t.bone SCT 800 Testbericht

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t.bone SCT 800 Testbericht


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Was ist es?

Das t.bone SCT 800 ist ein günstiges Kondensatormikrofon mit Großmembran, das mit Röhrentechnik betrieben wird und in Nierencharakteristik aufzeichnet. Als Röhrenmikrofon möchte es mit einem vergleichsweise warmen, satten Klang überzeugen, der insbesondere bei Vocals gerne verwendet wird. Eine Mikrofonspinne sowie ein Großteil des sonstig nötigen Zubehörs werden mitgeliefert; den gesamten Lieferumfang sowie die wichtigsten Spezifikationen dieses Röhrenmikrofons kannst Du wie gehabt hier rechts im Infokasten nachlesen.

Das Paket ist zum Straßenpreis von 189,- Euro ausschließlich beim Musikhaus Thomann zu haben.

 

t.bone SCT 800 Testbericht

t.bone SCT 800 Testbericht

Erster Eindruck und Verarbeitung

Das kleine Röhrenmikrofon von t.bone – den großen Bruder hatten wir bereits auf dem Prüfstand, siehe t.bone SCT 2000 Testbericht – wird in einem gepolsterten Koffer geliefert. Für den Transport des umfangreichen, zum Betrieb erforderlichen Equipments liegt das auf der Hand, denn zumindest das Gerät zur Spannungsversorgung gehört untrennbar zur Ausstattung des 800ers.

Für ein Röhrenmikrofon ist das SCT 800 sehr leicht – es bringt gerade einmal 600 Gramm auf die Waage. Mitsamt der Spinne sind es aber circa ein Kilogramm, Du wirst also ein stabiles Mikrofonstativ benötigen.

Die Verarbeitung geht in Ordnung, ist aber voraussichtlich nicht ganz so für die Ewigkeit geschaffen wie die gut und gerne zehnmal so teuren Mikrofone von Neumann und Konsorten. Einen Nagel solltest Du damit nicht in die Wand schlagen, aber den sorgfältigen Studiobetrieb wird das Gerät lange zuverlässig absolvieren. Die Spinne lässt sich gut handhaben und hält das Mikrofon auch in der Über-Kopf-Aufhängung sicher. Nett: Das Gesamtpaket hält noch zwei elastische Ersatzschnüre für die Spinne bereit.

 

Ausstattung

Die für Kondensatormikrofone sonst erforderliche Phantomspannung entfällt, da das Speisenetzteil diese liefert. Es wird über ein 7-poliges XLR-Kabel mit dem Mikrofon verbunden. Ein gewöhnliches Mikrofonkabel (3-poliges XLR, nicht enthalten) dient dann zum Anschluss des Netzteils an Preamp, Audio Interface, Mischpult oder dergleichen.

Anders als beim Netzteil des SCT 2000 findet sich an jenem des 800ers kein Schalter für verschiedene Richtcharakteristika. Stattdessen ist der Nierencharakter fest implementiert – das eignet sich für Vocals, aber auch für alle anderen Klangquellen, die nur aus einer Richtung und mit wenig Raumklang aufgenommen werden sollen. Somit wird der Löwenanteil der Aufnahmeszenarien im Studio abgedeckt.

Das t.bone SCT 800 ist ein Minimalist. So gibt es weder eine Vordämpfung, noch einen Low-Cut-Filter, um den Klang schon mit den Bordmitteln des Mikrofons zu regulieren. Ich kann das locker verschmerzen, denn jedes bessere Audio Interface (und ein solches solltest Du auch verwenden, um die Klangqualität dieses Mikrofons nicht zu beeinträchtigen) bietet diese Funktionen.

Zur Nahabnahme von Kick-Drums oder Gitarrenverstärkern ist das SCT 800 weniger geeignet, da der Grenzschalldruck bei 120 Dezibel liegt – die genannten Schallquellen können diesen Pegel überschreiten, was zu Verzerrungen führen würde. Akustikgitarren kannst Du hingegen ohne Bedenken aufnehmen, auch zur Nutzung als Raum- bzw. Overhead-Mikrofon sind die Voraussetzungen gegeben.

t.bone SCT 800 Testbericht

 

Klang

Besonders zum Gesang aufnehmen sind Röhrenmikrofone populär, der t.bone SCT 800 Testbericht auf delamar dreht sich folglich vor allem vor um die Qualitäten in diesem Bereich. Eine gute Tiefendarstellung wird versprochen. Tatsächlich baut der Klang auf einem beträchtlichen Tieftonfundament auf; kräftige Stimmen mit hohem Bassanteil kommen gut zur Geltung.

Die Mitten sind sehr gut ausbalanciert – über die mittleren Frequenzlagen hinweg gibt es keine nennenswerten Ausreißer an bestimmten Stellen und im Gesamteindruck des Frequenzspektrums sind die Mitten voll präsent, aber nie aufdringlich. Das 800er klingt nicht so nasal wie viele andere (Vocal-)Mikrofone mit ihren übereifrigen hohen Mitten bzw. unterbetonten Tiefmitten. So erinnert mich das Timbre entfernt an unser Referenzmikrofon Neumann U 87 Ai, das mich immer wieder mit seiner Fülle überzeugt.

Sibilanten erklingen sehr gutmütig. Will heißen, dass die Zischlaute der menschlichen Sprache mild bleiben und der Einsatz eines De-Essers selten nötig sein dürfte – solch eine Gelassenheit habe ich bei vergleichbar günstigen Mikrofonen bisher kaum erlebt.

Das t.bone SCT 800 verursacht nur ein niedriges Rauschen, das sich in der Praxis beim Abmischen sehr selten bemerkbar macht, auch wenn Du mehrere Aufnahmen dieses Mikrofons in einem Mix übereinanderlegst.

Bei der Impulstreue ist Luft nach oben, da das abrupte Ansteigen und Abfallen der Lautstärke nicht sehr akkurat eingefangen wird, stattdessen wird die Dynamik ein wenig »glattgebügelt«. Das trübt den positiven Eindruck ebenso wie die zurückhaltenden Höhen, die gerade bei Frauenstimmen oft ein gewisses »Funkeln« vermissen lassen. Im Lichte des geringen Kaufpreises kann ich das aber locker durchgehen lassen und mit kleinen Abstrichen sind hochwertige Aufnahmen möglich.

Klangbeispiele t.bone SCT 800

Vocals

Sprache weiblich

Sprache männlich

Shaker


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GUT

t.bone SCT 800 Testbericht am 19.08.2014

Produkt:      t.bone SCT 800
Hersteller:  

Preis:  189,00 Euro
UVP:    189,00 Euro

Kurzfazit

Röhrenmikrofon mit vollem Sound. Dieses sehr günstige Mikrofon überzeugt durch sehr ausgewogene Mitten, einen fülligen, leicht gesättigten Röhrenklang und niedriges Rauschen. Für den Preis sehr attraktiv.

Für wen

Einsteiger & Fortgeschrittene im Home-, Projekt- oder Tonstudio, die v.a. für Vocals ein günstiges Mikrofon mit subtilem Röhrenklang suchen.

Wichtige Merkmale
  • Kondensatormikrofon mit Röhrentechnik
  • Röhre vom Typ 12AX7
  • Goldbedampfte Großmembran (1″)
  • Richtcharakteristik: Niere
  • Frequenzgang: 20 - 15.000 Hz
  • Max. SPL: 120 dB (0,5% THD)
  • Eigenrauschen: ≤20 dBA
  • Maße: 222 x 51 mm
  • Gewicht: 600 g
  • inkl. Koffer, Spinne und Speisenetzteil + Stromkabel zum Mikrofon (5m)

 


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