts, hoch, runter), Datenrad und Enter-Taste nutzen. Das fand ich manchmal nützlich, da die Buttons und Sektionen auf dem Touchscreen stellenweise recht klein sind.

Yamaha Montage 8 Testbericht

Außerdem gibt es noch die große Sektion mit physischen Bedienelementen links vom Touchscreen, über die wichtigsten Parametern sofort verstellbar sind. Prima: Rings um die Potis winden sich leuchtstarke LED-Kränze, die den derzeitigen Parameterstand ersichtlich machen. Analog dazu sitzt neben jedem Fader eine LED-Leiste zur Ansteige der Lautstärke. Das ist auf dunklen Bühnen unabdingbar und weitaus besser, als mit Adlerauge auf das Display zu schielen.

Die Menüstruktur könnte stellenweise etwas einfacher sein, auch wenn die Strukturierung angesichts der Komplexität und des Platzangebots auf dem 7-Zoll-Bildschirm insgesamt gelungen ist. Zusätzliche physische Buttons zum sofortigen Springen in bestimmte Sektionen (z.B. zum Mixer) hätte ich gut gefunden.

Anschlüsse

Eine der USB-Buchsen dient für Firmware-Updates, zum Aufspielen von neuen Sounds und dergleichen. Die andere stellt eine USB-2.0-Verbindung zum Computer (Windows / Mac OS X) her:

  • 32 Kanäle mit 24 Bit & 44,1 kHz – z.B. alle 16 Stereo-Parts
  • 8 Kanäle mit 24 Bit & 192 kHz – vier Stereo-Parts

Dabei werden auch die Klänge gewandelt und an den Rechner geschickt, die Du über den Stereo-Eingang (2 x 6,3 mm für links/rechts) einspeist. Das können Signale mit Mikrofon- oder Line-Pegel sein. Auch ein dedizierter Gain-Regler und eine Übersteuerungsanzeige sind für diesen Eingang an Bord.

Yamaha Montage 8 Testbericht

Die Rückseite des Yamaha Montage 8 mit ihren gut zugänglichen Anschlüssen

Der Ansteuerung anderer Geräte sowie der Kontrolle über den Sound des Yamaha Montage 8 sind keine Grenzen gesetzt – standesgemäß finden sich ein MIDI-Buchsentrio (In, Out & Thru) im fünfpoligen DIN-Format und vier Anschlüsse für Fußschalter/-Controller. Die Klinkenausgänge sind für höchste Signalqualität gerüstet, sie können Signale symmetrisch übertragen.

Dass es neben dem Stereo-Master-Output nur zwei weitere, frei zuweisbare Ausgänge gibt, stört nicht – auf der Bühne ist das ausreichend (z.B. zur Bearbeitung eines Parts mit einem externen Effektgerät). Und im Studio können die originär digitalen Parts ja ohne Qualitätsverlust an die DAW geschickt werden, um sie von dort in weitere Bahnen zu lenken.

Sounds, Klangvielfalt und Qualität

Der Yamaha Montage 8 macht überall da eine gute Figur, wo opulente Synthesizer- und Keyboardsounds gefragt sind. Vor allem durch das breite Spektrum der Wellenformen werden quasi alle Genres abgedeckt. Nicht zuletzt die Orchesterinstrumente und Orgeln klingen hervorragend, aber auch die virtuell-analogen Synthesizerklänge überzeugen (in diesem Fall natürlich auch dank der guten Filter).

Die FM-Synthese eröffnet neue Welten für elektronische Performances. Schön, dass diese Form der Klangsynthese durch die vielen Operatoren und Algorithmen mit einem derartigen Turboboost ausgestattet worden ist – eine mehr als würdige neue Generation nach dem legendären DX7.

Technisch gesehen ist der Output an den analogen Schnittstellen sehr sauber und dynamisch. Der Kopfhörerausgang ist kräftig und reizt die Qualitäten von hochwertigen Kopfhörern weitestgehend aus.

Yamaha Montage 8 Video + Klangbeispiele


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EXZELLENT

Yamaha Montage 8 Testbericht am 22.11.2016

Produkt:      Yamaha Montage 8
Hersteller:  

Preis:  3.999,00 Euro
UVP:    4.758,81 Euro

Kurzfazit

Opulenter Synthesizer für Instrumentenklänge aller Art und FM-Synthese. Das klangliche Potential des Yamaha Montage 8 (und seiner zwei kleinen Geschwister) ist gewaltig. Die Instrumentenklänge sind durchweg überzeugend, die FM-Synthese ist mächtig wie nie und das Modulationssystem sorgt für ungeheure Bewegung. Auf der Bühne kommen der unmittelbare Parameterzugriff und die Live-Set-Funktion gelegen, während im Studio der 32-kanalige USB-Output das Multitrack-Recording aller Parts ermöglicht.

Für wen

Profis im Bühnengeschäft und alle, die eine voll ausgestattete Synthesizer-Workstation suchen.

Wichtige Merkmale
  • Digitaler Synthesizer
  • 88 Tasten mit Hammermechanik, anschlagdynamisch mit Aftertouch
  • Engines: AWM2 (Samples) + FM-X (FM-Synthese)
  • Polyphonie: 256 Stimmen (je 128 für AWM2 & FM-X)
  • Wellenform-Speicher: ~5,5 GB
  • Display: Touchscreen, farbig
  • »Super Knob« zur Makro-Steuerung mehrerer Parameter
  • 8 Endlos-Drehregler mit LED-Kränzen
  • 8 Fader
  • Touch Strip
  • Pitch-Bend- und Modulationsräder
  • Line-Eingang, Line-Ausgang und Kopfhörerausgang
  • MIDI IN, Out & Thru + MIDI per USB
  • Eingänge für Sustain-, Expression- und Switch-Pedale
  • Als DAW-Controller einsetzbar
  • Maße: 145 x 16 x 47 cm
  • Gewicht: 29 kg

 


Lesermeinungen (1)

zu 'Yamaha Montage 8 Testbericht: Großer Synthesizer & Workstation'

  • Ingo B.   02. Dez 2016   10:42 UhrAntworten

    Ein sehr interessanter Vertreter neuer Synths, das steht meiner Meinung nach schon mal fest. Speziell erfreut mich am Montage, dass das schon ältere Prinzip frei morphender Sounds aufgegriffen wird, welches einst von so exquisiten Klangerzeugern bzw. Plugins à la KORE (NI) oder Alchemy (Camel Audio) kultiviert wurde.

    Speziell die Zuweisung relativer Wertebereiche für einzelne Klangparameter als auch das Ablegen von (Sound-)Snapshots sind für gezielte Soundmanipulation ein Segen - in NI's MASCHINE vermisse ich bis heute schmerzlich diese einstigen Möglichkeiten, die KORE für das Sounddesign an Bord hatte. Sicher, KORE war, technisch betrachtet, seiner Zeit etwas voraus; das unglückliche Marketing und die fehlende Kommunikation hinsichtlich seiner Möglichkeiten konnte es den Leuten 'nicht verkaufen'... Was mit dieser Mehrfachzuweisung verschiedenster Parameter auf einen einzigen Drehknopf UND der stufenlosen Überblendung von Snapshots aber möglich war, brachte in der Tat bis dato 'unerhörte' Ergebnisse.

    Vielleicht leben wir mittlerweile in einer derart oberflächlichen Zeit, in der es nur noch um 'Instant Content' geht - Content, der vor allem einfach und schnell kreiert bzw. abgerufen werden muss. Auf der Bühne ist das natürlich ein absolutes Muss - doch wenn man ausgefuchstes Sounddesign mit zu seinen umzusetzenden Passionen/Aufgaben zählt, ist der Ansatz des Montage ein wirklich begrüßenswerter - weil man ihn tatsächlich anwenden kann, ohne mit Schnickschnack veräppelt zu werden!

    Das die FM-X Synthese mit 8 Operatoren ein echtes Sahnehäubchen darstellt, muss man wahrscheinlich gar nicht weiter breittreten. Ein neuer, ausgereifterer Quasi-FS1r war schon lange fällig - Applaus!
    Keinen Bock mehr auf all die verzweifelten Hypes - ich will den komplexen Scheiss der FM-Synthese zurück! ;)

    Schön, dass es endlich mal wieder einen zeitgemäßen, ausgewachsenen, digitalen Synthesizer gibt, der nicht nur als effekthaschende Presetschleuder auf ein geblendetes Musikervolk losgelassen wird...

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