SONiVOX Wobble Testbericht

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SONiVOX Wobble Testbericht

Die Hauptansicht des SONiVOX Wobble


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Was ist es?

Der SONiVOX Wobble ist ein virtueller Synthesizer, dessen Spezialität es ist, die für Dubstep typischen »wobbelnden« Bässe zu erzeugen.

Das Plugin ist für Windows und Mac OS X erhältlich, wobei die Schnittstellen VST, RTAS und AU unterstützt werden. Überdies ist es möglich, das virtuelle Instrument eigenständig (»standalone«) zu nutzen, d.h. ohne die Einbindung als Plugin in eine DAW-Software.

Das GUI möchte mit einer einfachen Struktur und sechs gigantischen Potis übersichtlich und entsprechend einfach bedienbar. An Effekten stehen ein Delay (mit dem Tempo des Hosts synchronisierbar), ein Chorus und ein Halleffekt zur Verfügung. Über 200 Presets sollen die Bandbreite der Sounds, die auf 169 Samples beruhen, verdeutlichen.

 

SONiVOX Wobble Testbericht

Erster Eindruck

Flott geht die Registrierung via Internet vonstatten, als Alternative kannst Du auch ein Offline-Verfahren nutzen. In der nach der Eingabe der persönlichen Daten und der Seriennummer gesendeten E-Mail wird auf die Möglichkeit zum Download des neuesten Updates hingewiesen, einen Link zum entsprechenden Abschnitt auf der Website des Herstellers findet sich hier.

Die graphische Oberfläche wirkt aufgeräumt, hier sollte sich nun wirklich niemand verirren. Mit einer horizontalen Dimension von 1.150 Pixeln erscheint das Interface ziemlich groß, auch weil die darauf zu bedienenden Elemente in recht übersichtlicher Anzahl daherkommen. Gut für große Bildschirme mit hohen Auflösungen, weniger gut für kleine Laptop-Displays.

 

Hauptansicht

In dem Bereich, der ganz schlicht mit »Sound« bezeichnet wird, finden sich die hauptsächlichen Stellschrauben zur Bearbeitung des Klangs. Die Synthese beruht auf zwei Einheiten (»Layers«), die jeweils mit den gleichen Kontrollelementen ausgestattet sind. Zum einen wäre da ein großer Regler für die dem Quell-Sample hinzugefügten Obertöne. Damit kannst du bestimmen, in welchen Frequenzregionen sich die Obertöne bewegen sollen. Die Kombination von zweien dieser Regler ermöglicht mit etwas Geduld und Geschick abgefahrene Sounds.

SONiVOX Wobble Testbericht

Die Hauptansicht des SONiVOX Wobble

Ein Filter darf nicht fehlen und so gibt es hier in beiden Schichten je einen großen Regler für das Cutoff und die Resonanz. Leider steht ausschließlich ein Tiefpassfilter zur Verfügung, auch die Flankensteilheit ist nicht justierbar; hier hätte ich mir etwas mehr Flexibilität gewünscht.

Beim LFO lassen sich die Frequenz (auch synchronisierbar mit dem Host-Tempo, von 1/1 bis 1/32 inkl. Triolen für ½, ¼ und 1/8), die Wellenform (Sinus, Dreieck, Rechteck und Sägezahn) und die Modulationstiefe regulieren. Der Funktionsumfang ist recht gut – überragend wäre er gewesen, wenn beispielsweise mehrere Retriggering-Optionen für den benutzerdefinierten Neustart der LFO-Welle oder zusätzliche punktierte Notenwerte für die synchronen Taktrateneinstellungen implementiert worden wären. Ich bin hier mal etwas pingeliger, da ein LFO besonders bei einem Dubstep Synthesizer glänzen sollte, schließlich ist er für das ominöse Wobbeln zuständig.

Zu guter Letzt gibt es noch die virtuelle Klaviatur, einen Gesamtlautstärkeregler, einen Glide-Regler (hier synonym für Portamento verwendet) und die kleinen Pitch- und Modulationsrädchen. Mit letzterem lässt sich der Sound noch einmal wunderbar in Echtzeit morphen.


Mehr zum Thema:
                

GUT

SONiVOX Wobble Testbericht am 24.08.2012

Produkt:      SONiVOX Wobble
Hersteller:  

Preis:  111,00 Euro
UVP:    119,00 Euro

Kurzfazit

Dubstep Synthesizer. Zünftig wobbelnde Bässe für Dubstep & Co., mit einfacher Bedienung, aber Abstrichen bei der Syntheseflexibilität.

Für wen

Anfänger und Fortgeschrittene, die sofort mit dem Dubstep Producing loslegen wollen.

Wichtige Merkmale
  • Virtueller Synthesizer
  • Plugin für Windows & Mac OS X
  • Standalone & VST, RTAS, AU
  • Sample-basiert
  • Für Dubstep konzipiert

 


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