Shreddage 2 Testbericht

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Shreddage 2 Testbericht


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Was erwartet dich?

Bei Shreddage 2 von Impact Soundworks handelt es sich um eine aufwendig gesampelte Sound Library mit den Klängen von Gitarren für Kontakt bzw. dem kostenlosen Kontakt Player. Die gesamte Klangbibliothek wurde mit ein und derselben Gitarre aufgenommen, es sind also nicht viele unterschiedliche Klänge zu erwarten. Tragisch ist das allerdings nicht, denn mit dem Kauf von Shreddage 2 erhältst Du außerdem die Amp-Simulation Peavey ReValver HP SE, die als Insert-Effekt im gleichen Kanalzug geladen werden kann.

Der Umfang der SE-Edition entspricht vielleicht nicht dem der Vollversion, dennoch sind einige brauchbare Amp-Simulationen und eine Reverb-Effekteinheit an Bord. Mit diesen kannst Du den Gitarrensound nach deinem Geschmack modulieren und dann doch noch verbiegen. Ein Upgrade auf die Vollversion oder eine andere Alternative wird auf lange Sicht vermutlich dann doch noch ins Haus stehen.

Shreddage 2 Testbericht

Das Zusammenspiel von Amp-Simulation und gesampelten Gitarren-Spielweisen ist ein interessantes Konzept, das in der Praxis durchaus Sinn ergibt. Zum einen wird auf diese Weise der Speicherplatz auf der Festplatte geschont (die gesamte Library braucht nur 2,8 GB) und zum anderen ist man soundtechnisch nicht an ein bestimmtes Genre gebunden. Sicherlich sind Rock und Metal die Hauptanwendungsbereiche, doch durch die frei gestaltbaren Kombinationen aus Amp-Emulation und Spielweise kannst Du Shreddage 2 durchaus auch in Pop-Produktionen nutzen.

Gesampelt wurde die komplette Bandbreite von Lead- und Rhythmus-Spielweisen: Jede Saite wurde in jedem Bund einzeln und auch als Powerchord aufgenommen. Das in vielen unterschiedlichen Spielarten wie Sustain, Staccato oder Portamento. Diese kannst Du im übersichtlich gehaltenen User Interface per Button zu- oder abschalten. Die Scripting Engine in Kontakt erledigt den Rest.

Die Samples wurden weiterhin im Round Robin Verfahren aufgenommen, d. h. spielst Du eine Note mehrmals hintereinander, klingt sie immer etwas anders – was den Klang sehr natürlich wirken lässt. Auch die vielen Details wie Release-Geräusche, Hammer-ons und Pull-offs sowie die drei verschiedenen Vibrato-Typen klingen gut und vor allem sehr realistisch.

Shreddage 2 Testbericht

Wer es noch realistischer mag, kann in den tiefergehenden Menüs viele Einstellungen nach Gusto anpassen. Beispielsweise die Velocity-Schwellenwerte der unterschiedlichen Spielweisen oder die Midi-Keyswitches. Hast Du das perfekte Setup gefunden, lassen sich deine Einstellungen als Preset für zukünftige Projekte abspeichern. Neben dem eigentlichen Shreddage 2 Patch ist noch ein FX-Patch enthalten, mit dem du z.B. Fret Slides einspielen kannst. Dazu gibt es zwei Doubletrack Multi-Patches, die den Sound noch fetter und druckvoller erklingen lassen.

Shreddage 2 Testbericht

 

Fazit im Shreddage 2 Testbericht

Impact Soundworks Shreddage 2 ist eine gute Sound Library aus den Klängen einer E-Gitarre, die ihren Preis von 139 US-Dollar durchaus wert ist. Die Kombination aus mehreren Spielweisen und den vielen Detailsounds im Zusammenhang mit der Amp-Simulation Peavey ReValver HP SE als Insert-Effekt ist gut durchdacht und funktioniert ausgezeichnet.

Durch die einfache Bedienung können Anfänger in kürzester Zeit gut klingende Gitarrenriffs einspielen. Aber auch erfahrene User werden mit den tief reichenden Menüs auf Ihre Kosten kommen, um den Sound genau auf ihre eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Zumindest solange man nicht selbst des Gitarre Spielens mächtig ist oder Zugriff auf einen Gitarristen für eigene Aufnahmen hat, dürfte genügend Realismus und Flexibilität mitbringen. Auch wenn es nie ganz an die menschliche Spielweise herankommen wird.


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GUT

Shreddage 2 Testbericht am 10.11.2013

Produkt:      Shreddage 2
Hersteller:  

Preis:  105,00 Euro
UVP:    105,00 Euro

Kurzfazit

Neuer Standard in Sachen virtuelle E-Gitarre? Nun, zumindest dies: Eine gute virtuelle E-Gitarre, die ihren Preis wert ist.

Für wen

Alle, die des Gitarrenspiels nicht mächtig sind und eine realistisch klingende virtuelle E-Gitarre benötigen.

Wichtige Merkmale
  • Virtuelle E-Gitarre
  • Alle Saiten in allen Bünden gesampelt (einzeln & Powerchord)
  • Palm Mute Layers
  • 3 Arten von Vibrato
  • Verschiedene Picking-Modi
  • Pinch Harmonics
  • Hammer-on / Pull-off Playing
  • Staccatto-Noten
  • Release Noises
  • Portamento Slides
  • Double Track Patches
  • Amp-Simulation ReValver HP SE inklusive

 


Lesermeinungen (4)

zu 'Shreddage 2 Testbericht: Virtuelle E-Gitarre'

  • Niiru Ownas’h   10. Nov 2013   16:54 UhrAntworten

    Weil Gitarristen ja so selten sind ;)
    Aber für Pre-Arrangements sicherlich ganz nett.

  • Franz – Hermann Schmidt   11. Nov 2013   09:21 UhrAntworten

    Möchte nur mal anmerken, das hat nichts damit zu tun, das Gitarristen selten sind. Im Gegenteil, aber für ein gutes Demo oder Playback und so weiter, ist das Teil wunderbar.

    Dann gibt es noch eine Gruppe, der auch ich angehöre, die wegen einem Handycap keine Klampfe mehr spielen können.
    Glaube mir, das ist bitter. Aber immerhin weiss man dann wie eine Gitarre gespielt wird. Dadurch findet man schnell Affinität zu Shreddage.

    Und wenn es Ernst wird, und der Titel richtig produciert werden soll, kommt eh ein richtiger Gitarren Mann ins Spiel.
    Das ist klar wie Klossbrühe.

    LG Condor

  • TrTrTr   17. Nov 2013   15:16 UhrAntworten

    Vst-Axxemen kann man auch "wirklich" leiser machen!

  • Hans-Ulrich Krell   19. Feb 2015   13:54 UhrAntworten

    Gitarristen sind meist Arschlöcher, wenn es darum geht, Songideen anderer umzusetzen. Als drummer nutze ich daher Schreddage 2.

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