Softube TSAR-1 Testbericht

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Softube TSAR-1 Testbericht

Mit diesem GUI präsentiert sich das Plugin im Softube TSAR-1 Testbericht


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Was ist es?

Beim Softube TSAR-1 – eine Abkürzung für »True Stereo Algorithmic Reverb Model 1« – handelt es sich um einen virtuellen algorithmischen Halleffekt für Windows und Mac OS X, der die Schnittstellen VST, VST3, AU, AAX und RTAS bedient. Für VST, VST3 und AU stehen Varianten für den Einsatz in 64-Bit-Hosts zur Verfügung. Zum Betrieb des Plugins ist ein Dongle vom Typ iLok nötig.

Am Anfang der Entwicklung sah der Hersteller die größte Herausforderung darin, trotz der Möglichkeit, die unterschiedlichsten Halleffekte zu erzeugen, ein einfach zu bedienendes Plugin auf die Beine zu stellen. So wurde darauf verzichtet, Einsteiger und Fortgeschrittene mit zig Parametern zu überfordern, so dass sie nur noch die Presets verwenden.

Nach der Fertigstellung des TSAR-1 beschloss Softube, noch einen Schritt weiter zu gehen und mit TSAR-1R eine reduzierte Variante mit gerade einmal drei Parametern zu entwickeln, unter deren Haube jedoch derselbe Algorithmus werkelt. TSAR-1R ist separat oder im Bundle mit TSAR-1 erhältlich.

Softube TSAR-1 Testbericht

So präsentiert sich das Plugin im Softube TSAR-1 Testbericht

 

Softube TSAR-1 Testbericht

Installation

Zunächst muss das Komplettpaket mit allen Plugins aus dem Hause Softube heruntergeladen werden. Je nach Plattform und Bit-Zahl schlugen die Downloads zum Zeitpunkt meines Tests mit 228 bis 276 MB zu Buche. Dementsprechend dauerte es auch ein Weilchen, bis dies erledigt war. Hier hätte ich gerne die Möglichkeit gehabt, lediglich den TSAR-1 herunterzuladen.

Nach der Installation meldet sich die Verwaltungssoftware Softube Plugins Control und bittet mich, diejenigen Plugins zu bestimmen, welche in meiner DAW auftauchen und nutzbar sein sollen. Und nach der Aktivierung der Lizenz auf meinem iLok konnte es losgehen.

 

Erster Eindruck

Softube weist darauf hin, dass es sich beim TSAR-1 nicht etwa um eine Emulation handelt. Allerdings sind äußerliche Ähnlichkeiten mit einem Lexicon-Hallgerät, das ebenfalls über die Funktion des zufallsmodulierten Klangs eines Hallraums verfügt, unverkennbar.

Wie schon erwähnt, sind die Kontrollmöglichkeiten recht übersichtlich: Es gibt Regler für das Pre-Delay, die Dauer der Hallfahne, die Halldichte und die Klangfärbung sowie einen Tiefpassfilter. Im oberen Bereich die Kontrollen für die frühen Reflexionen sowie den Mix aus diesen und dem Hallanteil, die Diffusion und die Raummodulation sowie die Regler für Dry/Wet und die Ausgangslautstärke. In der Mitte werden die Parameter und deren Werte in Textform aufgelistet. Alles auf einen Blick.

Der Kontrast ist gut gewählt, auch gibt es genug Luft zwischen den Bedienelementen. Auf den heute üblichen hohen Bildschirmauflösungen ist die graphische Oberfläche des Plugins groß genug und bleibt deutlich lesbar, lediglich die dunkelgelb auf schwarz angezeigten Parameterauflistung in der Mitte hätte etwas deutlicher gestaltet werden können.

 

Bedienung

Ein Aspekt der Bedienung ist anfangs verwirrend, aber nützlich, sobald ich es begriffen hatte, wie der Hase läuft: Per Linksklick auf die genannten Textanzeigen kannst Du für bequeme A/B-Vergleiche einzelner klanglicher Aspekte schnell zwischen der aktuell gewählten und der zuvor eingestellten Einstellung eines Parameters hin- und herschalten.

Für die Arbeit in der Musikproduktion ist es sehr sinnvoll, dass die Schieberegler für Pre-Delay, Ausklangzeit und Tiefpassfilter logarithmisch skaliert sind. Am Beispiel des Pre-Delay: Dem kritischen, oft genutzten Bereich zwischen 0 und 50 Millisekunden wird der größte Platz – die Hälfte des Regelwegs – eingeräumt, während der Bereich von 100 bis 1000 Millisekunden dann nur noch etwa ein Viertel einnimmt.

Der Time-Parameter in TSAR-1 bezeichnet die Dauer, in der der Pegel der Hallfahne um 60 dB sinkt (»RT60«) und nicht die Zeit bis zum vollständigen Verklingen. Zudem gibt es leider keine Möglichkeit, per Tastatur numerische Werte einzugeben. Allerdings ist das nur dann relevant, wenn Du den Klang zweier Hall-Plugins miteinander vergleichen willst. Schließlich geht es stets darum, den Sound nach Gehör, nicht nach Zahlenwerten einzustellen, um den jeweils passenden Effekt für die unterschiedlichsten Mixing-Situationen aufzuspüren. Das gelingt mit dem Softube TSAR-1 tatsächlich sehr gut und mit wenigen Handgriffen.


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GUT

Softube TSAR-1 Testbericht am 24.04.2012

Produkt:      Softube TSAR-1
Hersteller:  

Preis:  222,00 Euro
UVP:    233,00 Euro

Kurzfazit

Schlichter, wohlklingender Hall. Dieser Reverb klingt glaubhaft und lebendig, wobei nur wenige Parameter verfügbar sind.

Für wen

Musiker und Produzenten, die auf einfache Bedienung setzen

Wichtige Merkmale
  • Algorithmischer Reverb
  • Plugin für Windows & Mac OS X
  • iLok benötigt

 


Lesermeinungen (1)

zu 'Softube TSAR-1 Testbericht: Reverb mal einfach'

  • Bastian   24. Apr 2012   11:34 UhrAntworten

    Guter Bericht, dem ich in fast allen Punkten voll zustimme ;)

    Der Hochpassfilter fehlt tatsächlich und hinterlässt auch bei mir einen faden Beigeschmack - so muss eben immer noch ein EQ in die FX Kette mit dem TSAR-1.

    Seit ich diesen Fakt aber akzeptiert habe, gibt es für mich kein anderes Hall Plugin mehr für die Abbildung von natürlicher Räumlichkeit.

    Aufgrund der Einfachheit ist es jedem möglich seinen Wunschsound einzustellen - daher geht mein Dank an Softube für den Ansatz "keep it simple"!

    Ich war sogar so begeistert, dass ich seit Monaten meine IR Library nicht mehr angehört habe...

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