Vermona PERfourMER MKII Testbericht

17
SHARES
Vermona PERfourMER MKII Testbericht

So sieht er aus, der Vermona PERfourMER MKII. Testbericht folgt sogleich...


anzeige


Was ist es?

Der Vermona PERfourMER MKII ist ein analoger Synthesizer, der vier monophone Klangerzeuger in einem Gehäuse verbindet. Jeder Kanal besteht aus einem Oszillator, einem Tiefpassfilter (24 dB/Oktave), einer Hüllkurve, einem LFO und einer Amp-Sektion. Damit ist das Gerät für typische analoge Bass- und Leadsounds prädestiniert.

Darüber hinaus kannst Du die einzelnen Kanäle koppeln, um Deine Sounds zu schichten oder Du spielst den Synthesizer vierstimmig polyphon. Da jeder Stimme ein vollwertiger monophoner Synthesizer zugrunde liegt, ergeben sich interessante Soundmöglichkeiten, die mit anderen Synthesizern meist nicht zu realisieren sind.

Durch Hardsync und die analoge Frequenzmodulation der Oszillatoren und Filter erhältst Du eine Vielfalt an möglichen Klängen. Dank der unterschiedlichen In- und Outputs lässt sich der Vermona PERfourMER MKII auch mit einem vorhandenen modularen Synthesizer kombinieren.

Vermona PERfourMER MKII Testbericht

So sieht er aus, der Vermona PERfourMER MKII. Testbericht folgt sogleich...

 

Vermona PERfourMER MKII Testbericht

Erster Eindruck

Der Vermona PERfourMER steckt in einem robusten Metallgehäuse. Die Potis haben einen ausreichenden Abstand zueinander, sodass auch Musiker mit großen Händen gut an dem Gerät schrauben können. Weiterhin sind die Potis und Schalter mit einem für mein Empfinden optimalen Widerstand ausgestattet. Damit hatte ich ein gutes Gefühl beim Arbeiten. Der MKII kommt im 19“-Format daher und belegt stolze 7 Höheneinheiten, passende Rack-Ohren werden gleich mitgeliefert.

Das Netzteil ist intern verbaut, sodass Du nur ein herkömmliches Kaltgerätekabel mit Schukostecker benötigst. Es gibt nichts Schlimmeres, als zu einem Gig zu kommen und das proprietäre Stromkabel nicht dabeizuhaben. Ein Kaltgerätekabel ist dagegen fast immer noch auch die Schnelle aufzutreiben. Der An/Aus-Schalter befindet sich ebenfalls auf der Rückseite, was ich als Nachteil empfinde, denn nach dem Einbau in das Rack kommst Du unter Umständen nicht mehr an diesen Schalter heran.

Vermona PERfourMER MKII Testbericht

Die Rückseite mit Inputs, Outputs und der Buchse für das Kaltgerätekabel

 

Klangerzeugung & Bedienung des Vermona PERfourMER MKII

Wie eingangs erwähnt, hat jeder Kanal einen eigenen VCO, VCF, VCA, LFO und eine eigene Hüllkurve. Der VCO kann Sinus-, Dreieck-, Sägezahn- und Rechteckwellenformen generieren. Des Weiteren hast Du die Möglichkeit, Rauschen sowie eine externe Audioquelle auszuwählen. Damit kannst Du perkussive Klänge und Effektsounds erzeugen oder den Vermona PERfourMER MKII als externes Filtermodul nutzen. Die Pulsweite der Rechteckwelle kann über das Modulationsrad an einem MIDI-Keyboard oder vom LFO moduliert werden. Diese Funktion lässt sich leider nicht auf einen anderen MIDI-Parameter legen. Ich fände es praktikabler, den Filter-Cutoff auf dem Modulationsrad zu haben.

Weiterhin gibt es in der VCO-Sektion einen Glide- und einen Tune-Regler. Mich stört, dass weder die einzelnen Tune-Regler noch der Mastertune-Poti gerastert sind, da auch jede kleine Änderung dieser Parameter sich auf den Klang auswirkt. Schnell ist der Regler versehentlich berührt, die Tonhöhe leicht verstellt.

Beim Filter handelt es sich um einen Low-Pass-Filter mit 24 dB/Oktave. Du hast die Möglichkeit, das Key Tracking zu 50% oder zu 100% zu aktivieren. Das heißt, dass sich das Filter mit zunehmender Tonhöhe weiter öffnet. Die Resonanz des Filters kann zur Selbstoszillation gebracht werden, wodurch Du typische Acid-Lines spielen kannst. Es lässt sich weder die Flankensteilheit noch die Filterart verändern. Im Ausgleich klingt das vorhandene Filter hervorragend. Die Cutoff-Frequenz kann über Aftertouch gesteuert werden, wobei auch hier der Parameter nicht geändert werden kann.

Die Hüllkurve des Vermona PERfourMER MKII ist eine typische ADSR-Kurve und kann sowohl den VCO, den VCF und den VCA modulieren. Da sich die einzelnen Hüllkurven nicht verbinden lassen, musst Du dir im Vorfeld Gedanken machen, welche Komponenten moduliert werden sollen. Deshalb ist es praktisch, dass die Hüllkurve für den VCA abgestellt werden bzw. eine Gate-Hüllkurve mit minimalem Attack, Decay und Release und maximalem Sustain ausgewählt werden kann.

Ausgangsseitig hat jeder Kanal einen VCO-Out, einen Direct-Out, einen Insert sowie einen Lautstärke- und einen einen Panoramaregler. Mit den zusätzlichen In- und Outputs lässt sich der PERfourMER MKII sehr gut mit einem modularen System verbinden, insbesondere wenn Du dir das Modell mit optionalen CV- und Gate-Inputs zulegst.

Der LFO bietet drei Wellenformen: Sinus, Rechteck und Sägezahn. Hier besteht die Möglichkeit, mittels Sample & Hold interessante Rhythmisierungen zu erzeugen. Die LFO-Geschwindigkeit kann über MIDI-Clock mit dem Sequenzertempo synchronisiert werden; darüber hinaus lässt sich der LFO, wie auch der VCO, mit dem darüberliegenden Synthesizerkanal synchronisieren. Mit der Frequenzmodulation des VCO oder des VCF erweitert sich das mögliche Klangspektrum erheblich. Natürlich sind jetzt keine FM-Sounds wie bei den klassischen digitalen Synthesizern zu erwarten, jedoch lassen sich damit sehr interessante Klänge erzielen.

 


Mehr zum Thema:
      

SEHR GUT

Vermona PERfourMER MKII Testbericht am 12.06.2012

Produkt:      Vermona PERfourMER MKII
Hersteller:  

Preis:  1.290,00 Euro
UVP:    1.390,00 Euro

Kurzfazit

Vier Analogsynthies in einem Gehäuse. Die vier Klangerzeuger können unabhängig oder zusammen gespielt werden können, wobei FM & Sync für ausgefallene Sounds sorgen.

Für wen

Musiker und Produzenten auf der Bühne oder im Studio

Wichtige Merkmale
  • Vier analoge Synthesizer in einem
  • FM & Oszillatorsynchronisation
  • Bis zu vierfach polyphon
  • Sechs Spielmodi
  • MIDI-Clock-Synchronisation

 


Sag uns deine Meinung!

EMPFEHLUNGEN