IK Multimedia Total Workstation 2 Testbericht

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Total Workstation 2 Testbericht

Orchestrale Klänge aus dem Plugin Miroslav Philharmonik


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Was ist es?

Mit dem Soundpaket Total Workstation 2 von IK Multimedia ist eine sehr umfangreiche Sammlung von professionellen Klängen am Markt. Es handelt sich hierbei um eine Zusammenstellung mehrerer virtueller Instrumente, mit denen Du in deiner DAW-Software Musik kreieren kannst.

In dieser Sammlung findest Du alles vom Piano über Streicher bis hin zu analogen Synthesizern und virtuell-analogen Bässen.

 

IK Multimedia Total Workstation 2 Testbericht

Musikproduzenten brauchen sie ständig: Sounds und Samples. So werden auch die unterschiedlichsten Sample Libraries für alle Geschmäcker am Markt angeboten. Viele dieser Sound-Pakete kommen mit abgefahrenen und genrespezifischen Klängen daher, die sehr interessant klingen wollen und viel Spaß beim Experimentieren machen.

Meistens finden aber genau diese ausgefallenen Klänge am Ende nicht den Weg in die normale Studioproduktion. Denn hier brauchst Du oftmals nicht die Spezialisten, sondern die so genannten »Brot-und-Butter-Sounds«. Diese heißen so, weil sie eine Grundlage für das Auskommen eines Musikers bilden, ihn quasi ernähren.

Das Bundle Total Workstation 2 von IK Multimedia hat genau diese Sounds im Gepäck, die Du immer wieder in den erfolgreichen Produktionen hörst.

 

Lieferumfang

Das Bundle besteht aus fünf unterschiedlichen Klangbibliotheken, die alle auf ein und derselben Sound-Engine basieren. Das ist auch meistens schnell zu erkennen, denn sie unterschieden sich teilweise nur durch eine leicht angepasste grafische Oberfläche.

An dieser Stelle will ich die Module nur einmal kurz benennen, später mehr dazu. Im Bundle erhalten sind:

  • SampleTank 2.5 XL
  • Miroslav Philharmonik
  • Sonik Synth 2
  • SampleMoog
  • SampleTron

Du kannst jedes dieser Instrumente auch einzeln erwerben, doch dann entgeht dir der gehörige Preisvorteil gegenüber dem komplettem Bundle.

 

Sampletank – der Sample-Player

Bevor wir uns gleich die Bedienoberfläche der Software näher anschauen, möchte ich vorab erwähnen, was SampleTank bzw. die Total Workstation 2 nicht ist. SampleTank ist kein Sampler, wie es der Name vielleicht vermuten lässt. Ein Sampler kann laut Definition eigenständig Töne aufnehmen und diese wieder abspielen. SampleTank ist vielmehr ein Rompler, ein so genannter Sample-Player.

Die wenigsten Produzenten arbeiten tatsächlich noch mit echten Samplern, sie gehen auch nicht mehr selbst auf die Suche nach Sounds. IK Multimedia verzichtet bei diesem Plugin auf eine detaillierte Soundmanipulation à la Schneide- und Loop-Funktion. Es ist zwar möglich, mit SampleTank Klänge von Sample-CDs im Akai-Format einzulesen, doch das hat einen Haken. Und zwar genau dann, wenn die Drittanbieter schlecht geschnitten haben.

Anders ausgedrückt: Sampletank arbeitet am besten mit der mitgelieferten Bibliothek.

 

Die Oberfläche und die Kernfunktionen

Die Oberfläche von SampleTank ist gut durchdacht und erfreulich übersichtlich gestaltet. Es gibt keine ellenlangen Untermenüs zum Durchscrollen. Alle Funktionen der Workstation sind in dem Hauptfenster untergebracht oder lassen sich mit einem Klick erreichen. Sehr gut!

Wer sich an der knallig roten Farbe stört, kann diese nach eigenem Wunsch verändern. Ein nettes Gimmick am Rande. Viel wichtiger ist aber, dass SampleTank 16-fach multitimbral ist – Du kannst mit einer Einheit 16 unterschiedliche Sounds simultan abfeuern. Anwendungsbeispiel: Layer-Sounds aus Strings und Pianos erstellen. Darüber hinaus ist SampleTank 16-fach polyphon. Das heißt, dass jeder Sound unabhängig von den anderen angesteuert werden kann. Was die Sache wirklich perfekt macht, ist die Tatsache, dass der Sample-Player auch noch über 32 Ausgänge verfügt. Somit lassen sich die geladenen Instrumente mit Effekten aus dem Sequenzer unabhängig voneinander belegen.

Brauchst Du das wirklich, wenn SampleTank schon 33 wohlklingende Effekte besitzt? Eine externe Soundbearbeitung erscheint da erst einmal unnötig. Jeweils fünf dieser Effekte lassen sich pro Instrument gleichzeitig in den Insert-Weg in SampleTank einschleifen.

Total Workstation 2 Testbericht

Das ist der Sample-Player (Rompler) SampleTank

Unter den internen Effekten befinden sich Equalizer, Filter, Delay und Reverb – aber auch FM-Modulation, Crusher und Phonographeneffekt. Darüber hinaus stehen fünf Slots für Send-Effekte sowie fünf weitere für Master-Effekte zur Verfügung. Das erscheint mir für den normalen Gebrauch mehr als ausreichend. Absolute Soundtüftler, die mehr als fünf Effekte in Reihe schalten wollen, müssen dann auf externe Plugins zurückgreifen.

Klangbeispiele Total Workstation 2


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GUT

IK Multimedia Total Workstation 2 Testbericht am 29.10.2011

Produkt:      IK Multimedia Total Workstation 2
Hersteller:  

Preis:  399,00 Euro
UVP:    499,00 Euro

Kurzfazit

Fünf virtuelle Instrumente für eine breite Palette von über 14.000 Sounds. Mit diesem Paket erhältst Du eine Sammelsurium der unterschiedlichsten Klänge aller Genres, die sich auf fünf virtuellen Instrumenten verteilen.

Für wen

Musiker und Produzenten auf der Suche nach guten Brot- und Butter-Sounds

Wichtige Merkmale
  • 14,000+ Sounds, insgesamt 28 GB
  • 33 DSP-basierte Effekte
  • 3 Synth-Engines

 


Lesermeinungen (1)

zu 'IK Multimedia Total Workstation 2 Testbericht: Virtuelle Brot- und Butter-Instrumente'

  • Andy   29. Okt 2011   12:14 UhrAntworten

    Die kostenlose Sampletank XT Version ist auch ein guter Anfange für z.b. alle, die ihre "DAW LE/SE" Versionen um eine Grundausstattung an Instrumenten erweitern wollen. Auf Version 3 von Sampletank bin ich wirklich gespannt...

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