Tascam iM2 Testbericht

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Tascam iM2 Testbericht

Von allen Seiten fotografiert - Tascam iM2 Testbericht


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Was ist es?

Bei der hier getesteten Hardware handelt es sich um einen kleinen Aufsatz, der aus deinem iGerät einen tragbaren Recorder macht. Nach der Verbindung können Stereoaufnahmen in jede Musiksoftware bzw. App gemacht werden, die auf den Dock Connector zugreifen kann.

Für die richtige Bedienung und Aussteuerung sorgt neben den Bedienelementen an der Hardware selbst die kostenlos im App-Store verfügbare Software PCMRecorder. Das Tascam iM2 ist ein externes Mikrofon für iPhone 4, 4S sowie iPad 1 und 2.

 

Tascam iM2 Testbericht

Erster Eindruck

Das Gerät für den Tascam iM2 Testbericht kommt in einer kleinen Schachtel, in der sich die Hardware für die Hardware, ein Garantieblatt sowie die mehrsprachige Anleitung in zusammengefaltetem Zustand befindet. In Letzterer wird des Öfteren Öfteren mal von „Fernbedienung“ gesprochen, vermutlich stammt das noch aus der Übersetzung des Geräts zuvor und wurde vergessen abzuändern. Sei’s drum, denn der kleine Aufsatz ist selbsterklärend und der geneigte Nutzer kommt auch bestens ohne die Bedienungsanleitung aus.

Tascam iM2 Testbericht

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Die Hardware selbst ist größtenteils aus Kunststoff gefertigt und macht einen robusten Eindruck. Bei den Abmessungen hat sich der Hersteller sinnvollerweise an die des iPhone 4 (oder 4S) gehalten. Die Breite und die Höhe passen zusammen, nur der obere Teil mit den beiden Stereomikrofonen ist im liegenden Zustand höher als der Rest. Doch genau das kommt den Aufnahmen auf einem Tisch zugute, da der Schall die Mikrofone von allen Seiten her erreichen kann.

Bei den Mikrofonen, die im Tascam iM2 verbaut sind, handelt es sich um dasselbe Modell, das auch beim tragbaren Recorder DR2-d des Herstellers zu finden ist. Für diese Hardware stehen zwei Kondensatormikrofone zur Verfügung, deren Richtcharakteristik auf der Webseite mit Niere angegeben wird. Das deckt sich auch mit den von mir gemachten Tests, denn die Umgebungsgeräusche werden deutlich leiser aufgenommen als beispielsweise mit dem iPhone-internen Mikrofon. Gut.

 

Details

Im Übrigen findet die Wandlung der Audiosignale schon im Tascam iM2 statt (nicht erst im Applegerät). Die aufgezeichneten Daten werden im digitalen Format über den Dock Connector an die Software weitergeleitet. Übrigens lässt sich der Aufsatz mit iPhone 4, iPhone 4S sowie den beiden Versionen des iPad und dem iPod touch ab der vierten Generation verwenden und zwar mit iOS 4.3 oder höher.

Bei der Wandlung setzt der Hersteller auf das bewährte CD-Format, es werden Dateien mit 16 Bit und 44,1 kHz angelegt. Dabei können die beiden Kondensatormikrofone einem Schalldruckpegel von bis zu 125 dB standhalten – das ist genug, um einen Gitarrenverstärker richtig laut aufzudrehen oder das Konzert deiner Lieblingsband als Bootleg zu speichern. Und das ist mehr Pegel als das interne Mikrofon verträgt.

An der linken Seite des Geräts befindet sich ein USB-Anschluss, über den das iGerät während der Benutzung geladen werden kann. Das dürfte sich vor allem in Aufnahmesituationen auszahlen, die sich zeitlich hinziehen und den Akku sonst leersaugen würden. Ein nettes Feature, vor allem wenn Du bedenkst, dass das Tascam iM2 seine Stromversorgung eben über den Akku des iGeräts bezieht.

An derselben Seite befindet sich auch ein einfacher An/Aus-Schalter. Mit diesem lässt sich der eingebaute Limiter einschalten, der dafür sorgen soll, dass laute Pegelspitzen abgefangen werden können. Natürlich lassen sich die Aufnahmen dennoch übersteuern, einen Blick auf den Aufnahmepegel kann der Peak-Limiter nicht ersetzen, nichts unübliches, doch das sollte auch hier im Tascam iM2 Testbericht festgehalten werden.

Auf der gegenüberliegenden Seite ist schließlich ein Rad eingelassen, über den sich der Eingangspegel an die jeweilige Situation anpassen lässt. Das Rad steht nur ein wenig hervor und ist (zumindest im Auslieferungszustand) mit einem sehr angenehmen Widerstand versehen. Dieser sorgt dafür, dass Du den Eingangspegel während einer Aufnahme nicht versehentlich änderst. Fein.

 

In der Praxis im Tascam iM2 Testbericht

Sobald das Tascam iM2 an das iPhone (oder eines der anderen iGeräte) angeschlossen wird, beginnt auf der Seite mit dem Herstellerlogo eine blaue LED zu leuchten. Diese zeigt den Betrieb des Stereomikrofons an, die meisten Apps können dann auf dieses zugreifen. Bei einigen Apps sollte das Mikrofon vor dem Starten des Programms angeschlossen werden. Der Sitz im Dock Connector ist angenehm fest, das fällt da nicht ungewollter Weise wieder heraus.

An der Schwenkbarkeit der Mikrofone zeigt sich, dass der Hersteller sein Produkt wirklich durchdacht hat. Einstellbar sind Winkel bis zu 180° Grad. Für dich bedeutet das, dass Du dich selbst aufnehmen kannst, während Du auf das Display der App schaust. Oder Du drehst die Mikrofone um 180° und nimmst den Sound aus deiner Blickrichtung auf, während Du das Display weiterhin im Blickfeld behältst.

Damit Du immer genau Bescheid weißt, in welche Richtung die Nierencharakteristik der Mikrofone aufnimmt, hat der Hersteller zwei rote Markierungen am runden Gehäuse der Kondensatormikrofone gesetzt.

Ein weiteres Detail, das ich sehr gelungen finde, ist der kleine Gummistreifen auf der Rückseite. Dieser kommt beim Ablegen des iPhones auf dem Tisch zum Tragen, denn er verhindert ein ungewolltes Verrutschen auf der Tischplatte. Durchdacht eben.

 

Die Software

Da der Tascam PCMRecorder im App Store kostenlos zur Verfügung steht, will ich dazu gar nicht viel schreiben. Die App erinnert stark an die hauseigenen tragbaren Recorder und bietet gegenüber vielen anderen Musikanwendungen den Vorteil, dass die Aufnahmen als WAV über iTunes direkt auf den Audiorechner gezogen werden können.

Dazu muss in iTunes auf das iPhone geklickt werden, dann auf Apps und dann der PCMRecorder angewählt werden. In einem kleinen Fenster erscheinen dann die gemachten Aufnahmen, die mit dem Knopf „Sichern unter…“ auf den Computer gezogen werden können. Eine andere Möglichkeit ist, seine Aufnahmen direkt auf SoundCloud zu veröffentlichen – warum auch immer das jemand machen wöllte.

Vom deutschen Vertrieb habe ich zudem erfahren, dass demnächst ein Update für die App zum Download anstehen wird, mit dem die Aufnahmeempfindlichkeit nochmals um 10 dB gesteigert werden kann. Nett.

Damit Du dir einen Eindruck der Aufnahmequalität des Stereomikrofons machen kannst, habe ich hier einige Aufnahmen bereitgestellt.

 

Klangbeispiele

Sprache mit dem iM2

Sprache mit dem 4S

Tippen mit dem iM2

Tippen mit dem 4S


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SEHR GUT

Tascam iM2 Testbericht am 02.02.2012

Produkt:      Tascam iM2
Hersteller:  

Preis:  79,00 Euro
UVP:    99,00 Euro

Kurzfazit

Externes Mikrofon für iPhone. Stereomikrofon mit digitaler Wandlung als Aufsatz für iPhone 4, 4S sowie iPad 1 und 2, iPod touch.

Für wen

Alle, die unterwegs spontan mit ihrem iPhone gutklingende Aufnahmen machen möchten.

Wichtige Merkmale
  • Stereomikrofon mit integriertem Wandler
  • Für iPhone 4 & 4S, iPad 1 & 2
  • Aufnahme in 44,1 kHz / 16 Bit
  • Anschluss über Dock Connector

 


Lesermeinungen (6)

zu 'Tascam iM2 Testbericht: Externes Mikrofon für iPhone & Co.'

  • jeornimo   27. Nov 2012   12:45 UhrAntworten

    this doesn´t work for me..
    i like tascam because it was doing very nice products for a long time but that isn´t working because of it´s connection to the iphone (in my case) - it just gets of so easily and your recording will stop automatically when you touch it - so no asignments of gain or any other adjustment are possible.. a cable connection between iphone an the iM2 would help, it would be nice to be able to charge the phone for long recordings or when you are in a battery run out situtatuation.. iFire is a nice sw you can use

  • Wyssbrod   17. Apr 2013   23:25 UhrAntworten

    Danke für den Testbericht. Ich habe mir das im2 angeschafft und bin zufrieden.
    Trotzdem hier 3 Fragen auf die ich keine Antwort gefunden habe:
    1. gibt es eine Möglichkeit das über ein Kabel mit dem iphone 4s zu verbinden, damit man das Mikrofon etwas weiter weg vom Operateur platzieren kann?
    2. den Aufnahmepegel lässt sich sowohl in der App wie auch auf dem im2 per Handrad einstellen. Was hat dies auf sich? ist es besser den Pegel in der App auf Maximum zu legen und mit dem Handrad im im2 zu drosseln oder besser auf dem Handrad voll offen zu haben und dann in der App runter drosseln? Ist die Pegeleinstellung auf dem Handrad noch eine analoge Pegeleinstellung gegenüber der Pegeleinstellung in der App die ja offensichtlich das Digitalsignal reguliert?
    3. wie lange hält ungefähr eine volle Akku-Ladung des iphone 4s beim Aufnehmen mit dem im2?

  • Casp   30. Apr 2013   00:17 UhrAntworten

    Meine Konfiguration: iFön 4S' iOS 6.1.2 und TascamRecorder 1.0.2 erlaubt nur Mono Aufnahmen. Die Taste In den Settings ist rot und lässt sich nicht ändern!!! Kennt das wer?

  • Aleksa   03. Aug 2013   20:16 UhrAntworten

    Ich habe auch Tascam iM2 und die eintsprechende App von Tascam. Die App ist sehr komisch, blockiert schlicht manchmal und wenn sie doch mal geht, dann sind die Aufnahmen sehr schlecht, kein Vergleich mit den Beispielen oben. Woran liegt das?

    Ich habe ein Bericht gelesen, wo iM2 mit einer anderen App (Garange Band) benutzt wurde. Haben Sie Erfahrung damit? Ich will es vorab wissen, weil Garage Band App nicht gratis ist.

  • Pirol   25. Aug 2013   16:31 UhrAntworten

    Schade das hier keiner von den Machern reagiert! Also damit für mich die Note "6"!!!

  • unifaun   25. Aug 2013   19:56 UhrAntworten

    Ich habe das Tascam iM2 heute günstig bekommen.

    Ich bin insgesamt sehr zufrieden.

    Übrigens: es funktioniert auch mit Garage Band, aber für Stereo-Aufnahmen ist GB mE nicht optimiert. In der Spurliste erscheint die Stereoaufnahme nur mono.

    Ich benutze übrigens die App "Rode Rec"!

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