Vestax Typhoon Testbericht

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Vestax Typhoon Testbericht

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Was ist es?

Der Vestax Typhoon ist ein einfacher DJ-Controller für zwei Decks mit berührungsempfindlichen Jog-Wheels, der unter dem Credo »Vestax for the people« auch Gelegenheits-DJs und Hoyybisten dienen will. Für jedes Deck stehen ein 3-Band-EQ, einfache Loop-Kontrollen und ein Regler für die Intensität des jeweilig eingestellten Effekts zur Verfügung. Browser-Kontrollen dürfen nicht fehlen. Die integrierte Soundkarte ermöglicht es, ein Mikrofon anzuschließen, per Kopfhörer vorzuhören und einen Verstärker bzw. aktive Lautsprecher anzuschließen.

Aus der Rolle fällt auch der mitgelieferte USB-Hub, also ein kleines Gerät, das seinerseits an einen USB-Anschluss an deinem Computer gesteckt wird und dann vier USB-Anschlüsse zur Verfügung stellt. Dieser sei hier und im Fazit nur kurz lobend erwähnt, ich werde nicht weiter darauf eingehen.

Ein eigener ASIO-Treiber sowie eine spezielle Version von Virtual DJ 7 LE sind auf zwei CD-ROMs im Lieferumfang enthalten. Ein offizielles Mapping für Traktor wird vom Hersteller zum Download angeboten.

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Vestax Typhoon Testbericht

Erster Eindruck

Das Design unseres Testgeräts konnte mit seinen kirschroten Bedienelementen (es gibt auch eine nüchtern-schwarze Variante), vor allem aber mit den stylischen Jog-Wheels auf sich aufmerksam machen. Die Oberfläche spiegelt leider recht stark, was in diesem Fall aber klar den Style unterstützt. Komplettiert wird der aparte Eindruck von den dreifarbig hintergrundbeleuchteten Buttons und – nützlich und erfreulich für ein Einsteigergerät – den grünen Pegel-LEDs für die beiden Kanäle und den Master-Ausgang. Die Verarbeitungsqualität kann mit der Optik weitgehend Schritt halten, doch dazu später mehr.

Die Installation des herstellereigenen ASIO-Treibers verlief zügig und problemlos, da gab es bei Geräten anderer Hersteller auch schon deutlich umständlichere Routinen. Die speziell abgestimmte Version von Virtual DJ LE 7 ist schnell eingerichtet. Sämtliche Software, inklusive einer TSI-Datei für die Einbindung in Traktor Pro, wird in der jeweils aktuellen Version von der Produktwebseite des Geräts verlinkt, zudem findest Du dort deutsche Übersetzungen der Schnellstart- und der ausführlicheren Bedienungsanleitung in PDF-Form. Gedruckte Anleitungen in deutscher Sprache wären mir lieber gewesen, aber was soll’s.

Zwar läuft Virtual DJ 7 LE nicht umgehend ohne Konfiguration, doch erklärt das Handbuch die Einrichtung der Software verständlich und mit Unterstützung von Screenshots. So bist nach zwei Handgriffen im Konfigurationsdialog einsatzbereit.

Die Klangqualität am Cinch-Ausgang ist für ein Gerät dieser Preisklasse in Ordnung, wobei sich auch der Rauschabstand in Grenzen hält, die diesen DJ-Controller für vornehmlich kleinere, private Veranstaltungen tauglich machen.

 

Bedienelemente

Die drei Potis sind ungewöhnlich geformt, wie so vieles beim Vestax Typhoon. Sie laufen spitz zu, wodurch sie aussähen wie die Spitzen von Patronenhülsen, die aus der Bedienoberfläche ragen. Sie sind zwar nicht gummiert oder aufgeraut, doch die Riffelung trotzdem einigermaßen griffig. Prima: Sie sitzen ohne große Wackler fest und weisen einen hohen Drehwiderstand und ein butterweiches Handling auf. Etwas größer hätten die Kappen hier ruhig sein dürfen.

Die Kappen der Fader wackeln ganz leicht, wie es anscheinend bei allen DJ-Controllern mehr oder minder der Fall ist und konstruktionstechnisch wohl kaum anders zu machen. Der Typhoon gehört jedoch deutlich zu den Geräten, die in dieser Beziehung noch am besten verarbeitet sind. Die Kanal-Fader sind leider genauso leichtgängig wie der Crossfader. So ist es etwas wahrscheinlicher, dass Du die Lautstärke versehentlich verstellst, zudem fühlt es sich einfach nicht so satt an. Der gut bedienbare Crossfader ist nicht austauschbar, wobei erneut darauf hingewiesen sei, dass kaum ein Einsteigergerät diese Möglichkeit bietet.

Die Pitch-Fader sind in der Variante mit leichtem Einrasten in der Nullstellung gefertigt worden. Positiv zu bemerken ist hier der sehr ordentliche Widerstand, den sie entgegensetzen. Ihr Laufweg ist mit 45 Millimetern ziemlich kurz, wodurch eventuell die Präzision beim Pitchen, zumindest aber der Komfort dabei leidet.

Höchst ungewöhnlich ist die Darreichungsform der Gain- und Equalizer-Kontrollen: Statt auf Potis zu setzen, verbaute Vestax hier kleine Schieberegler. Nachdem ich mich an diese Bedienweise annähernd gewöhnt hatte, funktionierte das aufgrund des hohen Laufwiderstands und der noch ausreichend festsitzenden Reglerkappen ganz gut.

Ebenfalls nicht dem Standard entsprechend ist das Steuerkreuz zur Navigation im Verzeichnisbaum und der Playlist sowie zum Laden der Tracks in Deck A oder B. Hier stellte ich fest, dass die Bedienung im Gegensatz zur Steuerung per Drehregler spürbar zeitraubender ist und bei langen Listen auch wenig nervig sein kann. Das hätte nicht sein müssen, auch wenn es für gelegentliches, non-professionelles Mixen nicht so tragisch ist.

Im unteren Bereich mit den Jog-Wheels und Transportknöpfen bietet der Vestax Typhoon viel Platz zwischen den Bedienelementen. So bleibt genügend Raum, um bequem hantieren zu können, ohne im Überschwang ungewollt Dinge auszulösen. Oben wird es etwas enger, wobei sich die EQ-Fader vielleicht nicht ganz astrein mit großen Händen steuern lassen. Ansonsten bleibt alles im Rahmen.

Die dreifarbige Hintergrundbeleuchtung der mit einem hartem, exakten Druckpunkt ausgestatteten Buttons unterstützt die Orientierung und sieht ganz nebenbei noch schick aus.


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GUT

Vestax Typhoon Testbericht am 03.08.2012

Produkt:      Vestax Typhoon
Hersteller:  

Preis:  211,00 Euro
UVP:    297,00 Euro

Kurzfazit

DJ-Controller und Hingucker. Dieser simple DJ-Controller für Einsteiger überzeugt mit weitestgehend gutem Handling.

Für wen

Einsteiger ins DJing.

Wichtige Merkmale
  • DJ-Controller
  • 2 Decks
  • Kontrollen für Effekte, Loops & Cue
  • Berührungssensitive Jog-Wheels
  • Mikrofoneingang
  • Ausgänge: 1x Cinch, 1x Kopfhörer

 


Lesermeinungen (3)

zu 'Vestax Typhoon Testbericht: DJ-Controller für zwei Decks'

  • Ampaz   03. Aug 2012   22:28 UhrAntworten

    Also ich kann mit Traktor problemlos beide Tracks gleichzeitig vorhören.

    • Felix Baarß (delamar)   03. Aug 2012   22:39 UhrAntworten

      Klar, per Mauszeiger oder Tastaturkommando ist das ja kein Problem. Es ist halt bloß blöd, dass kein Drehregler am Typhoon dafür vorgesehen ist. Man müsste einen der vorhandenen, eigentlich für andere Aufgaben gedachten dafür nutzen und dessen Mapping entsprechend umstellen, doch das dürfte schmerzen, weil es eh schon so wenige Potis an dem Teil gibt. Das Ziel soll es ja sein, Trackpad/Maus und/oder Tastatur so wenig wie möglich bzw. gar nicht zu nutzen.

  • Ampaz   04. Aug 2012   00:51 UhrAntworten

    Ich glaub ich versteh das irgendwie falsch, du meinst also man kann das Lautstärkeverhältnis im Kopfhörer nicht beeinflussen? Ja stimmt, aber mich stört das jetzt nicht unbedingt.
    Stimmt es sind wirklich etwas wenig Bedienelemnte vorhanden, aber ist von einem Einsteigermodell wohl auch zu erwarten.
    In Traktor kann man aber mit fortgeschrittenen Mappings schon einiges reißen, wenn man sich da einmal reingefuchst hat.

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