Pro:
- Ausgezeichnete Drehregler
- Gute Wandler
- Gute Mixer-Software
- Noise Gate, Kompressor und EQ auf jedem Kanal
- Komfortables Firmware-Update
Contra:
- Keine digitalen Ein-/Ausgänge
- Kein Netzschalter
- XLR-Eingänge nicht verriegelbar
Fazit zum PreSonus AudioBox 44VSL Testbericht
Mit dem PreSonus AudioBox 44VSL bekommst Du ein gutes Audio Interface für kleinere und mäßig komplexe Aufnahme-Sessions. Der Hersteller bietet übrigens auch Varianten mit 2×2 und 18×18 Ein-/Ausgängen an. Der 44VSL schneidet in unserem Klangtest gut ab. Bis auf leichte Schwächen bei der Impulstreue zeigen die Wandler eine gute Performance. Auch die Latenz lässt sich sehr niedrig halten.
Die XLR-Eingänge sind nicht verriegelbar und lediglich mit einer innen liegenden Kunststoffplatte verklebt, anstatt fest mit dem Gehäuse verbunden zu sein. Abgesehen davon ist die Verarbeitungsqualität sehr hoch. Vor allem die großartig verarbeiteten und bedienbaren Drehregler haben mir gefallen – schwer auszudenken, wie diese überhaupt noch verbessert werden könnten. Dass die Buchse für den Kopfhörer auf der Rückseite liegt, war für mich kein Problem, das muss aber jeder selbst wissen.
Die Arbeit mit der Mixer-Software Virtual Studio Live und den aus dem Live-Mischpult StudioLive 16.0.2 entlehnten Effekten geht reibungslos über die Bühne – gut, dass die Latenz dabei so niedrig ist, dass das Monitoring per Kopfhörer ohne Probleme funktioniert.
Schade hingegen, dass keine Anschlussmöglichkeiten für S/PDIF vorhanden sind. So hätte das AudioBox 44VSL noch deutlich aufgewertet werden können – allerdings kann man digitale I/O angesichts des Preises nicht verlangen. Obendrein gibt es noch die DAW PreSonus Studio One Artist dazu.
Unter dem Strich gibt es von uns vier von fünf Punkten mit Sternchen – well done, PreSonus.

24. Jan 2012 | 12:30 Uhr
…die Klangbearbeitung läuft doch über einen DSP. Ich bin davon ausgegangen, dass die Latenz für diese (!) Einstellungen IMMER gering ist, da sie nicht den Weg über USB und zurück geht. Sprich: Etwas Kompression und Hall für den Sänger/-in macht die AudioBox.Ebenso die Kopfhörer Mmixes für den Rest der Band (Vielleicht wichtiger beim großen Bruder mit den 18 I/Os). Das ist ja schon mal ein großer Pluspunkt und in der Preisklasse nicht alltäglich.
Das Monitoring des Playbacks aus der DAW ist natürlich wieder mit einer Latenz behaftet…
Mir ist noch nicht klar, ob ich diese Effekte auch innerhalb der DAW nutzen kann?
25. Apr 2012 | 08:28 Uhr
Hi alex,
folgende Info, falls sich Dein Kommentar inzwischen nicht schon erübrigt haben sollte:
1. Die AudioBox VSL besitzt keinen DSP-Chip. Die Effekte werden vom Computer berechnet, und insofern ist die trotzdem sehr geringe Latenz schon eine Besonderheit.
2. Die Effekte lassen sich (zumindest derzeit) nicht in der DAW nutzen.
Grüße
Matthias
25. Jan 2012 | 13:01 Uhr
wie sieht es aus mit der Stabilität der Latenz? variiert es beim Ein/ausschalten? Beim OS restart? Habt Ihr ein Loopbacktest durchgefürt, wenn ja im welcher Bereich (z.B. im Samples bei 44.1kHz Aufnahme) war die Schwankung? e.g. Tascam US 1641 schwankt hier mit zu bis +/- 200 Samples!
25. Jan 2012 | 15:19 Uhr
Wir haben keine großen Schwankungen beobachten können. Beim Loopback mit 44,1 kHz waren es etwa +/-1 Millisekunden.
26. Jan 2012 | 13:38 Uhr
So ein Latenztest bringt nur etwas, wenn angegeben wird mit welcher Rechnerhardware getestet wurde.
26. Jan 2012 | 16:43 Uhr
Intel Core2 Quad Q6600 mit 2,4 GHz pro Kern
4 GB RAM
Windows 7 (64 Bit)
PreSonus Sudio One 2.0.4.17496
RightMark Audio Analyzer 6.2.3 PRO