Riffstation Testbericht


Was erwartet dich?

Riffstation für Windows & Mac OS X versammelt diverse Werkzeuge, die zum Nachspielen, Gitarre Üben und Jammen zu deinen Lieblingssongs dienen. Zudem gibt es Hilfsmittel, mit denen Du lernen kannst, wie Du bestimmte Akkorde greifen kannst. Schließlich können Du noch einzelne Takte und Phrasen aus Songs extrahiert werden und diese Bausteine später zu einem neuen Song mit deiner eigenen Akkordfolge zusammensetzen.

Im Jam Master kannst Du Audiodateien zu laden und diese unabhängig in Tonhöhe und Geschwindigkeit verstellen. Das Hoch- oder Herunterstimmen von Songs, aber auch das Feintuning zwischen den Halbtonschritten ist damit möglich. Die Qualität, in der Tonhöhe und Geschwindigkeit neuberechnet werden, reicht leider nicht an spezialisierte Programme bzw. die meisten DAWs oder Audio-Editoren heran, doch kann ich das bei einem Programm dieses Umfangs für 40 Euro beileibe auch nicht erwarten.

Direkt unter der Wellenformanzeige der geladenen Datei werden die vom Programm erkannten Akkorde angezeigt. Das funktioniert meist recht gut, etwas Feinschliff bei der Erkennung von Akkorderweiterungen wäre wünschenswert, aber wohl schwierig umzusetzen.

Riffstation Testbericht

Weiterhin kannst Du die Gitarre mithilfe eines Filters im geladenen Song mehr oder minder gut isolieren und fast als Solo abspielen, stummschalten oder stufenlos mit dem Rest des Signals mischen. Dafür stehen besagter Filter und ein eingrenzbarer Bereich im Stereopanorama zur Verfügung. Das klappt in den meisten Fällen gut, wobei sich natürlich nur diejenigen Signale gut isolieren lassen, die nicht weiträumig im Stereopanorama verteilt sind, sondern an einer bestimmten Stelle, meist die absolute Monomitte sitzen (Gesang, Solo).

Im Abschnitt »Learn« findest Du erneut eine Anzeige der erkannten Akkorde, doch diesmal wird zusätzlich dargestellt, welche Finger Du wie auf das Griffbrett setzen musst, um den entsprechenden Akkord zu spielen. Auch besteht die Möglichkeit, die erkannten Akkorde einzeln in ihrer Tonart zu verschieben. Zu guter Letzt findet sich ein Verzeichnis mit allen denkbaren Akkorden, die Du so schnell erlernen kannst. Nice.

Fazit im Riffstation Testbericht

Für knapp 40 Euro bietet Riffstation ein sehr ansehnliches Arsenal von Werkzeugen, die zum Üben und Jammen auf der Grundlage deiner Lieblingssongs geeignet sind. Zum Nachspielen, Umstimmen und Neubasteln der Riffs, die deine Vorbilder spielen, stehen dir alle Freiheiten offen.

Der Kreativbaukasten zum Zusammensetzen beliebiger Akkorde ist ein schönes spielerisches Element zum Üben eines Gitarrensolos bzw. einer Improvisation und die Funktionen zum Erlernen des Akkordspielens können für Einsteiger und Fortgeschrittene durchaus ihr Geld wert sein.

Leider steckt der Teufel etwas im Detail, denn das Programm stürzte mir ab und an ab, es verschwand einfach plötzlich und ohne Rückmeldung. Anyway, das kann in zukünftigen Programmversionen noch behoben werden. Alles in allem habe ich einen für den geforderten Preis sehr guten Eindruck von dem Programm gewonnen und werde mich jetzt wieder an das Heraushören eines Solos machen.

Lesermeinungen (1)

zu 'Riffstation Testbericht: Akkorde im Griff'

  • L-J. Scheeren
    24. Mrz 2014 | 17:09 Uhr Antworten

    Leider steckt der Teufel etwas im Detail, denn das Programm stürzte mir ab und an ab, es verschwand einfach plötzlich und ohne Rückmeldung.
    ———————————–
    Hallo Carlos San Segundo,
    das war ein aufschlussreicher Bericht. Danke. Aber wenn das
    Programm öfter mal abstürzt dann ist es das Geld (noch)
    nicht wert. Aber wenn es eine stabilere Version des Programms gibt wäre es schon eine Überlegung wert. Ich spiele zwar schon hin und wieder seit nahezu 35 Jahre Gitarre habe aber immer noch Probleme. Zum Hausgebrauch reicht es aber.

    MfG Bert

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