Studio One 3 Professional Testbericht

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Studio One 3 Professional Testbericht

Es folgt der ausführliche Studio One 3 Professional Testbericht auf delamar


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Was ist es?

Mit PreSonus Studio One 3 Professional steht eine DAW-Software zur Verfügung, die für Aufnahme, Arrangement, Abmischung und Mastering geeignet ist. Enthalten sind zahlreiche hauseigene virtuelle Instrumente und Effekte plus (Multi-)Samples, Loops und Impulsantworten für den Faltungshall. So bist Du unter Umständen mit allem ausgestattet, um sofort Musikstücke in vielen Genres zu produzieren.

In diesem Review nehmen wir uns nur der Neuerungen von Version 3 an – allein diese sind diesmal schon so umfangreich, dass dich einiges erwartet. Die Kernfunktionen und Ausstattungsmerkmale des Programms findest Du wie üblich rechts im Infokasten.

Diese DAW-Software ist für 389,00 Euro (inkl. MwSt.) im Fachhandel zu erwerben.

 

Studio One 3 Professional Testbericht

Installation & Zusatzinhalte

Die Installation verlief sehr schnell (vielleicht 5 Sekunden) aufgrund des verhältnismäßig schlanken Umfangs von 160 MB. Zusatzpakete aus Samples, Loops und Plugins sind nicht enthalten. Du kannst sie bei Bedarf in einem kleinen, komfortablen Fenster herunterladen und installieren.

Die bereits im Zuge von Vorgängerversionen installierten Pakete werden erkannt und dann bei Bedarf übersprungen. Das spart Zeit, Nerven und Festplattenstress. Noch besser: Du kannst schon während des Datentransfers loslegen mit Studio One 3. Währenddessen rotiert rechts oben ein kleines Pfeilsymbol als Zeichen für die aktiven Downloads im Hintergrund.

Benutzeroberfläche von Studio One 3 Professional

Das Interface wurde stark überarbeitet. Zunächst empfinde ich die Anpassung an Bildschirme mit hohen Auflösungen (beim Mac »Retina-Displays« genannt) als wichtige Neuerung. So wird alles sauber angepasst. Es gibt keine unscharfen Kanten, Beschriftungen, Bedienelemente etc. Die würden nämlich bei einer schnöden Hochskalierung des Interfaces entstehen.

Ein weiteres bemerkenswertes Novum: Als erste DAW-Software bietet Studio One 3 eine Multitouch-Steuerung unter Windows und Mac OS.

Arranger

Mit dem Arranger wird das Erstellen und Neuarrangieren von Songteilen vereinfacht. Dafür steht eine Zeile zwischen der Spurenansicht und der Linealleiste für Marker, Loops etc. zur Verfügung. Dort kannst Du Songabschnitte als Blöcke definieren, beliebig beschriften und ihnen unterschiedliche Farben zuweisen.

Studio One 3 Professional Testbericht

Die unterschiedlich eingefärbten Abschnitte des Arrangers

Sobald ein solcher Block erstellt ist, kannst Du diesen einfach per Drag & Drop verschieben bzw. einen anderen Block dadurch ersetzen. Sämtliche Audio- und MIDI-Events, die im entsprechenden Zeitleistenabschnitt enthalten sind, bewegen sich mit. Ähnlich wie beim Umordnen einer Spalte in einer Excel-Tabelle. Aber halt, das klingt viel trister, als es hier für die Musikproduktion ist. Der Arranger schafft Übersicht und hilft beim strukturierten Songwriting.

Per Rechtsklick auf einen Arranger-Abschnitt erscheint ein Kontextmenü mit den zur Verfügung stehenden Befehlen. Denn es gibt natürlich mehr als nur Verschieben und Ersetzen per Drag & Drop. Auch gut: Der Track Inspector wurde um eine Ansicht für alle erstellten Blöcke im Arranger erweitert. Hier dient ein Klick zum schnellen Navigieren innerhalb der Songsektionen in einer vertikal angeordneten Liste, ganz wie ein Inhaltsverzeichnis. Die Arbeite mit dem Arranger funktioniert weitestgehend intuitiv und reibungslos. So wird echter Mehrwert für Produzenten, Komponisten und Songwriter geschaffen.

Scratch Pad

Dieses Werkzeug dient als unabhängige Zeitleiste. Darin kannst Du separat von der Hauptspurenansicht experimentieren und neue Ideen ausprobieren. Ein Paralleluniversum. Dafür wird die Songansicht zweigeteilt – der Abschnitt rechts vom Teiler ist Scratch Pad (deutsch: Notizblock) mit eigenen Scrollbalken und Zoom-Einstellungen.

Studio One 3 Professional Testbericht

Das Scratch Pad (rechts) wird mit dem Arranger-Abschnit »Drop B« befüllt

Zum Befüllen eines Scratch-Pads funktioniert wie gewohnt Drag & Drop, so muss das sein. Auch ganze Arranger-Blöcke (siehe oben) sowie alle möglichen Inhalte aus dem Browser lassen sich hier hineinziehen. Schöne Symbiose.

In einem Projekt lassen sich beliebig viele Scratch-Pads anlegen. So entfällt das umständliche Speichern alternativer Projektversionen in mehreren Dateien. Insgesamt ist das Scratch Pad eine einfache, gut umgesetzte Idee. Man wundert sich, warum in dieser Form noch niemand drauf gekommen ist.

Browser

Mit den neuen Kategorien lassen sich Loops, Samples und Presets im Browser filtern – und vor allem finden. Das gelingt nun wesentlich gezielter, da sich eine Baumstruktur in drei Ebenen erstellen lässt. Mein Beispiel mit Content-Typ, musikalischem Stil und Charakter:

Studio One 3 Professional Testbericht

Die Kategorien im Browser

Der neue Reiter »Cloud« erlaubt den Zugriff auf Online-Content. Und zwar via PreSonus-Shop, PreSonus Exchange (kostenloser Austausch mit anderen Nutzern) und SoundCloud. Eine Anmeldung bei PreSonus respektive SoundCloud ist erforderlich.

Zusätzlichen Content für Studio One 3 Professional erwerben

Bei der PreSonus-Anbindung sind direkte Links zum Kauf vorhanden. Daraufhin öffnet sich ein kleines Fenster mit Zahlungsanweisungen via Kreditkarte, PayPal, giropay und Sofortüberweisung. Das funktioniert also sehr einfach und meiner Erfahrung nach dürftest Du etwa mit PayPal nach wenigen Sekunden Zugriff auf den Content haben.

Generell ist diese Cloud-Anbindung für alle zu begrüßen, die nach neuen Inhalten dürsten und sie sofort haben wollen.


Mehr zum Thema:
      

EXZELLENT

Studio One 3 Professional Testbericht am 15.06.2015

Produkt:      Studio One 3 Professional
Hersteller:  

Preis:  389,00 Euro
UVP:    444,00 Euro

Kurzfazit

DAW mit stattlichen Neuerungen. Diese DAW bietet viele nützliche Neuerungen, einige wirklich frische Optionen für den kreativen Plugin-Einsatz, ein 1A-Interface und stabilen Betrieb. Jackpot!

Für wen

Alle Musiker und Produzenten. Punkt.

Wichtige Merkmale
  • DAW-Software
  • Für Windows & Mac OS X
  • Für 32 oder 64 Bit
  • Multitouch-fähig
  • 36 Audioeffekte
  • 4 MIDI-Effekte
  • 7 Instrumente
  • Etliche Samples, Loops & Libraries
  • Celemony Melodyne essential
  • Engine mit 64 Bit Fließkomma

 


Lesermeinungen (8)

zu 'Studio One 3 Professional Testbericht: DAW punktet mit Neuerungen'

  • Bobby van der Brown   15. Jun 2015   14:31 UhrAntworten

    Das sieht aus wie Reaper, nur dass die Oberfläche bei Reaper immer kritisiert wird und Reaper zudem 350€ weniger kostet.

    Gut, bei den hauseigenen Instrumenten muss man Abstriche machen, es ist nur ein Synthesizer dabei. Aber für 350 € kann ich mir gleich mehrere Libraries zielgerichtet kaufen.

  • Paul Z   15. Jun 2015   18:05 UhrAntworten

    Wer richtigen Audioschnitt machen muss, ist mit Samplitude sehr viel besser bedient. Die gepriesene Splitfunktion der Effekte ist auch noch fehlerhaft was den Latenzausgleich betrifft. Ich erkenne momentan nicht den Sinn zu wechseln.

  • and-y   15. Jun 2015   21:33 UhrAntworten

    Hey super Testbericht kann dich nur bestätigen Felix! Ich bin selber von Reaper vor 2 Jahren auf Studio One2 gewechselt und jetzt auch schon auf V3 :D

    Der Workflow ist das beste was ich bis jetzt je gesehen habe! Klar, man kann mit allen DAW geile Musik machen und es ist eine reine Geschmackssache / Gewohnheitssache! Aber meine Produktivität und Kreativität hat sich mit dem Umstieg auf Studio One einfach explosionsartig gesteigert! Weniger Denken mehr machen! Kann ich dir nur empfehlen!

    Wie gesagt meine subjektive Meinung / Erfahrung ;)

    Gruß Andy

  • SchwarzwälderBue   19. Jun 2015   09:47 UhrAntworten

    Nix gegen SO3 aber dieses Review hat schon ein bisschen ein Gschmäckle. Es ist schon ein gutes Update wo für jeden Usertyp (ein bisschen) was dabei ist. Mein Fazit nach 1 Monat: Man kann gut damit arbeiten und es läuft für eine x.0-Version erstaunlich stabil. Es gibt in paar Wurde-auch-Zeit-Features (wie etwa den angesprochenen Automationskurven), neue Instrumente (wers braucht, gehört halt heute wohl einfach dazu...), ein paar gute Ideen (Scratchpad, eingebauter (!) Effekt-Splitter), ein paar "wir-auch"-Features (bspw. Arranger-Track, Macro-Knobs, Alternativ-Tool) und die Erfüllung einier langjähriger Userwünscher (insbesondere im Mixer-Bereich). Leider finde ich das neue GUI eher durchwachsen (zwar schicker, wird jedoch noch schneller unübersichtlich als V2, 2 Monitore und wenig Tageslicht helfen aber) und mit dem Latenz-Bug bei Multiinstrumenten gibt es einen (Feature-bezogenen) Showstopper, der nach einem Monat immer noch auf einen Fix wartet... bin mal auf die iPad-App gespannt. Sollte ja jetzt dann mal kommen.

    Bin übrigens auch von Reaper umgestiegen. Das ist zwar in vielerlei Hinsicht flexibler und meine dortige Feature-Wunschliste ist nicht mal halb so lang wie bei SO3, aber in den für mich entscheidenden Punkten (bspw. Comping oder ARA) hinkt es leider deutlich hinterher.

  • Kahlbert   19. Jun 2015   22:34 UhrAntworten

    Aus der Einleitung: "Eine einfache Komponente für den Notensatz ist integriert." - Wie kommt Ihr denn auf diese Idee?

    • Felix Baarß (delamar)   20. Jun 2015   22:50 UhrAntworten

      Danke für die Aufmerksamkeit, das war ein Versehen. Gemeint waren lediglich die in Form von klassischen Noten (ganze bis 64stel) repräsentierten MIDI-Notenlängen in der Werkzeugleiste der Pianorolle.

      • Kahlbert   20. Jun 2015   22:58 Uhr

        Kein Problem. So etwas dachte ich mir schon, da die "Noten" im Rest des Berichts ja auch nicht mehr erwähnt werden ... :-)

  • Arnd   22. Jun 2015   12:44 UhrAntworten

    @Felix: Schau mal im Browser > Cloud > PreSonus Shop auf den Previewer unten im Fenster, wenn Du eines der Add-ons ausgewählt hast. Die meisten haben ein oder mehrere Audio Demos, die direkt aus dem Browser abgespielt werden können. Dazu ist ein eigener Player integriert.

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