Universal Audio Apollo Testbericht

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Universal Audio Apollo Testbericht

UA Apollo Testbericht - Die Front


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Was ist es?

Bei der Hardware Universal Audio Apollo handelt es sich um ein Audio Interface, das im 19-Zoll-Format auf einer Höheneinheit (1HE) daherkommt. Es bietet acht analoge Eingänge sowie 14 analoge und zehn digitale Ausgänge für seinen Nutzer.

Das Alleinstellungsmerkmal bei der UA Apollo ist die integrierte UAD2-DSP-Karte (bei unserem Testgerät im Übrigen eine UAD2 Quad), mit der die so genannten UAD-Plugins in Echtzeit bzw. mit geringer Latenz in der Musikproduktion genutzt werden können. Herauszuheben ist hier, dass die wegen ihrer Klangqualität beliebten Plugins nun mit einer angekündigten Latenz von nur zwei Millisekunden bereits auf dem Aufnahmeweg in die Musiksoftware genutzt werden können.

Spannend genug, der Sache mal so richtig auf den Grund zu gehen.

 

Universal Audio Apollo Testbericht

Das amerikanische Unternehmen Universal Audio ist vielen jüngeren Produzenten vor allem wegen der DSP-Karten UAD und UAD2 bekannt. Diese brachten bereits seinerzeit eine Klangqualität auf den Audio Computer, die ihresgleichen suchte. Auch in der heutigen Produktionsumgebung werden die Karten (der inzwischen zweiten Generation) gerne eingesetzt und immer noch aufgrund der hervorragenden Klangqualität der Plugins sehr geschätzt.

Universal Audio Apollo Testbericht

UA Apollo Testbericht - Die Front

Weniger bekannt mag unter den jüngeren Produzenten sein, dass das Unternehmen schon früher herausragende Hardware wie beispielsweise die Kompressoren LA2A und 1176LN im Portfolio hatte. Und so finden sich diese beiden Klassiker auch bei den mitgelieferten Plugins als Emulation. Im eigenen Online-Shop können weitere Effekte anderer großer Marken, darunter Studer, Roland oder Ampex, hinzugekauft werden.

Mit der Universal Audio Apollo bringt der Hersteller also ein neues Konzept auf den Markt, das die Tradition hochqualitativer Hardware fortsetzen soll und die beliebte UAD-DSP-Karte mit einem waschechten Audio Interface vereint. Kein Wunder also, dass mit »Apollo« ein Name aus der griechischen Mythologie gewählt wurde, nämlich der Name des Gottes der Musik, der Dichtkunst und des Gesangs.

Dann schauen wir mal, ob der Hersteller tatsächlich den Olymp erklettern kann…

 

Technologie

Das Audio Interface ist in zwei unterschiedlichen Versionen als Duo oder Quad im Fachhandel verfügbar. Beide Varianten haben identische Ein- und Ausgänge, auch werden die gleichen Wandler verwendet. Der Unterschied findet sich in der integrierten UAD-Karte, die mit zwei, respektive vier Sharc-DSPs ausgelegt wurde. Bei der Quad-Variante können also mehr Plugins simultan verwendet werden.

Angeschlossen wird die UA Apollo wahlweise über eine FireWire 800 oder über den noch nicht so weit verbreiteten Anschluss Thunderbolt. Hierfür muss ein optionaler Einschub erworben werden, der derzeit noch nicht im Handel verfügbar ist. Nach Aussagen des Herstellers kann aber Mitte 2012 mit einer Auslieferung gerechnet werden. Ein zweiter FireWire-Anschluss erlaubt das Anschließen weiterer Geräte (beispielsweise externer Festplatten), kann diese aber nicht mit Strom versorgen. Ein zusätzlicher USB-Anschluss hätte sicherlich nicht geschadet, um das Audio Interface noch flexibler einsetzen zu können.

Apropos Jahres: Derzeit stehen leider nur Treiber für Mac OS X zur Verfügung, wer seine Musikproduktion mithilfe eines Windows-PCs macht, muss sich bis dahin gedulden.

Die Wandler des Universal Audio Apollo Audio Interfaces arbeiten mit 24 Bit und bis zu 192 kHz Samplerate. Die Taktung kann intern, über ADAT, S/PDIF oder Word Clock (zuschaltbarer Abschlusswiderstand) erfolgen.

 

Bedienelemente

Das UA Apollo ist als 19-Zoll-Gerät mit einer Höheneinheit ausgelegt und hat eine Einbautiefe von etwa 34 Zentimeter. Das Faceplate ist in schlichtschönem Silber gehalten und überhaupt ist die gesamte Hardware hervorragend verarbeitet. Der Netzschalter befindet sich freundlicherweise auf der Vorderseite und wurde vom Hersteller schwergängig genug ausgelegt, um das versehentliche Trennen vom Strom im Tonstudiobetrieb zu verhindern. Fein.

Vorne links finden sich zwei Hi-Z-Eingänge für den Anschluss von Gitarre oder Bass, die für die Verwendung mit unsymmetrischer 6,3-mm-Klinke ausgelegt sind. Intern sind diese Eingänge auf die Kanäle 1 und 2 geroutet, sie verwenden dieselben Wandler wie auch die Mikrofon- bzw. Line-Eingänge auf der Rückseite. Sobald vorne eine elektrische Gitarre angeschlossen wird, schaltet die UA Apollo automatisch auf Hi-Z um und die Einstellungen für Mic/Line sowie der etwaige Stereolink der ersten beiden Kanäle werden daraufhin ignoriert.


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EXZELLENT

Universal Audio Apollo Testbericht am 21.04.2012

Produkt:      Universal Audio Apollo
Hersteller:  

Preis:  2.499,00 Euro
UVP:    2.499,00 Euro

Kurzfazit

Audio Interface mit integrierter DSP-Karte. In diesem Audio Interface werden hochqualitative Wandler und geringste Latenz mit der DSP-Funktionalität einer UAD2 vereint.

Für wen

Ambitionierte Produzenten aus dem Homerecording sowie semiprofessionelle und professionelle Tonstudios.

Wichtige Merkmale
  • Audio Interface
  • FireWire 800
  • 18 Eingänge
  • 24 Ausgänge
  • 4 Preamps
  • UAD2-Karte

 


Lesermeinungen (9)

zu 'Universal Audio Apollo Testbericht: Audio Interface und UAD in einem'

  • feelKlang / Steffen Brucker   24. Apr 2012   08:55 UhrAntworten

    Was passiert mit dem Interface wenn die DSP Chips veralten?! Die UAD-2 Version ist jetzt auch schon länger auf dem Markt und wird bestimmt irgendwann erneuert. Da setze ich lieber zukunftssichere RME Interfaces mit hochwertigeren Wandlern ein.

    • Carlos San Segundo (delamar)   24. Apr 2012   09:54 UhrAntworten

      Ist die Information mit den hochwertigeren Wandlern eine bestätigte oder mutmaßt Du da nur?

      • feelKlang / Steffen Brucker   24. Apr 2012   10:06 Uhr

        Sorry, ich meinte natürlich hochwertigere Wandler angeschlossen an SPDIF / ADAT und NICHT die RME Wandler selber ;-)

  • Juergen Psychosonic Hösdorff   27. Apr 2012   18:35 UhrAntworten

    sollte der titel nicht "testbericht und verlosung" heissen? -ggg-

  • Andreas Florin   27. Apr 2012   18:44 UhrAntworten

    schickes gerät!

  • Andreas Florin   27. Apr 2012   18:48 UhrAntworten

    hmm.hätten aber ruhig n paar plugs mehr mit reinpacken können!

  • Alptug   24. Dez 2012   01:04 UhrAntworten

    Ist ein Mac Pro Quad Core mit thunderbolt am apollo also schneller(kann mehr Plug ins verarbeiten)als ein Power Mac 12 Kerne den ich per FireWire anschließe,weil es für den kein thunderbolt gibt?

  • Gregor   08. Jan 2013   18:50 UhrAntworten

    Zitat:"Mein persönliches Killer-Feature der UA Apollo für mich ist das Plugin »Console Recall«. Dieses wird einfach irgendwo in eine Session in der DAW-Software geladen und sorgt bei erneutem Aufrufen des Projekts (in der DAW-Software!) dafür, dass auch die Mixer-Software Console richtig konfiguriert wird. Das ist ein enormer Vorteil gegenüber anderen Interfaces". - Gibts auch bei Metric Halo !

  • Gregor   08. Jan 2013   19:08 UhrAntworten

    Zwei wirklich blöde Sachen zu dem Teil:

    a) Die Headphone - bzw.Aux-Wege sind nicht Pre oder Post-Fader schaltbar!
    b) Es gibt kein separates FW-Return aus der DAW heraus. Man kann beispielsweise die bereits aufgenommenen Tracks nicht in die Aux-Wege routen!

    Ich wollte ursprünglich die Aux-Wege für weitere 2 Kopfhörer-Mischungen nutzen. Aber so wirds zusammen mit dem ersten genannten Problem ein schönes Gemurkse... Punch-Ins sind somit nicht möglich!

    Schade!

    Aber sonst 1A !

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