Rode M5 Testbericht

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Rode M5 Testbericht

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Was ist es?

Das Rode M5 ist ein Kondensatormikrofon mit Kleinmembran und Nierencharakteristik, das vor allem für Heim- und Projektstudios attraktiv erscheint. Der Hersteller liefert ausschließlich aufeinander abgestimmte M5er-Paare für Stereoaufnahmen, daher findet sich im Fachhandel oft die Bezeichnung »Rode M5 MP« (für »Matched Pair«).

Wie es für Kleinmembranmikrofone üblich ist, sollen besonders akustische Instrumente und Chöre in guter Qualität abgenommen werden können. Die technischen Spezifikationen findest Du wie gehabt in unserem Infokasten.

Ein Rode M5 MP ist zum Straßenpreis von 179,- Euro (inkl. MwSt. & ) im deutschen Fachhandel erhältlich.

 

Rode M5 Testbericht

Erster Eindruck

Nach dem Öffnen entdecke ich ein Zertifikat mit der Unterschrift des Testers, der für die Abstimmung der beiden Mikrofone verantwortlich zeichnet. Ihre Empfindlichkeiten lägen demnach in einem Toleranzbereich von ±1 dB. Nach einer Registrierung auf der Website des Herstellers gibt es zehn Jahre Garantie, wie das Handbuch verrät. Die Anleitung umfasst übrigens auch gut bebilderte Vorschläge für Stereo-Mikrofonierungstechniken und wichtige grundlegende Tipps.

Dass Stabmikrofone kaum dicker als ihre XLR-Buchsen sind, ist normal. Vorteilhaft beim Rode M5 ist zudem dessen kompakte Länge (oder eher Kürze) von zehn Zentimetern. Das ist kürzer als die meisten anderen Kleinmembranmikrofone und kann bei der Positionierung in sehr beengten Setups helfen.

Verarbeitung & Handhabung

Die Verarbeitung ist sehr gut, was bei den jüngeren Produkten des Herstellers generell festzustellen ist. Die Keramikbeschichtung schützt die Oberfläche der Mikrofone, meine Fingernägel können dem Rode M5 nichts anhaben. Auch die Klemmhalterungen zum Aufschrauben auf ein Mikrofonstativ oder eine Stereoschiene machen einen sehr robusten Eindruck. Sie sind ziemlich eng, was beim ersten Hineinschieben der Mikrofone einiges an Kraft erfordert. Dafür sitzen sie dann felsenfest.

Fein: Es werden zwei gezackte kleine Gummiringe mitgeliefert, die als Unterlegscheibe zwischen XLR-Buchse und Stecker dienen. So wird gegebenenfalls das seitliche Wackeln verhindert und die Verbindung deutlich fester.

Klang des Rode M5

Im Vergleich mit dem seit über zehn Jahren bewährten, höherwertigen NT5 rauscht das Rode M5 einen Tick mehr. Das wird aber nur dann ansatzweise hörbar, wenn die Aufnahme im Mix erheblich verstärkt wird und die Klangquelle zu weit weg war.

Ich testete ein einzelnes Rode M5 an der Akustikgitarre. Ein detaillierter, impulstreuer Sound mit einer leichten Präsenzanhebung ist festzuhalten. Für ein vergnügtes Saitenquietschen und eine gewisse »Helligkeit« der Anschlaggeräusche (ohne dass es zu aggressiv wird) funktioniert das wunderbar. Der Sound ist höhenreicher als etwa bei einem Neumann KM84, aber noch nicht auf eine aufdringliche Art und Weise.

Als Stereopaar, erneut an der Gitarre, zeigte sich, dass der Tester von Rode in meinem Fall gute Arbeit geleistet hat. Die klangliche Charakteristik der zwei Mikros war sehr ähnlich. Das ist die Grundvoraussetzung für die Stereomikrofonierung mit weitgehend planbaren Resultaten.

Als Drum-Overheads bildeten die 5er ein gutes Gespann. Der Klang ist detailreich, voll und trotz der bei diesem Frequenzgang zu erwartenden Betonung der Becken nicht zu harsch. Hohe Schalldrücke im Studio oder auf der Bühne können dem Rode M5 nichts anhaben, wie schon das Datenblatt mit der Angabe von 140 dB SPL nahelegt.


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SEHR GUT

Rode M5 Testbericht am 11.02.2015

Produkt:      Rode M5
Hersteller:  

Preis:  179,00 Euro
UVP:    199,90 Euro

Kurzfazit

Kleinmembranmikro als Matched Pair. Dieses Mikrofon punktet mit detailliertem, sauberem Sound und verträgt hohe Schalldrücke. Es weist eine leichte Präsenzanhebung auf – nicht immer passend, aber gut für Drum-Overheads.

Für wen

Einsteiger, Fortgeschrittene und Semiprofis, die ein erschwingliches Kleinmembranmikro suchen.

Wichtige Merkmale
  • Kondensatormikrofone mit Kleinmembran
  • Aufeinander abgestimmtes Paar (MP = »Matched Pair«)
  • Membrandurchmesser: ½″
  • Richtcharakteristik: Niere
  • Phantomspeisung (24/48 Volt) nötig
  • Frequenzbereich: 20 – 20.000 Hz
  • Ausgangsimpedanz: 200 Ω
  • Max. Schalldruck: 140 dB SPL @ 1 kHz, 1% THD an 1 kΩ
  • Empfindlichkeit: -34 dB re 1V/Pa (20 mV @ 94 dB SPL) ±2 dB @ 1 kHz
  • Eigenrauschen: 19 dB-A
  • Ausgang: XLR (3 Pins)
  • Maße: 100 x 20 mm
  • Gewicht: 80 g

 


Lesermeinungen (1)

zu 'Rode M5 Testbericht: Erschwingliche Stabmikrofone im Paar'

  • Jo   13. Feb 2015   21:44 UhrAntworten

    Ich kann ihre Erfahrungen an der ak. Gitarre nur bestätigen. Auch an diversen Flöten u. Mundharmonika machen die kleinen Stängel eine gute Figur. Das Rauschverhalten ist für dieses Preissegment wirklich gut und die kleine Anhebung bei höheren Frequenzen lässt sich gut in den Griff bekommen.

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