PreSonus StudioLive 16.4.2 Testbericht

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PreSonus StudioLive 16.4.2 Testbericht

Das Gerät in seiner Pracht für unseren PreSonus StudioLive 16.4.2 Testbericht


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Was ist es?

Das PreSonus StudioLive 16.4.2 ist ein Mischpult mit 16 Kanälen, für die jeweils ein Mikrofoneingang (XLR), ein Line-Eingang (große Klinke) und eine Insert-Buchse (große Klinke) zur Verfügung stehen. Weiterhin gibt es zwei AUX-Eingänge (große Klinke), je einen Cinch-Ein- und Ausgang für Zuspieler und einen separaten XLR-Eingang für die Talkback-Funktion. Ein FireWire Recording Interface mit 32 x 18 Kanälen ist implementiert. Die integrierten Effekte: Hochpassfilter, Gate/Expander, Kompressor/Limiter und 4-Band-Equalizer, weiterhin Delay und Reverb (steuerbar über das Display).

Durch das digitale Innenleben kannst Du die meisten Funktionen des Geräts auch über deinen Laptop oder dein iPad steuern. Die denkbaren Einsatzgebiete sind vielfältig, ob bei Live-Auftritten, im Proberaum, dem anspruchsvollen Heimstudio oder in Rundfunk, Nachtclubs und Kirchen.

PreSonus StudioLive 16.4.2 Testbericht

Das Gerät in seiner Pracht für unseren PreSonus StudioLive 16.4.2 Testbericht

 

PreSonus StudioLive 16.4.2 Testbericht

Dokumentation

Ein kleiner Dämpfer ganz zu Beginn meiner Testphase: Das gedruckte Handbuch liegt leider nicht in deutscher Sprache vor. Der Hersteller hat keine deutsche Internetpräsenz, zudem ist das deutsche PDF-Handbuch nicht auf der englischen Website zu finden, sondern beim hiesigen Vertrieb, der Hyperactive Audiotechnik GmbH.

 

Verarbeitung

Das Gehäuse ist sauber verarbeitet, das Aluminiumpaneel unter den Fadern fühlt sich gut an und der sonst verbaute Kunststoff macht einen guten Eindruck. Es gibt keine scharfen Kanten, Spalten, schiefe Nahtstellen zwischen zwei Komponenten oder Ähnliches. Prima.

Alle Reglerkappen sitzen rekordverdächtig fest auf ihren Drehgebern – nicht der geringste Wackler ist festzustellen. Dazu ist der Drehwiderstand hoch und der Lauf weich wie Butter. Zwar ist die Oberfläche nicht gummiert, dank der Riffelung aber ausreichend griffig. Bis hierhin also ein fast perfekter Eindruck. Leider sind die Kappen recht klein, doch das scheint nicht wirklich anders möglich gewesen zu sein, wenn man ein Format erzielen will, das den Zugriff auf so viele Funktionen ermöglicht und gleichzeitig so kompakt wie das des StudioLive 16.4.2 ist. Dieser Vorzug sollte nicht unterschätzt werden, da das Gerät gerade für den Live-Einsatz geeignet sein will.

Die Fader sind nur dezent wackelig und durch die bei Mischpulten übliche tiefe Einkerbung in der Kappe sehr griffig. Mir sind sie eine kleine Spur zu leichtgängig, aber das ist Moppern auf hohem Niveau. Sämtliche Fader sind mit je zwei Schrauben am Aluminiumpaneel befestigt, lassen sich also bequem austauschen.

Bei den Knöpfen hat man sich für Soft-Touch-Buttons entschieden, hier gibt es also keinen festen Druckpunkt oder ein deutliches Klicken. Der auszuübende Druck, der für die Betätigung einer Funktion nötig ist, wurde für meinen Geschmack ausgewogen gewählt.

PreSonus StudioLive 16.4.2 Testbericht

Die leicht angewinkelte Rückseite

Die Klinkenanschlüsse – so darf man es erwarten – sind von einer Manschette umschlossen und fest mit der Gehäuserückseite verbunden. Bei den XLR-Anschlüssen gibt es keine Arretierungsklammern, was einen Vor- und einen Nachteil hat: Einerseits besteht nicht die Gefahr, dass das Kabel reißt oder das ganze Pult mitgerissen wird, wenn stark an einem XLR-Kabel gezerrt wird, andererseits kann es in Live-Situationen unangenehme Zwangspausen durch das Missgeschick geben, dass ein XLR-Kabel aus der Buchse gezogen wird.

 

Layout

Zunächst ein paar Worte zum Aufbau der Bedienoberfläche. Untypisch für ein Mischpult ist der Umstand, dass die Kanäle hier nicht mit dedizierten Reglern für sämtliche Funktionen daherkommen.

PreSonus StudioLive 16.4.2 Testbericht

Die Hauptbedienfläche mit ihrem unorthodoxen Layout

Vorteil: Erst dadurch ist es überhaupt möglich gewesen, im Mittelteil des Bedienpaneels die große, bequem zu steuernde Effektsektion (siehe unten im Abschnitt »Fat Channel«) zu platzieren und gleichzeitig die äußerst kompakten Abmessungen des Geräts zu wahren. Nachteil: Du hast die Einstellungen nicht auf einmal im Blick und Griff, was besonders beim Panning-Regler schmerzt.


Mehr zum Thema:
          

SEHR GUT

PreSonus StudioLive 16.4.2 Testbericht am 07.08.2012

Produkt:      PreSonus StudioLive 16.4.2
Hersteller:  

Preis:  2.222,00 Euro
UVP:    2.495,00 Euro

Kurzfazit

Kleines Kraftpaket für Bands. Dieses digitale Mischpult lässt sich toll bedienen und glänzt mit seiner FireWire-Return-Funktion.

Für wen

FOH-Mischer und Produzenten.

Wichtige Merkmale
  • Digitales Mischpult
  • 16 Kanäle (XLR/Klinke) mit Inserts
  • Kanalzugeffekte (EQ & Dynamiksektion)
  • Delay & Reverb
  • 6 AUX- und 2 FX-Busse
  • 4 Subgruppen
  • FireWire Return
  • Talkback

 


Lesermeinungen (5)

zu 'PreSonus StudioLive 16.4.2 Testbericht: Digitales Mischpult mit Pfiff'

  • fern797   07. Aug 2012   12:23 UhrAntworten

    Wieder mal ein sehr guter Testbericht auf Delamar.

    Ich finde nur, dass an manchen Stellen vielleicht Erläuterungen vorhanden sind (z.B. Funktionsweise und Einsatzgebiet des Kompressors), die nicht nötig gewesen wären. Zumindest wenn man sich mit dem Thema schon auseinander gesetzt hat.

    Wie sieht es eigentlich mit einem Vergleichstest mit dem neuen Behringer X32 aus. Oder wird es in Zukunft einen Test über das Digitalpult geben. Im Vergleich kann ich ja beim Behringer sogar 32 Kanäle via Firewire oder USB simultan aufnehmen.

    Grüße an das Delamar Team

  • Joe   26. Aug 2012   10:22 UhrAntworten

    Vielleicht sollte noch im Testbericht erwähnt werden, dass für die Fernsteuerung mit iPad und Co. der zusätzliche Anschluss eines Notebooks über die Firewire-Schnittstelle an den Studiolive-Mixer erforderlich ist.
    Erst zu dem Notebook kann dann eine VPN-Verbindung über WLAN aufgebaut werden und der Mixer ferngesteuert werden.
    Also etwas Aufwand ist für die Fernbedienung schon von Nöten....
    Zu beachten ist auch, dass nur wenige Firewire-Chipsätze mit dem Studiolive kompatibel sind. Presonus hat hierzu eine Liste angefertigt.

  • Martin Weinacker   28. Apr 2013   09:29 UhrAntworten

    Hab zwar die "kleinste" Version des Mixers, den 16.02, aber die Grundlegenden Features sind ja die gleichen. Kann nur sagen, daß ich sehr sehr positiv von dem Teil überrascht war, als ich es zum ersten Mal Live einsetzte. Ganz "nebenbei" erhält man noch ein 16 Kanal Interface, das sich gewaschen hat! Tja, und hier steckt aber auch schon der "Teufel" für PC-User im Detail! Die Firewire-Anbindung ist mehr als wählerisch! Bei Notebooks hat man im PC-Bereich quasi keine Chance auf verlässlichen Betrieb!Man kommt um die Anschaffung eines MacBooks nicht herum. Mein Focusrite Saffire Pro 56 hat diese Probleme nicht! Dieses Interface arbeitet problemlos mit meinem Dell-Notebook sowie meinen PC`s hervorragend ohne Probleme zusammen. Was ich von dem Presonus-Teil erst nach Anschaffung von spez. FireWire-Karten sagen konnte. Aber als Live-Mischer und auch als kleines Recording-Pult (wenn das Firewire-Problem entspr. gelöst wurde) ist das Teil echt erstaunlich! Benutze es für unsere Celtic-Folk Band, habe aber auch schon kleinere Rockbands damit abgemischt. Werde wohl aber wegen genannter Probleme auf das X32 compact ausweichen, da es da anscheinend keine Fire-Wire Probleme gibt.

  • Michael Kehres   01. Sep 2014   22:45 UhrAntworten

    Hallo,
    habe den SL 16.0.2 mit dem Laptop verbunden, Wlan aufgebaut und mit den I-pad verbunden, Fernbedienung funzt echt gut, doch hier eine Frage,
    Ich habe eine Scene erstellt, alles eingestellt, die CH1-16 umbenannt und abgespeichert, wenn ich jetzt eine andere Scene lade, sind umbenannten CH1-16 immer noch so wie bei der vorherigen Scene, hat jemand eine Idee, wie man auch die Chanalnamen geändert abspeichern kann ????????????
    Danke im Voraus.

  • Trommel-Herbert   18. Okt 2014   18:37 UhrAntworten

    Hier die Firewire-Chipsatz Liste.

    http://www.presonus.com/uploads/products/media/files/PreSonus_FireWire_Chipset_Compatibility_7-25-12.pdf

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