Roland UA-33 Tri-Capture Testbericht


Was ist es?

Das Roland UA-33 Tri-Capture ist ein USB Audio Interface, das sich wie z.B. auch das Tascam US-125M dank seiner Loop-Back-Funktion hauptsächlich an all jene richtet, die Karaoke singen oder Podcasts senden und gleichzeitig aufzeichnen wollen. Es bietet einen XLR-Eingang für Mikrofone, einen großen Klinkeneingang (wahlweise für Zuspieler mit Line-Pegel oder hochohmige Instrumente wie E-Gitarre bzw. E-Bass) und einen Stereo-Cinch-Eingang. Ein Stereo-Klinkenpaar für Lautsprecher und ein Kopfhörerausgang stehen zur Verfügung. Die Wandler arbeiten mit maximal 24 Bit und 96 kHz.

Im Lieferumfang finden sich neben dem Audio Interface noch ein USB-Kabel (1,5 m), die abgespeckte DAW-Software Sonar X1 LE und eine CD-ROM mit Treibern für Windows & Mac OS X.

Der durchschnittliche Straßenpreis im deutschen Fachhandel betrug zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Testberichts 139,- Euro (inkl. MwSt.).

Roland UA-33 Tri-Capture Testbericht

Das Gerät ist bereit für unseren Roland UA-33 Tri-Capture Testbericht

 

Roland UA-33 Tri-Capture Testbericht

Erster Eindruck

Die Verarbeitung des Kunststoffgehäuses ist zufriedenstellend bis gut, bis auf einen winzigen Wackler beim Zusammenpressen der zwei Gehäusekomponenten ist alles soweit in Butter. Anders als die XLR- und Cinch-Buchsen sind die Klinkenanschlüsse leider nicht fest mit dem Gehäuse verschraubt. Zwar ist das auch bei vielen kostspieligeren Audio Interfaces nicht die Regel, doch mir sind eben auch schon einige ähnlich günstige Geräte unter die Finger gekommen, die in dieser Beziehung besser aufgestellt waren. Die kleinen Reglerkappen sitzen recht gut auf ihren Drehgebern und der Drehwiderstand ist angenehm erhöht.

Die Treiberinstallation geschieht verhältnismäßig rasch und problemlos. Schade, dass die gedruckte Anleitung nicht auf Deutsch darüber aufklärt, wie bei der Installation zu verfahren ist – doch findet sich gleich vorne auf dem Titelblatt der Hinweis auf eine deutschsprachiges PDF-Manual, welches sich auf der mitgelieferten CD-ROM befindet. Fehlt noch der Hinweis auf das beiliegende Kabel, um diesen Abschnitt im Roland UA-33 Tri-Capture Testbericht zu beschließen: 1,5 Meter sind guter Standard und sollten in den meisten Situationen im Homerecording genügen.

 

Oberseite

Das Gerät ist so aufgebaut, dass sich an der flachen Vorderseite keine Bedienelemente finden, diese sitzen nämlich alle auf der Oberseite. Links sitzt die Kontrollsektion für den Mikrofonkanal. Hier wird der Gain-Regler durch zwei Signalleuchten komplettiert, die aufleuchten, wenn ein Signal anliegt bzw. Übersteuerungen geschehen – so gestalten sich auch die beiden anderen Eingänge. Prima, das ist nicht bei allen Interfaces dieser Preisklasse der Fall. Dann folgt noch der Knopf zum Aktivieren der Phantomspeisung.

Input 2 ist für die Einspeisung von Line-Quellen bzw. hochohmigen Instrumente, also E-Gitarren oder E-Bässen vorgesehen; hierfür steht der mit »Hi-Z« beschriftete Schalter zur Verfügung. Schließlich folgt Input 3 für die Regelung des Aux-Inputs über die Cinch-Buchsen.

Mit diesem Arsenal an Eingängen bist Du für praktisch alle Arten von Instrumenten, Mikrofonen und Zuspielern gerüstet. Für Multimedia-Anwendungen aller Art, aber auch die Musikproduktion im Speziellen, ist das nur zu begrüßen.

Roland UA-33 Tri-Capture Testbericht

Alle Bedienelemente sind auf der Oberseite zu finden

Die rechte Seite unterteilt sich in drei Sektionen, wobei zuerst der Schalter für die drei Aufnahme-/Wiedergabemodi zu finden ist. »MIC/GUITAR« ermöglicht die gleichzeitige Aufnahme via Input 1 & 2 auf separaten Spuren in deiner DAW-Software, der Cinch-Eingang kann dabei nicht abgehört oder aufgezeichnet werden. Das klappt nur, wenn Du in den Modus »ALL INPUTS« wechselst, allerdings werden die Signale dann zu einem einzigen Stereokanal verschmolzen (Input 1 & 2 in der Monomitte, Cinch-Inputs in Stereo).

In der Betriebsart »LOOP BACK« (nur mit 44,1 oder 48 kHz möglich) wird zu all dem noch das Signal hinzugemischt, das dein Audio PC letztendlich ausgibt. So kannst Du die direkt im Rechner erzeugten Signale als Input wiedereinspeisen, um sie zusammen mit den Klängen der eigestöpselten Instrumente/Mikrofone/Zuspieler aufzunehmen. Damit wird beispielsweise die Aufzeichnung von Podcasts in Skype während der Live-Sendung ermöglicht. Eine praktische Angelegenheit, die erstaunlicherweise längst nicht alle Audio Interfaces ohne zusätzliche Verkabelung des Outputs mit einem Input beherrschen.

Komplettiert wird die Bedienoberfläche durch einen Knopf zum Stummschalten der Lautsprecherausgänge (der Kopfhörer-Output ist davon nicht betroffen), einem Schalter zum (De-) Aktivieren des direkten Abhörens der Input-Signale und dem Regler für die Kopfhörerlautstärke. Die 4-Wege-Stereo-LEDs arbeiten im Modus »PFL« (»pre-fader-listen«), tasten den Pegel also vor der Beeinflussung durch den erwähnten Regler ab.

 

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