Universal Audio Apollo Twin Testbericht

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Universal Audio Apollo Twin Testbericht


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Was ist es?

Das Universal Audio Apollo Twin Duo ist ein kompaktes Desktop Audio Interface. Zwei SHARC-Chips für das hauseigene DSP-System UAD sind integriert – so kannst Du beliebige UAD-Plugins aus dem großen Effektkatalog des Herstellers befeuern und die Leistungsreserven deines Computers bleiben unangetastet. Es gibt auch eine Version mit nur einem SHARC-Chip (»Solo« statt »Duo«). Zwei Eingangs- und sechs Ausgangskanäle sind simultan nutzbar, die genauen Spezifikationen findest Du rechts im Infokasten.

Universal Audio Apollo Twin Testbericht

Neben der Entscheidung, den Markt endlich auch um ein kleines, einfaches Interface für Thunderbolt zu bereichern, möchte man vor allem mit einer neuen Technologie punkten: Unison. Dabei handelt es sich um ein System zur Nachbildung der Eigenheiten von Vintage-Mikrofonvorverstärkern.

Das von uns getestete Universal Audio Apollo Twin Duo ist zum Straßenpreis von 899,- Euro (inkl. MwSt.) im deutschen Fachhandel erhältlich.

 

Universal Audio Apollo Twin Testbericht

Erster Eindruck, Verarbeitung und Haptik

Das Gerät wird in einer schicken, gut mit Schaumstoff gepolsterten Box geliefert, außerdem sind die zwei schwarz eingefassten Display-Bereiche und der große Drehregler mit einer transparenten Schutzfolie beklebt. Das Gewicht des Twin ist ausreichend hoch, um einen wertigen haptischen Eindruck zu vermitteln und relativ standfest auf dem Studiotisch Platz zu finden; erwartungsgemäß sind für Letzteres vier angeschraubte Gummimanschetten an der Unterseite verantwortlich.

Die kleinen Buttons haben einen schönen klaren Druckpunkt. Der Drehwiderstand des großen Lautstärkereglers ist ausreichend für ein gutes Bediengefühl, allerdings wackelt er dezent, doch das ist nicht dramatisch. Die rückseitigen Ein- und Ausgänge sind fest mit dem Gehäuse verschraubt (im Falle der Klinkenbuchsen auch durch Manschetten stabilisiert), wie man es von einem Interface gehobener Klasse erwarten darf. Der An/Aus-Schalter – übrigens prima, dass es einen gibt – ist angenehm schwergängig und sitzt fest. In der Netzbuchse lässt sich das Stromkabel durch eine kleine Drehung arretieren.

 

Über Anschlüsse und Signalwege

Neben den anlogen Eingängen ist gut zu sehen, dass per TOSLINK-Buchse über die Protokolle S/PDIF oder ADAT digitale Signale eingespeist werden können – acht zusätzliche Kanäle stehen somit zur simultanen Aufzeichnung mit den analogen Inputs bereit. Bei den Ausgängen ist noch bemerkenswert, dass individuelle Mischungen für den Kopfhörerausgang möglich sind. Ist ja nicht selbstverständlich in dieser kompakten Bauform.

Universal Audio Apollo Twin Testbericht

 

Software

Im Lieferumfang des Twin findet sich das Plugin-Paket »Realtime Analog Classics«, bestehend aus Kompressoren, EQs und einem Reverb, ferner Verstärkersimulationen für deine Gitarre und eine Nachbildung eines röhrenbetriebenen Preamps. Da es sich im hier getesteten DUO um einen Sproß der UAD-2-Serie handelt, kannst Du freilich auch alle entsprechenden Plugins des Herstellers nutzen.

Universal Audio Apollo Twin Testbericht

Die Applikation »Console« ist die Kommandozentrale des Apollo Twin. Im Stile einer Analogkonsole gehalten, erlaubt die Software das Monitoring und die Signalbearbeitung mit den erwähnten Plugins in Fast-Echtzeit (später mehr zur Latenz), was bereits mit dem großen Bruder Apollo möglich ist. Komplette Konfigurationen lassen sich als Presets speichern. Darüber hinaus ermöglicht das Plugin »Console Recall« (VST, AU, AAX 64 & RTAS) die Ansteuerung und Projekt-interne Speicherung innerhalb des DAW-Workflows. Praktische Angelegenheit.


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EXZELLENT

Universal Audio Apollo Twin Testbericht am 10.04.2014

Produkt:      Universal Audio Apollo Twin
Hersteller:  

Preis:  899,00 Euro
UVP:    1.097,00 Euro

Kurzfazit

Kompaktes Thunderbolt Audio Interface mit wandlungsfähigem Preamp. Dieses Audio Interface überzeugt klanglich, im Effekteinsatz beim Recording und mit seinem anpassungsfähigen Vorverstärker. Nur Windows-Nutzer schauen (noch) in die Röhre.

Für wen

Fortgeschrittene und Profis, die ein kompaktes Interface für den Einsatz am Mac suchen.

Wichtige Merkmale
  • Audio Interface
  • Thunderbolt
  • Treiber für Mac OS X
  • Eingänge: 2 × Mic/Line (XLR/6,3 mm), Hi-Z (6,3 mm), 8 × S/PDIF / ADAT
  • Hochpassfilter, Phantomspeisung, Pad, Polaritätsumkehr
  • Ausgänge: 2 × Main (6,3 mm), 2 × Monitor (6,3 mm), 2 x Kopfhörer
  • Wandlung mit max. 24 Bit & 192 kHz
  • Integrierter DSP-Chip für UAD-Plugins
  • UAD-Plugin-Paket mit Kompressoren, EQs, Reverb, Amp & Preamp
  • Nachbildung verschiedener Preamps mit der neuen Technologie »Unison«

 


Lesermeinungen (12)

zu 'Universal Audio Apollo Twin Testbericht: Thunderbolt Audio Interface'

  • Lars Reime   23. Jan 2014   15:55 UhrAntworten

    Die Anhängsel heißen nicht DUO und QUAD, sondern Solo und Duo :-)

    • Felix Baarß (delamar)   23. Jan 2014   16:11 UhrAntworten

      Recht haste. :)

  • Matthias Müller   23. Jan 2014   15:58 UhrAntworten

    Klingt nach Spass!

  • Jonas Haffke   23. Jan 2014   19:41 UhrAntworten

    Mich würde, unabhängig von der Unison-Technologie, die Qualität der Preamps im Vergleich zu dem großen Apollogeräten interessieren. Sind das die gleichen?

    • Niklas Beinghaus   13. Mrz 2014   21:58 UhrAntworten

      Ja.

  • Carlos San Segundo   10. Apr 2014   16:29 UhrAntworten

    Das Teil sieht heiß aus...

  • Ramon Smith   11. Apr 2014   09:17 UhrAntworten

    Gäbe es das Interface mit nem anderen Anschluss, als nur Thunderbolt, hätte UAD nen neuen Kunden.

  • Metaphor   13. Apr 2014   15:49 UhrAntworten

    Audiobeispiele wären mal hilfreich gewesen. Evtl. könnt ihr das ja noch nachreichen...
    Gerade der Vgl. mit RME und Apogee wäre mehr als interessant gewesen. Gleiches gilt für das Signal mit und ohne Unison-Funktion und den Einsatz des Solo 610 B im Recordingweg.

  • Pierre   25. Nov 2014   10:25 UhrAntworten

    Ich habe versucht über den UA-Support eine Antwort auf meine Frage zu bekommen. Leider gab es keine Antwort.

    Ich wüsste gerne, ob man die Plugins nur über die Haus eigene Konsole nutzen kann oder ob dies auch per Insert in einem DAW-Channel möglich ist?

    • Felix Baarß (delamar)   25. Nov 2014   10:29 UhrAntworten

      Hallo Pierre,

      ja, die Nutzung innerhalb von beliebigen DAWs ist möglich.

      Gruß,
      Felix

      • Pierre   25. Nov 2014   10:32 Uhr

        Hallo Felix,

        mir geht es darum (so denke ich es aktuell), dass man die Plugins nicht als Insert-Effekte nutzen kann, sondern eben nur über die Konsole, um die über das virtuell Routing zu effektieren und dann wieder in die DAW zuführen.

        Wenn man die Effekte wirklich auch als Insert nutzen könnte, dann schwächt UA seine Sattelite Hardware, was ich mir nicht vorstellen kann.

      • Pierre   25. Nov 2014   11:28 Uhr

        Ich habe jetzt einen Nutzer gefunden und der hat mir bestätigt man kann (wenn auch nicht viele Instanzen) due UA-Plugins über die Kiste als Insert nutzen = gekauft :)

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